Posts by AndreasS

    So wie er jetzt ist, stellt der Verstärker einen Klirrgenerator dar (wenn auch mit evtl. angenehmer Verteilung der Harmonischen).

    Erste Maßnahme müßte m.E. sein, die Schaltung selbst zu ändern, bevor eine Anschaffung besserer Übertrager erwogen wird.

    Hallo Klaus,


    Die Klirrwerte gelten für die Endröhre ohne Gegenkopplung. Schon 20 dB Gegenkopplung würde den Klirrfaktor weit unter 1% bringen (wo er für die meisten unhörbar ist). Eine Pentode vor der EL34 könnte über 40 dB Verstärkung beitragen..., da bliebe für Gegenkopplung ausreichend Verstärkung übrig.


    Gruß Andreas

    Kann man wirklich ECC 81, 82, 83 wild durcheinander mischen

    in Vorstufen, wo die Röhren (mit ungefähr gleicher Heizleistung) nicht unter der Bedingung maximaler Ausgangsleistung betrieben werden wird der Arbeitspunkt hauptsächlich durch die äußere Beschaltung bestimmt: einer ECC82 wird dann einen Arbeitspunkt der ECC83 (geringer Strom, geringe Steilheit, hoher Innenwiderstand) "aufgezwungen"...; nur mit dem Verstärkungsfaktor hapert es (und im Falle einer RIAA-Deemphasis stimmt es an den Frequenzenden auch nicht). So ist es auch möglich, dass auch "verbrauchte" Röhren als klanglich besser beurteilt werden.


    Gruß Andreas

    Sicher in der Audiotechnik. Oder ist z. B. die Firma Shindo Laboratory in einem anderen Bereich tätig? Das wäre mir neu.

    Sicher kannst Du Belege (Messungen oder Schaltschemata) für Leistungsanpassung in der Audiotechnik liefern..., ich wäre sehr gespannt.

    Es gibt nach wie vor Firmen, die mit Leistungsanpassung arbeiten.

    gewiss, aber nicht in der Audiotechnik. Bei der analogen Telefontechnik dient Leistungsanpassung dazu, Übertragungsverluste zu minimieren. In der Audiotechnik würde Leistungsanpassung aufgrund der hohen Bandbreite von 20 bis 20000 Hz zu Verzerrungen an den Bandenden führen, da weder Quelle noch Last einen frequenzunabhängigen Widerstand darstellen.


    Gruß Andreas

    Spannungsanpassung bedeutet, dass der Quellwiderstand wesentlich kleiner als der Lastwiderstand ist. Schaltest Du einen Leistungsmesser hinter einen Übertrager wirst Du jedoch die größte übertragene Leistung bei Zout = Zin messen.


    Gruß Andreas

    Ja, "in der Induktivität kommt der Strom zu spät"...

    Das gleiche Bild kann man auch ohne Last (bei offener Sekundärwicklung) sehen.


    Verlustleistung entsteht im Übertrager durch den Widerstand der Wicklung (Kupferverluste) und durch den magnetischen Fluss (Eisenverluste)..., sie führen zur Erwärmung des Übertragers. Diese Erwärmung kann man messen und erst dann eine Aussage über "Verluste" machen.


    Übrigens, die Amplitudenstatistik von (echter) Musik hat im Bassbereich weniger Pegel als im Mitteltonbereich - so relativieren sich alle Forderungen nach einer Leistungsbandbreite von 20 bis 20000 Hz.


    Gruß Andreas

    Interessant wäre zu erfahren weshalb das so ist, wie z.B. weniger Klirr, geringere Phasenverschiebungen, etc.

    Mit steigender Kerngröße steigt auch der Induktivitätsfaktor, d.h. die Induktivität je Windungszahlˆ2; gleichzeitig sinkt aber der Widerstandsfaktor, d.h. der Wicklungswiderstand je Windungszahlˆ2


    Gruß Andreas

    Da das höchste μ von Röhren nur in der Größenordnung von ca. 100 liegt, geht es immer in die Berechnung einer Verstärkerstufe ein, anders als bei OPS, die ja ein μ gegen fast ∞ haben. Insbesondere in Verstärkerstufen mit entzerrender Gegenkopplung, wie sie in RIAA Phonos häufig anzutreffen ist, spielt das μ der ersten Röhre eine entscheidende Rolle für den Frequenzgang, besonders im Tieftonbereich. Eine Variation des Verstärkungsfaktors verschiedener z.B. ECC83 um +/-10% in einer rückgekoppelten Phono kann den Frequenzgang schon um mehr als 2dB verbiegen.

    Hallo Toni,

    nebenbei, die ECC807 hat ein µ von 150.

    Für eine Gegenkopplung ist immer ein Überschuss an Verstärkung notwendig; zwei Systeme einer ECC83 kommen leicht auf 35 dB... - die Bassanhebung von 20 dB verbraucht aber den Großteil dieser Verstärkung. Da bleibt nicht viel für die Höhenabsenkung übrig.

    Gruß Andreas

    ...Auch Tonbandgeräte. Die beiden anderen lassen sich auch verwenden, kamen aber meines Erachtens nicht vor.

    Hallo Uli,


    ich habe die EF80 im Schaltplan des Magnetband-Aufzeichnungsverstärkers AE 60 gesehen (ostdeutsche Studiotechnik); die Schaltung ist ähnlich dem V 47b, wobei die EF12 durch die EF86 und die EF14 durch EF80 ersetzt sind.


    Gruß Andreas

    ... eine Gegenkopplung vom Ausgang auf das Gitter des Anodenfolgers.

    Neben der Verstärkung werden Ausgangswiderstand wie auch Klirr vermindert.

    Hallo Klaus,

    ja, das ist möglich. Aber wenn schon Gegenkopplung, dann sollte man anstelle des Kathodenfolgers am Ausgang besser eine zweite Kathodenbasisstufe verwenden mit dem Vorteil, dass so mehr Spannungsverstärkung in innerhalb der Schleife vorhanden ist (die ja für die Gegenkopplung gebraucht wird). Als zweistufiger Verstärker bleibt die Schaltung in jedem Fall stabil.

    Gruß Andreas