Posts by Interplay

    Hallo Rudi,


    herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Braun PS. Das Gerät ist technisch sicherlich einem Thorens 124er ebenbürtig, hat aber dafür ein noch ausgefalleneres und, wie ich finde, besseres Design. Der Preis, den Du gezahlt hast, ist für so ein Gerät wirklich sehr, sehr gut. Soviel Glück muß man erst mal haben.... Zu der Drehzahleinstellung: ich habe zwar "nur" einen PS 500, dieser hat aber, soweit ich weiß, die gleiche Antriebstechnik verbaut. In der BDA wird sogar extra darauf hingewiesen, dass die Geschwindigkeit nur bei ausgeschaltetem Motor zu verstellen ist. Deswegen scheint mir das "Verhalten" Deines Drehers hier normal, vermutlich schaltet er zum Schutz des Reibrades ab.


    Viel Freude beim Hören und Ansehen wünscht


    Martin

    Vielen Dank Detlef,


    ich werde mich mal danach oder etwas anderem dickflüssigen umsehen, vielleicht auch im Fahrradbedarf (Kugellagerfett) oder im Modellbau, wo es für elektrische Modelle verschiedenste Öle und Fette in kleinen Mengen gibt.


    Viele Grüße
    Martin

    Hallo Forum,


    habe gemerkt, dass ich verwirrenderweise den Begriff Viskosität falsch benutzt habe (Richtig: je höher die Viskosität desto zähflüssiger). Das Öl, das ich momentan nutze, ist zu dünn, ich brauche aber zähflüssigeres, am besten das damals dafür vorgesehene. Welches Öl ist geeignet, so dass es in einer invertierten Lagerhülse länger haftet. Der Lagerdorn läuft an der Spitze der Lagerhülse auf einer Kunststoffscheibe, für die das Schmiermittel also auch geeignet sein müsste.


    Danke und Gruß
    Martin

    Liebe Forianer,


    ich hatte schon mal nach Öl für meinen Braun PS 500 gefragt (wollte den Thread nicht wieder aufwärmen, da es da auch noch um TA-Fragen usw. ging). U.a. hatte mir Joel sein Öl geschickt, das aber für invertierte Lager eine zu hohe Viskosität hatte, da es wieder auslief. Für das Tellerlager habe ich das original im Schmierplan genannte Molykote-Fett neu besorgt, es ist genau richtig. Für die Antriebsrolle (zwischen Reibrad und Tellerlager, über diese läuft der Riemen zum Subteller), ebenfalls invertiert, wird laut Schmierplan "Öl 4,2 ° E/50 ° (E 300 extra) Fa. BV Aral" empfohlen.


    Im Internet habe ich diese Angaben nicht gefunden, welches heutige Öl entspricht diesem, bzw. wie sind diese Angaben bezüglich der Viskosität zu lesen? Da invertiert, fließt mein jetziges Öl (Joels Lageröl) zum Teil wieder heraus.


    Wer kennt sich hier aus?


    Danke im voraus, Martin

    Hallo Michael,


    also ich gehe davon aus, dass die bei JPC angeboteten Platten die gleichen sind, die auch von Acoustic Sounds als Analogue Productions vertrieben werden. Ich hatte vor zwei Jahren beide Bill Evans Sunday ... in den USA dort bei AS bestellt. Die 180 Gramm Version war etwas anders eingepackt, sie hatte eine losere Plastikhülle wie auch bei den Classic Records, keine festanliegende Schrumpffolie wie die einfachere Bill Evans. Außerdem trug die teure Variante den runden Aufkleber pressed by RTI. Natürlich unterschieden sich die Platten im Gewicht, einmal 180 Gramm, die andere eben normal. Aber der Klang war exakt gleich, beide waren zu 100% von den gleichen Matrizen gepresst worden, die handschriftlichen Matrixnummern waren exakt gleich. Fazit: Klang super in beiden Fällen, für den Aufpreis kriegt man aber mehr Gewicht in die Hand und im Zweifelsfall vielleicht eine größere Garantie auf Planheit. Beide Platten haben auf der Hülle und auf der Matrize auch die OJC-Signatur, obwohl die teure Variante im Shop und auf der Rechnung die Analogue Productions Nr. tragen. Bei meiner Sonny Rollins, Saxophone Colossus ist es das gleiche: ebenfalls 180 Gr., Aufkleber von RTI, super Klang, aber eben auch OJC-Matrizen-Nummer und weißes Riverside-Label, obwohl unter Analogue Productions verkauft.
    Um die Verwirrung komplett zu machen: Meine Rollins, Way out west, und meine Evans, Waltz for Debby, gibts auch als preiswerte Varianten und als schwerere Analogue Productions. Diese haben aber schon auf dem Cover das AP-Logo und haben auch eigens gestaltete silber Labels und auch eigene AP-Matrizen-Nummern.


    Kurzum: bei den beiden Versionen von JPC machst Du keinen Fehler, nimm die 180 Gr. Bill Evans, dann hat man was in der Hand beim Umdrehen...


    Wieso der Analogue Productions-Katalog aber Eigenproduktionen und 180 Gramm-Übernahmen (offensichtlich auch der Preßmatrizen) aus dem Original Jazz Classics-Katalog von Fantasy nicht unterscheidet, bleibt vorerst ein Rätsel.


    Hoffe, ich habe neben der Aufklärung Richtung Kaufentscheidung nicht mehr Verwirrung gestiftet.


    Viele Grüße


    Martin

    Hallo Rudi,


    ich habe meine als Neuauflage vor zwei Jahren bei Acoustic Sounds in den USA bestellt. http://store.acousticsounds.co…anguard-180_Gram_Vinyl_LP. Kostete 20 Dollar. Diese ist klanglich vorzüglich und presstechnisch ohne Fehl und Tadel (bei RTI gefertigt). Diese müßte es hier auch geben, vermutlich kostet sie hier dann 20 Euro statt Dollar. Zu den Originalen: diese ist im Original, noch dazu in Mint, kaum zu bezahlen. Unter Mint würde ich sie aber nicht nehmen, da ständiges Knistern bei dieser Art von Kammerjazz mit ruhigen Passagen nicht wirklich Spaß macht.
    Fazit: obige Ausgabe ist unbedingt zu empfehlen!


    Viele Grüße
    Martin

    Hallo Thomas,


    ich habe diese Platten auch, ist bei mir das gleiche Phänomen. Auf CD habe ich von den dreien nur die Someday My Prince Will Come. Ich habe gerade mal reingehört und mit der Platte verglichen, es ist der selbe Effekt wie bei Dir. Du hast das gut beschrieben, man meint wirklich, die Instrumente stehen eher hinter- als nebeneinander. Nebenbei: Das schöne an der CD im Vergleich zur Platte ist, dass es noch zwei Titel mehr als auf Platte gibt... Ich denke, die Aufnahme bildet vermutlich die beengten Bühneverhältnisse im Montmartre ab, vielleicht saßen die ja tatsächlich beengt auf der Bühne.
    Trotzdem: wie auch die meisten anderen Steeplechase-Aufnahmen mit Chet Baker gehören sie mit zum Besten, was man nach den 1950ern von ihm kriegen kann.


    Viele Grüße


    Martin

    Hallo Udo,


    Danke der Nachfrage. Ja, die Nadel habe ich bekommen, ebenso das Öl von Joel. Der Braun läuft erst mal, ist aber noch nicht optimal justiert. Auflagegewicht habe ich mit Tonarmwaage eingestellt, Antiskating scheint eher ungenau eingestellt zu sein, da müßte ich mir mal Zeit mit der Testschallplatte nehmen. Joels Öl habe ich auf die Achsen von Teller und Antriebswelle der Zwischenrolle getan. Da das Öl leichtflüssig ist, kann es eventuell aus dem Lager wieder mit der Zeit rauskommen, da beide invertierte Lager sind.


    Zum Klang: Nadel ist die Originalnadel von Shure. Bei einigen Scheiben war ich sehr angetan, weil es insgesamt sehr rund klingt.Im Vergleich zum meinem Rega Planar 3 mit Goldring 1012 fällt mir natürlich auf, dass das Goldring, abgesehen von der höheren Auflösung, dynamischer ist und bei Jazzplatten mehr Drive hat. Aber ich wollte ja bewußt mal den Originalklang des Spielers in seiner damaligen Ausstattung hören. Da war die Shure-Nadel ein preiswerter Einstieg. Und ich habe erst wenige Stunden gespielt, die Nadel braucht mit Sicherheit noch ein bißchen Einspielzeit. Der Braun ist definitiv ein sehr schönes Gerät mit viel Charme. Alleine schon das Bedienen der Knöpfe macht Spaß, weil alles so hochwertig gearbeitet ist.


    Der größte "Knaller" war die Anschaffung eines Graham Slee 2 SE, ein reiner MM-Pre, handgebaut aus England. Ich hätte nicht gedacht, dass sich der Klang meiner Anlage so dramatisch verbessern würde. Besonders mit dem Rega, aber auch mit dem Braun verleiht der Pre soviel mehr Räumlichkeit, Tiefe und Dynamik, dass ich meine Platten völlig neu höre. Klang der Rega mit dem Goldring vorher eher etwas dünner und höhenbetonter, ist der Klang jetzt viel wärmer und stimmiger. z.B. stehen Stimmen viel losgelöster im Raum, oder ich kann bei Jazzplatten auch Bassvolumen hören.


    Ich werde mir demnächst, wenn die Kassenlage es wieder zuläßt, eins von den neuen Goldring (2300 oder so) für mein zweites Braun-Headshell anschaffen. Da muß ich nur vorher ausloten, ob die Einbauhöhe noch paßt. Ich denke, dass ich dann den Braun noch mehr ausreizen kann.


    Viele Grüße


    Martin

    Hallo Udo,


    nochmals Danke für Deine Hinweise. Ich werde es jetzt erst mal mit meinem Shure-System probieren, damit betreibe ich dann den Spieler in der damaligen Konstellation. Ersatznadel ist geordert. Die Sache mit dem Löten traue ich mir nicht zu, an mechanische Sachen traue ich mich ran, Strom und ähnliches müßte ich mir erst irgendwo abschauen. Aber ich überlege, ob ich beim Phonoverstärker nicht doch etwas mehr investiere, z.B. in den Black Cube Statement, um auf Dauer Freude daran zu haben.


    Viele Grüße


    Martin

    Hallo Udo,


    vielen Dank für Deine Tipps. Ich habe ein Shure M75, weil ich zwei Braun PS habe. Einen PS 500 in silber, bei dem ich mich aber noch um die Federn kümmern muss, da der Teller zu nah am Chassis sitzt und schleift. Und einen schwarzen PSQ 500. Beide finde ich von Design, der Verarbeitungsqualität und nicht zuletzt der Haptik einfach nur sensationell. Der Rega klingt zwar sehr gut, ist aber, was Haptik und allgemeine Materialqualität anbetrifft (man denke nur an die grauslichen Scharniere der Haube), eher besorgniserregend.
    Einen TD 146, der zur Zeit aber nicht angeschlossen ist, habe ich auch schon seit Ewigkeiten.


    Das Shure ist ein M75MB Typ 2 mit beigefarbenem Nadel-Einschub. An dem PSQ 500 ist ein Audio Technica VM 35 F verbaut, meines Wissens ist das für Qudrophonie ausgelegt und hat eine unglaublich hohe Compliance.


    So ein Black Cube Stament säße schon drin, wenn er wirklich soviel ausmacht.


    Ich höre schon seit fast 20 Jahren mit einem Rotel RA 840 BXIV-Vollverstärker, der - wie ich finde - eingentlich für seine Klasse eine gute Phonosektion (MM Und MC) hat, die aber wahrscheinlich wesentlich schlechter als ein separater guter Phonopre ist. Als Lautsprecher habe ich ebenfalls seit 20 Jaren die Zweiwege-Kompaktboxen Titus von der frz. Schmiede Triangle auf den dazu passenden Ständern, mit denen ich sehr zufrieden bin. Natürlich aufgrund der Abmessungen nicht baßstark, aber für einen kleinen Raum sehr schön klingend.
    Das Geld wandert meist in die Scheiben, aber jetzt müßte ich mal wieder in Gerätschaften investieren, wie z.B. in ein System und einen guten Phonoverstärker, um den PS 500 ans Laufen zu bringen.


    Viele Grüße
    Martin

    Liebe Forianer/-innen,


    ich möchte einen Braun PS 500 in Betrieb nehmen. Dazu möchte ich die beweglichen Teile alle richtig schmieren, also Tellerlager, Lager der Antriebskonstruktion und einen Tropfen für den Motor. Im Braun-Serviceheft, das ich mir besorgt habe, stehen leider nur die Handelsnamen von 1970 drin, aber keine Angaben zur Viskosität. Wer kann mir aus Erfahrung einen Tipp geben, welches Öl sich eignet und wo man sowas in kleineren Mengen kaufen kann (Modellbau?).


    Und: Hat jemand noch einen Tipp für ein MM-System (der Arm scheint mittelschwer zu sein), das von seiner Charakteristik gut zu dem wunderbaren Gerät paßt? Ich habe an das Shure M97xE gedacht, bin aber für andere Tipps sehr dankbar. Preislich bis ca 120 Euro Maximum, Musikrichtug vor allem Jazz, aber auch Rock und Folk. Die Einbauhöhe müßte ungefähr dem alten Shure M75 entsprechen, das mit dem Braun ausgeliefert wurde, da man ja den Tonarm nicht in der Höhe verstellen kann.
    Da ich noch einen Rega Planar 3 mit Goldring 1012 habe, fände ich einen etwas "fülligeren" Klang zur Abwechslung gut, das Goldring hat schöne Mitten, ist aber auch insgesamt etwas "schlanker". Ich möchte vor allem meine vielen Jazzscheiben "zeitgemäß" hören können, deswegen bin ich auf der Suche nach einem System, das auch nicht ganz so fein auflöst. Vielleicht auch ein Nagaoka MP 11?


    Danke für Tipps im Voraus!


    Martin

    Hallo Claude,


    habe mir auf Deine Frage hin soeben die fragliche dritte Seite angehört. Also bei mir ist alles in Ordnung, die Seite hört sich sogar sehr gut an, ganz klare Beckenanschläge und Trompetentöne, wo Verzerrungen eigentlich auffallen müßten. da mußt Du wohl Pech gehabt haben. Ich bin sogar sehr begeistert von der Preßqualität der neuen ECM-Platten.


    Gruß,


    Martin

    Guten Abend Markus,


    ich weiß, Du fragst speziell nach der Mono-Pressung. Aber vielleicht hilft Dir ja meine Erfahrung mit der Stereo-Scheibe, immerhin gleiche Firma und gleiches Vinyl. Ich habe die Stereoausgabe von Classic Records, die klingt wirklich außergewöhnlich gut. Ich denke, da dürfte die Mono genauso gut sein, klang- wie presstechnisch.


    Da Rudy van Gelder in dieser Zeit parallel Mono und Stereo aufgenommen hat, gibt es natürlich eine "echte" Mono, wenn Du die bevorzugst. Bei den späteren Aufnahmen ab 30. Oktober 1958 hat er nur noch in Stereo aufgenommen und dann für den Monoschnitt schlicht die beiden Kanäle wieder zusammengeführt. Wie ich gesehen habe, ist die 45er Pressung von Analogue Productions auch in Stereo. Man kann also auch einfach den Monoschalter am Verstärker drücken, nichts anderes hat Rudy van Gelder anscheinend gemacht. Ich finde meine Stereo sehr gut, ich finde die breite Bühne paßt auch zur Aufnahme.


    Viele Grüße


    Martin

    Hallo liebe Forumsmitglieder,


    ich habe seit dem Wochenende die Keith Jarrett da und bin wie schon einige Vorredner wirklich sehr angetan. Musikalisch war ja ohnehin hohes Niveau zu erwarten, aber auch presstechnisch sind die Scheiben sehr gut. Man ist es ja fast gar nicht mehr gewöhnt, dass neue Scheiben hundertprozentig plan sind. Die Platten liegen total flach auf, sind schön schwer und absolut sauber gepresst. Selbst in leisen Passagen gibt es wirklich keine Nebengeräusche. Auch das Cover ist ECM-typisch schön gestaltet. Gleiches kann ich auch von der neuen Enrico Rava (auch eine Doppel-LP) berichten. Habe sie erst vorhin aus dem Laden heim getragen und erst eine LP gehört. Aber auch hier: wunderschöne Musik und die Platten ebenfalls sehr gut gepresst. Das sind wirklich audiophile Pressungen, ohne das ECM einen Hype daraus macht und die hohen Preise der Konkurrenz verlangt. Für die Rava-Doppel-LP habe ich in Berlin in einem kleinen Laden (keine Kette!) 26.90 Euro bezahlt, was ich in Relation zu anderen Firmen angemessen finde.
    Kurzum: Schön, dass ECM wieder auf Vinyl presst und ein echter Kauf-Tipp meinerseits. Hoffen wir mal, dass ECM noch mehr auf Platte presst und vielleicht sogar einiges aus dem Back-Katalog der letzten 15 Jahre ins neue Vinyl-Zeitalter ;) hinüberrettet und nachträglich als Platten rausbringt.


    Viele Grüße


    Martin

    Liebe Musikfreunde,


    die Frage nach den guten Jazzplatten hat bei mir dazu geführt, mich nach ewig langer Zeit des Mitlesens im Forum endlich auch mal anzumelden (ich frage mich, wieso ich das nicht mal eher gemacht habe...).
    Bei mir fing das Jazzhören schon vor etwa 20 Jahren an, da gab es kein Internet. Also graste ich die Plattenläden ab, da kann man sich natürlich am ehesten einen Überblick verschaffen. Außerdem ist die Atmosphäre eines schönen Ladens jedem Internetportal vorzuziehen. Am besten ist es natürlcih, wenn der Plattenhändler gut beraten kann. So kann ich es auch nur jedem neuen Jazzinteressierten empfeheln, vorausgesetzt, man hat in seiner Nähe einen gut sortierten Laden mit viel Jazzscheiben. Gerade weil Jazz so verschieden sein kann, können Tipps für Neuinteressierte schwierig sein. Aber wenn man eine Scheibe gut findet, kann man sich ja im Internet bei den diversen Anbietern (jpc, amazon usw.) auch ansehen, was andere Kunden gut fanden und dann übers Netz sich einen ersten Höreindruck verschaffen.
    An Büchern kann ich empfehlen: den Klassiker von Joachim Ernst Behrendt, der ja im Anhang eine Liste mit Interpreten und wichtigen Alben hat. Sehr gut finde ich auch The Penguin Guide Jazz on CD. Ich besitze ihn in der sechsten Auflage von 2002 von Flohamarkt. Er bezieht sich zwar auf CDs, d.h. um die Sachen auf Platten zu bekommen, muss man manchmal schon etwas stöbern, was natürlich auch nicht ganz ohne Reiz ist ;)
    Geordnet ist das Ganze nach Interpreten, dann folgen Einzelbesprechungen der Alben in chronologischer Reihenfolge. Abgesehen von Geschmacksfragen (die Autoren favorisieren eher Hardbob als Jazz, wie er typisch für ECM ist), finde ich die Bewertungen im allgemeinen sehr nützlich. Es wird jedenfalls schnell klar, welche Werke heraussragend in der Diskographie eines Künstlers sind, und welche doch eher nur Mittelmaß (könne ja trotzdem noch sehr gut sein, aber eben nicht Meisterwerke). Mir hilft es, wenn ich z.B. auf Platten im Netz stoße, dann sehe ich gerne nach, um Anhaltspunkte zu haben.


    Ein paar meiner persönlichen Favoriten sind z.B.:
    John Coltrane (A Love Supreme; Crescent)
    Sonny Rollins (Way Out West; Saxophone Colossus)
    Jimmy Giuffre (The Jimmy Giuffre 3; The Easy Way)
    Wayne Shorter (Night Dreamer; JuJu; Speak no Evil)
    Herbie Hancock (Mayden Voyage; Empyrean Isles)
    Ella Fitzgerald (alle Songbooks, besonders Cole Porter, Gershwin und Duke Elllington)
    Billie Holiday (alles!)
    Sarah Vaughan (Sarah Vaughan, gibt es jetzt auch wieder bei Speakers Corner, habe die Japan-Universal, die ist superb)
    Chet Baker (bei Enja die drei Live-Aufnahmen aus dem Cafe Monmartre in Copenhagen)
    Chico Hamilton (Quintet mit Buddy Colette)
    Andrew Hill (Point of Departure: mit Eric Dolphy)
    Miles Davis (außer der schon genannten Kind of Blue und vielen anderen, die man hier nennen müßte, die Quintett-Aufnahmen mit Carter/Williams/Hancock/Sorter, also z:b. E.S.P. Sorcerer, Nefertiti usw., bevor der ganze Fusion-Einfluß Einzug hielt...)
    Art Blakey (Like Someone in Love)
    Horace Silver (Tokyo Blues, 6 Pieces of Silver, und den ganzen Rest aus den 60ern auch noch dazu..)
    Joe Henderson (Inner Urge)
    Art Pepper (Meets the Rhythm Section, klanglich super)
    Charlie Parker (sehr gut sind die für Dial aufgenommen Stücke, aber auch die Now's the TIme)
    Bill Evans (Live at the Village Vanguard; Live at Shelly Mannes Hole; Portrait in Jazz; Interplay)


    bei ECM:
    Kenny Wheeler (Angel Song, The Widow in the Window)
    Keith Jarrett Trio (Still Life; Tribute -> kriegt man beide sehr günstig noch auf Vinyl neui bei ECM und diversen Händlern)
    Charles Lloyd (leider nur bis Anfang der 90er noch auf Platte, aber die CDs klingen auch sehr gut; mein Favorit: Notes from Big Sur; wer Coltrane mag, kommt auch damit klar)


    Obige Liste ist vielleicht für manchen eine Anhör-Anregung wert, wenn auch sehr subjektiv. Orinertierung war eher an den großen Namen und Labels, man sollte auch die vielen, etwas unbekannteren Leute nicht außer acht lassen, aber dann würde die Liste drei km lang.


    Grüße,
    Martin