Posts by AndreasS

    falls ich das richtig verstehe, mit Rfk ist der Kathoden Widerstand gemeint, der eigentlich auf Masse liegt.

    Nein. Wenn Du wie bei Deinem Link auf Herrn Hunolds Seite die Heizung hochlegst, so addiert sich zu dem Kathodenwiderstand noch der untere Widerstand des Spannungsteilers - der liegt ja auch zwischen Heizfaden und Kathode.

    Gruß Andreas

    Hallo Boris,

    die Isolation zwischen Heizer und Kathodenröhrchen besteht aus Aluminiumoxid, welches vor der Montage des Heizfadens aufgebracht wird. Das Einbringen des so isolierten Heizfadens kann immer zu kleinen Rissen in dieser Isolationsschicht führen. Beim Heizen ist der Heizfaden der wärmste Teil der Röhre; er emittiert Metallionen in Richtung der Kathode, solange diese wesentlich negativeres Potential hat als der Heizer - damit sinkt der Isolationswiderstand und der Heizungsbrumm stört zunehmend. Daher auch die Empfehlung mit positiver Kathode gegenüber dem Heizer bei Siemens; zumal dies bei Bias-Einstellung per Kathodenwiderstand gegeben ist.

    Viele Autoren schlagen zur Minimierung des Heizungsbrumms ein "Hochlegen" der Heizung auf ein positiveres Potential vor. Dass dies erfolgreich ist, liegt vermutlich an den "halbleitenden" Eigenschaften der Isolation, die damit in einen anderen Bereich der "Diodenkennlinie" kommt??

    Gruß Andreas

    Allgemein sollten bei indirekt geheizten Röhren zwischen Heizfaden und Kathode keine Widerstände größer 20 kΩ liegen. Ausnahmen sind bei der Kathodyne-Schaltung zugelassen. Normalerweise ist das der Widerstand an er Kathode, wenn die Heizung direkt auf Masse liegt.

    Die UfKmax zeigt die Spannung, bei der die Isolation Faden/Kathode noch "durchhält": zur Verminderung des Heizungsbrumms kann man das Niveau der Heizspannung auf ein Potential über oder unter dem von Masse legen - das geschieht durch Spannungteiler zwischen Betriebsspannung und Masse. Dabei sollten die in Reihe zwischen Kathode und Masse leigenden Widerstände in der Summe die 20 kΩ nicht überschreiten.

    Gruß Andreas

    Ja, Dieter, in der Kaskode fließen 3 mA Strom, der sowohl das "obere" als auch (aufgeteilt) die drei "unteren" Triodensysteme durchfließt. Da die drei unteren gemeinsam auf die Eingangsimpedanz an der Kathode der oberen Triode arbeiten erfolgt in ihnen keine nennenswerte Spannungsverstärkung: die Spannung an ihrer Anode bleibt praktisch konstant...- 40 Volt Ua sind so kein Problem. Die Verstärkung erfolgt am Anodenwiderstand der oberen Röhre (ähnlich wie bei einer Pentode).

    Gruß Andreas

    Das einfache Netzteil hatte nur Spannungsverdopplung. Die Gasstabilisatoren waren hinter einer Graetzschaltung mit CLC-Siebung. Natürlich wäre noch eine Analyse des Frequenzspektrums der Störspannung notwendig, um sichere Aussagen zu treffen. Ich wollte nur zeigen, dass nicht jeder Mehraufwand unbedingt ein besseres Ergebnis bringt.

    Gruß Andreas

    Hallo, ich habe mal kurz gemessen: Netzteil mit CLC-Siebung vs. Netzteil mit Gasstabis an einem Verstärker mit Verstärkung von Eins:

    Das einfache Netzteil (Delon-Schaltung, 20 Henry Drossel und 47 µF Elko) hatte eine Fremdspannung von -95 dBu (20-20000 Hz, Spitze, Eingang mit 150 Ω abgeschlossen) am Ausgang des Verstärkers, das Netzteil mit Stabi - drei STR100/80 in Reihe - eine Fremdspannung von -66 dBu bei gleichen Messbedingungen.

    Gruß Andreas

    Ist halt die Pentode. Alter Streit. Wird an der Stelle gern gegen die 6SN7 Kaskade positioniert. Klingt härter.

    Hallo Jo,

    was ist "härter"? Die Verzerrungen steigen quadratisch mit der Aussteuerung der Röhre; und die ist bei der Endröhre am größten. Wenn man keinen groben Fehler begeht, dürfte man die Treiberröhre eigentlich nicht raushören.

    Die 6SN7 ist eigentlich eine gute Röhre für Audio; wie alle Trioden kommt sie aber bei einer Ausgangsspannung von ca. 20% der Betriebsspannung an ihre Grenze - und das geringe µ der 300B fordert dies. Nimmt man ihr dann noch durch einen übergroßen Kathodenwiderstand (um durch Gleichtromankopplung einen Kondensator "einzusparen") einen großen Teil der Betriebsspannung, kann kein gutes Ergebnis erwartet werden.

    Gruß Andreas

    mit einer Steilheit von 1,2mA/V? :/

    Reicht für den Zweck aus. Bei entsprechender Wahl der Schirmgitterspannung kann die Pentode gegenüber jeder Triode über einen größeren Bereich ausgesteuert werden..., bei Endröhren mit geringem µ ein Vorteil. Und man könnte eine 6J7G auch mit 7,8 mA Anodenstrom betreiben - ist zwar unsinnig wegen des erhöhten Siebaufwandes der Versorgungsspannung.

    Gruß Andreas

    Geht es mit der 288 NOCH besser als mit der 88, ist steiler, niederohmiger. Was sind deine Erfahrungen? Zu welchen Spirituosen, sollte ich da greifen?

    Hallo Holger, bei gleichen Strömen gibt es kaum einen Unterschied zwischen E88CC und E288CC bezüglich Steilheit und Innenwiderstand...; da muss man schon die Schaltung anders dimensionieren. Ich habe aber keine Erfahrung, wie lange eine teure E288CC bei maximaler Verlustleistung lebt..., ob sich das lohnt?

    Gruß Andreas