Posts by kajetan


    Da braucht man dann aber eine Menge Tonarme... ;)^^

    Ich habe zwar keine 1kW Endstufen, aber meine leisten mehrere hundert Watt und die laufen, im Gegensatz zu vielen anderen Geräten, hervorragend und völlig still an meinen Hörnern.


    So viel "300B-Klang" wie jetzt, hatte ich noch nie mit Röhrenverstärkern, auch nicht mit den tatsächlichen 300B Endstufen die ich hatte.

    Und worum handelt es sich? Welche Verstärker an welchen Hörnern?


    Gruß


    Dirk

    Befremdlich finde ich die Herangehensweise empirisch Lösungen für nicht identifizierte Probleme einzusetzen.

    Keine Ahnung, was daran befremdlich sein soll, im Grunde besteht das ganze Leben aus nix anderem. :/


    Wobei, genau genommen stimmt deine Formulierung ja noch nicht mal, denn es handelt sich bei mir ja um ein identifiziertes Problem, natürlich auch nur empirisch empfunden. :D


    Ich würde dich dennoch bitten, dir woanders darüber Sorgen zu machen, um diesen Fred hier nicht mit den ewig gleichen Metadiskussionen zur verderben.


    Wer das nicht glaubt oder nachvollziehen kann oder möchte, wovon ich hier berichte, der kann ja im stillen Kämmerlein den Kopf schütteln, bis er ein Schleudertrauma hat, mich interessiert es ehrlich gesagt nicht die Bohne, was andere nicht hören.


    Für konstruktive Beiträge bin ich selbstverständlich offen und dankbar. :merci:

    Im Paket vom Josef befanden sich neben den Absorbern auch drei Plattenpucks. Ich habe bereits einen Plattenpuck von ihm im Einsatz, der eine Generation früher darstellt. Der Unterschied zu der neuen Generation besteht vor allem in deren deutlich höheren Beweglichkeit der dämpfend gelagerten Holzpads, mit denen der Puck auf der Platte aufsetzt. Zudem gibt es jetzt drei Gewichtsklassen, die der unterschiedlichen Belastbarkeit von Lagern Rechung tragen (270, 320 und 560 gr). Die Verarbeitung ist hervorragend.


    Der Puck im Bestand hat seinerzeit das originale Feickert'sche Gewicht zum Aufschauben ersetzt. Das war zum Teil auch aus reiner Bequemlichkeit, wie ich zugeben muss, aber auch klanglich hatte der Puck von Naturalix mit einem Stück mehr Natürlichleit und etwas präziserem Hochton die Nase vorn.


    Würde noch mal eine Steigerung möglich sein? Soviel vorweg, der Effekt der Pucks war deutlich geringer, als der, den die Absorber bewirkten. Ich habe bei jedem Durchgang der Varianten mit diesen auch einen Durchlauf der unterschiedlichen Pucks ausgeführt, allerdings immer mit zusätzlichem Outerring, der bei mir mittlerweile immer zum Einsatz kommt.


    In dieser Hörsituation war es ausgesprochen schwer für mich, wirklich ins Ohr springende Unterschiede festzustellen. Lediglich dem schwersten Gewicht vermochte ich noch mehr Ruhe und Natürlichkeit vor allem im Hochtonbereich zuzuordnen. Die mittleren Gewichte konnte ich von meinem allenfalls minimalst unterscheiden.


    Ich habe die Gewichte einen Abend auch zusammen mit meiner Partnerin getestet, die ein ausgesprochen gutes Ohr hat und beim Absorbertest alles von mir Erhörte ebenso empfunden hat. Sie hat das oben Beschriebene im Wesentlichen ähnlich wahrgenommen, allerdings hat sie die leichteren Gewichte dem schwereren vorgezogen. Der Zuwachs an Kontrolle hat ihr tatsächlich nicht gefallen, vor allem Stimmen haben ihr mit den leichteren besser gefallen und ihre Präferenz lag am Ende sogar bei dem Gewicht der ersten Generation.


    Wir haben dann noch Vergleiche der Gewichte ohne den Outerring angestellt und mussten feststellen, dass sich die Wirkung derselben dann wesentlich deutlicher manifestierte. Ruhe, Natürlichkeit und Kontrolle nahmen jeweils spürbar zu, wobei wir uns in dem Fall dauf einigen konnten, dass uns das 320 gr Gewicht am Besten gefiel. Ich fand auch das schwerste sehr gut, aber auch ohne Outerring war das meiner Liebsten irgendwie zuviel. Ein ähnliches Ergebnis hatten wir vor etlichen Jahren, als ich den Transrotor Fat Bob S mit und ohne das neue TMD-Lager angehört haben. Sie hat den Unterschied deutlich wahrgenommen, aber das alte Lager bevorzugt.


    Natütlich haben wir auch Durchgänge komplett ohne Pucks gemacht und konnten sofort den Unterschied ausmachen. Am deutlichsten im Hochtonbereich, aber letzten Endes über das gesamte Frequenzspektrum wurde der Klang fasriger und unkontrollierter, verzerrt wäre zu drastisch formuliert, aber auf jeden Fall unsauberer.


    Der Outerring nivelliert die Unterschiede der Gewichte schon ein wenig, profitiert aber dennoch klar wahrnehmbar von ihrem Einsatz. Mit Outerring gewinnt das Klangbild nochmals an Souveränität, wird etwas erwachsener und vor allem im Grundton kräftiger.

    Lieber Jo

    Ich habe den Eindruck, wir verlieren immer mehr Menschen an eine alternative Physik. :D


    Schreib doch lieber noch was zu deinem tollen Technics oder lies die BDA noch mal bei einer Teezeremonie. Das ist doch gar nicht deine Baustelle hier. ;)


    Und in Physic brauch ich keine Nachhilfe, da war ich eh grottenschlecht und der Lehrer war auch schei...



    Gruß


    Dirk

    Ich würde sagen, dass ich schon ein ziemlich gutes Stück weiter gekommen bin. :)


    Hier stand ja lange genug ein Lyngdorf dpa1 mit digitaler Raumkorrektur. An dem liefen auch noch die Trenner & Friedl. Mir gefällt es tatsächlich jetzt besser.

    Der Raum ist nur insofern ein Problem, als ich die Geräte nicht anders, nämlich aus der Ecke raus stellen kann. Die Lautsprecher stehen soweit gut.

    Variante: Nur die kleinen Absorber unter der Phono.


    Auch diese Variante barg eine Überraschung, die ich so nicht erwartet hatte, denn ich rechnete eher mit einem wahrnehmbaren Verlust an Auflösung, aber das fand nicht in idem Ausmaß statt, nachdem ich die Absorber von Naturalix wieder durch die großen Stillpoints erstetzt hatte. Ja, ein wenig Kontrolle im Bass ging durchaus wieder verloren, aber dies wurde durch in meinen Ohren vermehrte Spielfreude ersetzt. An dieser Stelle habe ich trotz des klaren Eindrucks zweimal auf und wieder abgebaut, um es zu verifizieren (Zum Glück lagen die Montagekissen bei!). Es blieb aber bei dem Eindruck, dass mit den Stillpoints mehr Leichtigkeit in der Widergabe vorhanden war. Die Absorber waren eine Idee kontrollierter, aber nicht ganz so locker. Da mag es auch Hörer geben, die die Präferenz anders setzen würden, und im Endeffekt war das auch keine Frage von besser oder schlechter, sondern eine Geschmacksfrage. Unter der Phono hingegen waren die Absorber den Stillpoints klar überlegen was Kontrolle und Farbigkeit betrifft, und das ohne jede Einbuße an Leichtigkeit.



    An dieser Stelle habe ich dann noch eine Variation getestet, da ich erstaunt war, wie groß die Auswirkung der Absorber unter der Phono war, wollte ich wissen wie sich eine Alternative auswirken würde.

    In meinem Bestand befindet sich noch ein Absorberset von alto extremo (siehe Bild), das ich schon recht lange besitze. Es wurde irgendwann von den stillpoints abgelöst und ich hatte dann keine Verwendung mehr dafür.

    Dies wurde unter die Phono platziert und auch hier war sofort ein deutlicher Effekt vernehmlich; der Bass war ebenfalls konturierter als mit den ceraballs, im Hochtonbereich habe ich in etwa einen Gleichstand gehört, aber im Rücktausch mit den Absorbern von Naturalix machten diese dann einen wesentlich sonoreren Grundton und boten erheblich mehr Farbe und Kontrolle in Mittel- und Hochton.



    Was ich nicht getan habe, ist die Absorber von Naturalix völlig ohne Nebenspieler zu testen, also z.B. ohne die soundcare Jupiter unter dem Rack, und ohne Granitplatte unter dem Feickert, oder ohne Luftisolation unter der Phono. Es steht aber mit großer Wahrscheinlichkeit zu vermuten: die Wirkung wird noch größer sein. Ich denke zudem, dass die Interaktion der verschiedenen Untergründe mit dem jeweiligen Absorbertyp auch noch zu berücksichtligen ist. Am Ende kommt man um trial und error Versuche nicht herum. Zumindest mir ist es nicht gelungen, die Ergebnisse exakt vorauszusagen. Sicher ist nur, dass es Sinn hat, da etwas zu probieren, und dass Naturalix Absorber auf jeden Fall sehr gut funktionieren, ich bin vor allem mit dem Absorber unter der Phono ein sehr großes Stück weiter gekommen in Richtung Basskontrolle, denn der ist sowohl farbiger als auch körperhafter geworden ohne an anderer Stelle Abstriche zu machen.


    Für mich besonders interessant ist die Erkenntnis, wie stark eine Anlage durch solche Maßnahmen ihren Charakter verändern kann. Was meine Anlage betrifft, ist vor allem die Balance zwischen Leichtigkeit und Kontrolle bzw. Detailreichtum zu finden, gar nicht so einfach. Viel hilft nicht immer viel, sondern die richtige Maßnahme an der richtigen Stelle zu finden, ist das Entscheidende.


    Bild: Alto Extremo Absorber. Ich glaube, die hießen LYD.

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    Zweite Variante: große Absorber unter dem PS, kleine unter der Phono.


    Josef hat mir den Tipp gegeben, das zweite Absorberset im nächsten Schritt unter der Phono zu platzieren. Das habe ich ausgeführt und war sehr überrascht, was passierte.


    Die Absorber haben ein Set finite elemente ceraball 3 abgelöst, die auf einer wie oben erwähnten Luftisolationsplatte ähnlich seismic sinc stehen. Und was dann geschah, hatte ich so absolut nicht erwartet, denn die Veränderung machte zum Teil den Nebeneffekt, den die Absorber unter dem Palttenspieler bewirkt hatten, wieder rückgangig. Kontrolle, Kontur und Präzison blieben, aber das Bassfundament wurde wieder fülliger und die Lebendigkeit, die etwas gewichen war, kehrte wieder zurück. Die Wirkung der Absorber unter der Phono ging absolut in die richtige Richtung.


    Zwichendrin habe ich die kleinen Absorber unter dem Mastersound probiert, was in Summe aber deutlich weniger Wirkung hatte, als die Platzierung unter der Phono. Dort waren die Absorber im direkten Vergleich klar besser aufgehoben.

    Schon klar, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, das Thema anzugehen, manche scheiden aus Fragen der Optik aus (Sylomer ist optisch nicht so meins), manche sind vermulich technisch bei mir gar nicht zu verwirklichen (Hängen, da würde mir wahrscheinlich der Himmel auf den Kopf fallen... ;) ).


    Es ist auch überhaupt nicht auszuschließen, dass ich noch andere Ansätze probieren werde (levar, bfly), aber jetzt soll es erst mal nur um die Ideen von Naturalix und seine Teststelluhng gehen. Ich habe ja auch versucht zu beschreiben, dass das Thema mich schon länger begleitet, insofern bin ich für vieles offen.

    Erste Variante, die großen Füße ersetzen die Stillpoints mit Vergrößerung (erstes Bild oben) unter dem Plattenspieler.


    Ergebnis: Sofort deutlich hörbare Beruhigung im Klangbild, an beiden Frequenzenden, der Bass wesentlich straffer und konturierter, aber auch eine Idee zurückgenommen, im Hochtonbereich ist ebenfalls eine Straffung zu hören, das Ganze geht klar in Richung mehr Auflösung, aber es ist auch ein wenig Lebendigkeit zurückgenommen. Insgesamt schon die richtige Richtung mit einem Fragezeichen, ob es dahin gehen soll.

    Der Effekt ist groß und unzweifelhaft vernehmbar, was immerhin eine Bestätigung meiner Grundidee ist, dass ich über Beeinflussung der Schwingungen an meinem Problem drehen kann.