Beiträge von hoerohr

    Hallo Calvin,

    ich teste zur Zeit sehr intensiv im Kundenauftrag einen Tonarm, den 9CC-evo, mit unterschiedlichen TA-Systemen. Das AT-F7 war das erste Testsystem, damit habe ich jetzt eine lange und intensive Testzeit hinter mir. Grob geschätzt etwa 200h.


    Mit dem 9cc-evo harmoniert das sehr gut. Allerdings war recht viel Kleinarbeit bezüglich Justage und der Suche nach der richtigen Tonarmhöhe und Abschlussimpedanz notwendig, um es so klingen zu lassen das es richtig Spaß macht. Richtig eingestellt liefert es eine sehr gute Räumlichkeit, Lebendigkeit, Auflösung etc. Allerdings klingt es immer etwas kalt - oder technisch, je nach Ausdrucksweise, aber keinesfalls lästig oder scharf. Die "Kälte" konnte ich durch den Einsatz eines Distanzplättchens aus Holz (2mm/Nussbaum) etwas abmildern, aber ganz weg bekommt man es nicht. Vergleicht man es mit dem Denon DL 103, so könnte man sagen, das System will mehr - aber es reicht nicht ganz. Rund und harmonisch sind eher nicht die Attribute die einem zu diesem System einfallen könnten.


    Bei mir lief es an einem MC-Preamp mit symmetrischem Eingang. Bei einer Abschlussimpedanz zwischen 140-160 Ohm lieferte es die besten Resultate.


    Hoffe das hilft dir etwas.


    Gruß


    Matej


    PS: das System wird bei mir in Kürze frei...

    Ortofon AS212 - das waren noch goldene Zeiten. Und dazu gab es auch das Orsonic Headshell vergleichsweise sehr günstig.


    Den Tonarm gab es für 35,- DM. Neue Innenverkabelung, neue Kugellager von SKF, Vertikallager gereinigt und neu justiert - und die HiFi-Welt staunte. Und wenn ich mich recht entsinne, lag das Orsonic-Headshell damals bei 85,- DM. Einen Unterschied zum Clearaudio-Stability-Headshell (damals ca. 280,- DM) habe ich nie gehört - und ich hatte sehr oft Vergleichsmöglichkeiten.


    Eine tolle Kombi...:thumbup:


    Gruß


    Matej

    Hallo Olaf,

    die Kappa Serie sind eher Spaßboxen, sofern sie richtig angesteuert werden. Was jetzt aber nicht das ganz große Problem ist.


    Die RS-Serie ist um einiges seriöser, jedoch bezüglich Aufstellung, Raum und Elektronik sehr! anspruchsvoll. Bei 36qm fallen mit spontan die RS-II und und die RS-III ein.


    Habe früher sehr viel damit gearbeitet. Mit den großen RS-I und RS kam ich nicht ganz so zurecht - vielleicht deshalb, weil seinerzeit in Deutschland die Wohnzimmer kleiner waren als in den USA. Was sich mittlerweile ja geändert haben dürfte. So waren die RS-II und die RS-III einst meine Lieblings-Infinitys.


    Hoffe das hilft dir etwas...


    Gruß


    Matej

    'sehr interessant' ist imo keine sinnvolle Aussage hinsichtlich physikalischer Betrachtungen... - richtig oder falsch, dazwischen ist nichts..--- Ausser die 'Grauzone des Hifi' mit ihren handgeklöppelten Synthesen aus Wunschdenken und exklusiven 'Annahmen':heul:

    Wenn dir Physik etwas geläufiger wäre, dann wüsstest du, das es sich bei der Dokumentation lediglich um eine Abhandlung um eine einzige Disziplin handelt. Eine Disziplin von vielen, welche physikalisch betrachtet zwar richtig ist, jedoch keinerlei endgültige Aussage zuläßt was denn nun besser sei - und zwar in seiner Gesamtheit, also dem Zusammenschluss aller vorkommenden Disziplinen.


    Es gibt immer Vor- und Nachteile - egal für welches Konzept man sich entscheidet.


    Und nun geh wieder deine gehässigen Sprüche klöppeln


    Gruß


    Matej

    Punkt 2 - zu den Netzfiltern:

    Ohne jetzt alle 43 Seiten gelesen zu haben bzw. in Erinnerung zu haben. Aber stellt sich hier denn überhaupt jemand die Frage, warum ein Netzfilter überhaupt einen hörbaren Effekt hat?? Das heißt doch im Klartext nichts anderes als daß das Netzteil im betreffenden Hifi-Gerät Mist ist. Mist, und nichts anderes! Es ist beileibe keine Hexerei, ein Netzteil zu bauen, daß sich von den üblichen Unwägbarkeiten in unseren Stromnetzen unbeeindruckt zeigt. ....

    Gruß

    Andreas

    Einspruch euer Ehren,

    es gibt z. B. Störungen welche sich von den üblichen und gut dimensionierten Netzteilen nicht ausfiltern lassen. Ein Breitbandfilter kann schon viel entfernen - aber eben nicht alles.


    Ich habe bisher in verschiedenen Wohngegenden Messungen und Versuche durchgeführt, wobei es immer zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kam. In einer Gegend messe ich gar nichts, bzw. nur so geringe Störungen, das die jedes einfache Netzfilter ausfiltern kann. In einer anderen Gegend wiederum gibt es ein mehr an Störungen, welche mit Filtern "von der Stange" nicht zu beseitigen sind, bzw. nur unvollständig ausgefiltert werden kann.


    Dazu kommen Störungen im nicht einmal geringen Umfang, welche auf die Elektroinstalation bzw. auf die Verbraucher im Haus zurückzuführen sind.


    Natürlich kann ich einen Verstärker so auslegen, das er weitestgehend unempfindlich auf Störungen reagiert - nur dann ist nichts mehr mit einem quicklebendigen Rennpferd, dann habe ich einen Ackergaul.


    Das beste wäre eine Akkuversorgung, aber will sich das wirklich jeder antun. Es gibt eine Möglichkeit die Eigenschaften eines Netzteils so auszulegen, das es quasi eine Akkuschaltung simuliert. Aber dann bekomme ich immer noch Probleme mit der Gleichspannung im Netz. Ok, davor ein Gleichspannungsfilter, dann wäre es das bestmögliche was machbar ist. Aber wer ist bereit das zu bezahlen - oder welcher Hersteller ist bereit dahingehend zu investieren, nur um dann wegen des höheren Preises wiederum als "Abzocker" tituliert zu werden.


    Und egal was ich mache - es geht immer noch etwas besser. Zum einem deshalb weil der Erfindungsreichtum aller Techniker und Ingenieure zusammen in dieser Welt praktisch unbegrenzt ist. Und zum anderen deshalb, weil immer neue Probleme bzw. Störungen auftauchen, die "alte" Lösung somit irgendwann, irgendwo hinfällig wird.


    Und zu guter Letzt ist das massenhafte Filtern oftmals kontraproduktiv. Thema: zwei Filter hintereinander geschaltet. Baue ich ein sehr gutes Filter ein, dann kann sich das ganze ins Gegenteil verdrehen, wenn der User eine gefilterte Netztleiste davor schaltet. Von käuflichen Fertigfiltern bin ich mittlerweile weg - alle haben über kurz oder lang versagt oder zeigten unliebsame Nebenwirkungen.


    Will ich in meiner Kette die bestmögliche Leistung, dann muß jedes normal käufliche Gerät unter die Lupe genommen werden und ein womöglich verbauter Filter erstmal modifiziert oder gar entfernt werden.


    Fazit: das Thema ist ausgesprochen komplex, und ist für Hersteller welche weltweit ausliefern, einfach nicht beherrschbar. Deshalb wäre ich mit solchen Aussagen etwas vorsichtiger.


    Gruß


    Matej

    Das kratzen im Tonecontrol Schalter kann ich bestimmt beseitigen, falls überhaupt notwendig.


    Frank

    Ich vermute mal das es kein Kratzen in dem Sinne ist. Vielmehr kommt es zu einem kurzfristigen Potenzialausgleich, weil eine zwischengeschaltete, aktive Elektronik, gebrückt wird. Da reichen winzige Werte im mV Bereich aus, und ist in der Regel harmlos. Kommt auch schon bei Neugeräten vor.


    Gruß


    Matej


    PS: Glückwunsch zum neuem Gerät :thumbup:

    Hallo zusammen,

    500,- € ist schon ein fairer Kurs, max. die Hälfte halte ich für gewagt. Ich würde die 400,- € Grenze anpeilen, mit Rücksicht auf Anfahrt (Versandkosten entfallen) und eine bevorstehende Revision, welche aber bei jedem Verstärker jenseits von 20 Jahren notwendig ist, egal welche Marke.


    Mit den Infinitys gehen die Accuphase recht gut, selbst die kleinen aus der 200er Reihe.


    MM ist gut, MC ebenfalls, sofern man mit Tonabnehmer verwendet welche mit der Abschlussimredanz von 100 Ohm oder weniger klar kommt.


    Gruß


    Matej

    Hallo Andre,

    habe dieses Reibrad im G99 von Moreno verbaut.

    zu 1. sehr wertig und genau verarbeitet. Es liegen mehrere Reibriemen bei, unterschiedliche Materialien - da ist garantiert fšr jeden was dabei.

    zu 2. ist für den Lenco gedacht und gemacht - am G99 (Goldring) mußte ich eine neue Achse drehen (die vom Goldring war zu dünn). Wenn es passt - müßte ja wohl am Lenco - ist der Umbau/Einbau recht unproblematisch. Mit der neuen Sinterbuchse läuft der bestens.

    zu 3. weis ich nicht, hat Moreno besorgt


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    bezüglich der Phasenschieber-Kondensatoren und wie man das genau justieren kann:

    die Spannung am Kondensator zum Motor sollte sich auf exakt den gleichen Wert einpegeln wie am Direkteingang. Ist die Spannung höher, dann ist der Kondensatorwert zu hoch - und umgekehrt.


    Am einfachsten geht es, wenn man auf einer Lochraster-Platine den erforderlichen Kondensatorwert mit mehreren MKTs/MKPs in Parallelschaltung aufbaut. Zuerst den Nennwert - ist die Spannung zu klein, dann schaltet man kleinere Werte hinzu. Umgekehrt entfernt man aus der dem Block der parallelgeschalteten Kondensator 1 oder 2 kleinere Werte.


    Hat man die Spannung ideal eingestellt, dann beträgt die Phasenverschiebung am zweiten Motoranschluss exakt 90 Grad.


    Und dann klingt es auch etwas besser...


    Gruß


    Matej


    PS: hier der aktuelle Berger Lahr Katalog (heute Schneider Electric) - https://www.schneider-electric…load/document/1147259864/

    Ich wusste es doch, ich bin von gestern...:)


    Wenn der 501 ein mechanisches Wunderwerk darstellt, dann ist der Preis jedenfalls kein Wunder(werk). Zumal es heutzutage an entsprechenden Fachleuten mangelt - so gut wie jeder "Fachmann" kommt einem heutzutage mit einer elektronischen Regelungslösung. Das Wissen um die Mechanik dünnt sich mehr und mehr aus, wer da noch was auf dem Kasten hat verdient gutes Geld.


    Wenn aber ein Reibradler nach dem Stand des 301 heute gebaut würde - ohne optisches Klimbim, ebenso als "Einbauspüle" wie der 301, nur eben per moderner CNC Technik, elektronischer Steuerung ala Dr. Fuß, dazu in einer guten, aber noch überschaubaren Stückzahl, also keine Einzelanfertigung mit 3 Monaten Wartezeit - dann sehe ich für einen Preis von etwa 3.000,- € keine Probleme. Aber das wird natürlich nie passieren...


    Gruß


    Matej

    Hallo Andreas,

    einen Übertrager ersehe ich zum jetzigem Zeitpunkt als unnötig, und das aus mehreren Gründen:

    a) so schlecht ist die Project Phono Box DS nicht, im Gegenteil, das Teil ist für den Preis sogar ausgesprochen gut.

    b) du hast die Impedanz-Option noch nicht gezogen, lediglich die 100 Ohm probiert, 1000 Ohm werden wohl deutlich zuviel sein. Die Zwischenwerte kannst du durch parallel schalten eines Widerstandes erreichen, und zwar mit den von mir verlinkten Y-Steckern im Beitrag 4 und einem Cinchstecker mit eingelötetem Widerstand in der Größenordnung von ca. 16o bis 200 Ohm. Damit kannst du über die 1000 Ohm Stellung am Gerät auf etwa 150 Ohm herunterziehen.

    c) die Höhenjustage ist noch nicht gelöst. Schade, ich ging von einer recht simplen Höheneinstellung aus, aber diese Option bietet wohl nur der SL1710MKII. Es kann sein das es zufälligerweise passt. Steht der Arm hinten etwas hoch, so würden sich Zwischenplättchen anbieten, welche es als Zubehör zu kaufen gibt..


    Da das System bei dir aber offensichtlich bereits sehr gut klingt, sehe ich die genannten Optionen eher als Befriedigung der eigenen Neugier als einer Notwendigkeit.


    Wenn du Probleme damit hast die Impedanzstecker selber zu löten, dann findet sich im Forum sicher jemand, der dir die Teile bereitwillig macht.


    Gruß


    Matej

    ....heute wird der Gain meistens über den Pegel des Signals eingestellt und nicht in der Gegenkopplung. ....???

    Habe ich da was verpasst?? Hast du weitere Infos über diese Technik?


    Beim Project DS geht es ganz klassisch über die Gegenkopplung.


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    der unterschiedliche Gain in der Phonostufe wird sich aber auf jeden Fall klanglich bemerkbar machen. Das hängt von der verwendeten Elektronik ab:

    a) mit geringerem Gain erhöht sich normalerweise auch die Bandbreite, die Kombination klingt dann etwas offener und souveräner

    b) ein zu geringer Gain bedeutet aber auch mehr Gegenkopplung, wodurch der Klang dann Richtung glatt und steril abdriften kann.


    Also je nachdem wie der Innenaufbau des Phonopres gemacht ist, kann es in die ein oder die andere Richtung gegen. Das AT33PTGII ist eigentlich prädistiniert für die 60dB Stellung. Abhängig von der nachgeschalteten Elektronik könnten aber schon 50dB Gain ausreichen, in manchen Fällen kommt die bessere Lautstärke-Regelbarkeit ja gerade recht.


    Also probieren was besser klingt. Falsch oder gar kaputtmachen kann man da nichts.


    Gruß


    Matej

    Hallo Martin,

    wenn du handwerklich soweit fit bist, und du auch noch über entsprechende Möglichkeiten verfügst, dann sehe ich auch die DY Version eindeutig im Vorteil.


    Ich hatte den Scheu Classic mit einem DL103 lange Zeit im Betrieb, und war trotz dem Umgang mit weit höherwertigen Systemen/Tonarmen sehr zufrieden damit. Allerdings gab es damals noch keine höherwertigere Gehäuse fürs DL103...


    Einen Jelco würde ich dann nehmen, wenn dir Flexibilität wichtig ist. Marc hat das Stichwort schon gegeben - "Headshellauswahl". Und natürlich darf es auch ein 250er Tonarm sein, aber nicht der ST, der ist zu leicht. Die Jelcos laufen jedoch erst dann zur Höchstform auf, wenn man die Innenverkabelung gegen hochwertige Litze tauscht und die Lager penibel nachjustiert.


    Den SA-250 gibt es auch in der 12" Ausführung - http://www.dos-hifi.de/jelco.html


    Gruss


    Matej

    Hallo zusammen,

    die Boenicke Lautsprecher habe ich vor 2 Jahren zum ersten mal gehört, und fand die auf Anhieb Klasse. War meiner Meinung nach damals die beste Vorführung auf der Highend. Diesmal würde ich die eher im oberen Drittel ansiedeln. So ist das nun einmal, auch die Musikauswahl fand ich diesmal etwas bescheiden. Die Vorführungen auf der Highend sind was anderes als daheim auf den Punkt gebrachte Anlagen.


    Sebastian : die Boenickes dichten mitnichten eine Räumlichkeit hinzu. Seitliche und Rückwärtig abstrahlende Chassis stellen vielmehr einen Weg dar, die Phasenkorrektur auf akustischem Wege zu erreichen, ohne eine elektronische Korrektur. Das die Projektion anders ausfällt als bei Geithain bringt das System mit sich. Ich denke eher das Boenicke mit der Wahl der richtigen Verstärker noch in der Entwicklung ist - da sehe ich am meisten Potential bei den Lautsprechern.


    Gruss


    Matej