Posts by Interplay

    Als Neil Young noch auf seinen Ponoplayer gesetzt hat, fand er digital aber schon gut, oder habe ich da was nicht verstanden. Das, was man allgemein unter Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft versteht, hat nur zum kleinsten Teil mit der Art des Musikhörens zu tun. Der Thread wird in Kürze wieder den Weg des „früher war alles besser“ bzw. digital=leblos und analog=menschlich und warm gehen. Kurzum: was Neil Young da zum Ausdruck bringt, hat nichts mit Digitalisierung zu tun.


    Gruss,

    Martin

    Ich denke bei beiden Plattformen steht und fällt das Ergebnis mit der Ehrlichkeit und dem Geschäftsgebaren der Verkäufer, insofern finde ich es eher Verkäufer- als plattformabhängig. Viele der Verkäufer sind auch bei beiden Plattformen aktiv, manchmal allerdings mit unterschiedlichen Nicknames, was die Sache zusätzlich noch unübersichtlich macht.


    Ich habe es mir auch angewöhnt, eher bei Verkäufern zu schauen, bei denen ich schon wiederholt eingekauft habe und zufrieden war, in der Regel sind das dann Profis. Die wissen einfach, wie Platten bewertet werden, wie man sie sicher verpackt und auch, wie man mal bei einer Unstimmigkeit, die bei Platten immer mal vorkommen kann, kulant und professionell reagiert.


    Das Problem bei Discogs ist nur, dass ja fast nie die Fotos der tatsächlich angeboteten Platten zu sehen sind, anders als bei Ebay. Bei Ebay achte ich auf den Zustand des Covers und gucke, wie das Grading ist. Wenn einer ein beschädigtes Cover als NM anbietet, weiß ich schon Bescheid, wie das Grading der Platten vermutlich sein wird und lasse von dem Händler die Finger. Auch achte ich neben den Bewertungen darauf, ob die Platten unterschiedlich im Garding sind. Wenn jemand als Grading nur NM kennt, lasse ich auch die Finger davon.


    Rudis Methode, sich bei discogs Fotos vorab schicken zu lassen, ist eine gute Idee. Letztens hatte ich auch bei einer Platte nachgefragt, ob es sich wirklich um eine bestimmte Pressung handelt und schon war die Platte von einem anderen gekauft worden.

    Manchmal muß man sich bei seltenen Titeln entscheiden, ob man nochmal vor dem Kauf nachfragt oder besser schnell kauft ...

    just my 2 cents.


    Viele Grüße,

    Martin

    Ich habe subjektiv den Endruck, dass die Sonorama LP etwas besser auflöst und auch eine bessere Dynmik besitzt, möglicherweise hat man da beim Mastern etwas nachgeholfen.

    Das ist insofern erstaunlich, weil diese Sonorama-Pressung ausnahmsweise nicht vom Masterband, sondern von einer Originalpressung überspielt wurde. Aber in der Tat, die Platte klingt gut, vermutlich hat man beim Mastering das Beste herausgeholt. Ohnehin ist das Sonorama-Label einfach toll. Exzellentes Repertoire, sehr schöne Aufmachungen und Linernotes, in jeder Hinsicht tadellose Pressungen und das zu sehr anständigen Preisen. Und der Labelchef Ekkehart Fleischhammer ist auch ein sehr sympathischer Mensch.


    Viele Grüße und viel Spaß mit der bestellten Platte!


    Martin

    Hallo Dietmar,


    ich weiß nicht, ob Du in Wesel und Umgebung die Möglichkeit hast, aber Du könntest auch versuchen, die Platten auf einer PWM mit Absaugung zu reinigen. Auf einer Okki Nokki oder einer anderen Maschine dieser Art kannst Du das Mittel besser einwirken lassen als in der Knosti und hinterher rückstandslos absaugen und den Vorgang bei Bedarf wiederholen.

    Vielleicht bietet ja ein Laden sowas an (Duisburg? Moers? Oberhausen?)?


    Vieler Erfolg und Grüße an den Niederrhein


    Martin

    Hallo Stefan,


    dann kann es ja nur von den Hüllen selbst kommen. Ich hatte das Problem bislang nur im Zusammenhang mit noch nicht völlig getrockneten Platten beobachtet. Ich würde an Deiner Stelle die Hüllen, die diesen Effekt verursachen, vorsichtshalber alle austauschen. Sorry, aber dann habe ich keine plausible Erklärung anzubieten. Vielleicht eine fehlerhafte Produktion?


    Gruß,

    Martin

    Hallo Stefan,


    Trennmittel gibt es nicht. Ich kenne das genau so, wenn ich Platten nach der Wäsche zu früh eingetütet habe. Neu waschen und gut trocknen lassen und gut ist es. Kann man nicht hören, ist nur oberflächlich. Schlimmer sind so solche Spuren, wenn sie von den alten, bis in die 1970er üblichen Innenhüllen mit PVC-Auskleidung kommen. Gerne z.B. von der Deutschen Grammophon oder EMI oder CBS verwendet. Diese Ausdünstungen greifen tatsächlich das Vinyl an und sind auch nicht, wie bei Deinem Beispiel, leicht abzuwischen. Solche alten Hüllen gleich austauschen gegen die aktuell gebräuchlichen Hüllen.


    Viele Grüße

    Martin

    Hallo Matthias,


    eine gute Grundlage ist der "Klassiker" von Klaus-Joachim Behrendt: Das Jazzbuch. Der mittlerweile verstorbene Autor war Jahrzehnte lang u.a. Redakteur beim Südwestfunk (und dort Mitgründer) für Jazz und hat auch Konzerte organisiert. Das Buch gibt einen zuverlässigen Überblick über die Stile und Entwicklungen des Jazz, nennt stilbildene Interpreten und enthält auch eine Auswahldiskographie.


    https://www.jpc.de/jpcng/books…Das-Jazzbuch/hnum/2674030



    Wenn es auch englischsprachige Titel sein dürfen, finde ich persönlich den Penguin Guide to Jazz on CD (davon nicht so sehr abschrecken lassen, man kann sich auch als Plattensammler daran orientieren ;-) super; Autoren sind Richard Cook and Brian Morton; erstklassige, mit feinem Humor verfasste Rezensionen von Jazzalben aller Stile und Epochen, voluminös und enzyklopädisch, nach Interpreten geordnet; ich habe die 6th Edition, die hat über 1000 Seiten; ich kann aber nicht sagen, ob die späteren Auflagen noch in der selben Art gemacht sind; die älteren Auflagen gibt es antiquarisch auf den gängigen Plattformen;


    ebenfalls empfehlenswert der von den selben Autoren auch auf englisch verfasste "Penguin Jazz Guide. The History of the Music in 1001 Best Albums", im Prinzip die gleichen Reviews von Platten wie beim Titel zuvor, jedoch diesmal chronologisch geordnet: d.h. man kann sich z.B. durch die 1950er Jahre lesen und so rausfinden, welche Künstler und Alben ein Jahrzehnt prägten und (aus Sicht der Autoren natürlich...) absolut wichtig sind.


    https://www.jpc.de/jpcng/books…n-Jazz-Guide/hnum/5129104



    Toll ist auch die Geschichte des Blue Note Labels von Brian Cook, gibt es auf deutsch und englisch


    Hoffe, es ist was für Dich dabei bei meinen Tipps! Ich lasse es mal heute dabei bewenden, könnte aber noch etliche Titel nachschieben, vielleicht die Tage... z.B. die Labelgescchihte von Impulse, die Geschichte der Entstehung von Kind of Blue, ein Buch über Besuche bei älteren Jazzgrößen heute usw.


    Grüße,

    Martin

    Hallo Pascal,


    ich würde am Phonopre nicht ohne Not sparen, wenn es preislich für Dich machbar ist. Tonabnehmer verschleissen mit der Zeit, der Phonopre bleibt und bereitet dauerhaft Freude. Vom Gram Amp 2 SE gibt es auch eine gut beleumundete nicht selektierte Version in einem etwas schlichteren Gehäuse, den Communicator, der etwas preiswerter ist. Hier im Forum werden auch ab und zu gute Pres angeboten. Ich fand die Änderung in der Phonostufe einen größeren Schritt als den Wechsel zwischen verschiedenen Tonabnehmern gleicher Liga.


    Gruß,

    Martin

    Hallo Andries,


    nein habe ich nicht. Aber ich hatte auch davon auf der Seite von Music Matters gelesen und war etwas überrascht. Denn eigentlich hatten sie laut eigener Ankündigung die Reissue-Reihe mit den Veröffentlichungen von 2018 eingestellt. Jetzt begründen sie das Weitermachen mit dem neuen Vinyl-Material. Mir kommt da eher der Gedanke an Marketing, als das ich dort eine große Änderung erwarte. Denn die bisherigen Music Matters sind dermaßen gut gefertigt, dass man dort sowieso keine Rillengeräusche oder ähnliches vernimmt. Classic Records hatte doch auch mal ihr Special-Vinyl beworben, das Rad wurde da vermutlich auch schon nicht neu erfunden.

    Aber ich lasse mich gerne durch anderslautende Berichte eines besseren belehren. Ganz davon ab, sind die neuen Titel musikalisch "der Hammer".


    Viele Grüße

    Martin

    Hallo Pascal,


    ich habe einen sehr ähnlichen Verstärker, nämlich den Rotel RA 840 BX4. Dor war der Phonoeingang eher bescheiden, das habe ich aber erst gemerkt, als ich auf einen externen Pre umgestiegen bin. Ich habe einen Graham Slee Gram Amp 2 SE und eine Rega Fono Mini A2D im Einsatz und kann nur sagen, dass beide erheblich besser als der Phonoeingang des Rotel spielen. Der Rega ist so ungefähr die Preisklasse vom Mani und hat noch zusätzlich einen Analog-Digital-Wandler, den ich aber nicht beutze. Falls Dir das etwas zur Entscheidungsfindung hilft...


    Viele Grüße

    Martin

    Hallo Michael,


    Danke für die Info zum Phonopre. Ok, den ich kenne ich nicht, gilt aber als gut, was man so hört. Hier ist bestimmt keine direkte "Baustelle" zu erkennen ;-)

    Dann würde ich vielleicht abwarten, ob Du mal zu einem vernünftigen Kurs einen TD 125 oder 126 bekommst, vielleicht sogar mit einem Fremdtonarm. 124er ist vermutlich zu teuer, Garrard 301 und 401 ebenso.


    So fände ich persönlich einen 125er toll mit einem älteren SME 3009. Dann hättest Du mal etwas ganz anderes (schwerer Tonarm vs. leichter Tonarm jetzt). Dann würde ich, sofern der Platz es zulässt, den alten Dreher sogar behalten, auch mit dem System (wäre für einen schweren SME auch nicht optimal, da etwas zu weich aufgehängt). So hättest Du eine zweite Kette mit einem anderen Setup und anderem "Charakter". Ich finde den 125er einfach sehr schön, er ist unglaublich solide und lässt durch das wechselbare Tonarmbrett vielfältige Modifikationen zu, falls der Spieltrieb danach verlangt...

    Nur als Idee in den Raum geworfen. Ich würde, wenn es nicht eilt, auf eine günstige Gelegenheit warten, weil man so echt Geld sparen kann. Oft werden die alten Thorense etwas überteuert angeboten (für meine Empfindung), es finden sich aber ab und zu auch immer wieder Angebote (hier oder in den Kleinanzeigen), die preislich fair sind und wo Du eventuell das Gerät sogar selbst in Augenschein nehmen und selber abholen könntest.


    Grüße,

    Martin

    Hallo Michael,


    wenn Du Lust auf ein anderes Gerät hast, ist das eine Sache. Diese Lust kennt vermutlich jeder hier im Forum. Eine andere Sache ist, ob Dir ein anderer Plattenspieler klanglich besser gefallen wird. Wie wäre es denn mit einer (besseren) Phonostufe? Welche benutzt Du derzeit? Vielleicht bringt Dir das klanglich mehr und das für einen relativ kleinen Geldbetrag.


    Viele Grüße

    Martin

    Hallo Pascal,


    falls Du Deinen Mani vom niederländischen Schiit-Vertrieb gekauft haben solltest, würde ich Dir empfehlen, das Gerät möglichst innerhalb der Rücksende- bzw. gesetzlichen Widerspruchsfrist (ich glaube 14 Tage) zurückzusenden. Natürlich nur, wenn Du wirklich merkst, dass es am Mani selbst liegt. Nach meinen Erfahrungen mit Schiit (Magni 3) und deren Vertrieb in Holland kann ich nur sagen, besser Produkte anderer Hersteller kaufen. Im Netz gibt es ziemlich viele Hinweise auf mangelnde Qualitätskontrolle, der Kundenservice von Schiit in Holland versucht, alle Reparaturen usw. erstmal abzublocken, darum besser in der Frist bleiben.

    Der Service in den USA soll dagegen besser sein, aber da lohnt sich die Hin- und Herschickerei natürlich weniger.

    Aber vielleicht löst sich Dein Problem ja noch ohne Rücksendung.


    Viel Erfolg und guten Rutsch

    Martin

    Hallo Oli,

    nach Deinen letzten Schilderungen schließe ich mich den Forenkollegen an, die meinen, dass die Nadel hinüber ist. Eine verschlissene Nadel kann man auch nicht "so" erkennen, wenn die abgenudelt ist, sieht man ja trotzdem noch so etwas wie eine Nadel, nur dass sie eben an der Spitze nicht mehr den richtigen Schliff hat, was aber nur unter einem sehr starken Mikroskop zu sehen wäre. Hier kann auch zusätzlich noch die Nadelaufhängung defekt sein, z.B. Gummi verhärtet oder Spanndraht hinüber.

    Und das mit dem Auspendeln sollte auch mal nachgeschaut werden.


    Viele Grüße

    Martin

    Hallo Oli,


    ok, das hatte ich dann falsch zugeordnet, bei welchem Tonarm das Problem auftritt. Geht denn das Lager des Tomarmes leichtgängig? Liegt es vielleicht an der Endabschaltung? Die ist über eine sichelförmige "Schranke" am unteren Ende des Tonarmes (nur von unten bei abgenommener Bodenplatten sichtbar) realisiert. Diese Sichel bewegt sich mit dem Tonarm mit, wenn dieser seinen Weg über die Platte macht und unterbricht am Ende beührungslos eine Lichtschranke (Techniker mögen es besser erklären oder korrigieren). Eventuell ist diese Sichel verdreht und gibt dem Tonarm dadurch einen "Drall" in die eine Richtung? Nur so eine Idee von mir. Wenn Du Zeit hast, stell den Thorens doch mal vorsichtig auf eine Seite - natürlich vorher Teller runter und Strom raus! -entferne die Bodenplatte und gucke mal auf den Tonarm von unten und bewege ihn vorsichtig von oben. Vielleicht siehst Du etwas.

    Wer sicher helfen kann, ist das Forenmitglied Holger, der sich besonders mit den Thorensen auskennt.

    Viel Glück

    Martin

    Ich habe mir gerade einmal angesehen, mit welchem Koshin der Thorens 226 ausgeliefert wurde. Demnach könnte es ein GST 801 sein, der hat eine Antiskatingvorrichtung, die über Magnet funktioniert. Eventuell kann auch hier etwas im Argen sein, falls sich etwas mit der Zeit verstellen kann. Halte ich nicht für wahrscheinlich, aber das wollte ich noch "hinterherschieben".


    Viele Grüße

    Martin

    Hallo Oli,


    willkommen im Forum (als Aktiver;-)!

    1) Das Antiskating bedeutet, dass dem Skating, also nach dem Innenziehen des Tonarms eine Kraft entgegengesetzt wird, die den Tonarm nach außen zieht. Im Idealfall sorgt das Antiskating also so dafür, dass die bei drehendem Teller nach innen ziehende Kraft kompensiert wird.

    2) Solange der Tonarm noch schwebt und nicht auf der drehenden Platte ist, kann keine Skatingkraft wirken, höchstens Antiskatingkraft. Wenn der Tomarm nach innen zieht, sobald Du den Arm absenkst, muß es was mit dem Lager oder der Verkabelung des Arms zu tun haben, vorausgesetzt, es steht wirklich alles im Wasser. Ein gutes Lager reagiert natürlich auch schon, wenn der Spieler nur etwas schief steht.


    Nur auf die Schnelle meine Gedanken, aber es werden sich bestimmt noch Kollegen melden, die den Tonarm besser kennen. Ich kenne den nicht, meine Überlegungen sind eher allgemeiner Natur.


    Viel Erfolg

    Martin

    Komischerweise funktioniert alles wie bisher, wenn ich den Teller zum Absaugen weiter im Uhrzeigersinn drehen lasse.

    Ich glaube laut Manual sollte so aber auch abgesaugt werden, also im Uhrzeigersinn. Wenn es so einwandfrei noch funktioniert, ist eigentlich alles in Ordnung. Es reicht doch, wenn man in die andere Richtung "bürsten" kann, aber zum absaugen, kann man doch dann wieder in die 'normale' Drehrichtung schalten, oder?