Posts by Zitronenfalter

    Das weiß ich doch. Aber ging es nicht darum, daß ein Verstärker mit hohem DF nichts bringen würde, weil ein 1Ohm im Signalweg liegt? Legt man diesen Schalter um, HAT man eine höhere Dämpfung. Ob sich der Klang verbessert und die Abstimmung dann zur Raumakustik wenigstens annähernd passt, muß Oliver bewerten.

    Mehr wollte/kann ich gar nicht beitragen…


    Gruß Klaus

    Hallo,

    dazu sollte man wohl wissen das die Box, also hier T.M.T. Chassis im Gehäuse, nur mit Vorwiderstand funktioniert weil das Gehäuse ohne Vorwiderstand am Chassis Fehlabgestimmt wäre / ist. Der 'Vorwiderstand' / egal ob durch den hohen Ausgangswiderstand des Röhrenverstärker realisiert oder bei Betrieb mit Transistor Verstärkern eben in der Box mittels Schalter aktiviert in Serie zum Bass Chassis ist hier elementarer Bestandteil des Konstruktes dieses Kastens.

    Moment - m.W. liegt der 1Ohm-Widerstand nur bei einer der beiden Schalterstellungen in der Zuleitung zum TT-Chassis.

    Aber schon richtig: dann bringt auch ein Verstärker mit hohem DF nicht viel :-(


    Und auch richtig: die beste Box spielt suboptimal, wenn die Raumakustik nicht passt. Habe ich selbst hier mit tiefreichenden Boxen (Manger 109, versch. B&M) ungut erleben dürfen, wenn die 35Hz-Hauptmode massiv angeregt wurde. Ich bin dann - nach Überlegungen bzl. einem DBA (Double Bass Array) - auf eine “einfache“ Lösung umgestiegen: geschlossene, kompakte LS, deren Bassabfall durch eine elektronische Korrektur kompensiert wird. Tiefe Töne und deren Melodie sind hörbar, schmieren aber den wichtigen Rest nicht zu. Mit 2x 3W und 12cm-TMT bringt man naturgemäß keine Wände zum Wackeln; diese Variante ist also nicht für jedermanns Ansprüche geeignet.


    Gruß Klaus

    Hallo Max,


    schönes Kompaktgerät, aber ich schätze, es wird hier in D nur extrem selten, wenn überhaupt, anzutreffen sein. Es gibt eine Modellseite im Radiomuseum.org, jedoch hat auch dort kein Mitglied ein Exemplar in seiner Sammlung.


    Wozu hast Du denn konkret Fragen bzl. des Verstärkers, geht es um die Bedienung oder Wartung?


    Ein Schaltplan ließe sich mit etwas Zeitaufwand aus dem vorliegenden sauberen Aufbau/Platinenlayout erstellen. Habe so etwas früher häufig machen müssen, als es noch kein Internet gab…


    Gruß Klaus

    Hallo Sven,


    zu cay-uwe s Beitrag noch eine kleine Ergänzung:

    ich habe die Erfahrung gemacht, daß oft nur eine weitgehende mechanische Entkopplung von Trafo u. Chassis hilft - i.d.R. Gummitüllen, durch welche die Befestigungsschrauben geführt sind. Die Muttern mitsamt passenden Karosserie-/Unterlegscheiben aber ohne Federringe auf der Chassisunterseite dann bitte nur ganz sachte anziehen. Für diesen Zweck sind z.B. selbstsichernde Muttern mit Nylon-Einlage sehr gut geeignet.

    Gruß Klaus

    Hallo Oliver,


    meine unmaßgebliche Meinung: der Verstärker (Unison Italy, korrekt?) bietet den Tieftonchassis praktisch keine Dämpfung.

    So etwas funktioniert nach meiner Erfahrung ganz gut mit Hörnern oder geschlossenen Boxen - bei Baßreflex-Systemen kann man das meist vergessen.


    Besorge Dir einen Verstärker, egal ob Röhre oder Halbleiter, welcher einen hinreichend niedrigen Ausgangswiderstand aufweist. Damit läßt sich dann zumindest beurteilen, ob die Abstimmung im Bass zur vorliegenden Raumakustik passt.
    Mit Spikes usw. kann später immer noch feingetunt werden.


    Gruß Klaus

    Hallo miteinander,


    rein intellektuell verstehe ich das Anliegen und die Diskussion…

    Dennoch möchte ich davor warnen, den Gerätschaften einen so hohen Stellenwert zuzuschreiben. Hierin zeigt sich eine materialistische Betrachtungsweise, welche leider auch auf allen anderen Themengebieten vorzufinden ist.

    Viele Fäden beschäftigen sich doch hier und in anderen Foren mit dem optimalen, “perfekten“ (oder zumindest perfekt passenden) Verstärker, Tonabnehmer, Laufwerk, Schallwandler,…bis hin zu Kabeln, Basen, Spikes.


    Ich habe früher auch gedacht, daß eine Vorliebe für das Musikhören nur mit möglichst hochwertiger Ausstattung wirklich ausgelebt werden könne. Daraufhin auch alles mögliche einmal probiert, von zeitrichtigen Boxen mit Manger-Wandler bis hin zu aktiv geregelten Lautsprechern (B&M BM6, Grande), von sehr klirrarmen, straffen MOSFET-Endstufen bis zu puristischen 300B-Monoblöcken ohne globale Gegenkopplung. Mit oder ohne aktive Vorstufe, Transistor oder Röhre,…


    Mein Resumee fällt eher nüchtern aus: der ganze Aufwand (auch finanziell) hat keine besondere Relevanz für die Rezeption eines Werkes. Es genügt vollkommen, wenn eine hinreichende Menge auditiver Informationen ans Ohr gelangt - der Rest erledigt anstrengungslos(!) das eigene Imaginationsvermögen/die eigene Phantasie.

    Man kann das durchaus mit dem Lesen eines Romans vergleichen oder mit dem Anschauen eines Filmes. Auch dort erscheinen keine Akteure der Handlung in Fleisch und Blut. Und doch kann es tief emotional berühren.


    Um Musik ohne ständiges Hinterfragen genießen zu können, muß man eigentlich nur eins tun: loslassen! Schaltet die Gedanken aus, ob es wirklich “wie live“klingt, wie im Konzert. Das ist völlig unwichtig, ebenso wie die (virtuelle) “Bühnenabbildung“! Das erwachsene Gehirn erzeugte sich diese mühelos spielerisch, wenn es wichtig wäre.


    :sorry: für diesen OT-Einwurf.


    Gruß Klaus

    Interessant sind diese Untersuchungen sicherlich.

    Nur erschließt sich mir der Sinn für hochwertige Audioanwendungen nicht so recht. Bevor man höheren Klirr inkauf nimmt, entscheidet man sich doch eher für eine kräftigere Endröhre oder eine Gegentaktschaltung.


    Bitte dies aber nicht als Miesmacherei verstehen :sorry:


    Gruß Klaus

    Ja, Danke!


    Habe es inzwischen auch online gefunden bei hifi-archiv.info.

    Man sieht, daß die RC-Kombination der Primärwicklung der Übertrager parallel geschaltet ist. Insofern würde ich annehmen, daß der eine überlastete Widerstand darauf hindeutet, daß der zugehörige 1nF (C130 bzw. C230) nicht mehr intakt ist.


    Überhaupt würde ich dringend empfehlen, das gesamte Gerät sorgfältig durchzuprüfen. Der Spannungswähler am Trafo ist wohl auf 220V~ eingestellt, wodurch am heutigen 230V-Netz die Sekundärspannungen zu hoch liegen können.

    -> Alle Bauteile sowie sämtliche Spannungen im Betrieb kontrollieren!


    Wenn der Verstärker zuverlässig läuft, können immer noch Tunigmaßnahmen erwogen werden.


    Am Rande: da die ELL80 in Eigenbauten problemlos durch 2xEL95 ersetzt werden können, sollte man sie für Geräte zurücklegen, bei welchen ein Umbau zu aufwendig oder unmöglich ist.

    Einzelne Endröhren haben dazu den Vorteil, daß separate Kathodenbeschaltung möglich ist. Dies fördert Zuverlässigkeit und Lebensdauer.

    Das originale Grundig-Montageblech mit den beiden Röhrenfassungen und Lötleisten/passiven Bauteilen müßte man zwar ins Ersatzteillager legen, ermöglicht sich jedoch einen übersichtlicheren Aufbau mit weniger Hitzekonzentration (EL95 - ECC83 - EL95 nebeneinander) und weit günstigeren Bedingungen für jegliches Tunig (Rs, Cs,...)


    Gruß Klaus

    Hallo Daniel,


    der Aufbau ist schon ziemlich wild. Wobei ich aber einräumen muß, daß meine Experimentalaufbauten ähnlich wüst sind. Mir geht es aber dann nur darum, auf die Schnelle eine Schaltung/ein Konzept zu testen, woraus später ein wirklich einsatzfähiges Gerät entstehen kann.


    Wie ich sehe, hat der Erbauer bereits eine Gleichrichterröhre - vermutl. EZ80 oder 81 - verbaut; der originale Trafo bietet m.W. sogar zwei getrennte Heizwicklungen. Anstelle des 220 Ohm-Siebwiderstandes könnte klassisch eine Drossel eingesetzt werden; z.B. eine 5...10H @ 100mA.

    ...
    Die Röhren sind auch viel zu nah, was du ja schon vorgeschlagen hast.

    Möglicherweise ein Mißverständnis: "separieren" bezog sich nicht auf die räumliche Anordnung der ECC83/ELL80, sondern auf deren Spannungsversorgung. Hier könnte man z.B. eine komplett eigene Siebkette der +Ub für die ECC83 aufbauen.


    Vorteilhafter wäre übrigens, wenn die ELL80 oberhalb der ECC83 platziert wäre, da sie deutlich heißer wird.


    Was mir noch auffällt: ein Widerstand und beide Papier-Cs an den Übertragern müssen dringend erneuert werden. Der Widerstand sieht nach Überlastung aus und die Cs weisen sehr wahrscheinlich keine guten Isolationswerte mehr auf.


    Werde später einmal das Schaltbild heraussuchen, es lag seltsamerweise nicht auf der Festplatte :rolleyes:


    Gruß Klaus


    Nachtrag: bitte einmal nachschauen, welchen Wert der schwarze C im Netzteil hat. Für den ersten C direkt hinter der Gleichrichterröhre gibt es zulässige Grenzwerte. Für EZ80 und EZ81 beträgt dieser 50µF !

    Hallo Daniel,


    der Austausch evtl. überalterter Bauteile gegen neu mit ggf. prinzipiell besseren Eigenschaften ist natürlich nur ein Ansatz.


    Ein anderer wäre, die Spannungsversorgung zu modifizieren.

    Z.B. könnte man hier eine klassische Schaltung mit Röhrengleichrichtung und Drossel (CLC-Siebung) verwenden, evtl. dann gleich mit Folien-Cs anstelle von Elkos.


    Zusätzlich könnten die Versorgung der Vorstufe (ECC83) und der Endröhrensysteme, ggf. auch deren Schirmgitter, separiert werden.


    Spontan fällt mir ein, daß Steve Deckert in einer besonderen Auflage seines ersten ZEN-Verstärkermodells genau diesen Weg beschritten hat. Ich erinnere mich dunkel, daß es hierzu einen Faden im DECWARE-Forum gab.


    Beiden Ansätzen kann ich etwas abgewinnen, obwohl mir der zweite interessanter scheint; ohnehin lassen sich verschiedene Maßnahmen kombinieren.


    Gruß Klaus

    Hallo Daniel,


    ob es noch Verbesserungspotential gibt - da müßte ich mir einmal in Ruhe das Schaltbild anschauen. Generell stellen bei diesen alten Konsumergeräten die Übertrager als Flaschenhals zur Disposition. Wobei ich denke, daß Grundig bezogen auf die Kosten damals das Maximum herausgeholt haben dürfte. Für ELL80/ EL95 haben die Teile auch ein gutes Format, da sah man in Geräten der Konkurrenz häufig kleinere Wickelteile.


    Von den von Dir bereits angesprochenen Kondensatoren abgesehen, sind evtl. die Widerstände eine Betrachtung wert. Gerade die Anodenwiderstände (hier der ECC83

    ) haben einen Einfluß auf die Klangqualität. Allerdings bin ich kein Freund teuerer “Boutiqueware“ und kann auch keinen heißen Tip geben.


    Dies nur auf die Schnelle (war ein anstrengender Tag wieder...)


    Gruß Klaus


    ...

    Ich muss das fühlen. Die Luft des Saxophonisten oder das Fell der Trommel.

    Und das konnte irgendwie nur der Grundig. Aber auch erst wirklich so gut, seid dem Feintuning.

    Ist aber auch Geschmackssache.

    ...

    Hallo Daniel,


    Danke für deinen Bericht.


    Kurze Frage: was hast Du an dem Grundig denn feingetunt?

    Im Laufe des Jahres werde ich hoffentlich mein eigenes TK-Fragment auffinden. Eine ECC83 und ELL80 könnte ich für einen Test vorübergehend aus einem anderen Gerät entnehmen.


    Gruß Klaus

    rs237


    Hallo Jürgen,


    magst Du kurz sagen, warum Du eine 845 ggü. 211 bevorzugen würdest?

    Und wo liegen die hauptsächlichen Pferdefüße beim Einsatz einer 211 (oder RS237) in einem Eigenbauprojekt bzw. warum hast Du es ad acta gelegt?


    Ich hoffe, meine Fragen sind nicht zu sehr OT, sonst können wir das auch gerne via PN klären.


    Gruß Klaus

    Keine Frage, daß ein geringer Stromverbrauch vorteilhaft ist, gerade in heutigen Zeiten der Stillegung günstig produzierender Kraftwerke und entsprechend explodierenden kWh-Preisen.


    Andererseits kommt es natürlich darauf an, wieviele Stunden die Geräte über das Jahr in Betrieb sind. Bei mir würde sich ein sparsamerer Verstärker kaum bemerkbar machen…


    Gruß Klaus


    Nein, da entsteht ja kaum Verlustleistung.

    439 Ohm * 0,008 A = 3,5 V (Spannung über dem Widerstand nach Ohmschem Gesetz).

    P(verlust) = 3,5 V * 0,008 A = 0,028 W.


    Am besten machst du dich mit solchen kleinen Rechnereien vertraut, wenn du selbst Geräte bauen möchtest - das begegnet einem immer wieder.

    Siehe z.B. -> elektronik-kompendium

    oder -> elektroniktutor


    Gruß Klaus

    Hallo Stefan,


    die Vorstufe hat wohl einen zu geringen Störspannungsabstand (aka "zu hohes Eigenrauschen"). Man kann das evtl. hinreichend mindern, indem die Endstufe am Eingang weniger empfindlich gemacht wird: Pegelsteller der P1SE herunterdrehen. Das hat allerdings den Nachteil, daß die Vorstufe höher ausgesteuert werden muß, d.h. u.U. höherer Klirr (hörbar??) - es ist also Fingerspitzengefühl angesagt.


    Sollte sich auf diesem Weg keine hinreichende Ruhe erzielen lassen, muß das Problem bei der Vorstufe selbst behoben werden -> fachmännische Ursachensuche.


    Gruß Klaus

    Hallo Philipp,


    die Spannungswerte an den Anoden und Kathoden sind im Schaltplan eingetragen, dazu die Werte der Arbeitswiderstände R24 und R26. Auf diesem Weg läßt sich die Verlustleistung via ohmschem Gesetz leicht ermitteln.

    Alternativ entnimmmt man die Ströme den beiden Diagrammen zu 5,5mA bzw. 8mA.

    Dann erhalten wir:

    Gain Stage: 0,0055 A * 30.000 Ohm = 165 V

    -> Verl.leistg. P = 165 V * 0,0055 A = 0,91 W

    Hier ist mindestens ein 2W-Typ zu verwenden, besser noch 4 oder 5W, damit die Oberfläche nicht glühend heiß wird.


    Analog der Kathodenfolger:

    0,008 A * 10.000 Ohm = 80V

    -> Verl.leistg. P = 80 V * 0,008 A = 0,64 W

    -> Gleichen Typ verwenden wie in der Gain Stage.


    Die übrigen Widerstände sind allesamt unkritisch, da genügen die üblichen 0,6W Metallfilm-Typen bei weitem.


    Gruß Klaus

    Nun ist im Verstärkergehäuse nicht allzu viel Platz, eine Alternativposition sehe ich da gar nicht. Wenn man ohne Ansteuerung nichts hört, sollte doch alles im grünen Bereich sein :/

    Ansonsten evtl. ein Rechteck aus Mu-Metall dazwischensetzen.


    Gruß Klaus