Posts by hoerohr

    Hi Patric,


    da es Dir speziell um ein Lyra geht, zitiere ich mich aus diesem Thread hier einfach mal selber...

    Hallo Swen,
    deine Beschreibung klingt sehr spannend, den Conqueror kenne ich bis jetzt nur von Bildern.
    Und deine Beschreibung zum Umbau von 9" auf 12" - herlich :thumbsup:


    Nur soviel zum Umbau - nach meiner Erfahrung kann ich die Veränderungen beim Wechsel von 9" auf 12" sehr gut nachvollziehen. Natürlich spielen alle Faktoren eine Rolle, die Summe machts. Aber den Einfluss des Mehr an effektiver Masse für solche MC Systeme sollte man keinesfalls unterschätzen, im Gegenteil, für mich ist das der wesentliche Faktor. 14 gr sind für das System aus meiner Sicht zu wenig, mit 17 bis 19 gr. liegt es dagegen im idealem Bereich.


    @Patric: habe das in diesen Thread geschrieben, weil ich dich darauf hinweisen wollte diesen Aspekt nicht aus den Augen zu verlieren wenn du das System auf den Punkt genau betreiben willst.


    Gruß


    Suedalpler

    Hallo zusammen,
    was den Mehrpreis angeht: sicher gibt es "Spezialisten" die einen unverhältnismäßigen Mehrpreis verlangen. Wenn wir die Nischenhersteller, die meist eh nur sehr geringe Stückzahlen herstellen und einen Aufwand betreiben, welcher nur von wenigen Erdbewohnern geschätzt wird, so gibt es auch handfeste Gründe für einen zumindest deutlichen Mehrpreis. Einer dieser Gründe ist die geringere Stückzahl, der andere ist der scheinbar hohe Faktor, welcher zwischen Herstellungspreis und Verkaufspreis liegt.


    Es ist nicht damit getan ein Tonarmrohr nur 2,5 oder 7,5 cm länger abzuschneiden, man muß es auch in die entsprechende Form bringen. Dafür wird spezielles Werkzeug benötigt, und so ein Werkzeug kann schnell mit 10.000 € zu Buche schlagen. Schlägt man das jetzt auf den Preis für das Endprodukt um, bezogen auf die Stückzahl, so kann die Differenz schnell mal 100,- € oder mehr betragen. Bei geraden Tonarmen benötigt man Headschells mit einem anderen Kröpfungswinkel, bei Tonarmen mit Rohr und Headschell aus einem Stück wird das auch hier deutlich teurer. Und für gebogene Tonarmrohre gibt es das oben erwähnte Werkzeug. Und bei der Herstellung von Druckgussteilen wird es ganz erheblich teurer.


    Nun sind 12" immer noch eine Rarirät, einfach deshalb weil nicht jeder einen so langen Arm unterbringen kann oder will. Den auch bei den Laufwerken gilt ja dieselbe Formel = größer ist seltener und somit teurer. Anders sieht das mit den 10"ern aus, viele davon passen noch auf normale Laufwerke. Und wenn man genau hinschaut, so entdeckt man viele Tonarme mit einem einer effektiven Länge von 240 - 248 mm, was deutlich mehr ist als 9". Nur wenige Hersteller bieten alle 3 Größen an - mir fallen jetzt nur SME und Jelco ein. Dagegen haben sich viele Hersteller schon von Hause aus auf 9,5" oder 9 3/4 " eingefahren. Und solche Tonarme, in genügender Stückzahl hergestellt, sind kaum teurer die 9" Varianten der Konkurenz.


    Vergleicht man dann noch die Spurfehlwinkelkurven, so stellt man zwischen 10" und 12" nur noch einen sehr geringen Unterschied fest - im Gegensatz zum Unterschied zwischen 9" und 12". Durch geschickte Einstellung kann man den Unterschied zwischen 10" und 12" noch weiter minimieren. Hier spielen dann eher die von juergen1 genannten Unterschiede eine Rolle. Zitat juergen1:
    "Der konstantere VTA bei unterschiedlich dicken Platten oder welchen mit Höhenschlag.
    Die geringere und gleichmäßigere Skatingkraft
    Durch den längeren Hebel wird die Lagerreibung leichter überwunden."


    Und der letzte, aber nicht unbedeutende Faktor ist der Verbraucher selbst. "was nichts kostet kann auch nichts sein, ich möchte was vernüftiges haben"


    In diesem Sinne


    Gruß


    hoerohr

    Hallo Dieter,
    trotzdem - für ein Gerät was man für ca. 500,- € bekommt.


    Was das Tunning mit MKP-Kondensatoren angeht - schon mal die Panasonic ECWF probiert?


    Sinngemäße Wiedergabe eines Berichtes eines bekannten amerikanischen Entwicklers:
    "ich verbaue den Leuten was sie wollen. Bei Hörtests in meinem Studio biete ich die Möglichkeit verschieden Kondensatoren im Vergleich zu hören. Der Favorit ist in der Regel Mundorf. Wird jedoch blind verglichen, dann gewinnen meist die Panasonic ECWF"


    Aber das wird jetzt schon OT.


    Gruß


    hoerohr

    Frank_Beard: standardmäßig wurde der mit Kunststoffinnenteller ausgeliefert. Aber du hast recht, gegen Aufpreis konnte man den Metallinnenteller bekommen. Beim Gebrauchtkauf würde ich darauf achten.


    Vormehmlich geht es mir jedoch um die bessere Justierbarkeit des Subchassis.
    Siehe : "Das eigentliche Argumnet ist jedoch...."



    Gruß


    hoerohr


    Die FTZ-Filter haben damals viel kaputtgemacht. Das der C02 dann mit einem FET9 mithalten kann ist schon sehr beachtlich - das Teil muss gut sein :thumbsup:


    Gruß


    hoerohr

    Hallo zebaoth,
    die Scheu Produkte kenne ich schon aus deren Anfangszeit, zunächst nur aus den Ferne. Aber schon da fielen mir am Scheu Classic Tonarm die durchdachte, aber prinzipiel doch einfache Konstruktion auf. Als ich dann mal das erste Laufwerk mitsamt Tonarm vor mir hatte - ich war damals beruflich in der Branche unterwegs, Schwerpunkt Plattenspieler (was den sonst) - war ich überrascht wie genial einfach die Phono-Technik doch sein kann. Als ich dann noch das Glück hatte Thomas Scheu persönlich kennen zu lernen, war mir sofort klar warum: einfach, offen nach allen Seiten, logisch denkend und viel Sinn fürs wesentliche, und vor allem - niemals dick auftragend. Zumindest bei den Scheu-Produkten kann ich somit das Prädikat "durchdacht bis ins Detail" und dazu "einfaches Handling" bedenkenlos verwenden.


    Natürlich haben andere Mütter auch schöne Töchter (Feickert, Clearaudio - beide auch sowas wie Pioniere auf dem Gebiet). Ich empfehle dir mal bei Scheu nachzufragen ob die dir das laufwerk nebst Tonarm nicht mal mit deinem System vorführen können (oder ob Sie dir einen entsprechenden Händler empfehlen können). Wichtig ist bei so einem Test, das man wirklich die benötigte Zeit und Ruhe dafür aufbringt. So ein Test ist nicht in 15 min. erledigt, auch nicht in einer Stunde. Denn es ergeben sich nach einer Weile noch weitere Ansprüche, wie Bedienbarkeit, Aufstellung etc. also Dinge die nicht primär was mit dem Klang zu tun haben, sondern was mit dem alltäglichem praktischem Umgang mit den Geräten.


    Finde es irgendwie witzig, das ich ohne Kenntnisse zu deiner Vorauswahl einen Scheu-Tonarm empfohlen habe...


    Gruß


    hoerohr

    Hallo zusammen,
    eigentlich gibt es da nichts zu diskutieren - Masselaufwerke sind prinzipiell besser. Wenn da nicht das große ABER wäre....


    Jedes Konzept sollte bis ins kleinste Detail durchdacht und handwerklich auch entsprechend umgesetz werden. Masselaufwerke natürlich auch. Da gibt es aber zuviele Hersteller, welche einfach nach dem Motto "viel hilft viel" vorgehen, und das ist natürlich Kokolores. Viel kann nämlich auch viel kaputtmachen. Und nichts macht bekanntlich auch nichts kapputt - aber verbessern tut es eben auch nichts. Bestes Beispiel ist ein Rega RP8 oder RP10, welche federleicht sind und trotzdem in der Topklasse mitspielen.


    Positive Beispiele für Masselaufwerke sind Feickert, Clearaudio, Kuzma und Scheu (wahrscheinlich noch einige weitere), beim Transrotor hätte ich da so meine Bedenken. Speziell Feickert und Scheu haben es mir angetan, aber auch Rega RP8 und 10, also der totale Gegensatz. Es ist eben das voll durchdachte Konzept.


    Meine Meinung...


    Gruß


    hoerohr

    Hallo zebaoth,
    nach deiner Frage zur Tonarmlänge, und jetzt dieses System (und Koetsu Rosewood nicht zu vergessen!), kommt zuallererst ein mittelschwerer bis schwerer Tonarm in Frage. Tonarme mit auswechselbarem Headshell bieten dazu den Vorteil noch von System zu System varieren zu können - bezüglich Gewicht, Steiffigkeit und beinflußung der Klangfarbe.


    Wenn der Einsatz eines 12" für dich kein Problem darstellt - Calvin hat ja richtigerweise auf den Kompromiss mit den 10" ern hingewiesen - dann würde sich sowas durchaus anbieten. Jedoch kein Muß.


    Da du keinen Preisrahmen angegeben hast, empfehle ich mal einen echten Preis/Leistungshammer, wohlwissend das es auch noch besser geht.
    Hier bekommst du einen Jelco 750 L - http://www.highend-online.eu/tonarme.html - komplett mit neujustierten Lagern und neuer Verkabelung. Für den Preis ein einsamer Spitzenreiter. Hier einige Details - http://www.jelco-ichikawa.co.jp/products/tonearm.html#spec01


    Natürlich geht es noch besser. Solltest du an einem gebrauchtem Tonarm interessiert sein, dann erwähne ich mal den Koetsu Tonarm (natürlich wegen deinem Rosewood) - http://www.vinylengine.com/library/koetsu/sa-1100d.shtml - zwar nicht 12" sondern eher 10", aber klanglich einer der besten Tonarme welche ich je in der Hand hatte. Ist auf dem Gebrauchtmarkt hin und wieder zu bekommen. Vielleicht interessiert dich dieser Artikel, vielleicht kennst du ihn aber auch schon - http://www.axiss-europe.de/pdfs/koetsu_storyLP.pdf


    Eine andere Möglichkeit wäre der Scheu Tacco - http://www.scheu-analog.de/tonarme/tacco/ - natürlich eher in der 16 gr Version und als 12"er. Zugegeben, ein Exot, dazu Einpunktgelagert, aber der könnte dem Lyra den besonderen Pfiff verleihen. Ein ausgiebiger Test ist für sowas natürlich ein absolutes Muß. Die Scheu-Tonarme sind die einzigen welche mich in Punkto Einpunktlagerung überzeugen konnten. (Ein Tonarm sollte handwerklich einfach nur gut gemacht sein und das Konzept letztendes gründlich ausgeführt sein, dann ist es letztendes egal ob Einpunkt, Drehtonarm oder Tangential - es muß einfach nur alles stimmen).


    Das wäre mal so eine Auswahl von meiner Seite.


    Gruß


    hoerohr

    Hallo zusammen,
    der TD 320 entspricht eher dem TD 160 - was den Innenteller angeht. Dieser ist beim TD 145 (wie auch beim TD 318) aus Plastik, beim TD 320 (und TD160) aus Metall.


    Das eigentlich Argumnet ist jedoch das besser funktionierende und einfacher zu handhabende Subchassis. War bei den alten Modellen immer etwas schwammig und die Einstellung sehr langwierig.


    Gruß


    hoerohr

    Hallo zebaoth,
    als erstes steht die Tonarmlänge im direktem Zusammenhang mit dem Spurfehlwinkel. Je länger der Arm, desto kleiner der Spurfehlwinkel. Der Arm beschreibt bei seiner Bewegung nach innen einen Radius, wobei der Radius bei längeren Armen größer ausfällt als bei kürzeren Armen. Und längerer Radius bedeutet eine flachere Kurve nach innen - ideal wäre eine Gerade (also ein Tangentialtonarm).


    Ein kleinerer Spurfehlwinkel bedeutet somit eine höhere Abtastgenauigkeit und weniger Antiskatingkräfte. Je besser ein Tonabnehmersystem ist, desto deutlicher werden die Schwächen von kurzen Tonarmen hörbar. Das geht hin bis zu nachweisbaren Abtastverzerrungen im Innenbereich. Das sich das schon vor den Verzerrungen auch klanglich bemerkbar macht, versteht sich in diesem Zusammenhang von selbst.


    Daneben zieht die größere Länge auch ein Mehr an Gewicht nach sich. Grob gesagt eignen sich lange Tonarme eher für hochwertige MC-Systeme, welche überwiegend mit einer geringen Nadelnachgiebigkeit (compliance) daherkommen, und in der Regel eher sehr feine und hochwertige Schliffe am Diamanten aufweisen - also geradezu prädistiniert sind für lange Tonarme.


    Die Qualitätsmerkmale sind jedoch fliessend, es gibt kein Schwarz/Weis Bild für die Beurteilung. Letztendes entscheidend ist die richtige Kombination Tonarm/Tonabnehmer. Neben den Abtatsverzerrungen gibt es noch viele weitere Faktoren welche Klangentscheidend sind. Und ein Faktor ist der Hörer - jeder reagiert mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten auf die möglichen Fehler. Womit der eine gut leben kann, reagiert ein anderer schon nahezu allergisch drauf.


    Gruß


    hoerohr

    Hallo megaheinz,
    bin durch Zufall auf deinen Beitrag gestossen. Wahnsinn, das ein Toho T-2401 mal wieder auftaucht!! Glückwunsch!!


    Ich habe früher sehr viel damit gearbeitet, kenne alle zugehörigen Tonarmrohre, und habe auch einige überlange Tonarmrohre dafür gebaut. Natürlich aus Bambus und natürlich mit neuem Headshell mit dem dann passenden Winkel. Kenne das Teil in und auswendig (wenn ich doch bloss noch einen hätte... :love: ).


    Solltest du also einige spezielle Fragen haben, so stehe ich dir gerne zur Verfügung.


    Und zu Carbon: kann sein das es tatsächlich Vorteile bringt, aber zur damaligen Zeit gab es solche Möglichkeiten nicht. Wäre interessant zu erfahren wie es sich macht


    Gruß


    hoerohr