Diese Hammond 125er Übertrager in #1 sind in ihren Abmessungen doch recht überschaubar. Im Gegensatz zu einem Netztrafo erwärmen sie sich im Betrieb auch praktisch nicht.
Insofern könnten hier m.E. durchaus selbstgefertigte Hauben aus Sperrholz verwendet werden, evtl. mit einem Deckel aus Lochblech oder anderem Material, je nach gewünschtem Design.
Nur als Idee.
Gruß Klaus
Beiträge von Zitronenfalter
-
-
Mein Großvater hatte auch so ein Teil. Als ich Anfang der 70er bei ihm für einige Tage zu Besuch war, fand ich heraus, daß meine Lederschuhe schön warm und geschmeidig wurden, wenn sie vom erhitzten Luftstrom angepustet wurden.
Leider habe ich das mit der höheren Heizstufe und der Zeitdauer dann etwas übertrieben (war wohl zwischendurch aus dem Raum und anderweitig spielen) und die schönen Schuhe dann hinüber - Kreppsohle zerschmolzen

Mein Großvater mußte dann wohl oder übel mit mir ins Dorf gehen und neue Schuhe kaufen. Man sieht: Kinder (ganz besonders meine Wenigkeit) können auch ganz allein maximalen Blödsinn verzapfen

Gruß Klaus
-
Den Wunsch nach einem kleineren Verstärker kann ich verstehen. Gesetzt den Fall, man benötigt die Leistung eines größeren Gegentakters nur sehr selten, stellt sich doch die Frage, warum man den Aufwand eines höheren Stromverbrauchs und ggf. teurerer Endröhren tragen sollte.
Ich hatte auch schon einmal einen kräftigeren Verstärker hier und was dieser an Pegelreserven bot, war schon beeindruckend. Letztlich habe ich aber mit einem kleinen Eintakter entspannter gehört, wozu allerdings auch beitrug, daß dieser über eine physiologische Lautstärkeeinstellung verfügte. Damit einhergehend ein satter Klang, ohne mich und mein Umfeld mit höheren Schallintensitäten stressen zu müssen - was auch immer zu mehr oder weniger ausgeprägter Dynamikkompression durch die Schutzmechanismen in unserem Ohr führt.
Gruß Klaus -
Eine schöne Erinnerung

Die jungen Menschen heute können einem fast leid tun, daß sie derartiges kaum kennenlernen können.P.S. Ich hatte mal eine kleine Sammlung sehr schöner u. hochwertiger Röhrenradios. Leider habe ich im Verlauf/nach schwerem gesundheitlichem Rückschlag die besten Exemplare weggegeben

Gruß Klaus
für OT -
"Da die Regler als "Historischer Equalizer" herhalten müssen, greifen sie viel weiter in den Mitteltonbereich ein. Bei alten Plattenkurven liegen die Knickpunkte (Turnover) oft viel höher im Bass (z. B. bei 300 Hz bis 500 Hz) und die Absenkung der Höhen beginnt viel früher (z. B. schon ab 2 kHz bis 3 kHz)."
Üblicherweise werden m.W. seit Jahrzehnten Klangsteller bevorzugt so ausgelegt, daß sie gerade nicht (oder möglichst wenig) in den Mitteltonbereich hineinwirken.
Der Käufer sollte sich darüber im Klaren sein, daß die als „Bass“ bzw. „Treble“ bezeichneten Einsteller an dieser Vorstufe deutlich abweichend ausgelegt sind.
Im Grunde hätte man m.E. die optional aufsetzbare Beschriftungsplatte besser weggelassen und die Entzerrungskürzel direkt auf die Front drucken sollen.
Gruß Klaus(der das Verstärkerchen durchaus attraktiv findet)
-
PS solche Einstellmöglichkeiten wie im KI Fakebild für verschiedene Entzerrungen hat meine McIntosh C20 Vorstufe aus den 60ern.
Ich denke, es handelt sich hier einfach um eine rückseitig bedruckte Plexiglasscheibe, die man optional auf die Frontplatte setzen kann.
Gruß Klaus
-
Es wäre auf jeden Fall begrüßenswert, wenn eine wie auch immer geartete “höherwertige“ Gehäuseausführung auf Wunsch bei einer Bestellung hinzugewählt werden könnte. Wer mit der derzeitigen Gestaltung (ich mag sie!) prima bedient ist, möchte schließlich nicht unnötig höhere Anschaffungskosten aufbringen müssen.
Gruß Klaus -
Solche Geräte zeigen, wozu analoge Technik und klassische HF-Übertragung in der Lage sind.
Obwohl selbst immer mit eher bescheidenen Geräten ausgestattet, sind mir aus vielen zurückliegenden Jahren noch so einige Erlebnisse in Erinnerung, bei denen mich der Empfang einer Sendung völlig mitgenommen hat.
Gruß Klaus -
-
-
"Schieberegler" - die übrigens gar nichts regeln - waren in den 70ern wohl eine Remineszenz an die Fader in Studio-Equipment.
Leider in allen mir bekannten Fällen von ziemlich bescheidener mechanischer Qualität. Und ein Schiebeeinsteller ist wirklich nur dann einigermaßen feinfühlig zu bedienen, wenn er super leichtgängig ist, d.h. Losbrechmoment u. Gleitreibung minimal.
Im Normalfall lassen sich selbst einfache Drehsteller an Billiggeräten gut dosieren, weil durch die physiologische Auslegung unserer Hände/Unterarme besser feine Drehbewegungen ausgeführt werden können.Man kann viel über Design diskutieren; ich finde ein Verständnis für Bewegungsabläufe, über die reine Haptik hinaus, unabdingbar.
Gruß Klaus
-
Sind die Wellenlängen im Bassbereich nicht viel zu groß, um mit gängigen Maßnahmen (Absorber, Diffusoren) nennswertes zu erreichen?

Ich vermute, wirklich effektiv sind nur entsprechend voluminöse Helmholz-Kisten oder aktive Gegenbass-Installationen, die seriös mittels Messung vorab eingestellt werden müssen.
Letzteres ist leider nicht mal eben umsetzbar, weil kostspielig/technisch aufwendiger und den Raum (=Wohnzimmer?) mit weiteren Teilen füllend.Vernünftig ausgelegte Klangsteller sind so unsinnig nicht, zumal der Hersteller durchaus eine Umgehung via Defeat-Schalter integrieren kann.
Gruß Klaus
-
-
Bei korrekter Einstellung - und da muß man sich wohl gut auskennen bzw. Erfahrung haben - spielen die alten B&M hervorragend.
Möglicherweise sind sie insgesamt nicht so langzeitstabil in ihren Eigenschaften, weil neben den alternden Chassis auch sehr viel Elektronik im Spiel ist. Es sind oder waren damals eben mehrwegige vollgeregelte Schallwandler. Was die beiden Gründer dieser Marke damals erfunden und entwickelt hatten, bleibt m.E. eine beeindruckende Leistung.
Gruß Klaus -
Gut gesehen, Micha

Schaut man ins RCA-Datenblatt, findet man eine Gittervorspannung von ca. -45V für 50mA @ 250V a-k, aber -43,5V für 60mA @ 255V a-k, dort gestrichelt eingezeichnet.
Im Autobiasbetrieb mit 60mA wäre dann ein 725 Ohm-Widerstand einzusetzen, anstelle 750 Ohm.
Gruß Klaus
-
Die Farbe bzw. das Furnier der Schallwand ist evtl. gar nicht von Belang - sofern die LS für den Betrieb mit Frontabdeckung abgestimmt wurden.
War damals gar nicht so ungewöhnlich (s. auch LS3/5 u.v.m.).
Meine alten Engländer (Tangent RS2) betreibe ich daher bewußt mit aufgesetzter Stoffabdeckung, wobei ich zugegebenermaßen generell die wohnlichere Optik bevorzuge, win-win
Gruß Klaus
-
Ach, gelassen bleiben.
Vor gut 10 Jahren konnte ich mir noch so einige hochwertige Schallwandler anhören, darunter auch die damals neueren B&M (selbst verwendete ich für kurze Zeit nur ältere vollgeregelte BM6 und Grande).
Gut aufgestellt u. ggf. via Messung auf den Raum angepasst wirklich ordentlich.
Allein: braucht man solch großes u. kostspieliges Material zum genußvollen Musikhören
?Das muß jeder für sich entscheiden.
Mir genügt weit einfacheres Equipment (s. #237), entsprechend der irgendwann gewonnenen Erkenntnis, daß letztlich die Wahrnehmung eines musikalischen Werkes/ einer Performance als berührendes Stück Kunst im Kopf entsteht (bei mir jedenfalls). Da spielen innere Offenheit und Phantasie eine wichtigere Rolle, als daß jedes Tonfitzelchen 100% akkurat reproduziert wird.
Zur Erdung trägt übrigens der regelmäßige Besuch von Konzerten bei, kleine Events bis Philharmonie
Gruß Klaus
-
Die sind vorbildlich klirrarm, für mich nicht überraschend.
Genau aus diesem Grund hatte ich auch kürzlich angeregt, LS mit AMT in Betracht zu ziehen.
Eher sehe ich die Gefahr, daß bei sehr gehobenem Pegel auf 37qm die TMT evtl. an ihre Grenze stoßen
Ist sicher auch ein Frage der Abstimmung, hohe Tiefbaßpegel erfordern halt große Konusse.
Gruß Klaus -
Andere Überlegung: diejenigen, welche sich Schallwandler in dieser Preisklasse anschaffen, sind zumeist Musikliebhaber, die ihr Hobby "ernsthaft" betreiben. Dann setzt man sich üblicherweise in den Sweet Spot und die Irregularitäten außerhalb Achse stören (je nach Aufstellung/Raumaustik) kaum bzw. stellen quasi einen Teil des Soundings dar.
-
Ganz optimal sieht das nicht aus.
Beim oberen Diagramm sollte man aber einbeziehen, ab welcher Frequenz diese Off-Axis-Welligkeit auftritt. Sie liegt doch eher außerhalb des tonal wichtigen Bereichs von Instrumenten und Stimmen.
Das Ganze zeigt aber auch, warum die meisten Studio-LS inzwischen mit Waveguides ausgestattet sind. Wobei es da auch innerhalb der Modellreihen meßbare Unterschiede gibt, siehe z.B. die Genelec 8020/30/40.Gruß Klaus
