Posts by Heiner08

    Hallo Dietmar,
    ich weiß nicht genau was Du da beschreibst? Ist das Klangbild zerrissen? Oder lokalisiert Du eine Sängerin höher als einen Bass? Zweiteres könnte ja richtig sein.
    Beschreib doch bitte mal genauer.


    Heiner

    Hallo Radian,
    den Frequenzgang der Box habe ich ja schon gepostet. Dass ich sehr steile digitale Weichen zur Trennung von Bass und Tiefmitteltöner benutze auch. Ich habe zuerst einmal bei 120 Hz getrennt. Das ging gut. In einem neuen Versuch habe ich bei 180 Hz getrennt. Das ging auch gut. Sogar sehr gut. Ich habe bei meinem zweiten setup alle Grenzfrequenzen nach oben gelegt, um mehr Richtwirkung und weniger Seitenreflexionen zu haben. Das war erfolgreich. Hat mich selbst überrascht. So wird es eine Weile bleiben.
    Ich glaube auch 250 Hz wird funktionieren. Ich habe es aber nicht ausprobiert und eine digitale Treiberlinearisierung benutze ich auch. So eine wirklich gültige Prognose für eine konventionelles setup traue ich mich nicht abzugeben.
    Da wissen andere mehr.


    Heiner

    Damit es nicht zu sehr OT wird: Ich glaube, dass California passt wirklich gut zum Sato. Die Trennfrequenz kann sicher zwischen 120 Hz und 300 Hz liegen. Ich bin meinem California gestern noch mal zu Leibe gerückt. Grund war ein zwar schöner Bass, aber irgendwelche nicht gut erklärbaren leichte Misstöne im mittleren Frequenzbereich. Die Basswiedergabe war sehr groß und gaanz leicht verwaschen.
    Zuerst habe ich die Rückkammer bedämpft. Noppenschaum an die beiden parallelen Flächen. Ergebnis => besser. Es schien mir immer noch Potential vorhanden. Deckel zusätzlich mit Noppenschaumstoff bedämpft. Ergebnis => wirkte jetzt überbedämpft. Also wieder zurückgebaut. Ja, war wieder ok, aber geht bestimmt noch besser.
    Da ich keinen Beschleunigungsaufnehmer wie Dietmar besitze, hatte ich mir vor langer Zeit mal ein Stethoskop gekauft. Dass kostet nur knapp 10.-€. Deckel abgehört. Ups, ziemlich viel Grundton war dort zu hören. Zuerst habe ich mich gewundert. Wer sich die Weiche angeschaut hat, weiß der Grundton kommt nicht vom Treiber. Tja, das Holz schwingt und erzeugt mit dieser Bassanregung ein ganz eigenes Frequenzspektrum. So eine Bassmembran ist ja recht durchlässig und so finden diese Frequenzen ihren Weg durchs Horn.
    Abhilfe war einfach. Auf jeden Deckel einen Sack Zement und Ruhe ist. Ergebnis => Bass viel trockener, keine Irritationen mehr im Mitteltonbereich. Ich kann jetzt sagen, die Californias sind richtig gut.
    Es klingt kontrollierter und präziser. Das ist gut und bei manchen Liedern weniger spektakulär. Mir gefällts, weil es richtiger ist. Mein Lautsprecher soll kein Musikinstrument sein. Da gibt es durchaus andere Meinungen, die auch zu Spaß an der Musik führen.


    Nachtrag an alle anderen California Besitzer:
    Mein California ist nicht ganz nach Plan gebaut. Um besser an die Treiber zu kommen, ist der Deckel nicht auf der Oberseite, sondern auf der Rückseite.
    Also mein Deckel (Rückseite) ist sehr viel ruhiger. Kann sein, dass ihr dieses Problem gar nicht hat, oder ihr habt es auf der Rückseite. Ausprobieren.


    Heiner

    Hallo Dietmar,
    nein, die Flankensteilheit erklärt die Senke nicht. Ich habe mal ein Bild der Weiche mit der Addition von Bass und HT angefügt.
    Nein, die Nachhallzeiten sind eher nicht nur aufstellungsbedingt.?. Ich habe selbstverständlich bei den Messungen entweder nur die Calis oder den Doppelbass im Raum stehen gehabt. Die Calis sind 20 cm tiefer, daher ist die Mundöffnung auch 20 cm weiter im Raum. Aber Du hast recht, es wundert einen schon. Eventuell ist es die höhere Energie, die den Raum auflädt und nicht so schnell abebbt.
    Ich sehe keinen Sinn in einer Anhebung des subsonics auf 40 Hz. Da unten ist eh wenig Musik, gerade mal Orgel und so was. Weich wirkt der Bass oberhalb von 40 Hz. Ich höre so gut wie keine elektronische Musik. Aber das ist Klagen auf sehr hohem Niveau...es sind Nuancen, die man in Worte fasst.







    Heiner

    Nachhallzeiten durch veränderte Bässe:
    Der rote Graph zeigt die Nachhallzeiten mit dem California. Grün zeigt die Nachhallzeit mit 2 15" Treibern im geschlossenen Gehäuse.
    So ein Dachboden wie bei Yogibär, wo der Bass nach draussen verschwinden kann ist wohl eine gute Wahl. :)
    Steinwände...naja.
    Die Aufstellung ist nicht völlig identisch. Die Californias stehen 20cm weiter im Raum als die Doppelbässe.







    Heiner




    PS. Die Art der Wiedergabe ist allerdings so schön, dass ich die Kröten (Nachhallzeit) erstmal schlucke. Darum kümmere ich mich dann im Winter. Durch die verlängerten Nachhallzeiten wirkt der Bass natürlich weicher als z.B. bei yogibär.

    Danke Kay, es klappt jetzt. Bitteschön 5.-€ :)
    @ Frank: ich würde es bis ca. 300 Hz einsetzen. Höher geht natürlich auch, klick auf das Bild, dann siehst Du ja den Frequenzgang.
    @ Dietmar: Im Bass trenne ich sehr steilflankig. Trennfrequenz liegt bei 120 Hz. Bei 170 Hz liegt der Pegel der Weiche schon bei -100 dB. Ja, daer Raum hilft natürlich. Ich entzerre wie ich oben schon geschrieben habe und habe dann vollen Pegel bis 25 Hz. Da setze ich einen subsonic ein, damit der Treiber entlastet ist. Diese große strahlende Fläche beim Bass sorgt schon für viel Leichtigkeit und Souveränitat. Leider in meinem Raum auch für gestiegene Nachhallzeiten im Bass. Da muß ich noch was tun.


    Heiner

    Leider habe ich den falschen Treiber. Einen Beyma 115NDW, Qts = 0,34. Das ist eigentlich ein moderner PA Treiber für eine BR Box. Der ist nun mal da und ich habe Messungen gemacht. Ich kann nicht bestätigen, dass dass Horn damit so tief runterläuft... Das mag mit einem "Horntreiber" etwas besser aussehen. Zur Info mal den Frequenzgang beinahe im Freifeld und das Impulsverhalten als Bild. Man sieht das Gezacke im Impulsverhalten. Das ist der Faltung im Horm schon recht ähnlich. Um das Horn bis 40 Hz spielen zu lassen, muss man zwischen 60Hz und 40 Hz schon 12 dB entzerren. Damit es für den Heimbetrieb pegelfest bleibt, sollte der Verstärker schon etwas Leistung haben und der Lautsprecher das auch vertragen. In einem geschlossen Raum reicht der California weiter runter, dass wurde ja auch scohn berichtet. Ich habe diese Entzerrung angewendet und damit dann im Hörraum eine untere Grenzfrequenz von 25 Hz. Dort habe ich einen subsonic Filter eingesetzt.
    Hmm leider kann ich kein Bild einbinden. Ich wede versuchen ein Bild in mein Profil zu stellen.
    Wie läuft er denn nun? Ich finde das California Horn läuft gut und es macht Spaß damit zu hören.


    Heiner

    Hallo Hauke,
    Ebnet ist ein Stadtteil von Freiburg im Breisgau. Ja, die website "biokurs" ist müde, also kein Hype. Ich habe mal im Netz rumgesucht. Es scheint, dass Herr Beck verstorben ist und es daher keine updates für die Seite mehr gibt. Die Konstruktion ist wohl aus den 70ern. Hoffe ich täusche mich über Herrn Beck.
    Es fällt allerdings auf, dass die Leute hier, die das California gehört haben, angenehm überrascht waren von der Leistungsfähigkeit. Das liegt ja vielliecht daran, dass es nicht viele gut funktionierende Basshörner gibt.
    Ich glaube man darf mit den Treibern selbst rumspielen. Sicher ist ein Qts von 0,25 oder weniger besonders gut. Diese Woche werde ich vielleicht meins bekommen. Habe aber nur LS mit Qts von 0,32, das wird nicht so optimal sein. Probieren werde ich es trotzdem zuerst mit den vorhanden Chassis.


    Heiner

    Hallo Linus,
    ich betreibe meine Lautsprecher mit digitalen Weichen und verschiedenen Endstufen. Ich komme auch von passiven Weichen. Auf dem Weg zu meinem jetzigen setup habe ich teilaktiv gehört. Ich wollte den schönen Röhrenklang nicht aufgeben. Mit dieser teilaktiven Lösung war ich jahrelang zufrieden. Ich empfand das als Riesenfortschritt, aktiv und trotzdem Röhrenklang. Inzwischen betreibe ich meine Hörner mit Pass "First Watt" Diy Endstufen. Ich finde, die klingen auch sehr schön. Röhren stecken noch in der Phonovorstufe. Also es ist bei mir nicht die "reine Lehre" und es gefällt mir trotzdem.
    Ich schreibe das, weil ich mich auch überwinden mußte mal etwsa abseits meines Wegs zu probieren und es stellte sich für mich als Fortschritt heraus.


    Heiner


    PS. Heinz hat mir von Deiner Handwerkskunst und dem Klang bei Dir zu hause erzählt.

    Kay,
    aktivieren ist für mich besser, aber nicht preiswerter.
    Du hast recht, hier muss jedern seinen Weg finden. Und ich glaube, bei sorgfältigem Aufbau ist das Ergebnis dann auch überzeugend und der Weg nicht mehr so wichtig.


    Heiner

    ja, so ist das. Es hat Geld gekostet. Eigentlich noch mehr, als man zuerst sieht. Ich habe festgestellt, dass man bei Verwendung einer digitalen Raumkorrektur auch ein gutes Mikro braucht. Das Mikro ist sozusagen das Ohr und eine ideale Korrektur (gibts nicht) würde den Klang des Mikros wiederherstellen. Ein Behringer ECM, auch kalibriert, liefert keine so guten Ergebnisse wie z.B. ein Earthworks M30. Danach will man einen tollen Mikrofonvorverstärker haben usw.... Und noch zwei Dinge: passiv kommt man auch gut zurecht und "digital ist eh Teufelskram :) "
    Naja, es ist Hobby. Auch Jörg benutzt eine digitale Weiche. Die ist schlichter in der Anwendung und einfacher zu integrieren. Ich habe bei Jörg sehr gut Musik gehört. Solche Weichen gibt es schon mal gebraucht und bezahlbar. Raumkorrektur geht damit nicht. Es hörte sich auch nicht so an, als hätte er da großen Handlungsbedarf. Ich habe mal bei Marcel Roggero in Grasse Musik gehört. Er hatte digitale Weichen von BSS.


    Heiner

    Nachtrag:
    Bei der Hifi Akademie Vorstufe erweitert ein "extension board" die Vorstufe um zwei Kanäle. In der Maximalausstattung kann man bis zu 10 Kanäle gleichzeit in der Lautstärke regeln.
    Die digital Raumkorrektur war auch ein wichtiger Grund auf acourate umzusteigen.
    Ich wollete Aurora8 schreiben, aber der editor hat ein smiley darus gemacht.


    Heiner

    Hallo Mike,
    ja, ich verwende den HiFi Akademie als Pegelsteller und um Wirkungsgradunterschiede zu glätten. Früher hatte ich ein passives System, das hat mir gut gefallen. Irgendwann habe ich auf digitale Weichen und digitale Raumkorrektur umgestellt. Das gefällt mir noch besser. Allerdings nicht von Anfang an. Zuerst hat man nur gehört, dass es besser sein könnte, wenn mal alles prima läuft....
    Da ich die Weiche ja mit einem digitalen Signal bediene, muss ich Platte z.B. vor der Weiche digitalisieren. Daraus folgt, dass die Weiche immer ein digitales Signal benötigt und der Vorverstärker zwangsläufig nur die Lautstärke einstellt.
    Also der Signalfluss sieht bei mir so aus:
    digitales Signal: Netzwerkplayer -> PC mit soundcard (RME AES-32) -> DA Wandlung (Lynx Aurora 8) -> Lautstärkeregelung (Hifi Akademie) -> Endstufen -> Treiber
    analoges Signal: Plattenspieler -> Phonovorstufe -> AD Wandlung (Lynx Aurora 8) -> weiter wie oben ab PC mit soundcard
    Ich habe mich für diese digitale Lösung entschieden, weil mein setup manchmal wechselt und ich jetzt die Freiheit habe passende Weichen "kostenlos" zu bauen. Ebenso kann ich Hörner mit verschiedensten Längen benutzen und alle spielen zeitrichtig. Ich kann sehr viele Sorten von Weichen ausprobieren und habe auch noch die Möglichkeit die Fehler des Raums z. T. zu korrigieren. Meine Versuche mit passiven Weichen waren ein Groschengrab. Leider trifft das für die Aktivierung auch zu. Immerhin entstehen jetzt keine Kosten mehr, wenn ich was verändere. Den Raum auf herkömmlichem Weg akustisch zu optimieren ist, wenn es gut gemacht ist, sicher der beste Weg. Allerdings ist eine digitale Raumkorrektur sehr viel besser als keine oder wenig Raumakustik anzuwenden.


    Heiner


    PS. Neuestes Beispiel: Im Moment verwende ich geschlossene Boxen als Bass. Ich werde auf Californias umsteigen. Ich bin sicher, dass ich keine unlösbaren Probleme durch Laufzeitunterschiede u.ä. bekomme. Übrigens benutze ich das Programm acourate für Weichenerstellung und zur Raumkorrektur.

    Hallo Mike,
    ich benutze eine aktive Digitalweiche. Dahinter habe ich eine Vorstufe der Hifi Akademie. Die kann man auf bis zu 10 Kanälen aufrüsten und alle Kanäle gleichzeitig laut und leise drehen. Zusätzlich kann man für jeden Kanal die Grundlautsärke in 0,5 dB Chritten anpassen. Damit lassen sich die einzelnen Kanäle leicht anpassen. Ein Messprogramm bruacht man natürlich auch, dann geht alles viel schneller....


    Heiner

    Hallo Dietmar,
    interessant dieser Vergleich. Das mit der Rauhigkeit im Hochton habe ich nicht verstanden. Du benutzt doch einen extra Hochtöner?! Inwelchem Frequenzbereich liegt der Hochtonbereich über den Du sprichst?
    Wie sieht der Vergleich bedämpft - unbedämpft über den gesamten Frequenzbereich des Satohorns aus? Hast Du auch Klirrmessungen gemacht?
    Ich frage deshalb so detailliert, da ich von den Fähigkeiten des Satos sehr überzeugt bin, allerdings fand ich es etwas verfärbend (besonders bei Geigen und da im Grundton der Geigen). Es tät mich interessieren, ob das eine Eigenschaft eines gekrümmten Horns ist oder ob das an Resonanzen u.ä. liegt. Letzteres könnte man ja durch geeignete Maßnahmen mildern.
    Du kennst doch auch jemanden, der das Sato nach hinten gerade gebaut hat. Klingt das anders? Misst sich das anders?


    Grüsse Heiner

    Gestern war ich bei yogibär und habe das Sato mit den Californias gehört. Das war mein zweiter Besuch. Beim erstem mal wurde der Bass von aktiven subwoofern übernommen. Damals war ich sehr, sehr beeindruckt von der Leichtigkeit der Satos. Der Bass war so "normal". Gestern habe ich diese Leichtigkeit wieder gehört, aber im gesamten Frequenzbereich. Es ist schwer zu beschreiben, Leichtigkeit zusammen mit Autorität gepaart mit einer schönen Räumlichkeit => unglaubliches Musikerlebnis.
    Das war ein schöner Nachmittag (und Abend). Gratuliere zu dieser Musikanlage.
    Heiner