Beiträge von Ray-Man

    und nun wieder mit Worten:


    Sonny Rollins Quartet - Tenor Madness


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    Prestige, 1956 / Analogue Productions, 2021


    Auf "Tenor Madness" hatte Rollins als Leader erstmals die Gelegenheit, mit der Band von Miles Davis zusammenzuarbeiten, die sich zufällig zum Zeitpunkt der Aufnahme in New York aufhielt – ironischerweise ohne Miles Davis. Red Garland, Paul Chambers und Philly Joe Jones tragen wundervolle Solos bei, doch Star der Aufnahme bleibt Rollins, der die Session immerwährend mit dem für ihn typischen Pessimismus kommentierte: „Nothing’s happening“. Doch es passierte eine Menge, insbesondere im Zusammenspiel mit John Coltrane, der die Session besuchte und sich ein spontanes Duell mit Rollins lieferte. Ein Muss für jede Jazz-Sammlung! (jpc)

    Max Roach - We Insist! Max Roach's Freedom Now Suite


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    Candid, 1961 / Pure Pleasure, 2006


    Max Roachs Meisterwerk „We Insist!“ von 1960 ist eine Suite, die sich auf die Bürgerrechtsbewegung und auf den Kampf der schwarzen Bevölkerung um Gleichstellung in den USA bezieht und leider bis heute nur wenig Aktualität eingebüßt hat. Roach schreib die Stücke mit dem Dichter Oscar Brown Jr. 1959 mit der Absicht, sie zum hundertjährigen Bestehen der Emanzipationsproklamation im Jahr 1963 aufführen zu lassen.

    Mit der Unterstützung der wunderbaren Abbey Lincoln als Sängerin als auch Booker Littler, Julian Priester, Coleman Hawkins, Olatunji und anderen tollen Künstlern ist „We Insist!“ ein wirklich brilliantes Album geworden, welches seitdem als unvergleichliches Meisterwerk der Zeit aber auch darüber hinaus gilt. (jpc)

    Moin liebe Vinylfroinde,

    diese Woche wurde hier eine LP von Howard Carpendale gezeigt, das hat mich nicht losgelassen und ich habe etwas ganz ähnliches herausgesucht 😊:


    The Verve - A Storm In Heaven


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    Hut Recordings, 1993 / Virgin EMI, 2016


    Während die späteren Verve-Meisterwerke A Northern Soul und Urban Hymns (größtenteils) prägnante Songstrukturen und sofort einprägsame Strophen und Refrains aufwiesen, basierte das Debütalbum A Storm in Heaven von 1993 auf beschwingten, ausgedehnten psychedelischen Passagen. Aus heutiger Sicht war dies eine interessante und originelle musikalische Richtung, denn zu dieser Zeit waren angstbesetzte Seattle-Bands (und ihre zahlreichen Nachahmer) der letzte Schrei. A Storm in Heaven ist ein gelungenes Debüt, das sich als wichtiges Bindeglied zwischen dem expansiven Frühwerk von The Verve (der selbstbetitelten EP von 1992) und ihren späteren weltweiten Pop-Hits erweist. (allmusic)


    Vergesst die Schelmerei mit Howie gleich wieder, das Album gefällt mir außerordentlich gut, hört mal rein, wenn Ihr es nicht schon kennt, für mich ist es hier eine Empfehlung wert. 👍


    Keep on listening!

    Sehr, sehr geil, hört mal rein:


    Binker & Moses - Feeding The Machine


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    Gearbox, 2022 (Japan)


    »Feeding The Machine« ist das lang erwartete 3. Studioalbum des Free-Jazz-Duos Binker and Moses. Das Album festigt einmal mehr den Status von Binker und Moses als Vorreiter der Londons Jazz- und jazzverwandter Musikszene. Mit dem ehrenamtlichen Bandmitglied Max Luthert (Loops und Electronics) bewegt sich »Feeding The Machine« in den Bereichen Ambient, Minimalismus und experimenteller elektronischer Musik, aber auch in den Wurzeln des Duos im rifflastigen Free Jazz. (jpc)

    Moin liebe Jazzfroinde, vorhin war da diese hier:


    Ornette Coleman - Something Else!!!! The Music of Ornette Coleman


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    Contemporary, 1958 / OJC, 1984


    Diese Debütaufnahme des Ornette Coleman Quintetts aus dem Jahr 1958 mit Coleman mit seinem charakteristischen Altsaxophon-Sound, Don Cherry an der Trompete, Billy Higgins am Schlagzeug, Walter Norris am Klavier und Don Payne am Bass erschütterte die Jazzwelt - vor allem jene Musiker und Kritiker, die mit so viel Verve in die Hard-Bop-Ära eingetreten waren und sich damit beschäftigten, den Blues als eine Möglichkeit zu nutzen, weite Soloräume innerhalb enger und kurzer Melodielinien zu schaffen. Etwas wie Else!!!! widerspricht dieser ganzen Idee und muss damals wie aus dem Weltall gekommen sein. Aber das Wichtigste an Something Else! war, dass es in seiner kantigen, fast völlig gegensätzlichen Art swingt. Musik, wie von einem anderen Stern. (allmusic)

    Auch wird demnächst das Thema gekröpfte Headshell's die sowohl SME Bajonett als auch klanglich perfekt können gelöst werden.

    Dann, lieber Thomas, kommen wir zusammen. Aktuell wird auf mich von mehreren Analogfreunden heftigst eingewirkt, einen Arm von Dir zu kaufen, schlimm ist das. 😁

    Gerry Mulligan / Paul Desmond Quartet - Blues In Time


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    Verve, 1957 / MFSL, 1995 ANADISQ 200™


    Drei Jahre nachdem Gerry Mulligan das Dave Brubeck Quartet zum ersten Mal begleitet hatte, spielte er zusammen mit Brubecks Altsaxophonisten Paul Desmond diese lang erwartete Session ein. Nachdem rechtliche Fragen sowie Streitigkeiten mit dem Produzenten Norman Granz geklärt waren, machten sich die beiden Saxophonisten daran, ein reizvolles Programm aus Standards und Originalen zu produzieren, in dem sich ihre verspieltere Seite voll entfalten konnte.

    Die wunderbare Interaktion zwischen Mulligans kräftigem, aber agilem Horn und dem ultimativ sanften - aber in diesem Fall animierten und energiegeladenen - Saxophon von Desmond ist mehr als nur magisch und sorgt für eine fließende, fröhliche, köstliche Kombination, die selbst den abgestumpftesten oder versteinertsten Musikhörern gefallen wird. Der Schlagzeuger Dave Bailey und der Bassist Joe Benjamin sind in diesem typischen Mulligan-Quartett ohne Klavier mit von der Partie und leisten ganze Arbeit.

    Dies ist wirklich ein schönes Beispiel für modernen Mainstream-Jazz aus dem Jahr 1957, es wurde nur ein einziges Mal aufgenommen und es ist ein Dokument, das von allen Jazzfans besonders geschätzt werden sollte. (allmusic)

    Moin Froinde,

    leider kann ich mit Drogen und Tapeten oder auch Drogentapeten nicht dienen 😢, auch nicht mit Herrn Carpendale 😅. Dafür aber mit:


    Steely Dan - Two Against Nature


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    Giant Records, 2000 / Anaolgue Productions, 2022 (2 x 45 rpm)


    Becker (Bass) und Fagen (Gesang, Keyboards) waren während ihrer gesamten Karriere die Kernmitglieder von Steely Dan. Seit ihrer Wiedervereinigung im Jahr 1993 sind Steely Dan regelmäßig auf Tournee gegangen und haben zwei neue Alben veröffentlicht. Das erste, »Two Against Nature« (2000), wurde 2001 mit dem Grammy für das Album des Jahres ausgezeichnet und erhielt drei weitere Grammys: Best Pop Vocal Album, Best Engineered Album - Non-Classical, und Best Pop Performance by a Duo or Group with Vocal (für die Single »Cousin Dupree«). Das Album erreichte Platz 6 der U. S. Billboard 200 Charts, verkaufte sich mehr als 1 Million Mal und wurde von der Recording Industry Association of America mit Platin ausgezeichnet. (jpc)

    Heute Nachmittag:


    Miles Davis - Someday My Prince Will Come


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    Columbia, 1961 / Analogue Productions, 2022


    John Coltrane, Hank Mobley - tenor sax. / Miles Davis - trumpet / Wynton Kelly - piano / Paul Chambers - bass / Jimmy Cobb, Philly Joe Jones -drums


    Aufnahmen 7. März 1961 bis 21. März 1961.


    Miles Davis zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Jazzmusikern des vergangenen Jahrtausends. Ein wunderschöner und wichtiger Beitrag seines Schaffens ist „Someday My Prince Will Come“, das 1961 innerhalb von nur drei Tagen aufgenommen wurde. Dieses Album ist beispielhaft für Miles zweite große rhythmische Periode. Nach dem kreativen Höhepunkt in „Kind Of Blue“ und dem elitären „Sketches Of Spain“ wechselt Miles mit diesem Album wieder ins Konventionelle. Die Aufnahme Sessions müssen sehr relaxed gewesen sein, es gibt bis auf zwei Ausnahmen nur Balladen. Miles Davis spielt gewohnt gefühlvoll lyrisch und „Someday My Prince Will Come“ war seine letzte Scheibe, bevor er sich dann mit neuer Besetzung auf den langen Weg zum rockigen Fusion-Jazz aufmachte. (jpc)


    PS: Ein Vergleich mit der Music On Vinyl Ausgabe hat gezeigt, dass der Griff zur AP genau richtig war.

    Bei mir wirds dunkel, also draußen und dabei ewig nicht gehört:


    Jon Bon Jovi - Blaze Of Glory


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    Vertigo, 1990


    Blaze Of Glory, das erste Solo-Album des Bon Jovi-Bandleaders, wurde inspiriert durch den Western Young Guns II. Die Hitsingle "Blaze Of Glory" hielt sich wochenlang in den Charts. Den besonderen Reiz des Albums aber machen vor allem die weniger bekannten Songs wie "Santa Fe", "Bang A Drum" oder "Justice In The Barrel" aus. Diese Songs verdeutlichen Jon Bon Jovis Affinität zu einer Westernromantik, die schon 1986 im Riesenhit "Wanted Dead Or Alive" anklang. Man merkt, daß Jon Bon Jovi sein ganzes Herzblut in diese Platte gesteckt hat. Nicht umsonst darf er erstmals zwei Songs seinen großen Vorbildern widmen: Bob Dylan und Little Steven. (unbek.)

    Moin Froinde, endlich mal wieder Zeit für eine Platte. Bei mir ewig nicht auf einem Dreher:


    Frumpy - Live (2 LP)


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    Philips, 1973 | RE


    Nicht lange nach Erscheinen von "Frumpy live", erzählte, Inga Rumpf in einem Radiointerview, dass von Anfang an Soundprobleme mit dieser Doppel-LP bestanden hätten. Man habe die Aufnahmen mit einer Revox-Bandmaschine gemacht und dabei seien die Übersteuerungen entstanden. Der Sound gehört einfach zur Geschichte dieser Platte, die bis heute ein Monument der besten Jahre des Deutschrock geblieben und absolut hörenswert ist.

    Dizzy Gillespie And His Orchestra - Afro (mono)


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    Norgan Records, 1954 / Vinyl Me Please, 2022


    Die Zusammenarbeit von Dizzy Gillespie mit dem kubanischen Arrangeur und Komponisten Chico O'Farrill führte zu einer beeindruckenden Session, die ursprünglich die erste Hälfte einer Norgran-LP bildete. O'Farrill dirigiert ein erweitertes Orchester, das eine Jazzband mit einer Latin-Rhythmusgruppe kombiniert; zu den Teilnehmern der vierteiligen "Manteca Suite" gehören die Trompeter Quincy Jones und Ernie Royal, der Posaunist J.J. Johnson, die Tenorsaxophonisten Hank Mobley und Lucky Thompson sowie der Conga-Spieler Mongo Santamaria. "Manteca", das im vorangegangenen Jahrzehnt geschrieben wurde, dient als aufregender Eröffnungssatz, während die nächsten beiden Abschnitte auf diesem berühmten Thema aufbauen. "Rhumba-Finale" ist geradliniger Jazz mit einigen köstlichen Soloeinlagen von Gillespie. Danach spielt der Trompeter mit einer Latin-Rhythmusgruppe und dem Flötisten Gilberto Valdes, der auf "A Night in Tunisia" und "Caravan" zu hören ist. Die beiden Latin-Versionen dieser Stücke sind weitaus interessanter als "Con Alma", da das übermäßige Schlagzeug und die dumpfe Klavierbegleitung dem normalerweise fesselnden Thema wenig hinzufügen. (allmusic)

    Achtung: Dauerwerbebeitrag


    Liebe Analogfroinde,


    wie Ihr vielleicht wisst, haben der Richi Gaggistangerl und ich in der Pandemiezeit den virtuellen Analogstammtisch ins Leben gerufen. Er hat sich derweil gut etabliert und wird von einer Reihe von Forumsteilnehmer:innen (un)regelmäßig frequentiert.


    Der Stammtisch findet 14-tägig Freitags statt. Übermorgen ist es wieder so weit.


    Vielleicht habt Ihr ja Lust auch mal teilzunehmen. Wir reden über unser Hobby in allen verschiedenen Facetten, aber auch über "Gott und die Welt".


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    Alles weitere, Eure Fragen und wie Ihr an den Teilnahmelink kommt, können wir hier klären: AAA Virtueller Analog Stammtisch (VAS)