Posts by Zitronenfalter

    Stimmt, hier geht es aber um Alterung von Kabeln. Wenn eine FFT keinen Unterschied feststellen kann, dann kann es das System Ohr/Hörschnecke mit Sicherheit auch nicht.

    Wenn jemand aber doch was hört, kann das nur im Gehirn selbst passieren. Und jetzt die spannende Frage: Wieso "hört" das Gehirn etwas, was gar nicht da ist?

    Toni

    Wenn beide Male die Information exakt gleich ist, kann ein "gehörter Unterschied" nur darin begründet sein, daß das Gehirn diese Information unterschiedlich auswertet.


    Das passt zu dem bekannten Faktum, daß das Gehirn sich permanent verändert (typisch für lernende Systeme - hierzu ganz interessant, mal einen Vortrag von Prof. Manfred Spitzer zu hören).

    Aus diesem Grund halte ich auch nichts von den immer wieder beschworenen Vergleichstests/ (Doppel-)Blindtests....


    Und das ist, wie bereits oben angemerkt, nur die rein physische Ebene, aber jeder lebende Organismus ist weit mehr als das.


    Gruß Klaus

    Hallo Arkadin,


    das hatte ich schon so verstanden und trifft auch unzweifelhaft zu :thumbup:


    Nur ist der Mensch eben kein rein physisches und womöglich noch zeitinvariantes System, sondern eine komplexe Geist/Materie-Verbindung und in stetiger Veränderung. Da könnten (oder sollten) völlig andere Gesetzmäßigkeiten gelten.

    Diese sind m.E. der Forschung wert - im Gegensatz zu “Effekten“, welche der eine oder andere Hochender so oder gegenteilig wahrnimmt.


    Ist aber hier natürlich nicht das Forum für derlei Themen.


    Gruß Klaus


    P.S. ich stehe auch lange schon der Fokussierung auf das Material (Verstärker, Boxen, …) skeptisch gegenüber, wie sie in praktisch allen Foren vorherrscht. Nicht allein im Bereich Audio würde ich meinen :/

    Klang ist messbar, eine FFT ist im Prinzip ja nichts anderes als das was Ohr und die Hörschnecke machen. Heutige FFT Analysatoren sind dem menschlichen Gehör sowohl in Frequenz als auch in der Dynamik bei weitem überlegen. Und wenn etwas gehört wird, was mit solchen Analysatoren nicht detektiert werden kann, dann dürfte wohl klar sein, wo der Unterschied herkommt.

    Toni

    Hallo Toni,


    da zweifele ich mal ganz vorsichtig. Bekannt ist z.b. der Cocktailparty-Effekt, bei dem aus großem Stimmengewirr und Geräuschkulisse (zzgl. Raumeffekten) gezielt die gewünschten/ausgewählten Informationen herausgehört werden können. Jemand, der unmittelbar daneben steht und das gleiche “Signal“ empfängt, kann ganz andere Informationen heraushören.

    Ich interpretiere das so, daß im Gehirn bei der Verarbeitung mehr passiert als eine FFT.


    Gruß Klaus

    Na ja,

    die von Dir, Arkadin, betrachteten Signale werden halt von Maschinen verarbeitet und nicht vom komplexen System Ohr-Gehirn…


    Es existiert doch einiges, was bei Beschränkung auf die rein materielle (physische) Ebene nicht erklärt werden kann.


    Trotzdem bin ich selbst weder “Kabelklanghörer“ noch “Einspieler“ von was auch immer. Ich benutze die Dinge einfach, wofür sie gedacht/entwickelt wurden und gut ist‘s.

    Wer aus seinem Hobby Musikhören und/oder HiFi/Hochend unbedingt gottweißwas machen möchte, soll es halt tun; tangiert mich nicht und ist mir völlig gleich.

    Daher verstehe ich die ganzen Diskussionen auch überhaupt nicht. Gibt doch wirklich sinnvolleren und erfüllenderen Zeitvertreib.


    Gruß Klaus

    Moin Heinz,


    von gewissen axialen PiO, welche heute noch produziert werden, ist mir eine Temperaturempfindlichkeit bekannt. Werden die Cs zu warm, geht der Isolationswiderstand deutlich in die Knie. Soweit erinnerlich in Bereiche, in denen die korrekte Funktion der folgenden Röhrenstufe sabotiert wird.


    Seither ist für mich klar, daß der Einsatz auf kühle Positionen beschränkt werden sollte. Gedrängt aufgebaute, "heiß" eingestellte Verstärker fallen damit heraus.


    Gruß Klaus

    Danke, Mike,


    interessant, oder vielmehr: erfreulich :thumbup:
    Und tatsächlich - wenn ich es recht bedenke, erinnerte ich mich an Standboxen mit einer großen Öffnung hinten oben (Transmissionline?) bei einem Händler in der Bonner Altstadt. Muß wohl 15-20 Jahre her sein.


    In der Klang&Ton wurde auch einmal ein Bausatz vorgestellt, evtl. habe ich das Heft noch irgendwo. Muß mal schauen, welches Material dort vorgesehen war.


    Gruß Klaus

    Ein wichtiger Punkt. Soll der Lautsprecher so "klingen", wie man ihn von einer Präsentation her kennt, ist es zielführend, das gleiche Material zu verwenden.

    Bei AN hatte ich eigentlich MDF in Erinnerung, aber da mag ich irren.


    Gruß Klaus

    Hallo Ronny,


    was sind das für Gehäuse?

    Die wirken auf dem Foto (Beitrag #6 ) ungewöhnlich tief.

    Die klassischen Altec-Gehäuse habe ich als eher breit denn tief in Erinnerung. Bei geringerer Tiefe könnte das benötigte Volumen ja durch ein entsprechendes Höhenmaß erreicht werden. Damit wandert das Chassis auf Ohrhöhe und die Anbindung der Front an den Boden ist ebenfalls gegeben.

    Daß die Schallwandbreite unverändert bleiben kann, ist sicher von Vorteil (->Bafflestep unverändert); man muß nicht noch Änderungen an der Frequenzweiche vornehmen.


    Gruß Klaus

    ...
    Ansonsten eben Furnier entsprechend vorbereiten und unter die Presse damit (vor dem entgültigen Zuschnitt und der Verleimung des Korpus.

    Hallo Andreas,


    wenn dies vor dem Zuschnitt erfolgen muß: damit ist wohl automatisch entschieden, daß die Schreinerei den gesamten Prozeß bearbeitet, oder?

    Bedeutet aber auch: man muß eine Schreinerei in der Nähe finden, welche bereit ist, Boxengehäuse exakt nach Plan mit hinreichender Sorgfalt herzustellen.

    Von anderen hörte ich schon einmal, daß dies nicht immer einfach ist. Hängt evtl. auch davon ab, ob der angefragte Fachmann sich in das Anliegen des Hobby-Audiofans hineindenken mag.


    Gruß Klaus