Posts by AndreasS

    Ketten Gedanke : Was weiter vorne in der Signalkette verschlechtert wird oder auch verloren geht, DAS kann dahinter nicht mehr repariert werden.

    Ja, Dieter, da werde ich nicht widersprechen. "Verloren gehen" kann ja nur etwas, was nicht in den Dynamikbereich "reinpasst": Untergrenze dieses Bereiches ist das Rauschen und der Brumm, Obergrenze die Übersteuerung.

    Ich habe die Hoffnung, dass bei einem kommerziellen Gerät dies nicht vorkommt..., mit unkundigem Röhrentausch aber womöglich auch erreichbar wäre...

    Gruß Andreas

    dem Kettengedanken folgend, ist eine Röhre weiter vorne in der Schaltung normalerweise wichtiger (den Klang stärker prägend) als die dahinter.

    Hallo Dieter,

    was ist ein Kettengedanke?

    Störungen von außerhalb der Schaltung (Rauschen, Einstreuungen usw.) sind an Stellen mit niedrigem Signalpegel (Eingang) dominanter, Verzerrungen aufgrund nichtlinearer Kennlinie wachsen mit der Aussteuerung und damit in den letzten Stufen.

    Gruß Andreas

    Bullshit!


    Auf den Kommentar von Andreas mit totalem Bashing der 6C33 Röhre komme ich später noch ausführlich zurück. Dort wird ja fast schon der Eindruck erweckt als ob diese Röhre für Audio völlig ungeeignet wäre und eigentlich nur Nachteile hätte.

    Hallo Günter,

    die 6S33S ist wie die 6080 und deren Ableger als passing tube für Regelnetzteile entwickelt worden - daher auch die große Kathode und das Gitter weit weg von dieser. Hohe Steilheit und großer Durchgriff ergeben einen geringen Innenwiderstand. Alleine eine Fixspannung am Gitter ergeben noch keine gute Regelung, da die Anodenspannung zur Hälfte auf das Gitter durchgreift..., eine zusätzliche Röhre ist zur Erzielung der Verstärkung nötig.

    Da schreibe ich nichts Schlechtes über diese Röhre.

    Wenn man eine Endröhre ansteuert geschieht dies i.d.R. mit dem Ziel maximaler Ausgangsleistung (Klirr ist erstmal nachrangig). Geeignet sind dafür alle Röhren mit einem µ von 5 und mehr - dann kann der Treiber mit RC-Kopplung ausreichend Steuerspannung bei einer Betriebsspannung wie der Endröhre liefern. Und ein Überschuss an Verstärkung lässt sich für die Senkung des Klirrs und der Ausgangsimpedanz nutzen.

    Wo passen da OTL-Konzepte hin?

    Gruß Andreas

    Mich hätte nämlich schon sehr interessiert was Du mit der Rubrik „Doppelauspuff“ vor allem in Zusammenhang mit der 6S33 meinst.

    Hallo Günter,

    diese Röhre genauso wie vergoldete Fassungskontakte bringen so wenig wie ein an einen Auspuff angesetztes Doppelrohr: sie sind nur "dekorativ" oder helfen bei irgendwelchen Imageproblemen.

    Die 6S33S ist keine Audioröhre: mit einem µ so um Zwei verlangt sie nach mehrfach höherer Betriebsspannung des Treibers als sie selbst verkraftet, die geringe Verstärkung lässt keine ausreichende Gegenkopplung zu, der Arbeitspunkt bleibt bei Röhrenalterung nicht stabil und sie bringt reichlich Klirr.

    Röhren brauchen Spannung: eine Verdopplung der Betriebsspannung halbiert in etwa die Verzerrungen.

    Röhren brauchen zur Anpassung an Lautsprecher Übertrager: die Ausgangsimpedanz sinkt dann quadratisch zur Pegelverminderung, während bei Anwendung von Gegenkopplung sie nur linear mit der Pegelminderung fällt.

    Gruß Andreas

    Einige Hersteller haben sowas ähnliches auch gebaut aber dann mit Teflon als Basismaterial was ich aber für nicht so gut halte da Teflon ja kein besonders guter Wärmeableiter ist.

    Hallo Günter,

    ja, es gibt schon lange B7G und B9A-Fassungen mit Teflon als Isolator: Vorteil sind die guten dielektrischen Eigenschaften sowie hohe Isolationswiderstände, da sich auf Teflon nicht so leicht "leitfähige" Beläge absetzen können wie auf Keramik oder Formstoff. Die Kontaktfedern sind bei diesen nicht vergoldet, sondern versilbert.

    Yamamoto bietet für "dicke Brieftaschen" Teflon-Fassungen mit vergoldeten Kontakten an...

    http://www.jacmusic.com/sockets/Socket-Yamamoto.htm

    Ich ordne dies für mich in die Rubrik "Doppelauspuff" ein, wo meiner Meinung auch die 6S33S hingehört..., Du misst darüber hinaus dem Gold auf Kontakten zu viel Bedeutung zu, denn es ergibt nur Sinn für Röhren, die man oft zum Wechseln (oder Putzen) aus der Fassung zieht.

    Gruß Andreas

    ... Dies weil diese Fassungen die Pins wie eine Art Zange umgreifen was ich ehrlich gesagt für nicht so besonders toll halte wenn man den hohen Strom berücksichtigt ...

    Hallo Günter,

    diese Röhre hat die Sockelstifte im Glasboden verankert; übermäßiger Druck auf die Stifte kann zu haarfeinen Rissen dieser Verbindung führen und damit zum Verlust des Vakuums. Die Fassungskontakte müssen sich folglich den Sockelstiften anpassen - und das geht mit dieser federnden Konstruktion am besten.

    Gruß Andreas

    Die Verstärkung (Gain) wird durch die äußere Beschaltung bestimmt; das µ der Röhre ist abhängig vom Anodenstrom. Es reicht, wenn man die Röhren nach dem Ruhestrom auswählt. Selten wirst Du eine Röhre finden, bei denen beide Systeme absolut identische Daten haben - dennoch lässt sich mit entsprechender Schaltung gleiche Verstärkung erzielen.

    Gruß Andreas

    Hallo Martin,

    bei einer 6S33S nützt das auch nicht viel: der Kathodenwiderstand stabilisiert den Anodenstrom um den Faktor µ+1 stärker als der Anodenwiderstand. Doch bei einem µ der Röhre so um Zwei und einem Kathodenwiderstand in der Größenornung von 1/S hat man mit dieser Röhre für Verstärkeraufgaben "daneben gegriffen".

    Gruß Andreas

    ...und schmutz vom lautspecher erscheint dort mit dem rückwärtigen wicklungsverhältnis, hochtransformiert.

    Ja, wenn Du laut schreist wirkt der Lautsprecher wie ein dynamisches Mikrofon, welches durch den Übertrager im Verhältnis 1:50 verstärkt wird. Vorsicht bei empfindlichen Verstärkern. ^^

    ... und dieser Pfad ist am Ausgang des Übertragers angeschlosse.

    Reiner, bei meinen Verstärkern wird die Gegenkopplungsspannung vor dem Übertrager gewonnen.

    Gruß Andreas


    PS: das sind i.d.R. Vorverstärker; bei leistungsstarken Endverstärkern kann man dafür eine Gegenkopplungswicklung verwenden. Dennoch, für die Stabilität der Gegenkopplung wählst Du eine Polstelle, die der Bandbreite der Stufe entspricht, welche den frühesten Pegelabfall hat.

    ....Das Störsignal gelangt über die Gegenkopplung auf den Eingang des Verstärkers und wird von der ersten Stufe verstärkt, kann aber von der zweiten Stufe nicht an den Ausgang des Verstärkers gelangen ... Der Schmutz bleibt also in der ersten Stufe "hängen" und kann dort alles möglich anrichten.

    Gruß

    Reiner

    Hallo Reiner,

    die 30 kHz kommen nicht mal durch den Ausgangsübertrager..., und wenn sie wirklich mal irgendwie bis zum Eingang gelangt sein sollten, dann dürfen diese auch dort hängenbleiben.

    Gruß Andreas

    ...allerdings wird schmutz an den eingang des verstärkers landen ...

    Wie denn? Dafür müsste Deine Gegenkopplungsschleife niederohmiger sein als die Lastimpedanz des Verstärkers..., doch in diesem Fall würde der größte Teil der Ausgangsleistung in dieser Gegenkopplungsschleife verbraten.

    Gruß Andreas

    ...

    Die hatte die Möglichkeit einer schaltbaren

    Gegenkopplung (0, 3, 6 dB)...

    Hallo Heinrich,

    0 ist keine Gegenkopplung und 6 ist homöopathisch, überdies kann man von einem Beispiel-Verstärker (auch wenn der viel Geld gekostet hat) nicht die physikalischen Gesetze ableiten.

    Gruß Andreas

    Mit Gegenkopplung senkst Du die Ausgangsimpedanz des Verstärkers. Je geringer diese Ausgangsimpedanz ist, desto weniger können Störungen in den Ausgang einstreuen. Mache bitte mal den Versuch: Eingangsimpedanz 1 MΩ und 100 Ω: an welchem Eingang ist das Signal größer?

    Gruß Andreas

    ...Man müsste die Schaltung doch auch recht einfach auf linearen LinePre umstricken können, wenn man das Netzwerk raus nimmt? Eine leichte GK rein, mit der man den V-Faktor einstellen kann?

    Nun, es wird dann eher ein Mikrofon- anstatt Lineverstärker ...

    Gruß Andreas