Beiträge von Interplay

    Brutal die Höhen aufgezogen. Becken und Hi-Hat des Schlagzeugs stechen in den Ohren. =O

    Da habe ich nur eine originale Version und kenne diese neue Ausgabe nicht. Bei der 1961er Version ist das aber nicht so, wäre mir sonst aufgefallen. Aber ich habe schon länger den Eindruck, dass bei den Reissues an den Höhenreglern gedreht wurde. Ist mir schon ein paar mal bei den von Kevin Gray gemasterten Ausgaben aufgefallen.

    Wundert mich ein bisschen, aber vielleicht ist es das, was viele Käufer als audiophil wahrnehmen oder es ist für eine Käuferschicht gedacht, die schon älter ist und nicht mehr so viele Höhen hört, weshalb hier künstlich nachgeholfen wird.


    Viele Grüße


    Martin

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    HAMPTON HAWES - For Real! von 1966/1968 auf Contemporary (F)


    Wolle

    Das ist die französische Ausgabe von 1968. Die amerikanische Erstausgabe erschien bereits 1961 mit einem anderen (ich würde sagen "cooleren") Cover. Auf der Rückseite der amerikanischen Ausgabe ist ein Nachruf auf Scott La Faro, der vor allem als Mitglied im legendären Bill Evans Trio bekannt geworden ist. Scott La Faro war kurz vor Erscheinen des Albums bei einem Autounfall tragisch sehr jung ums Leben gekommen, die Aufnahmen mit Hampton Hawes entstanden allerdings schon 1958. Ein wirklich phantastisches Album, welches im Original auch umwerfend klingt (Roy DuNann). Bin gerade zu bequem mein Cover zu fotografieren...


    Viele Grüße

    Martin

    Mittlerweile auch bei HHV bestellbar:


    https://www.hhv.de/shop/de/rec…n-uPvv8M-N8BoCSxwQAvD_BwE

    Hallo Jürgen,


    besten Dank für den Hinweis. Das ist natürlich noch besser für alle, die sie gerne kaufen möchten. Das ist sogar der günstigste Preis, den ich bisher gesehen habe. Interessant finde ich, dass bei HHV die Platte mit dem korrigierten Hype-Sticker abgebildet ist, der korrekt Bernie Grundman für das Mastering nennt. Bei meiner Ausgabe ist auf dem Sticker noch fälschlich Kevin Gray angegeben. Vielleicht war das der Grund, weshalb die Platte über Monate kaum zu bekommen war, weil sie erst die Sticker austauschen mussten.


    Viele Grüße

    Martin

    Hallo liebe Jazz-Gemeinde :) ,


    die Blackstone Legacy von Woody Shaw hatten wir hier schon, Mario solong hatte sie gleich nach Erscheinen bereits vorgestellt. Mit ihm hatte ich mich auch ausgetauscht, da ich Fragen zu seiner Bestellung hatte. Ich will es kurz machen: Die Musik ist sensationell, Klang, Pressung (plan, zentriert, keinerlei Defekte) und Qualität des Covers und der gefütterten Innenhüllen (Mofi-Style) ebenfalls. Ich hatte erst Bedenken, weil es sie nur über Amazon US gab und ich nicht sicher war, in welchem Zustand die Scheiben der Doppel-LP hier ankommen. Bin jetzt durch alle vier Seiten durch und muß sagen, der Klang ist schon wirklich klasse.

    Wer also diesbezüglich Bedenken haben sollte, dem kann ich nur sagen, dass die Platte in einem größeren Karton mit ewas Füllmaterial verschickt wurde, der einen ausreichend guten Schutz für das Cover bot. Es dauerte bei Standardversand auch nur 10 Tage und mit Zoll etc. hatte ich nichts zu tun, weil dies alles von Amazon miterledigt wurde. Sollte jemand dennoch eine Retoure machen müssen, so scheint dies ganz normal über die Rückgabefunktion zu gehen und zwar an eine deutsche Service-Adresse, denn die war auf meinem Paket für eine Rücksendung angegeben.

    Mittlerweile wird sie auch bei imusic in Dänemark für 49,99 Euro geführt, allerdings ist sie dort nicht auf Lager, sondern muß erst bestellt werden.


    Viele Grüße


    Martin





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    Ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei einem Versender/Händler, der solche Maßen versendet, kein einheitliches Vorgehen gibt.

    Hallo Jo,



    ich hatte vor einigen Monaten eine Platte mit Höhenschlag von gut 1 cm bei Bear Family Records reklamiert. Dazu hatte ich auch ein kleines Handyvideo zur Dokumentation angehängt. Der Service ist dort wirklich sehr nett und hilfsbereit. Man erhält auch sofort Antwort, das sind dort sehr angenehme Leute. Da wurde mir auch mitgeteilt, ich möge die Platte zurücksenden, mir wurde dazu sofort ein Versandlabel zugeschickt und umgehend das Geld erstattet. Begründung: Man benötige diese defekte Platte zur eigenen Kostenerstattung beim Label.

    In einem ähnlich gelagerten Fall, ebenfalls stark verwellte Platte, bestellt beim selben Online-Händler, aber schon weiter zurückliegend, hatte ich auch ein Video mitgeschickt. Da hieß es dann, Rückversand lohne nicht, ich könne sie selbst entsorgen oder behalten und man hat mir auch sofort mein Geld rückerstattet.

    Fazit: selber Händler, unterschiedliches Management der Reklamation. Aber in beiden Fällen fand ich die Reaktion von Bear Familiy Records sehr gut.


    Zu HHV: Ich denke, sie machen es offensichtlich auch nicht immer einheitlich. Der Grund, auf Rücksendungen zu bestehen, könnte einfach der sein, dass sie kein Einfallstor für Beschiss durch Kunden schaffen wollen. Das ist, das sei hier ganz deutlich betont, natürlich bei Sebastian nicht so gewesen. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es Kunden gibt, die so eine Praxis ausnützen könnten, wenn die Platte nicht zurückgeschickt werden braucht. Und viele von uns behalten doch genau deswegen auch Platten mit kleineren Mängeln, weil es so nervig und zeitraubend ist, die Dinger wieder zurückzuschicken. Wenn ein Versender also häufig auf Rückversand besteht, kann das auch dazu beitragen, bei ihm die Reklamationsquote zu senken.

    Weil Pressfehler in den letzten Jahren nach Erfahrung vieler häufig vorkommen, wird das bei einem Versender schon ein großer Verlustposten sein, der durch Rückerstattungen, Arbeitszeit des Handlings der Reklamation, Rückporto etc. entsteht.


    By the way: ich finde HHV auch bei Reklamationen, von denen ich aber bislang auch nur wenige hatte, völlig problemlos und professionell. Das heißt aber nicht, dass man bei Sebastian auch hätte kulanter reagieren können.


    Nicht nur in den kleineren Läden ist es übrigens nach meiner Erfahrung so, dass defekte Platten (Welle, Höhenschlag, No-Fill) einfach wieder zum Verkauf an den nächsten Kunden in das Fach zurückgestellt werden. Machen auch Ketten so, habe ich schon ein Dutzend mal persönlich erlebt. Wird zum Teil auch offen so kommuniziert.


    Viele Grüße


    Martin

    Ärger lies sich schon vermuten, als ich die Platte versuchte aus der Innenhülle zu nehmen. Als wenn sie reingeklebt wäre, Papierhülle mit Kunststoff überzogen, weil Fotos drauf. Natürlich statisch aufgeladen ohne Ende.


    Ich hätte sie trotzdem behalten, einfach in die Sammlung gestellt, wenn sie nicht überzogen wäre mit Ticks, Clicks und hörbaren (aber nicht sichtbaren) "Kratzern". Zustand vg mit ein paar Kratzern bei einer neuen Platte geht gar nicht.

    Hallo Olaf,


    das von Dir beschriebene Problem mit den Platten, die an der Innenhülle förmlich festkleben, kenne ich auch zu gut. Mein Prozedere ist dann immer, die seitlichen Kanten der Innenhülle so zusammenzudrücken, dass sich das Papier der Innenhülle von der Platte innen abspreizt. Meist hilft dann noch kräftiges Pusten, um die Scheibe etwas zu lockern. Dann so abgespreizt die Platte vorsichtig mit einer Hand innen am Label gegriffen rausziehen, ohne dass es flächig wieder zum Kontakt mit dem Papier kommt. Klappt aber nur oder am besten, wenn das Papier der Innenhülle fester ist.

    Meiner Erfahrung nach entstehen viele kleine Tics und Mikrokratzer genau in dem Moment, wo eine statisch aufgeladene Platte zum ersten Mal aus der Hülle gezogen wird, weil das Papier entlang der Platte "schmiergelt". Besonders ärglich, wenn z.B. noch kleine Vinylkrümel zwischen Platte und Hülle sind. Bei unbedruckten Hüllen schneide ich diese auch auf, aber deine Hülle war ja bedruckt.

    Falls Du es selbst nicht auch so handhabst, vielleicht probierst Du es mal aus.


    Viele Grüße


    Martin

    Und wenn man als Aussteller nicht so auf Publikumsverkehr steht: Peter Brötzmann Octet, Machine Gun.

    Da trennt sich die Spreu vom Weizen und der Fußnagel vom Fuß (wenn man so etwas nicht gewöhnt ist) :)

    Woody Shaw - Blackstone Legacy


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    Hallo Mario,


    magst Du etwas zur Pressqualität und zum Klang schreiben? Falls über den großen Fluss bestellt, war die Verpackung gut? Ich würde sie gerne kaufen, zögere aber, weil ich bei discogs u.a auch Hinweise auf schlechte Pressungen gelesen habe und weil man bei Ama.. mitunter die Platten einfach in einem zu großen Karton verschickt. Dein Exemplar sieht ja äußerlich perfekt aus. Ich weiß auch gar nicht, ob es im Falle einer Rücksendung ein kostenloses Versenden mit Retourenlabel gäbe. Leider ist die Platte ja nach wie vor weder in D, noch in der EU bestellbar, allein in den USA.



    VIele Grüße und Dank im voraus,

    Martin

    Ich mag zwar auch keine Hungerhaken, aber all zu viel Oberflächeninhalt muss ich bei meinem Partner auch nicht haben 😉😁


    Ich wiederhole mich: Die 50er rufen an und wollen ihren Humor zurück. Könnt Ihr Eure Herrenwitze bitte woanders erzählen?

    Zumal wir Herren der Schöpung im fortgeschrittenen Alter auch nicht immer - um Bild zu bleiben - als schlanke Brettspieler daherkommen, sondern auch durchaus mal in Richtung Masselaufwerk tendieren können, um das böse Wort vom Schwabbler mal zu vermeiden...




    Um auch etwas zu den Laufwerken beizutragen: ich finde es erstaunlich, wie sehr z.B. Brettspieler à la Rega auf kleinste Veränderungen reagieren, z.B. Aufstellung, Tellermatte usw. Das gibt zwar viel Raum zum Tuning und läßt einem die Möglichkeit offen, den Sound in die eigene gewünschte Richtung zu verändern, zeigt aber auch die Anfälligkeit des Konzepts für Fehlaufstellungen.

    Daraus würde ich ableiten, dass ein guter Plattenspieler am besten so konstruiert ist, dass er sich möglichst wenig durch äußere Einflüsse beeinflussen läßt und praktisch stoisch seine Runde gleichmäßig dreht, um dem Tonarm und Tonabnehmer eine gute Ausgangsbasis zur Abtastung zu bieten. Da sind dann schwerere Plattenspieler oder gut konstruktiv entkoppelte Plattenspieler im Vorteil.

    Jedes Konzept hat seine Stärken, aber ich tendiere auch dazu zu glauben, dass ein Plattenspieler am besten ein gewisses Gewicht und eine gewisse Aufwändigkeit in der Konstruktion von Motor, Teller, Achse und Entkopplung mitbringen sollte, um gut zu funktionieren.


    Viele Grüße


    Martin

    Das dezente Brummen liegt bestimmt daran, daß der PS500 im originalen Zustand idR einen DIN Anschluß hat. Da gibt es in Verbindung mit einem Phonoeingang in Cinch Ausführung leider immer Probleme.


    Gruß


    Andreas

    Ja, das war exakt bei meinen PS 500 auch der Fall. Hatte diese über einen Din zu Cinch-Adapter angeschlossen, da gab es dann dezenten Rest-Brumm.


    Zum Plattenspieler auf dem Verstärker: Wie schon geschrieben, eine ungünstige Kombi. Denn nicht nur der Verstärker erzeugt Wärme, die nicht aus dem Gehäuse raus kann, sondern auch der Motor des PS 500 erzeugt schon auf Grund der Größe eine gewisse Wärme. Bei mir wurde das Gehäuse des PS 500 gut handwarm, da ist es nicht ratsam noch unten mit dem Verstärker zusätzliche Wärme zuzuführen. Für beide Geräte also schlecht.


    Viele Grüße

    Martin