Posts by Mr.Blue

    Angehört: Exposure XIV+IX Netzteil


    Hallo,

    ich hatte es ja bereits angekündigt das ich mal über meine Eindrücke bezüglich der größten Vorstufe aus der früheren Exposurezeit berichte.

    Gestern war es dann soweit. Nach einer ca. 7-Stündigen Hörsession konnte ich mir einen guten Eindruck zu der Vorstufe verschaffen. Die angeschlossene Endstufe war eine IV Dual Mono (ohne DR).

    Am Anfang war ich etwas ernüchtert, hatte ich mir doch nach meiner Erfahrung mit den kleineren Vorstufen große Erwartungen gemacht, was beim „großen Besteck“ so möglich ist.

    Die Vorstufe war bereits seit ca. 2 Wochen am Netz, so dass man hier von genug Einspielzeit reden kann.

    Was sofort (im Vergleich zu meiner XI+XII) auffiel:

    • größere Bühne
    • Mehr Stabilität
    • Noch ruhigerer Hintergrund

    Aber: Ich empfand sie auch etwas Kühl in ihrer Präsentation, fast so als wenn man es hier mit einem exzellenten Studio-Gerät zu tun hat. Ich erkannte zwar die Verbesserungen gegenüber der kleineren Vorstufe, allerdings holte mich die Vorstufe jetzt nicht wirklich emotional ab, das kannte ich besser von meiner Vorstufe.

    Wir rückten also Boxen und checkten nochmal die Aufstellung, was zwar zu leichten Verbesserungen führte, aber das Grundsätzliche Problem nicht behob.


    Irgendwann probierten wir dann mit anderen Chinch-Kabeln zu experimentieren und merkten recht schnell das diese Änderungen einiges bewirkten. Zu guter letzt schleiften wir einen separaten DAC in seine Streaming-Kette (er hat noch kein Vinyl, ich arbeite dran) und siehe da, nun erlebten wir einen unwahrscheinlichen Sprung nach vorn. Auf einmal kam neben den technischen Vorteilen auch wieder die Emotionalität zurück. Nun erlebten wir eine komplett andere Kette, solch einen Unterschied hatte ich nicht erwartet, einfach top!

    In dieser Konstellation hörten wir noch einige Stunden und änderten nichts mehr.

    Mein Fazit:

    Man sagt ja oft (zu recht) das die Quelle die wichtigste Komponente in einer Anlage ist und dies ließ sich mit der großen XIV-Vorstufe bestätigen. Ich habe auch schon einige Vorstufen besitzen können aber noch keine reagierte so extrem auf Änderungen.

    Das heißt für mich, dass die XIV eine geniale Vorstufe ist, aber jedes Defizit in der Kette sofort hörbar macht, hier ist sie extrem penibel. Also einfach mal so eine Vorstufe kaufen und denken das man damit den klanglichen Olymp erreicht, ist hier nicht, man muss mit ihr arbeiten um das beste rauskitzeln zu können, aber das Ergebnis lohnt sich, definitiv.


    Grüße

    Hannes

    Exposure und die Netzteilfrage


    Hallo Exposure-Gemeinde,

    Ich melde mich mal wieder, da ich nun die Gelegenheit hatte mal einen Netzteilvergleich bei einem Kumpel zwischen zwei verschiedenen Netzteilen zu machen.

    Einmal wäre das das mittlere Netzteil XII (vollständig revidiert) und das „große“ IX (hat vom Vorbesitzer neue Caps bekommen).

    Gehört wurde hier an der mittleren Vorstufe aus der Farlowe-Ära, der XI und der IV Dual-Endstufe.

    Zuerst haben wir mit meiner klassischen Kombi, XI und XII gehört. Diese Kombination wirkt einfach stimmig, es ist alles da, ein Schuss Wärme, Dynamik und Bühnenabbildung, gepaart mit diesem wunderbaren Exposure-Sound.

    Zu sehen ist hier unser Versuchsaufbau:

    Dann stöpselten wir die XI an das große Netzteil an. Das Netzteil war bereits am Strom, so dass wir an zwei warmen Geräten hören konnten.

    Ja, ein größeres Netzteil hat hier definitiv Auswirkungen:

    Sofort fiel der „größere“ Sound auf: die Musik kommt mit dem Netzteil nochmal ein Stück näher an den Hörer und die Töne wirken noch luftiger. In der Breite tat sich nicht so viel, die Höhenabbildung nahm etwas zu. Man merkt, dass da etwas mehr Fundament da zu sein scheint, die Töne wirkten entspannter und zeigten auch etwas mehr Details auf. Es gibt jedoch aus meiner Sicht hier ein ABER:

    Mit dem großen Netzteil ist es ist ein wenig mehr „Hifi“.

    Meint das der Schuss Wärme irgendwie verloren ging. Es ist zwar alles exakter und richtiger aber irgendwie auch neutraler. So ganz sicher bin ich mir nicht ob das große Netzteil ein wenig Overkill ist, ist sicherlich Geschmackssache, ich bleibe aber höchstwahrscheinlich erstmal bei meiner klassischen Kombination.


    Die nächsten Tage kann ich bei ihm mal die XIV-Vorstufe mit dem großen Netzteil hören, mal sehen wo da die Reise hingeht.


    Beste Grüße

    Hannes

    So ist das Klasse 👍

    So spezielles Wissen ist Gold wert und sollte hier zusammengetragen werden.


    Balasz, ja ich weiß von deiner Tabelle, ich wollte dich nur nicht gleich hier indirekt dazu verpflichten 😉

    (Ich hab dir auch ne Mail geschickt mit den ersten Daten meiner Geräte)


    Gruß

    Hannes

    Wenn das stimmt mit den römischen Zahlen in Verbindung mit der Farlowe-Zeit (was sein kann), dann wundert es mich aber schon warum neulich bei einem Vollverstärker-Vergleich von Exposure -Geräten (X gegen XX gegen XXV) der XXV soviel schlechter klang als der X oder XX.

    (Der X sowie der XXV waren vom Kühne vor nicht allzu langer Zeit vollständig revidiert worden)

    Gruß

    Hannes

    Dahingehend wäre es doch mal gut für uns alle, wenn jemand von uns sich mal die Mühe macht und die Geräte alle auf einer Liste zusammenträgt, vor allem wäre hier die Unterscheidung in „Farlowe-Ära“ und „Post-Farlowe-Ära“ interessant.


    Gruß

    Hannes

    Hallo Topa,

    Danke für die Zusammengassung, noch eine kleine Ergänzung:

    - Die 11 ist keine reine Phonovorstufe, sondern eine normale mit (umschaltbarem) Phonoeingang.

    - Die (legendäre) 4 (IV) muss aber bei den Endstufen mit genannt werden.


    Grüße

    Hannes

    Mein großer Netzkabelvergleich (an der Exposure IV)


    Hallo liebe Exposure‘ianer(innen),

    da ich ja wie hier berichtet im letzten Jahr von einer großen Naimkette hin zu Exposure gewechselt bin (XI+XII+IV, alle vom Kühne vollständig revidiert) und es auch in keinster Weise bereut habe, habe ich mal die Zeit genutzt um mit verschiedenen Netzkabeln an der IV-Endstufe rumzuspielen. Alle Netzkabel wurden am Audioquest Niagara 3000 angeschlossen und alle getesteten Netzkabel waren in 2 Meter Länge.


    Vorweg:
    Ich gebe hier einfach nur meine (!) Eindrücke in meiner (!) Anlage wieder und ich fände es gut wenn dieser bisher sehr informative Exposure-Threat nicht durch unnötige Diskussionen voll geladen wird.


    Die Netzkabel erfolgen hier in ihrer preislichen Reihenfolge.


    Standard-Netzkabel (Preis: keine Ahnung, 5 €)

    Selbst ein stinknormales 0815-Netzkabel an den Exposure’s hatte mich ja letztes Jahr schon überzeugt meine Naimanlage zu verkaufen. Zu solch einem Kabel kann ich jetzt nicht wirklich viel sagen, außer das dies natürlich auch funktioniert.


    Symphonic Line „Reverence Super Netzkabel (Neupreis ca. 300 €)

    Ich habe bisher immer recht gute Erfahrungen mit diesem Kabel machen können. Im Vergleich zu einem Standartkabel wirkt die Räumlichkeit hier größer (in der Breite), es hat auch erheblich mehr Dynamik im Klang. Alle Musiker spielen mit einem schönen musikalischen Fluss zusammen. Dies ist ein wirklich tolles Kabel was zu einem Gebrauchtpreis von ca. 130-160 Euro ein echter Schnapp ist.


    Wireworld Electra 7 OCC 7N (Neupreis 370 €)


    Bei dem Wireworld fällt mir sofort die größere Tiefe in der Abbildung auf. Die Stimmen haben mehr Schmelz als bei dem SL-Kabel und es passt aufgrund seiner leicht warmen Seite sehr gut zur Exposure IV. Der Bass hat schön Wumms und es hat eine tolle Musikalität. Es wirkt irgendwie entspannend und macht Spaß an der Endstufe.


    Wireworld Electra 7 OCC 7N konfektioniert mit den hochwertigeren Wireworld-Steckern (die normal nur bei dem ganz großen Kabel der Firma montiert sind) (Neupreis 510 €)


    Im Vergleich zum normalen Electra 7-Kabel bleibt die Musikalität und die anderen Attribute erhalten, allerdings sind die Musiker nun wesentlich plastischer abgebildet, ich meine auch etwas mehr Details zu hören, das leicht „samtige“ bleibt allerdings erhalten, das ist verdammt gut und passt super zu der Endstufe.


    Wireworld Silver Electra OCC 7N, mit OCC 7N silber beschichtet (Neupreis 700 €)


    Auf dieses Kabel war ich nun am meisten gespannt. Nach dem Anschließen war ich erstmal ziemlich baff wie sauber und detailliert nun die Wiedergabe war, allerdings leidete dadurch etwas die Musikalität, da die Wiedergage nun irgendwie „dünner“ wirkte. Irgendwie mehr „Hifi“, das leicht samtige war nun leider weg, das passt sicherlich in manch andere Kette, aber wohl eher nicht zu den Exposure’s.


    Naim Powerline (Neupreis 700 €)


    Dieses Kabel zeigte sich in meiner vorherigen Naimkette als das fehlende „i-Tüpfelchen“ und war an den Naims daher für mich ein Muss.

    Angeschlossen an der Exposure-Endstufe wirkte dieses nun wie ein Energieriegel. Die Wiedergabe bekam ein ordentliches Pfund dazu, mehr Dynamik, mehr Bass aber auch etwas mehr Vordergründigkeit, wodurch es auch etwas anstrengender wurde. Der Schmelz und die Gelassenheit war irgendwie weniger. Würde ich ausschließlich Rock hören, wäre das Kabel meine erste Wahl.


    Zum Ergebnis:


    Für mich „gewinnt“ in dem Vergleich das Wireworld Electra 7 mit den extra Steckern und es darf von nun an bleiben.

    Als zweitbestes das Naim und dann das Symphonic Line-Kabel. Das WW electra Silver passte hier tonal für mich am wenigsten.

    Ich bin zwar ein „Kabel-Hörer“, allerdings hätte ich niemals gedacht das ein Netzkabel im direkten Vergleich so viel Unterschied macht (alle Kabel wurden in einer langen Session an einem Tag miteinander verglichen). Dieser Vergleich war enorm spannend und aufschlussreich.

    Es ist zwar logistisch immer etwas herausfordernd aber ein direkter Vergleich hat mich mal wieder davor bewahrt solche Sachen blind zu kaufen und es stellte sich erneut für mich heraus, das das teuerste nicht zwingend das am besten passende sein muss.


    Beste Grüße

    Hannes

    or better an Exposure... ;)


    Verschiedene größere Exposure Endstufen laufen seit einigen Wochen bei mir an Graham LS5/8. Macht richtig Spaß!

    Welche Exposure-Endstufen sind das denn genau? Mich würden hier die Klangeindrücke der verschiedenen Verstärker sehr interessieren.

    Gruß

    Hannes

    Hannes,

    wenn das Stromkabel von SymphonicLine relativ dünn und schwarz ist, dann ist es das Standart Kabel was bei SymphonicLine als Beipackstrippe dazugegeben wird. Ich hatte nie Verwendung dafür.

    Wenn es silber ist, dann ist es ein besseres Lapp Kabel. Das ist ganz o.k.

    Hallo Horst,

    weder noch, ich hab das „Reference Super Netzkabel“ von SL.

    Grüße

    Hannes