Posts by Zitronenfalter

    Stimme Dir zu, Jo,


    aber bzl. benötigter Empfindlichkeit der Box kommt es eigentlich nur auf die Raumgröße und den gewünschten Maximalpegel an.

    Tatsächlich habe ich Verstärker mit 300B und kleineren Röhren (ECL86) an Böxlein unter 90dB/W/m (sogar mit 83dB) hören und genießen können - ein entspannendes Hören mit Augenmerk auf Klangfarben und Fluß ggü. liveartiger Dynamik und Lautstärke.


    Anders gesagt: wer am Feierabend/in ruhiger Umgebung seine Musik ganz entspannt genießen möchte, wird mit dem Jadis nicht ganz so glücklich, wie mit einem (Trioden-)Eintakter.


    (Trotzdem ist der Jadis sicher ein feines und zuverlässiges Teil)


    Grüße Klaus

    Ich hatte immer mal wieder Transistorgeräte auf dem Tisch, die schon 2-5 Jahrzehnte hinter sich haben. Sahen innen nicht unbedingt besser aus - sind aber oft kniffliger instandzusetzen, u.a. wegen maroder Platinen und viel mehr Bauteilen, die dicht an dicht verbaut wurden.

    Es ging evtl. darum, daß nach dem Röhrenwechsel keine Einstellung auf korrekte Ruheströme erfolgte (?)


    Ohne diesen Jadis Orchestra gehört zu haben: ich könnte mir vorstellen, daß dieser eher den spritzigen Vertretern zuzurechnen ist - Pentode, PushPull, ECC 83-Eingangs/Treiberstufe...

    Vielleicht meldet sich noch jemand, der das Modell vom Einsatz in eigener Kette her kennt.

    Sonst halt selbst ausprobieren und ggf. retournieren, falls das verhandelbar ist.


    Gruß Klaus


    In manchen Verstärkern werden die Endröhren ganz gut ausgefahren. Wenn die Betriebsspannung jetzt noch höher wird, kann sich das durchaus in der Lebensdauer bemerkbar machen.


    Kann natürlich jeder selbst entscheiden, wie wichtig ihm dies ist.


    Klaus

    Geläufig ist mir: die Lebensdauer von mind. 10.000 h der "Langlebetypen" von Telefunken wurde nur garantiert, wenn die Heizspannung innert +/-5% gehalten wird.


    240V~ am 220V-Trafo geben 9% zu hohe Spannungen auf der Sekundärseite. Das betrifft natürlich auch die Betriebsspannung.


    Eines meiner alten 220V-Röhrenradios ist nach dem Umzug relativ rasch am Ende gewesen. Hatte dann die Netzspannung gemessen, sie lag bei knapp 240V~.


    Gruß Klaus


    michael : danke, sehr interessant. Die Heizspannungen dürften auch im erlaubten Bereich liegen.

    Auf dem Chassisblech ist auf jeden Fall 220V aufgedruckt.

    Kann aber sein, wie bereits von Heinz angemerkt, daß intern auf 230V oder 240V umgelötet werden kann. Muß der Trafo natürlich anbieten.


    (In Deutschland wurden früher von vielen einheimischen Herstellern nur 220V-Geräte angeboten)


    Klaus

    Freiverdrahtung ist tatsächlich überschätzt. Das macht man nur dann, wenn die Serien so klein sind, dass es sich nicht lohnt, ein gutes Platinenlayout zu entwickeln. Gerade in Netzteilen, spricht absolut nichts dagegen. Gegentakter profitieren im Übrigen von einem überglegten Platinenlayout - schließlich soll ja die positive und die negative Halbwelle gleich sein und nicht abhängig von der Tagesform des Kabelbaumbinders...


    Man muß Platinen nicht verteufeln, aber im Bereich der Endröhren und anderer Bauteile, die sehr heiß werden, führt Freiverdrahtung zu deutlich langlebigeren Aufbauten.


    Sieht man z.B. bei Leak, Radford und ist auch hinreichend gut reproduzierbar - hier geht es schließlich nicht um HF-Technik.


    Verstärker mit komplettem Platinenaufbau habe ich oft genug auf dem Tisch gehabt - nach 20 Jahren, oft auch weniger, waren da jede Menge Lötstellen morsch, Leiterbahnen lösten sich nach wiederholtem Löten, Verkohlungen des Materials durch abgefackelte Widerstände usw. usf.


    Muß doch alles nicht sein 8o


    Gruß Klaus

    Ich bastle auch gerne mit Röhren, habe aber auch eine zeitlang leidenschaftlich Radios gesammelt (war dann irgendwann nicht mehr familienkompatibel, da bin ich ausgestiegen. Die alte Zuneigung lebt aber noch).


    Den Frust, daß manche schönen Geräte nicht mehr mit passenden Röhren bestückt werden können, weil die jetzt von Hochendern verwendet werden, kann ich sehr gut nachvollziehen. Man muß es nicht übertreiben, aber die mit großem Anteil von Handarbeit damals hergestellten Geräte haben durchaus auch einen kulturellen Wert. Wie oft habe ich erlebt, daß Besucher ganz fasziniert waren, wenn sie so ein altes Radio in voller Funktion und mit dem oft von der Kindheit vertrauten Klang erleben konnten.

    Ob dies die folgenden Generationen noch erleben werden...?


    Heute, im Internetzeitalter, werden Konzepte und Ideen natürlich sehr rasch verbreitet - mit entsprechender Dynamik geht der "Run" auf rare u/o gehypte Bauteile los...:pinch:


    Klaus

    Heinz´ Plädoyer für Vintage kann ich mich anschließen.

    Allerdings sieht die gezeigte Platine nicht wirklich gut aus. Unsaubere Lötstellen, ein-zwei sehr heiß gewordene Widerstände rechts unten, dazu ein ziemlicher Drahtverhau...


    Ein Gerät für Bastler (DIYer), oder ein Profi überarbeitet es komplett - mehr oder minder kostspielig.


    Schade. Aber auch nicht ungewöhnlich bei Platinenaufbauten.


    Gruß Klaus

    Eigentlich nicht komisch - es gab ja hier Hinweise auf eine evtl. überlastete Endröhre (die ganz links), die Frage, ob gealterte oder temporär überlastete Bauteile (Elkos, Widerstände) erneuert wurden und die Auslegung auf aktuelle 230V-Netzspannung.

    Falls ein vorzuschaltender Stelltrafo benötigt wird, muß dessen Erwerb auch berücksichtigt werden.

    Auch nicht unwichtig: welche Röhren sind vorhanden, was würde ein neuer Satz kosten?


    Gruß Klaus

    Hallo Gerhard,


    was war jetzt mit der Verdier? Hast Du einmal nachgefragt, ob Du Fotos des Innenaufbaus gemailt bekommen kannst?

    Oder fällt dieses Angebot inzwischen heraus, weil nach den Warnbeiträgen hier zu unsicher?


    Gruß Klaus

    Wurde Audio Note schon genannt?

    Seit vielen Jahren am Markt vertreten, mit enorm hoher Fertigungstiefe und Modelle in allen möglichen Qualitätsstufen.


    Habe die aktuellen Preise nicht auf dem Schirm, aber gebraucht sollte etwas zu finden sein, z.B. ein OTO SE, d.i. ein Vollverstärker mit 2 x EL84 parallel Single Ended je Kanal.


    Klaus

    Hallo Dieter,


    zumindest einen Gegentakt-AÜ mit 4k primär, 4/8/16 sek., Mehrfachverschachtelung und M74-Kern bietet Reinhöfer an.

    -> 53.78U (~86 Euro)


    Günstige Röhren, aber möglichst gute Wickelteile - auch ein möglicher Weg. Oder ist o.g. Ü. schon viel zu kostspielig?

    Andereseits die Eisenteile sind ja keine Verschleißteile wie Röhren und Elkos :/


    Ist die EL12 als Triode in PP oder SE noch in Erwägung?


    Gruß Klaus

    Moin,


    wichtig wäre m.E. auch sicherzustellen, daß der Netztrafo für 230V ausgelegt ist. Bei alten oder älteren Geräten findet man gelegentlich nur eine 220V-Primärwicklung. Dann sind ALLE Spannungen im Gerät zu hoch und die Röhren verschleißen allzu rasch. Ein Stelltrafo ist dann hilfreich.


    Gruß Klaus

    Hallo Karl,


    der rot eingerahmte Teil ist in der Tat die NF-Sektion. Von der 3-poligen "TA"-Buchse geht es zunächst noch auf den Schalter (nicht mit eingerahmt) und von dort aus auf den 25nF-Eingangskondensator, im Schaltplan unterhalb der EBC41 eingezeichnet. Den (Um)weg über den Schalter könntest Du noch eliminieren, um Kontaktproblemen vorzubeugen.


    Gruß Klaus


    P.S: das 4004 UKW ist ein schönes Gerät! Schade, daß der äußere Zustand nicht mehr so dolle ist.