Posts by hoerohr

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    Vielleicht sollte ich doch noch einmal über einen Vorverstärker in der klanglichen Leistungsklasse der Koda Takumi K10 nachdenken.

    Dann aber idealerweise mit vielen Eingängen, mindestens 2 Ausgängen und idealerweise einer Fernbedienung, dass ich bei Workshops nicht immer soviel vor dem Gästen hin und her laufen muss.

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    Hallo Jürgen,

    ich habe vor nicht allzu langer Zeit feststellen müssen, das viele Anschlüsse und Schaltmöglichkeiten für den Klang eher hinderlich sind. Das deckt sich ebenso mit meinen Erfahrungen aus meiner Anfangszeit (vor fast 40 Jahren) als eine Modifikation in der Regel darin bestand, alles "unnötige" rauszuschmeißen und auf "straight" zu umzumodeln. Es ist zwar möglich, aber der Aufwand wäre enorm.


    Den Koda habe ich noch nicht gehört, weis aber von Leuten, deren "Hörempfinden" mir soweit bekannt ist, das ich deinen Klangbeschreibungen folgen kann. Und auf den Fotos vom Innenleben des Koda aus dem Web ist sehr gut sichtbar welchen Aufwand man dort geführt hat, und das für ein relativ spartanisch ausgestattetes Gerät. Wenn der so klingt wie beschrieben, dann ist der Preis allemal gerechtfertigt. Nach dem Aufwand zu urteilen erst recht.


    Alles was mir dazu als Alternative einfällt wäre der NAT Symmetrical.


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    mir gefällt der T-5000 optisch am besten. Das er nicht so gut ist wie seine Nachfolger ist irgendwie verständlich, wohl noch die Kinderkrankheiten aus der Frühzeit der Synthesizer-Tuner.


    Mir geht der T-7500 nicht aus dem Kopf (oder besser gesagt aus dem Ohr). Kann es kaum erwarten den T-9000 zum Abgleich zu schicken. Zur Zeit höre ich wieder mit dem Kenwood KT-6040. Wie ich es schon mal geschrieben habe, der hat was, aber an den T-9000 kommt der nicht (ganz) heran. Muss noch etwas "leiden", aber bis September wird alles erledigt sein. Neue Dachantenne im neuem Haus, abgeglichene Tuner. Und ein bemerkenswerter Nebeneffekt: ich höre seit 3-4 Monaten keine Platte mehr. Liegt am TA-System, das wird aber bis dahin auch ausgetauscht.


    Gruß


    Matej

    Die Schattenseite der Medaille, war beim Pro 81 MC das gleiche. Ein Kumpel hat sich drei Stück davon auf Lager gelegt. Alle drei wurden von der Putzfrau gekillt. Ein Retipping bei Benz mit einem Alu-Nadelträger brachte nicht im entferntestem die Ergebnisse des Originals.


    Fazit: Unbedingt Laufwerk mit Haube, gute Versicherung und ganz wichtig: keine Putzfrau in die geheiligten HiFi-Hallen lassen!


    Gruß


    Matej

    Übrigens, Kurt Hecker hat die Tonarme damals vertrieben. Der hat heute noch gute Kontakte nach Japan - anfragen, vielleicht klappt das ja.


    Gruß


    Matej

    Hallo


    ich habe einen sehr seltenen TOHO Tonarm ergattern können.


    Grüße aus Duisburg

    Glückwunsch hoch 3 :thumbup:


    Bin ja auch vom ersten Toho, dem 2401, schwer begeistert. Wenn ich Glück habe, kommt bald einer mit Bambusrohr an.


    Den großen Toho gab es damals nur als Bausatz. Schon das war ein Novum. Wir gehörten damals zu den ersten in Deutschland die den geordert haben. Er ist ziemlich anders als der "kleine" T-2401, was ja kein Wunder ist, Lagerblock deutlich massiver, dazu das längere Tonarmrohr, deutlich höhere effektive Masse. Klanglich war ich erst mal enttäuscht, das kann aber rückblickend auf den etwas ungeduldig ausgeführten Zusammenbau gelegen haben. Die Einstellung der Lager ist ja ein wichtiges Kriterium. Und dann haben wir den natürlich mit den bestehenden TA-Systemen gefahren. Also gleich mehrere "Fehlerquellen". Habe den dann an einen feinmechanisch sehr versierten Kunden verkauft.


    Bin gespannt auf deinen Eindruck, bzw. was du aus dem herausholst. Wenn der Arm damals nicht weggegangen wäre, hätte ich noch ein gekröpftes Headshell gemacht. So hat sich das erübrigt.


    Gruß


    Matej

    Hallo Jürgen,

    den T8200 kenne ich soweit nicht. Ich kann lediglich aus dem Schaltbild ersehen, das er deutlich anders aufgebaut ist als die T7500/T9000. So kommt ein anderer MPX Chip zum Einsatz, ein Sanyo LA3401, welcher eher zum guten Durchschnitt zählt. Insgesamt würde ich sagen das die Technik dem damals üblichem Mittelklasse Standard entspricht. Soweit ich die Dinge von Grundig bisher einschätzen konnte, und wie ich die technischen Daten sehe, würde ich erwarten das die den Empfangsmäßig sorgfältig aufgebaut haben, und das der auch am Ausgang so bestückt ist das er gut klingt. Aus dem im Web erhältlichen Schaltplan sieht man recht viele Möglichkeiten für den Abgleich, jedoch sagt das Service-Manual nichts darüber aus (es fehlen einige Seiten). Der T8200 ist von 1986 und scheint recht selten zu sein.


    Mehr habe ich nicht gefunden.


    Gruß


    Matej

    ....Das Design des T-9000 ist absolut innovativ Pioneer und Sony haben bestenfalls nachgezogen.


    Viele Grüße,

    Walter

    Wenn das so ist, nehme ich (fast) alles zurück. Aber Optik steht für mich nicht an erster Stelle, mich interessiert nur das Innenleben.

    Beim T7500 sprach ich mal von "Rentnerdesign". Warum? Weil man die gewählte Station von der Couch aus ablesen kann, und das ohne Brille - finde ich praktisch.Und in schwarz finde ich den sogar ansprechend.

    Beim T9000 stört mich die dünne weiße Schrift auf schwarz - ohne Brille + Beleuchtung kann ich nichts ablesen. In Silber mit schwarzer Schrift fände ich den ok. Ist beim Kenwood KT-6040 sogar noch schlimmer.

    Die klassischen Analog-Tunern von Sansui oder Kenwood sind optisch zwar absolute Hingucker, aber hinstellen würde ich mir sowas nicht. Obwohl ich den Kenwood 650t einfach nur geil finde - optisch wie technisch.

    pasted-from-clipboard.png

    Bild stammt von fmtunerinfo.com

    Der einzige Tuner den ich wirklich schön finde und den ich mir trotz etwaiger "Mängel" im Klang und Empfang (gegenüber dem T9000) hinstellen könnte/würde/möchte ist der Denon TU-900. Da passen sogar die Holzwangen.

    pasted-from-clipboard.png

    Bild stammt von fmtunerinfo.com

    Ja, und dann ist da natürlich noch der Tandberg 3001, welcher immer noch wie ein Damoklesschwert über mir hängt und ein ganz eigenständiges Design bietet. (Foto nicht nötig :))


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    also die bisher von mir getesteten Tuner von Grundig - der T7500 und der T9000 - sind schon sehr durchdachte Geräte. Leider sind die das Image des alten Max nie losgeworden. Das Design ist ein Allerweltsdesign, der T9000 sieht aus wie ein Pioneer oder ein Sony aus der Zeit. Es fehlte von Anfang an das wegweisende Element, und als Philips den Laden übernommen hat war es endgültig vorbei. Mit Sansui, Kenwood, Restek verbindet man automatisch ein gewisses Image - technisch durchdacht sind die aber nicht immer. Bei Kenwood-Tunern merkt man die Erfahrung im Bau von Tuner an. Die wussten aber auch wie man Kunden fängt, vor allem wussten die wo man sparen konnte und wo nicht. Dieses letzte hat bei Grundig gefehlt, wie überhaupt bei allen deutschen Herstellern. Die sind irgendwie in der Nachkriegszeit stecken geblieben.

    Ein Vergleich mit anderen Spitzentunern wird kommen. Das wird aber dauern, aber ich habe alle Zeit der Welt. Was den Klang angeht darf sich die Konkurrenz warm anziehen, dessen bin ich mir sicher.


    Gruß


    Matej

    Das funktioniert in Ansätzen. Zumindest holt der T9000 Empfangstechnisch am meisten an dieser Antenne raus, aber gegenüber dem T7500 auf Kosten der Klangqualität. Aber seien wir ehrlich, bei den meisten Anlagen wird die Phase an so vielen Stellen verbogen, das eine lineare Phase eines Quellgerätes eher störend wirkt. In den meisten Fällen wird ein gut abgeglichener T9000 die Leute ob seiner Empfangseigenschaften begeistern.


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    so, der Umbau ist perfekt gelaufen, der T9000 klingt jetzt ähnlich magisch wie der T7500.

    ABER: die geringere Dämpfung der Frequenzen oberhalb 114kHz bewirkt die gleichen Probleme wie sie auch alle anderen Tuner an meiner Antenne haben, er quittiert den Umbau nicht nur mit einem besseren Klang, sondern auch mit mehr Säuseln im Hintergrund und, abhängig von der Zeit, mit mehr Verzerrungen. Somit sind nun auch die Möglichkeiten des Birdie-Filters klar, mein Verdacht war richtig.


    Da die ganzen Pläne bezüglich Umzug und erst dann einer guten Antenne auf dem Dach jetzt wegen Covid-19 ins Wasser gefallen sind, überlege ich ob ich nicht doch hier noch eine gescheite Antenne einsetzte. Dazu muss jetzt aber erst mal finanzielle Situation geklärt werden - Selbstständiger Unternehmer, mich trifft die Krise finanziell mit voller Breitseite. Also abwarten und Tee trinken. Jedenfalls ist das die erste weiter Maßnahme auf meinem Plan.


    Gruß


    Matej

    Hallo Bertram,

    was bin ich froh über deinen Bericht, das bestärkt mich in meiner Vermutung.


    Mein Verdacht: auch wenn der T9000 zweifelsfrei besser empfängt, so sind die bei Grundig bei der Jagd nach besseren Messwerten (Klirrfaktor) vielleicht doch etwas übers Ziel hinausgeschossen. Beispiele von Geräten mit diesbezüglich extrem guten Werten gab und gibt es zu genüge. Das würde im Fall T9000 bedeuten: extrem breitbandige Keramikfilter, dafür ein Birdie-Filter was steiler abtrennt, die "kleine" Phasenverzerrung hat man in Kauf genommen. "Hört eh keiner".....


    Das originale T7500 Birdie-Filter lässt sich im T9000 ja einfach nachbilden....


    Versuch macht klug.


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    geht wieder weiter. Diesmal geht es um einige "Unzulänglichkeiten" im T9000 und wie man die beseitigt. Dabei beziehe ich mich wieder auf einen Thread aus dem Saba-Forum - http://saba-forum.dl2jas.com/i…Fine-Arts-T9000/?pageNo=1

    Hier hat der dortige Teilnehmer "nightbear" (Achim) ganze Arbeit geleistet. Möchte dazu nur was zur Ergänzung aufführen.

    Verbindung Trafo - Mainboard: Auf den Fotos sieht die weiter oben bereits erwähnte Lösung des direkten Verlötens. Das geht relativ einfach und gelingt sehr sauber. Dicke Lötspitze ( breite Keilform) mit niedriger Temperatur (290 bis 310 Grad), die Lötpunkte für den Stecker vorher mit niedrig schmelzendem Lot versehen, dann auf der Oberseite leicht an der Steckerfassung ziehen, und auf der Unterseite mit der dicken Lötspitze einfach 2-3 mal über die gesamte Reihe streichen (ohne Druck). Schmilzt sehr schnell und schwupp ist die Steckerfassung draußen. Danach das überflüssige Lot abziehen (immer noch mit dicker Lötspitze u. niedriger Temperatur), das Kabel durchstecken, und mit einer feinen Lötspitze einzeln verlöten. Fertig, und keine abgewetzten Lötaugen.

    Stecker_v_o_T9000.jpg Stecker_v_u_T9000.jpg


    Die restlichen Steckverbinder von Mainboard zur Steuereinheit sind ok. Jedoch sitzen nicht alle richtig fest auf der Platine, ist also etwas Luft dazwischen. Das ist beim Abziehen nicht weiter tragisch, beim wieder einstecken können sich durch die Belastung die Lötaugen ablösen. Auch hier kann man mit der gleichen Methode arbeiten wie zuvor, nur das jetzt die Fassung richt reindrückt. Anschließendes Absaugen des überflüssigen Lots nicht vergessen. Und fertig ist das Thema Steckverbinder.


    Spannungsversorgung KH-Verstärker: die negative Spannung für den KH-Verstärker wird etwas umständlich erzeugt. Über 3 Widerstände mit jeweils 270 Ohm in Reihe wird die überschüssige Spannung verbraten und per Zenerdiode stabilisiert. Von 31,5 Volt auf 15 Volt ist eine Menge, dazu wurde der Zener-Ruhestrom recht hoch gewählt. Das macht viel Wärme, was auf Dauer die Platine beschädigt - siehe Bild 1 im Originalzustand. Die Lösung von Achim ist recht einfach - die Widerstände werden gegen höher belastbare (ich habe 2 Watt MOX gewählt) getauscht, und hochgestellt eingebaut. Das verringert die Wärmebelastung der Platine auf ein erträgliches Maß. Ich habe mich aber dann doch für die Radikallösung entschieden, und habe die Verbindung zum KH-Verstärker komplett herausgenommen, und auch einen Widerstand entfernt, damit die Zenerdiode nicht sinnlos weiter belastet wird. Wer den Ausgang in der Front und den KH-Verstärker nicht braucht, dem kann ich diese Lösung empfehlen. Dann bleibt es in der Ecke weitestgehend kalt. Bild 2 zeigt meine eigene Lösung.


    Widerstaende_T9000_W_O.jpg Widerstaende_T9000_neu.jpg


    In Bild 1 ist links oben noch ein Regel-Transistor zu sehen, welcher recht erbärmlich gekühlt wird. Ein kleiner Kühlkörper senkt die Temperatur auf erträgliche 47 Grad, die endgültige Lösung (wieder von Achim) sieht dann so aus:


    Transistor_v_o_T9000.jpg Transistor_T9000.jpg


    Größerer Kühlkörper, auf dem Gehäuserahmen montiert, Transistor per Kabel auf der Unterseite verlötet. Da sind es nur noch 25 Grad.


    Das war es an "Kinderkrankheiten" des T9000. Bei meinem Model war eine Cinchbuchse defekt - Wackelkontakt, kommt bei der Originalversion eher selten vor. Ordne ich unter Zufall ein. Ausgetauscht gegen bessere Buchsen - HiCon (Sommer Cable) - passt prima. Die alten Löcher (waren mir zu nah an der Platine) kann man mit Lochstopfen (gibt es bei Conrad in allen Größen, auf dem Foto links unter den Cinchbuchsen) elegant verschließen. Mit etwas Fummelei lassen sich neue Cinchbuchsen auch in die alten Löcher rein bekommen, das sieht dann noch etwas eleganter aus.


    Cinch_T9000_neu.jpg


    Das war es dann. Weiter Berichte gibt es nach dem Abgleich.


    Gruß


    Matej

    Doch, aber eben nicht mit herkömmlicher, rein analoger Signalverarbeitung.

    Und es geht doch!! Schon lange, gab es schon Ende der 70er. Die Audio-Industrie war nur zu faul (oder zu blöd), und brachte dann diese unsäglichen 5+1 und 7+1 Suround-Sound-Systeme auf den Markt. Und die ersten CD-Player waren alles andere Phasenlinear, da war die Phase so verbogen wie ein zerknüllter Draht. Ist aber ein Thema für sich, meine Aussage bezog sich auf die Tunertechnik.


    Gruß


    Matej

    Hallo holli05,

    beides, null oder min. Klirr und lineare Phase, bei bester Eingangsempfindlichkeit und Trennschärfe, wird wohl kaum gehen. Natürlich bleibt ein Kompromiss, wie immer wenn mehrere Parameter im Spiel sind. Ist aber schon interessant wie nah der T9000 hier ran kommt.


    Zum "gut klingen": mir ist klar, das dies eine abgekürzte Floskel ist, zweideutig mit Interpretationsspielraum. "Naturgetreu" wäre besser, nur leider verbindet sich bei mir mit diesem Wort etwas mit "Seichtigkeit", und das mag ich nun überhaupt nicht. Außerdem geht "gut klingen" leichter über die Lippen (und der Tastatur), beim "Naturgetreu" breche ich mir immer einen ab. Wenn wir uns darauf einigen könnten, das "Naturgetreu" auch was mit Blitz und Donner zu tun hat, wie überhaupt die Natur auch viel mit Energie und Gewalt zu tun hat, dazu glasklar, ohne irgendwelche "Verschönerungen", dafür die Schönheit, sofern vorhanden aber geradezu erdrückend rüberkommt, ja dann könnte ich mit dem Begriff "Naturgetreu" leben.


    Ich hoffe du verstehst was ich meine....


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    jetzt geht es an die Feinheiten, und die haben es in sich. Dabei geht es speziell darum was beim T9000 gegenüber dem T7500 "getunt" wurde. Und da wäre zunächst mal das Birdie-Filter, im Grundig-Jargon "Nachbarkanal-Falle".


    Beim T7500 ist es ein per Transistor gepufferter, mehrstufiger, passiver Filter, welcher einerseits durch seinen Aufwand und andererseits wegen seiner Phasenlinearität gegenüber der Konkurrenz heraussticht. Siehe Foto - Eingang C 129, Ausgang R 154/C 143)

    T7500_NKF.jpg


    Beim T9000 wird einerseits der Kalibrierton mit eingeschleift (im Bild u. links) und andererseits am Ausgang adaptiv mit der Bandbreiten-Umschaltung verbunden (in Bild u. rechts). Das macht am Eingang einen zweiten Transistor notwendig und am Ausgang, ja da wird es spannend. Ansonsten ist der passive Filterblock nahezu. Siehe Foto - Eingang C 133, Ausgang C 145)

    T9000_NKF.jpg


    Nach meiner Recherche wollte Grundig damit den Klirrfaktor in beiden Bandbreiten-Einstellungen den Tuner auf minimalen Klirr trimmen. Die Absenkung (nominal 114 kHz) setzt etwas früher und dafür steiler ein. Beim T9000 sind es 28 dB Dämpfung, beim T7500 lediglich 18 dB. Dafür ist der Phasenverlauf beim T7500 ideal linear, beim T9000 beträgt der Phasenfehler 2,5 µs, was aber immer noch sehr gut ist. (die Daten sind aus dem Thread im Saba-Forum entnommen, Autor "oldiefan" Reinhard)

    Bevor ich dazu meinen Senf abgebe schauen wir mal auf die Konstellation der Keramikfilter.

    T7500 = 180-180-180-180 (von Martens und Walter so ausgewählt und abgeglichen)

    T9000 = 280-230-230-(230-230) (Original, nicht abgeglichen, Narrow-Filter in Klammern)


    Betrachtet man nun beides zusammen - Bandbreiten-Filter und Birdie-Filter - dann wird klar das man die "schlappe" Keramik-Filterung im T9000, was ja klanglich für die niedrigsten Klirrwerte sorgt, mit einem qualitativ hochwertigem Birdie-Filter unterstützen wollte. Denn bei der Konstellation der Filter kann von einer wirklichen Trennschärfe keine Rede mehr sein. Das diese Konstruktion noch einen eigenen Abgleichschritt mehr anbietet (R 288, Separation 3).


    Hohe Filterbandbreite in den HF-Stufen + starker Nachbarkanalfilter im NF-Teil = niedrigster Klirrfaktor! Ein interessanter Weg!


    Jetzt kommt die Gretchenfrage, was klingt besser: minimaler Klirr, oder lineare Phase?


    Diese Frage kann ich (noch) nicht beantworten, und wenn, dann bestenfalls für mich selbst. Ich stehe einfach auf Phasenlineare Wiedergabe, und 0,2 % mehr Klirrfaktor in Stellung "Narrow" tun mir nicht weh. Wenn der ganze Korona-Kram vorbei ist geht der Tuner zum Abgleich zum Martens.


    Im nächsten Teil kommen noch einige Besonderheiten im Netzteil (wieder speziell T9000) an die Reihe.


    Gruß


    Matej