Posts by Arne

    Ich habe vor gut zehn Jahren von einem Sammler zwei Audiolabor ES-100-Monoendstufen erstanden. Die Einzelstücke (offiziell gab es die ES 100 ja nur als Stereoendstufe) sind wohl für einen zahlungskräftigen Kunden entstanden. Leider habe ich die E-Mail-Korrespondenz mit dem Verkäufer nicht mehr. Seit einer vor zwei Jahren durchgeführten Komplettrevision tun die Verstärker hervorragenden Dienst in meiner Kette. Sie klingen im besten Sinne neutral und treiben auch schwierige Lautsprecher mühelos an. Ich wüsste gar nicht, welche Neuware man sich hinstellen müsste, um etwas Vergleichbares zu haben.

    Schön, dass der Thread noch offen ist. Ich suchte gerade nach Infos zum DL-103D und musste feststellen, dass ich mich vor 15 Jahren selbst mal hier geäußert habe. Ich frage mich, ob ich in meinen Neuerwerb (Kuzma Stogi S 12 VTA) eher das DL-103D oder das Audio Technica AT-33EV einbauen soll. Am Well Tempered Classic war das 103D sehr schön, aber mir nach einigen Wochen dann doch zu schlank. Am LP12 machte es mehr Spaß, war aber im Ittok (auch in einem von Mario Grözinger revidierten Exemplar) nicht komplett verzerrungsfrei ans Laufen zu kriegen. Rock, Pop und Jazz ging problemlos, aber klassischer Sopran war nicht mit Genuss anhörbar. Das AT-33 funktionierte im Ittok deutlich besser (vermutlich tastet es einfach sehr viel besser ab), war im Well Tempered durch dessen bekannt zurückhaltenderen "langsameren" Bass aber auch nicht ganz so gut aufgehoben. Irgendwann fing ich an, die anfänglich begeisternde Brillianz des AT als eine gewisse "Giftigkeit" wahrzunehmen, und von da ab war's eigentlich vorbei (soll heißen, seit der Zeit liegt das System in der Schublade). Vielleicht sollte ich es jetzt nochmal in der Kombination mit dem Stogi versuchen? Im Well Tempered läuft gerade ein Nagaoka MP-500, mit dem ich wirklich rundum zufrieden bin, weshalb ich es nicht in den Kuzma umbauen mag.

    Hallo zusammen,


    ich bin seit kurzem Besitzer einer im Ausland erworbenen Kuzma Stabi S / Stogi S12 VTA - Kombi, die ich allerdings noch zusammenbauen muss. Das Original-Silikon für die Dämpfung des Tonarms wurde vor dem Versand entfernt/entsorgt, sodass ich hier selbst für Ersatz sorgen muss. Ich habe noch genug Silikonöl der Viskosität 100.000 cSt da (das ist der Wert, der beim Well Tempered Classic angegeben wurde). Kann ich das auch für die Dämpfung der Lagerglocke des Stogi S12 nehmen, oder ist hier eine andere Viskosität vonnöten?


    Danke im Voraus für Eure Antworten,


    Arne

    Hallo,


    vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich habe nochmal alle Einstellungen durchprobiert und festgestellt, dass die Ungleichheit unabhängig von der gewählten Abschlussimpedanz auftritt. Ich denke, ich werde den Twin mal zur Wartung einschicken - ich möchte ungern selbst mit dem Lötkolben tätig werden.

    Hallo,


    nach längerer Zeit habe ich mal wieder den LP12 an die Anlage gehängt; aus Ermangelung eines zweiten Phonoeingangs am Verstärker mit dem Black Cube Twin davor. Dabei ist mir aufgefallen, dass der linke Kanal an beiden Zweigen deutlich leiser ist als der rechte. Das System ist ein Audio Technica AT33EV, als Impedanz am Cube hatte ich 1 Kiloohm gewählt (ist das überhaupt OK?). Als Workaround habe ich jetzt einfach die beiden rechten Kanäle des Twin benutzt, aber auf Dauer kann es das ja nicht sein. Ist der Fehler bekannt, oder bin ich der Einzige, bei dem das passiert? Zuletzt hatte ich den Twin Cube vor etwa zwei Jahren im Einsatz; bei der damaligen Kombination (Well Tempered/Denon 103M) war mir jedoch keine Kanalungleichheit aufgefallen, ich hatte allerdings mit 47 Kiloohm abgeschlossen.Für alle Hinweise bin ich dankbar!


    Arne

    Hallo zusammen,


    seit drei, vier Tagen fällt mir auf, dass der Hochtöner einer meiner Celestion SL 600 klingelt. Es klingt nicht wie die Verzerrungen eines "durchgebrannten" Hochtöners, sondern eher wie Röhrenmikrofonie, so als wenn gleichzeitig jemand Glasharfe spielen würde. Könnte es sein, dass sich ein Kondensator aus der Frequenzweiche verabschiedet hat, oder ist das eher Wunschdenken (ein Ersatzhochtöner ist ja kaum zu bekommen)?


    Hat irgendjemand eine Idee, wie ich das Problem angehen könnte?

    Hallo,


    ich habe Holgers Rat befolgt und erstmal (nach Neueinstellung von Auflagekraft, Antiskating, Neueinstellung der verdrehten Headshell sowie gründlicher Reinigung des Abtasters) ein paar Platten im "Ist-Zustand" gehört. Ich kann nur sagen: Au weia. Da wird's aber ganz schön eng für viele andere Dreher. Der Luxman ist deutlich ruhiger als mein LP12. Verzerrungen sind auch im Bereich der Innenrille praktisch kein Thema. Die Frequenzextreme sind deutlich verhaltener, aber dafür hat das Ganze eine schöne Unmittelbarkeit - vielleicht der Direktantrieb? Leider fängt der Spieler jetzt (nach mehreren Stunden Dauerbetrieb) plötzlich an zu leiern. Schade, ich hätte gern mich mal ein paar Wochen eingehört.

    Hallo zusammen,


    ein alter Freund hat mir neulich seinen Plattenspieler in die Hand gedrückt mit den Worten „Interessierst Du Dich dafür? Sonst kommt er auf den Sperrmüll!“ Ich interessierte mich tatsächlich dafür, denn bei dem Sperrmüllgerät handelt sich um einen gepflegten Luxman PD-370, von besagtem Freund um 1985 bei Saturn in Köln als Auslaufmodell erworben und vor gut 20 Jahren nach Komplettumstieg auf CD eingemottet.


    Ich weiß zwar nicht genau, ob die Vakuumansaugung des Plattentellers noch funktioniert, aber spaßeshalber möchte ich das Teil doch mal gegen meinen LP12 (pre-Cirkus mit Lingo und Ittok LVII und Audio Technica AT-33EV) antreten lassen. Wie ich sehe, ist das im Luxman verbaute System ein Ortofon VMS 20 E Mk. II. Vermutlich ist das noch die Erstausstattung, der Tonabnehmer könnte also ziemlich runtergenudelt sein.


    Ich bin unschlüssig, was ich tun soll. Einfach die Nadel mit einem billigen Nachbau ersetzen, frei nach dem Motto „richtig gut ist das Ding eh nicht, also investiere nicht zuviel“? Oder soll ich dem Dreher ein anständiges neues System spendieren? Leider habe ich hier nichts mehr mit hoher Nadelnachgiebigkeit herumliegen. Das Nagaoka MP-500 wird wohl kaum die richtige Wahl für den Tonarm sein, oder? Für alle Vorschläge bin ich dankbar.


    IMG_5172.jpg

    Und Audioplan bietet da keine wie auch immer geartete Hilfe an (Upgrade auf Kontrast III-Hochtöner o.ä.)? Das kann ich mir fast nicht vorstellen. Auch wenn der LS jetzt schon fast 20 Jahre auf dem Buckel hat, fände ich es ziemlich hart, wenn der - heute noch unter gleicher Leitung aktive - Hersteller da keine Lösung anbieten würde. Schließlich war die KII damals das Top-Modell des Hauses und kostete je nach Ausführung zwischen etwa 6.000 und 7.500 Mark, wenn ich nicht irre.


    Arne

    Benz, versucht alles so Original zu Lassen wies
    eben geht und sie haben mehrere Schliffe parat.


    Welchen Preis ruft denn Benz für ein "originalgetreues" Retipping ungefähr auf? Ich hätte da noch ein Denon DL-103M, dessen Boron-Nadelträger ich ehrlich gesagt ungern opfern würde.


    Arne

    Moin,
    hab mein Ortofon Rohmann auch vom Nadelspezialisten machen lassen,
    ich fand es sogar etwas besser als vorher, überhaupt nicht bereut. :thumbup:


    Ich habe das Retipping meiner Systeme dort auch auf keinen Fall bereut. Ich denke, da kann man nichts falsch machen - schließlich heißt die Alternative entweder Neukauf oder aber Retipping bei VdH oder Benz, was in jedem Fall viel, viel teurer würde (bei VdH würde man vermutlich mit dem Dreifachen nicht einmal hinkommen).


    Arne

    (...)
    das vero wird aber sicher nicht zum schlechten system durch die shibata-nadel.


    Das glaube ich auch nicht. Allerdings habe ich festgestellt (und ich habe schon mehrere Tonabnehmer bei der bekannten Adresse retippen lassen), dass die Shibata-Nadel obenrum wesentlich giftiger zu Werke geht als die jeweilige "Originalversion" - zumindest gilt das bei Systemen, die vorher eine runde oder ellyptische Nadel hatten.


    Arne

    Hallo,


    ich mußte einfach diesen alten Thread einmal aus der Tiefe holen. Ich habe vor etwa einer Woche meinen Well Tempered Classic mit dem beschriebenen Kit auf Stringantrieb umgebaut. Ich war anfänglich sehr skeptisch (besonders wegen des Knotens) und sah mich im Geiste schon das Kit mit 50% Verlust wieder auf eBay verticken.


    So weit wird es aber nicht kommen. Um es kurz zu machen: Wow. Der Sprung ist erheblich größer als der vom einfachen "Well Tempered Record Player" zum früheren "Well Reference". Dabei sind die Veränderungen im Klangbild - ich kann es nicht anders sagen - wirklich das exakte Gegenteil von dem, was Alex vermutet/befürchtet. Alles wird straffer und konturierter, bei kleiner Jazz-Besetzung (Charlie Byrd Trio) stehen die Instrumente wie angenagelt im Raum. Das war bei meinem Well vorher einer der wenigen Kritikpunkte: Trotz der Ruhe und weitgehenden Abwesenheit von Störgeräuschen fehlte die felsenfeste Abbildung z.B. eines großen VPI. Das ist jetzt vorbei. In dieser Ausbaustufe ist es schlicht und ergreifend der beste Plattenspieler, den ich je besessen habe.


    Ich kann allen Well-Besitzern, die jetzt nach dem Well Amadeus schielen und das Kleingeld zusammenzählen, nur empfehlen, sich erstmal das "Amadeus Upgrade Kit" anzuhören.


    Arne

    Mir hat gerade erst letzte Woche ein Revox-Techniker erzählt, dass er aus heutiger Sicht eine PR99 (selbst die MK I-Version) einer B77 immer vorziehen würde. Die PR99 sei vom Entwicklungsstand her neuer und habe letztlich doch eine deutlich rauschärmere Elektronik.

    Allerdings bezweifle ich, daß sich die Plattenfirmen die Mühe machen und für den geringen Umsatz, der verglichen mit der CD erzielt wird ein extra Master zu erstellen.


    Offenbar ist gerade das häufiger als man denkt. Schließlich werden die im Vergleich zur CD in vergleichsweise kleiner Auflage hergestellten LPs oftmals von den "Gurus" der Szene wie Bernie Grundman oder Doug Sax gemastert, die beim "Loudness War" nicht mitmachen und sich durchaus der Zielgruppe bewußt sind, für die sie arbeiten. Eine ganze Reihe von Vinylausgaben klingt deshalb trotz digitalen Ausgangsmaterials besser (das heißt vor allem: dynamischer) als die CD. Diana Kralls letzte Platte wurde glaube ich schon genannt, eine andere ist z. B. "Wild Young Hearts" von den Noisettes, die als CD auf einer guten Anlage unanhörbar ist.


    Arne

    Hallo,


    ich kann Jürgen nur beipflichten. Der Laden unterscheidet sich wohltuend von anderen Second-Hand-Plattenläden, die ja nur zu oft im Wesentlichen dasselbe Programm führen. Thomas Mechlen fliegt selbst mehrfach im Jahr in die U.S.A. und bringt aus New York, Kalifornien und Florida nicht selten mehrere tausend Platten mit. Der Zustand variiert, aber es sind immer eine Menge Sachen dabei, die man ansonsten in Deutschland vergeblich sucht, u. a. auch im Jazz- und Klassikbereich (originale Blue Notes, RCA Living Stereos, Mercury Living Presences usw). Die Preise sind fair, aber bei gut erhaltenen Originalpressungen nicht im Schnäppchenbereich angesiedelt. Ich würde mal sagen: Die Scheiben, die den besonderen Reiz von Black Diamond Records ausmachen, liegen in der Regel irgendwo zwischen 20 und 80 Euro. Das heißt konkret: Eine gut erhaltene Verve-Pressung aus den 60ern (z.B. irgendwas von Stan Getz oder Oscar Peterson) gibt's um 28-35 Euro, das in England als Exportware gepreßte Pendant einer Decca SXL mit London-Label kann in ordentlichem Zustand je nach Titel auch mal einen 50er kosten.


    Ich gehe sehr gern hin - Thomas Mechlen wie auch die anderen Mitarbeiter sind ausnehmend freundlich und hilfsbereit. Besonders positiv: Man kauft nie die Katze im Sack - wenn es etwas auszusetzen gibt, ist der Inhaber der letzte, der nicht mit sich reden läßt.


    Arne

    Dieser Verallgemeinerung kann ich so nicht zustimmen; man muss immer wieder den Einzelfall betrachten. Und das gilt sowohl für Neu- als auch für Wiederveröffentlichungen.


    Gruß


    Andreas


    Leider kann man aber praktisch niemals sicher sein. Erst neulich hat ein Mitglied im Steve-Hoffman-Forum nachgewiesen, dass (mindestens) eine der MFSL-Sinatra-Neuauflagen vom Digitalmaster gezogen wurde und das selbst die MFSL-Box aus den frühen 80ern vom gleichen Künstler schon teilweise digital remasterte Versionen enthält. Für eine ganze Reihe der Wiederveröffentlichungen von Classic Records gilt wohl ähnliches. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist mithin fast unmöglich, zumal sich die Labels inzwischen - um die Fans nicht zu verprellen - sehr schwer damit tun, dieses Vorgehen zuzugeben. Das Dilemma der Reissue-Labels ist wohl, dass sie mit den Bändern vorlieb nehmen müssen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, und das werden vielfach stinknormale DATs mit einer Auflösung von 16 Bit / 48 Khz sein.


    Arne