Beiträge von Christian R.

    Was mir an den Neumännern so gut gefällt ist die unaufdringliche aber nie langweilige Art der Wiedergabe.

    Insgesamt hat mich die Neumann zu größeren Entspannung geführt. Unglaublich was man für verhältnismäßig wenig Geld (Horns und Pass haben ja das doppelte gekostet) bekommen kann.

    Freut mich sehr, Mario! :thumbup:


    Ich könnte mir vorstellen, dass Du mit dem neuen KH750 DSP Subwoofer vielleicht noch ein wenig mehr von dem bekommst, was Du an den Horns gemocht hast ("federnder Bass"). Und bei der "Hochtonauflösung" geht bestimmt auch noch etwas.


    Viele Grüße

    Christian

    Einer der derzeit spannendsten deutschen Jazzmusiker:


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    Christian Lillinger - The Meinl Session (2019)


    Vinyl (half speed cutting , 45rpm)


    Christian Lillinger - Composing, Drums, Concepts

    Elias Stemeseder - Synthesizer

    Otis Sandsjö - Saxophone

    Petter Eldh - Bass

    Robert Landfermann - Bass

    Voraussichtlicher Liefertermin bei JPC ist November. Ich habe direkt bei Lillingers Label Plaist bestellt:


    https://www.plaist-music.com/t…64-4428-a233-f57e5535e4c9


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    Viele Grüße

    Christian

    Man könnte laute MC's ab 0,5 mV so durchlaufen lassen, ansonsten brauchst du einen Übertrager.


    Das halte ich nicht für optimal. Wenn ich mein EMT TSD15N mit 1mV Ausgangsspannung ohne Übertrager an der Ampearl betreibe, muss ich an der Vorstufe extrem weit aufdrehen (2 Uhr), bis es halbwegs laut wird. Zudem werden Rauschen und "Restbrummen" logischerweise stärker hörbar. Mit Übertrager klingt es deutlich besser!


    Viele Grüße

    Christian

    Interessant ist -auch für andere Ampearl Besitzer- was genau die 6X4 macht. Hören wir das alle, oder nur einige wenige, weil wir es so hören wollen?

    Ein Kumpel und ich haben am Wochenende zwei Ampearls miteinander verglichen. Eine mit Sockeladapter und 6X4, die andere in der Originalbestückung. Zuspieler war ein P77 mit JICO SAS Einschub.


    Einhelliges Urteil zugunsten der Tesla 6X4 (6Z31). Die Marconi machte zu viel. Und die 6C4P, nun ja, die sollte man schleunigst ersetzen. ;)


    Viele Grüße

    Christian

    Wer hilft mir dabei, die Dinger einzuordnen und ggfls ist ja etwas dabei, was den Ampearl ein bißchen „boostet“?


    set.jpg


    Hallo Fassi,


    1. Der angesprochene Sockeladapter 6C4P auf 6X4 (EZ90)


    2. GE JAN 6X4 (klingt für meine Ohren etwas zu nüchtern, aber auch besser als die originale Refector 6C4P)


    3. (Ersatz)-Pärchen 6F12P Treiberröhren


    4. Ersatz Reflector 6C4P


    5. Tungsol 6X4 (weniger Unterschied zur Reflector 6C4P)


    6. ECC85 Treiberröhren. Es wäre eine Riesen-Überraschung, wenn diese die 6F12P ersetzen könnten. Die Sockelbelegung scheint eigentlich nicht zu passen??? Hat Andrey etwas dazu gesagt?


    Ich würde an Deiner Stelle die GE JAN 6X4 mit dem Sockeladaper ausprobieren.


    Viele Grüße

    Christian

    Man muss zuerst mal klein anfangen (ist mein erstes Röhrengerät) und sehen wie es mit dem Simaudio 340i X Transistorgerät überhaupt harmoniert.

    "Klein" anfangen ist gut, Bernhard. Die RE1030 spielt mit einer guten 6X4-Gleichrichterröhre mMn. in einer Liga für die man anderenorts einige große Scheine auf den Tisch legen muss. Freue mich auf Dein Feedback, wenn sie da ist.


    Dein silbernes Gehäuse hätte ich auch gerne. :thumbup:;)

    Eigentlich ist es auch sehr abhängig von der LP, aber kann es vielleicht damit zu tun haben, dass noch ein MM/MC ÜT dazwischenhängt?

    Der Übertrager spielt natürlich eine genauso wichtige Rolle, Fassi. Auch an dieser Stelle kann man das Gesamtergebnis in die ein oder andere Richtung beeinflussen.

    Wegen der 6x4, kannst du mir vielleicht einen Tip geben, welche Röhre am komplettesten klang?

    Knut und ich favorisieren eine NOS Tesla 6X4 (6Z31) aus den 60ern. Sie ist von allen die ich in der Ampearl ausprobiert habe die kompletteste (getestet wurden Mullard, Marconi, GE JAN, Tungsol). Die Unterschiede zwischen den 6X4 sind zum Teil sehr deutlich und das Ergebnis nicht immer langzeittauglich (Marconi).


    Die Tesla gab es in verschiedenen Ausführungen: normaler Ring-Getter, breiter Ring-Getter und Foil-Getter. Der breite Ring-Getter spielt lt. Knut noch etwas besser als der normale Ring-Getter. Aber auch die normale Ring-Getter Tesla schlägt die verbaute Reflector 6C4P um Längen!


    Hier wäre ein passendes Angebot für die Tesla mit breitem Ring-Getter bei Ebay: Tesla 6X4 (6Z31)


    Dafür braucht ihr natürlich noch den Sockel-Adapter: https://www.ebay.de/itm/283136984602


    Ich bin jeden Tag aufs Neue überrascht, dass diese simple Schaltung ohne Boutique-Bauteile so großartig spielt. :)


    Viele Grüße

    Christian


    PS: Voraussetzung ist natürlich, dass die nachfolgende Stufe mit den 50dB Verstärkung klarkommt.

    Ich fände es irgendwie cool, wenn doch ein paar klangliche Eindrücke zur 420 fallen würden. Christian, trau Dich!

    So, nun kommts endlich. Das Feedback eines normalen Musikhörers, der sie schon etwas länger bei sich zuhause stehen hat. ;)


    Vorab:

    Es sind persönliche Eindrücke, die meine subjektive Erfahrung spiegelt. Ich habe keine besondere Affinität zu Studioequipment, aber auch nicht zu exotischeren Pfaden im HighEnd-Bereich. Für mich ist erlaubt was gefällt. Der Wert einer Komponente bemisst sich für mich daran wie lang und intensiv ich mit ihr hören möchte.


    Ein wenig zur Vorgeschichte:

    Vor den Neumann habe ich einige Jahre mit aktiven ATC SCM50 ASL gehört. Mit einer Gryphon Elektra (die in ATC Foren immer wieder als Match genannt wird) harmonierten die 50er auch recht gut. Dennoch gab es Dinge, mit denen ich nicht zufrieden war, Richtungen in die sich der Lautsprecher nicht bewegen wollte, oder konnte. Die ATC haben rückblickend betrachtet eine Signatur, die man ihnen m.E. kaum austreiben kann. Der Bass ist speziell: nicht übermäßig dynamisch, nicht extrem tief, auf eine gewisse Art monoton und mit einer deutlichen Signatur, die sich auch in den größeren Modellen fortsetzt. Der Hochton zwar eher etwas zurückhaltend, aber keineswegs Britisch. Meine Zeit mit den ATCs war immer mit der Suche nach Komponenten verbunden, die den Klang auf ein noch besseres Niveau bringen sollten (räumlicher, farbiger, lockerer, ein Mehr an Auflösung, ohne ins Sterile zu driften). Zuletzt waren es diverse Röhren-Vorstufen. Ich habe es nicht wirklich geschafft.


    Ein Besuch bei spocky16 mit seiner modifizierten Geithain 901k gab mir damals eine ziemlich konkrete Vorstellung davon, wie gut ein auf die Spitze getriebenes Setup mit Studiomonitoren und Röhrenelektronik klingen könnte (insofern hat Otto recht), wenngleich mir aber auch nicht alles gefiel, was ich dort hörte.


    Neumann war nicht auf meinem Radar. Die Einladung eines Bekannten mir bei ihm eine KH310 anzuhören, löste zuerst keine besondere Neugier aus, hatte ich doch (bei einer eher unglücklichen Begegnung mit der O410 zwischen Tür und Angel) Neumann, bzw. K+H in einer Schublade abgelegt, die ich eigentlich nicht mehr öffnen wollte. Den Eindruck der O410 müsste ich fairerweise noch einmal überprüfen.


    Was ich bei der KH310 des Bekannten hörte passte gar nicht ins Bild: Ich war zum einen überrascht wie musikalisch und souverän die KH310 aufspielten und ziemlich angetan wie unsichtbar sich die Neumänner machten. Die räumliche Abbildung war im Vergleich zu meinen ATCs in allen Achsen beeindruckend! Die Fülle an Details empfand ich überhaupt nicht als anstrengend, sondern vielmehr als bereichernd und spannend. Ich war zu keiner Zeit genervt oder gestresst und auch nicht ganz so gute Aufnahmen klangen für meine Ohren noch ziemlich ok. Natürlich gab es auch Einschränkungen wie: Etwas mehr Körper, noch etwas mehr Dynamik und Basspotenz. Hinzu kam die ungewohnte Nahfeld-Position, die auch nicht meins ist. Die Röhrenvorstufe (ModWright LS 36.5), die ich damals mit im Gepäck hatte zeigte mir aber auch, dass die Neumann keine besonders ausgeprägte Signatur besitzen und sich mehr oder weniger durchlässig verhalten. Die recht neutral spielende Röhre gefiel mir in dieser Konstellation dann auch besser als die Bryston Vorstufe des Bekannten, die mir etwas zu sachlich zu Werke ging. So gesehen war die KH310 für mich die Initialzündung.


    Etwas später bot sich dann die Gelegenheit einen Monat lang ATC und Neumann KH420 bei mir zu vergleichen. Ab und zu wurden Freunde eingeladen, um ggfs. wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht zu werden. Ich hatte keinen Druck, musste nicht kaufen, musste mich nicht entscheiden. Es hätte alles so bleiben können wie es war.


    Die Neumann spielen in meinem ca. 40m2 großen Raum noch einmal anders als die KH310. Mein Hörabstand beträgt etwa 2,6 - 2,7m, der Abstand der KH420 zur dahinter liegenden Wand misst ca. 80cm. Sie sind auf den Hörplatz eingewinkelt, so dass sich ein gleichwinkliges Dreieck ergibt. Im Vergleich zur KH310 performen sie "größer", körperhafter, druckvoller und noch weniger limitiert. Die räumliche Abbildung und Ortungsschärfe gefällt mir sehr gut. Die Bühne geht zum Teil sehr weit über die Seiten hinaus. Tiefe, Höhe, Plastizität und Staffelung finde ich prima. Kopfbewegungen von Sängern, Fadings und die damit verbundenen Änderungen des Raumeindruckes bei alten Jazz Aufnahmen lassen sich ebenso klar nachvollziehen, wie z.B. abgefahrene Soundeffekte bei James Blake, ohne jedoch den Bezug zur Musik zu verlieren. Perkussive Klanggewitter wie z.B. Family of Percussion, Xenakis Pleiades, etc. spielen sie beängstigend realistisch. Becken haben Farbe, Schläge ordentlich Punch. Nuancen einer klassischen Gitarre, Stimmen & Timbre, oder Streicher empfinde ich als sehr natürlich.


    Ich erlebe die KH420 nicht als analytisch, oder nüchtern, sondern als einen der wenigen Studiomonitore die etwas anmachend euphonisches besitzen, so dass sie mMn. auch für Musikhörer in Frage kommen, die Studioequipment eher skeptisch gegenüberstehen. Meine Röhrenvorstufe, die tonal viel näher an einer guten Transistorvorstufe als an einer euphonischen Röhrenvorstufe liegt, fügt ein kleines bisschen Röhrencharme hinzu, ohne aber den grundsätzlichen Klang der Neumann auf den Kopf zu stellen.


    Was mir in meinem Raum noch etwas fehlt ist eine adäquate Unterstützung im Bass. Ein derzeit per MiniDSP 2x4 HD eingebundener, leise mitlaufender 12" Subwoofer ist natürlich noch nicht das Ende der Fahnenstange und entlastet die Neumann auch nicht. Würde ich wie Rudolf in einem 20m2 Raum hören, wäre ein Subwoofer m.E. nicht notwendig.


    Natürlich gibt es immer sachliche, technische und auch verifizierbare Argumente die für oder gegen etwas sprechen. Es gibt Kompromisse, die man schliessen kann, oder nicht schliessen will. Und es gibt eine ganz einfache, wenig greifbare weil individuelle Ebene, die manchmal sehr schnell und manchmal langsamer darüber entscheidet, ob sich so etwas wie Zufriedenheit einstellt. Nach nun fast 2 Jahren mit den Neumann kann ich sagen, dass ich immer noch sehr zufrieden bin. Sie sind der Fixpunkt. Für mich ergeben sich durch ihr Potential und ihre Eigenschaften viele Möglichkeiten meinen Vorstellungen noch näher zu kommen. Und ich finde sie sehr preiswert. Genauso preiswert wie eine Geithain, eine Martion, eine XYZ, wenn man das Gefühl hat weitaus mehr zu bekommen, als man gegeben hat.


    Olafs Skizze finde ich nach wie vor treffend:

    Das Zeigt doch auch, der LS stellt eine hohe Qualität zur Verfügung.

    Kann Veränderungen und Signaturen der davor gewählten Komponenten darstellen.

    Es lässt sich nach Gusto abschmecken und auf seine Belange ausrichten.

    Und schon klingt der LS anders als man es vielleicht kennt oder zunächst erwarten würde.....


    Als Röhren-Spielpartner für die Neumann sehe ich Vorstufen mit möglichst geringer Ausgangsimpedanz (meistens wohl mit Ausgangsübertragern), die der Studionorm nahekommen. Michael (MVD) hat dankenswerterweise ein paar Beiträge zuvor darauf hingewiesen. An den ATC war dies eine Voraussetzung. Aber auch die Neumann fühlen sich mMn. damit wohler.


    Beispiele wären:


    Nagra Jazz/PL-P ?

    Accustic Arts Tube Preamp MKII

    ModWright LS36.5

    MFE Tube One

    oder auch Vorstufen von Reinhard Hoffmann mit Ausgangsübertragern (soweit ich weiß, hatte er vor so ein Konzept umzusetzen)

    u.v.a.m.


    Eine Audio Research LS26 (700Ohm im Ausgang), die ich bei Mario F. an den KH310 gehört habe, wäre nicht unbedingt meine erste Präferenz. Damit schliesse ich aber keineswegs aus, dass andere mit dieser Vorstufe sehr zufrieden in Verbindung mit den Neumann hören können.


    Ist nun doch etwas länger geworden als die angekündigten paar Zeilen.


    Viele Grüße

    Christian

    ...kommen , hinter bzw. unter der Hand , an

    Liebe Leute, hier gibt es keine Geheimnisse und ich muss mich auch nicht trauen. Alles gut! Mir fehlt einfach nur Zeit. ;)


    Schreibe aber nachher noch ein paar Zeilen dazu, wie ich die KH420 im Zusammenspiel mit Röhrenvorstufen erlebe und warum ich finde, dass dies ein probater Weg ist, wenn man eine Brücke vom sachlichen Studiosound zum "highendigen" Hören bauen möchte. Machen andere ja auch und ist deshalb auch nichts Neues.


    willguthören
    Danke, dass Du den Thread wieder geöffnet hast, Ronny. :thumbup:

    Für`s Geld sehr gut, gar keine Frage. Der hype, der hier zu beobachten ist, rechtfertigt der Lautsprecher allerdings nicht.

    Einen Hype sehe ich bislang nicht. Wohl aber jede Menge abschweifender Kämpfe um Deutungshohheiten, die in einem eigenen Faden viel besser aufgehoben wären.


    Unter welchen akustischen Bedingungen wurden die KH420 gehört? Und welche Komponenten waren Zuspieler?


    Viele Grüße

    Christian