Posts by AndreasS

    was muss eine Siebdrossel für Chokeloaded können?

    Höhere Spannung?

    Hallo Hannes,

    die Forderung nach höherer Spannungsfestigkeit kann man einfach umgehen, wenn man die Drossel nicht an die Kathode der Gleichrichterröhre, sondern an die Mittelanzapfung der Sekundärwicklung anschließt...

    Die Drossel ist wie jede andere mit Luftspalt: sie sollte entsprechend dem Lastwiderstand eine Mindestinduktivität haben (für 50 Hz L > R/940, für 60 Hz entsprechend L > R/1130). Fließt mehr Strom (sinkt folglich der Lastwiderstand), dann braucht es nicht mehr soviel Induktivität.

    Man kann das mit einer "swinging choke" realisieren: den Luftspalt etwas geringer wählen für hohe induktivität, die bei mehr Strom durch die Kernsättigung abnimmt (das spart Windungen).

    Gruß Andreas

    da jedes Netzteil einen gewissen Innenwiderstand hat, ist die Klemmspannung je nach Stromstärke nie gleich, es sei denn, die wird nachgeregelt

    Natürlich haben Netzteile einen Innenwiderstand: Trafowicklung (primär und sekundär) und die Drossel.

    Doch messe bitte mal an Deinen Netzteilen diesen und setze sie in Verhältnis zu dem Lastwiderstand, welcher aus dem Innenwiderstand der Röhre zuzüglich dem Anodenwiderstand und dem Kathodenwiderstand besteht. Dann siehst Du bestimmt klarer und lässt die sog. "dynamischen Signale" mal weg.

    Stabilisieren ist was anderes: eine konstante Ausgangsspannung bei veränderlicher Netzspannung zu garantieren. Das kann mit einem Gasstabi erfolgen..., es gibt auch Regelschaltungen (stark gegengekoppelte Verstärkerstufen, die brauchen aber auch ein Spannungsnormal)

    Ich würde das Netzteil dieses mal gerne in

    LCLC aufbauen und für die zwei Kanäle dann

    nochmal jeweils eine LC Siebstufe verwenden, so wie das Thomas Mayer auch macht.

    Hallo Hannes,

    LC bringt bei Verstärkern in Klasse A1 keinerlei Vorteile; die weiteren 3 Drosseln könnten u.U. mit den Kondensatoren unerwünschte Zeitkonstanten in das Netzteil bringen.

    Gruß Andreas

    Das Innenleben der KT170 ist schon etwas grösser.

    Ja, und sie hat auch mehr Vakuum. :D

    Daraus lässt sich aber nicht auf die Eigenschaften schließen, ebensowenig wie wortreiche Klangbeschreibungen: subjektive Klangurteile haben gewöhnlich größere Streuungen als Röhrentoleranzen (auch bei Röhren verschiedener Hersteller).

    Messwerte (einschließlich der Messbedingungen) sind unbedingt notwendig, und zwar nicht nur von einem Paar gekaufter Röhren, sondern von zufällig aus mehreren Chargen gezogenen Exemplaren eines Typs..., dann wird man glaubhaft.

    Gruß Andreas

    -3 dB Frequenzgänge bei Röhren amps ...


    sagt eigentlich nichts aus, weil stillschweigend davon aus gegangen wird, das einen Box eine gleich mässige Impedanz hat ,

    Messungen sollte man reproduzierbar durchführen, sonst gäbe es keine Vergleichsmöglichkeit. Und das ist nur mit resistiver Last möglich.

    Natürlich wissen fast alle, das die Impedanz von Lautsprechern über die Frequenz nicht gleich bleibt, aber den Datenblattwert an keiner Frequenz wesentlich unterschreiet. Der Einfluss dieser Impedanzänderung lässt sich durch einen erheblich geringeren Ausgangswiderstand des Verstärkers minimieren: ein Drittel ist mindestens notwendig, ein Zehntel ausreichend.

    Gruß Andreas

    Wer Röhren tauscht , den interessiert keine Neutralität.

    Hallo Werner,

    wer so denkt traut sich mehr Fachkenntnisse zu als der Entwickler des Verstärkers. Bleibt die Frage, warum man dann Geld für ein kommerzielles Gerät ausgegeben hat und nicht gleich ein eigenes Gerät entwickelt.

    Gruß Andreas

    ...Die unbelastete EF86 sehen wir als Urspannungsquelle mit 10V an. Wenn diese Spannungsquelle nun einen Innenwiderstand von 1M hat, was bei der EF86 als realistisch zu sehen ist und wir diese Spannungsquelle (mit 1MOhm Innenwiderstand) nun mit dem 1MOhm Gitterableitwiderstand der nachfolgenden Stufe belasten, dann bleibt von der 10V Urspannung nur 5V Klemmspannung übrig.

    Hallo Tom,

    diese EF86 hat noch einen Lastwiderstand in der Größenordnung von 50...200 kΩ an der Anode, welche für Wechselspannung ihrem Innenwiderstand parallel liegt. So schlimm ist die Sache deswegen nicht..., nur es bringt nichts, den Anodenwiderstand bis in die Größe des nachfolgenden Gitterableitwiderstandes zu erhöhen - durch den dadurch geringeren Strom durch die Röhre sinkt die Steilheit und damit die Verstärkung.

    Gruß Andreas

    Achtung: bei Verstärkern ist der Frequenzgang auf die Ausgangsleistung bezogen und damit ergibt ein Abfall von 3 dB nur noch die halbe Leistung.

    Toni

    Hallo Toni,

    auch bei Endverstärkern arbeitet man mit Spannungsanpassung; die Angaben beziehen sich folglich immer auf Spannungen (die abgegebene Leistung ist auch von der Lastimpedanz abhängig). Insoweit sind Toms Ausführungen korrekt.

    Gruß Andreas

    Ja, es gibt einen Unterschied: die 7189 ist eine verbesserte 6BQ5 mit einer Spannungsfestigkeit (Anode) von 400 Volt und einer Schirmgitterverlustleistung von 4 Watt. Die 7189A verträgt noch etwas mehr Schirmgitterspannung.

    Gruß Andreas

    ...Zusätzliche 10 bis 20 db im Vergleich zu den ungedämpften ca. 70 db einer XONO sind aber einfach zuviel für die 6SN7 im Line-Eingang des Octal-Pre, da übersteuert es.

    Es ist ja auch eine ungewöhnliche Art der Pegelregelung: die Signaldynamik hat eine untere und obere Grenze: zu wenig Pegel lässt kleine Signale im Eigenrauschen des Verstärkers verschwinden, zu große Signale werden durch die Aussteuerungsgrenze verzerrt. Deswegen gehört ein Pegelsteller grundsätzlich an den Eingang (mit der Ausnahme von Eingangsstufen für geringste Pegel wie Mikrofon oder Phono, da dort das thermische Rauschen eines Potis stören würde..., ein Dämpfungspad wäre aber möglich).

    Gruß Andreas

    Ist der Strombedarf 30 mA für zwei Treiber? Dann wäre diese Drossel ausreichend. 60 mA wären bei 1050 Ω Wicklungswiderstand schon etwas über der empfohlenen maximalen Kupferverlustleistung beim Kernschnitt M65 von 3 Watt für 40° Übertemperatur.

    Gruß Andreas

    ...Bislang habe ich nur Drosseln mit EI Kern verwendet, aber eine 30H, 100mA Drossel würde sich gut in der Siebung für die Treiberröhre machen.

    Hallo Christian,

    was ist das für ein Treiber mit 100 mA Ruhestrom?

    Passen würde eine Drossel auf EI78 mit 4700 Wdg. CuL 0,02 mm.

    Gruß Andreas

    als Treiber kommt die EL84 in Pentodenschaltung, mit einer Anodendrossel zum Einsatz

    Rede vorher mit einem Gittaristen, dem schon mal der Ausgangsübertrager hinter einer Pentode durch Überspannung verloren gegangen ist, weil der Lautsprecher nicht angeschlossen war. Du solltest wenigstens einen Überspannungsableiter parallel zur Drossel schalten... und den Trennkondensator zur Endröhre ausreichend spannungsfest bemessen.

    Gruß Andreas