Posts by Ray-Man

    Doro gefällt mir auch besser als der Klaus oder der Rudolf, rocken können die aber auch


    Scorpions - Crazy World


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    Mercury, 1990


    Audio: Von den Exzessen wirklicher Schwermetall-Bands wie AC/DC sind die deutschen Scorpions Lichtjahre entfernt. Mindestens aber kündigt das erste Album für die neue Marke von mehr Power und frischem Dampf. Vor allem Sänger Klaus Meine strapaziert sich bis zum Anschlag, ohne selbst bei härtester Gangart (Kicks After Six, Hit Between The Eyes) an die Leistungsgrenze zu kommen. Send Me An Angel, schönste unter zweieinhalb Balladen, hat selbst in einem Land, dessen Rundfunk Heavy-Rock unterschlägt, Hit-Chancen.

    Das Debut einer großartigen Truppe:


    Fischer-Z - Word Salad


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    Liberty, 1979 / 1984


    Das Debut von 1979 war noch in Viererbesetzung eingespielt, d.h. mit einem Keyboarder, der den Sound durch sein überwiegend phantasievolles, quirliges Spiel durchaus mitprägte. Damals in der für mich erschwinglichen »Fame« Günstig-Pressung für nen Zehner.

    Westernhagen - Williamsburg


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    Kunstflug, 2009 (DoLP)


    „Williamsburg“ das 18te Studioalbum von Marius Müller-Westernhagen ist ein Album mit Biss, mit lebendigem, kantigem und gelegentlich herausforderndem Rock’n’Roll. Man spürt intuitiv wie die neue Band dem erfolgverwöhnten Musiker inspiriert hat, ihm Feuer unterm Hintern gemacht hat und ihn über sich selbst hat hinaus wachsen lassen. Darüber hinaus wurden die Songs, die Geschichten und die wunderbaren Melodien die die Menschen mit Marius Müller-Westernhagen verbinden keinesfalls vernachlässigt. Westernhagen ist wieder da und hat noch einiges zu erzählen. „Williamsburg“ ist voll davon! (stereoplay)


    Sehr gut klingendes, weil toll produziertes Album.

    »Ein Album zum Schwelgen, in jeder Hinsicht«


    Dominic Miller - Absinthe


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    ECM, 2019


    Seit Dezember 2019 habe ich dieses Album nun vielfach gehört und kann kaum genug davon bekommen, aber erstmal die Experten:


    Nach seinem ECM-Debüt vor zwei Jahren präsentiert Dominic Miller 2019 ein neues Album bei dem deutschen Jazzlabel.

    »Absinthe« heißt der Nachfolger von »Silent Night«. Und wie schon beim Vorgänger ist der Name Programm. Nach leisen Tönen kommt nun ein intensiv-berauschendes, farbenfrohes Album.

    Dafür holte sich Miller ein paar namhafte Kollegen ins Studio: Schlagzeuglegende Manu Katché, Mike Lindup an Keyboard und Synthesizer, Nicolas Fiszman am Bass und Santiago Arias am Bandoneon bilden zusammen mit dem Gitarristen das Quintett.

    Geschrieben und komponiert wurde »Absinthe« in Südfrankreich, wo es anschließend mit Unterstützung von Manfred Eicher im Studio von La Buissonne, in Pernes-les-Fontaines auch aufgenommen wurde.

    Das Ergebnis ist ein mitreißendes Album, das sowohl mit virtuosen Musikern und präzisem Zusammenspiel als auch mit Lyrik und großer Energie überzeugt: »Absinthe« von Dominic Miller und Band. (jpc)


    »Ein Album zum Schwelgen, in jeder Hinsicht.« (stereoplay, März 2019)


    »Super-Neo-Jazz, Super-Klang, Super-Fertigung.« (Audio, Juni 2019)


    »Ein musikalisches Gemälde von hoher Güte, von ECM würdig in Szene gesetzt.« (LP Magazin, 4 / 2019)


    Bandoneon im Jazz ist für mich, spätestens seit Dino Saluzzi, eines der höchsten Gefühle, das Zusammenspiel hier mit der Gitarre ist lautmalerisch perfekt gelungen, daher reichen mir für dieses Album meine vorhandenen Worte kaum aus, es ist eines meiner absoluten Favoriten und daher #sternchen_k4.png #sternchen_k4.png #sternchen_k4.png #sternchen_k4.png #sternchen_k4.png (#sternchen_k4.png).


    PS: Glücklicherweise auch noch gut im Handel zu bekommen.


    PPS: DVC Nun ist es in den Highlights, wie bereits angekündigt ;)

    Ganz im Geiste der "Rollins-Mania" :thumbup::) der letzten Tage:


    Sonny Rollins - What's New?


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    RCA Victor, 1962 / Pure Pleasure, 2009


    Mit dieser "No-Name-Besetzung":love::

    Sonny Rollins - tenor sax. / Jim Hall - guitar / Bob Cranshaw - bass / Ben Riley - drums / Candido Camero - conga / Dennis Charles, Frank Charles, Willie Rodriguez - percussions


    Aufnahmen April & Mai 1962 in Studio B der RCA Victor Studios, New York City.


    Das Experiment von Sonny Rollins mit dem Bossa Nova in den 60er Jahren unterschied sich grundlegend von "Jazz Samba" (Stan Getz, Verve V 8432). Rollins blieb seinen Wurzeln in Bop und Avantgarde treu, er nutzte den Bossa Nova wie ein Chirurg sein Skalpell, um bekannte Melodien zu analysieren und zu zerlegen, damit er sie in etwas Neues verwandeln konnte. Diese trendigen Neuinterpretationen sind Rollins Markenzeichen und dies betreffend ist "Whats New" kompromisslos. Das ganze Album ist fesselnd und höchst eigenständig, doch ein Track soll hier hervorgehoben werden: Rollins' Bearbeitung einer sentimentalen Broadway-Ballade aus "Camelot". Er befreit das Stück vom Kitsch und verwandelt es in eine leidenschaftliche Meditation über die Ursprünge des Jazz, das Geheimnis des Rhythmus und den grundlegenden Bestandteilen einer Melodie. Rollins Version des fast 12 Minuten langen "If Ever I Would Leave You" enthält eines der größten Tenorsax-Solos in der Geschichte des Jazz. (jazzecho)

    Er hat hier bei mir sehr lange nicht mehr rocken dürfen, dafür aber jetzt:

    (die Frisur ist schon richtig geil) :D


    Sammy Hagar - VOA


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    Geffen, 1984


    Der "Red Rocker" mit der Scheibe, die ihn sehr bekannt werden ließ. Die Hitsingle "I Can t Drive 55" hat dazu einen großen Anteil beigetragen. Danach wurde Hagar Frontmann von Van Halen und "55" wurde auch bei diesen Konzerten gespielt.

    Die hier mag ich wirklich sehr gern, obwohl sie »leichte Kost« verspricht:


    Paul Desmond - Summertime


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    A&M, 1968 / Speakers Corner, 2004


    Aufnahmen Oktober bis Dezember 1968


    Auch wenn das Programm dieser LP leichte Kost verspricht, wird der Jazzfan angesichts der hervorragenden Interpretationen und dem hochrangigen Ensemble begeistert sein. Dies liegt natürlich auch am exzellenten Klang, der selbst bei satten Bläserpassagen nicht zum Soundbrei verkommt. Paul Desmond, langjähriger Begleiter von Dave Brubeck und Vater des berühmten "Take Five", hat mit dieser Einspielung eine feine Mischung verschiedenster Standards eingespielt, darunter "Struttin' With Some Barbecue" von Louis Armstrong, den Klassiker "Someday My Prince Will Come", den Beatles-Hit "Ob-La-Di, Ob-La-Da" oder das berühmte Stück aus Gershwin's Porgy And Bess-Musical "Summertime"! Die lyrischen und auch mal swingenden Stücke sind feinster Unterhaltungsjazz, der alleine schon wegen des tollen Klanges besonders viel Freude macht. (audio)

    Seit 2005 nicht mehr auf dem Teller:


    Jethro Tull - M.U. - The Best Of


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    Chrysalis, 1975 (UK)


    Nach neun sehr erfolgreichen Studioalben veröffentlichten Jethro Tull '76 ihre erste Best-Of-Scheibe M.U. - The Best Of Jethro Tull. Dass der Longplayer die beiden Aqualung-Hits "Aqualung" und "Locomotive Breath" enthält, dürfte niemanden überraschen, und auch die beiden Auszüge aus den ellenlangen Konzeptwerken Thick As A Brick und A Passion Play sowie der '72er Evergreen "Living In The Past" sind absolute Pflichtübungen. Der Rest der Tracklist weist allerdings nicht wenige Überraschungen auf. Das '69er Frühwerk Stand Up kommt mit "Nothing Is Easy" und "Fat Man" gleich 2-mal zum Zuge, und auch War Child ('74) wird mit "Bungle In The Jungle" und "Skating Away On The Thin Ice Of A New Day" üppig gewürdigt.

    Statt ausschließlich auf ihre großen Hits zu setzen, präsentieren Tull auf M.U. zahlreiche unbekannte Perlen ihrer frühen Jahre, die allerdings ebenfalls ihre Reize haben. (unbekannt)

    Diese hier neigt sich bereits ihrem Ende zu, ich war gerade mal überrascht, was bei Discogs dafür aufgerufen wird. Die Musik ist allerdings auch sehr geil.


    Hansson & Karlsson - Man At The Moon


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    Polydor, 1969 / Karussell, 1972


    Was hier den Reiz ausmacht ist die Zusammenstellung von Orgel und Schlagzeug, sonst nix und vor allem, was die Beiden daraus gemacht haben.