Posts by ake

    Bist du dir ganz sicher, das ein in der Evolutionsgeschichte Jahrmillionen lang gewachsenes und ausgereiftes Sinnesorgan wie unser Gehör einer erst wenige Jahrzehnte alten Technik so deutlich unterlegen ist?

    Du darfst dabei nicht vergessen, für welchen Zweck die Evolution die Sinne entwickelt hat. Einer der Hauptzwecke ist das frühzeitige Bemerken von Fressfeinden. Die Hominiden waren in ihrer Frühzeit ja völlig unbewaffnet , hatten nicht mal Faustkeile oder primitive Speere. Das kam erst später. In der Frühzeit blieb nur sich in Sicherheit zu bringen und daher war es von Vorteil, nicht nur zu hören oder zu sehen, DASS da ein Fressfeind in der Nähe ist sondern auch zu erkennen, WO er ist und wie weit entfernt er ist. Da beide Augen zwecks räumlichem Sehen nach vorne gerichtet sind, blieb für das Erkennen rückwärtiger Gefahren nur das Gehör. Und genau darauf ist es optimiert: im mittleren Frequenzbereich möglichst leise Geräusche erkennen zu können und diese nach Entfernung und Richtung orten zu können. Dafür hat das menschliche Gehör eine Reihe von "Hardware-Evolutionen": angefangen vom Gehörgang (das ist nämlich ein Viertelwellen-Resonator, dessen Verstärkungsmaximum genau im Bereich 1kHz bis 3kHz liegt) über die Ohrmuschel, die wie eine Art Trichter arbeitet und quasi die wirksame "Empfangsfläche" vergrößert bis hin zu den Ausformungen der Ohrmuschel, die ein Richtungshören ermöglich (und zwar auch für rückwärtige Schallereignisse!).


    Die Entwicklung einer Technologie hingegen geht relativ schnell, wenn erstmal die Grundlagen gelegt sind und die Entwicklung nicht durch andere Ressourcenfresser gebremst werden (ich denke da z.B. an die zwei Weltkriege inkl. deren Nachwirkungen). Der Mensch kann dann sein global vorhandenes Wissen austauschen und bündeln, kann Ressourcen bündeln und er kann Themen ganzheitlich angehen. Wenn es ein Irrweg ist, kann es die Idee auch schnell verwerfen und den Ansatz ändern (so war die Wachswalze des erste Aufzeichnungsmedium, war aber so schlecht, daß man davon schnell wieder die Finger gelassen hat). Generell muß man auch feststellen, daß die technische Entwicklung mit der Einführung von Kommunikationssystemen gewaltig Fahrt aufgenommen hat. Und je mehr Möglichkeiten diese boten, desto schneller wurde es. Vor einigen hundert Jahren dauerte es Monate, bis ein Brief von Europa nach Amerika oder Asien kam. Irgendwann wurden daraus dann Wochen. Dann kam die Telegrafie und man konnte innerhalb von Minuten Nachrichten übermitteln. Dann kam das Telefon und die Forscher konnten direkt miteinander reden. Und heute hat man das Internet und kann ganze Schaltpläne, Software usw in Sekundenbruchteilen um die ganze Welt schicken. Klar, daß sich dadurch die Entwicklung deutlich beschleunigt. Und: je mehr man weiß, umso mehr Ansatzpunkte für neue Ideen gibt es.

    Die Natur hingegen kann nur einzelne Dinge in Nuancen verändern und wenn es ein Irrweg war, führt es zum Aussterben der genetischen Linie. Das alles geht über Jahrtausende und Jahrmillionen. Und vielleicht kommt auch irgendwas dazwischen wie zum Beispiel vor 65 Mio Jahren den Dinos... Dann sterben auch Erfolgsmodelle der Evolution mal aus und eine ganz andere Linie setzt sich durch, die zuvor nur eine Randerscheinung war. Die Evolution des Menschen wird auch sicher weitergehen, man kann nur spekulieren, wie der Mensch in 1 Mio Jahren aussehen wird oder ob es ihn dann überhaupt noch gibt... Und vielleicht hören wir dann überhaupt keine Musik mehr über unsere Ohren sondern die wird direkt als Gehirnstrom übertragen?? Wer weiß das schon...


    Gruß

    Andreas

    War ja auch nur ne Frage und sollte keinesfalls implizieren, daß er zu doof dazu ist... ;)

    Aber je nachdem, wie der ÜT gemacht ist, kann man sich da schon schnell mal vertun. Wenn es sich um ein Impedanzproblem handeln würde, würde wahrscheinlich auch ein krummer Frequenzgang dabei rauskommen. Ich habe das einmal bei einem 1:1 Trennübertrager erlebt, da war der Klang dann weitgehend bassfrei...


    Gruß

    Andreas

    Das ist ein DJ-Sytem (elektrisch baugleich zum OM), das man direkt an den Tonarm anstelle eines Headshells anschließt. Das passt nicht an den TP-21.

    Jein. Es gibt schon gewisse elektrische Unterschiede (Wicklungszahl / Induktivität etc).

    Daß das Concorde nicht an einen TP21 paßt ist richtig. Aber die meisten Concordes haben auch ein Halbzoll-Pendant., welches dann wirklich elektrisch identisch ist


    So wahnsinnig doll finde ich die 40er Nadel preisbezogen übrigens auch nicht. Sie ist nicht schlecht aber doch einfach zu teuer für das, was sie kann. Im Nachbarforum hat einer ein OM40 durch ein AT VM-95 SH abgelöst und war ganz begeistert vom Unterschied. Das AT ist also (seiner Meinung nach) deutlich besser und kostet nur rund die Hälfte... Das AT ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange aber es hat mit Sicherheit (auch meiner Meinung nach) das entschieden bessere Preis-Leistungsverhältnis. Ich hatte schon ne Menge Ortofon MMs und die haben mich alle wieder verlassen - bis auf das 2M Black. Das ist imho das einzige MM von Ortofon, dem man ein gutes Preis-Leistungsverhältnis attestieren kann - schlichtweg weil es das einzige wirklich gute MM von denen ist (zumindest meiner bescheidenen Meinung nach). Nebenbei bemerkt ist es imho auch eines der besten MMs überhaupt, die man neu kaufen kann.


    Gruß

    Andreas

    Daß der Verstärker an ist hab ich schon so verstanden.

    Die Frage ist, wo kommt das Brummen her? Die Regas haben da so ihre konstruktiven Mängel, die dafür sorgen können. Im Falle der Einstreuung ins Kabel liegt es weniger an Rega sondern am Prinzip Cinch-Koaxkabel (wenn es das denn ist).


    Gruß

    Andreas

    Prüfe doch mal folgendes:

    - Tritt das Brummen erst auf, wenn der Motor des Rega läuft?

    - Verändert sich das Brummen mit der Position des Tonarms über der Platte?

    - Verändert sich das Brummen wenn Du die Lage des Plattenspielerkabels veränderst?

    - Verändert sich das Brummen, wenn Du den Aufstellort des Rega veränderst, also für mehr Abstand zum Magnat sorgst?


    Gruß

    Andreas

    mit "wackeln" meine ich die Art, wie die Automatik den Tonarm bewegt

    Dann dürfte die Länge des sog. Steuerpimpel nicht optimal sein. Normalerweise werden die Dual-Arme bei allen Modellen in einer schönen und gleichmäßigen Bewegung seitlich bewegt.


    Gruß

    Andreas

    13Hz sind ja auch noch nicht jenseits von gut und Böse. Die meisten Quellen bezeichnen den Bereich zwischen 8Hz und 12Hz als optimal. Andere gehen aber durchaus auch bis 13 oder 14Hz hoch. Also ein so wahnsinnig grober Mismatch wäre das zumindest theoretisch noch nicht (da werden ganz andere Mismatches als Bundle feilgeboten). Dazu kommt bei Rega ja noch, daß die Metall-Gegengewichte auf Gummiringen sitzen (also da sind 2 Gummiringe zwischen Gewicht und Tonarm-Endstummel). Diese kommen zwar noch lange nicht einem Antiresonator nahe, wie ihn Dual früher bei sehr vielen Modellen verbaut hat (und so manch anderer Hersteller auch). Eine gewisse Entkopplung gibt es aber dennoch was die Bandbreite "erlaubter" Tonabnehmer vielleicht doch etwas erhöht. Wenn man ein "Fremdgewicht" verwendet fällt das aber natürlich weg.


    Gruß

    Andreas

    Schliesse ich diese an zb 100ohm oder 1kohm eines MC Eingangs an, funktioniert es nicht.

    Naja, funktionieren wird es schon im Sinne von es wird etwas herauskommen. Es mag sein, daß das Transientenverhalten nicht ganz optimal ist. Aber das kann man vielleicht durch Peripherbeschaltung noch optimieren. Lundahl bietet da ja durchaus ne Menge Lesestoff, vielleicht findet sich da was.


    Gruß

    Andreas

    Das Anti-Skating des RB220 ist auch nicht so starr/automatisch wie beschrieben, es gibt einen Bias-Slider, der von 0-2 einstellbar ist.

    Dann hast Du Glück gehabt. Beachte aber, daß die Skala von Rega etwa um den Faktor 2 zu hoch ist. Das heißt, wenn Du Antiskating 2 brauchst mußt Du auf 1 stellen.


    Gruß

    Andreas

    Dem Vernehmen nach sind die Excaliburs von Excel gefertigt. Excel sind Japaner und die geben ebenso traditionell wir unsinnigerweise die Compliance für 100 Hz an. Bei den relevanten 10 Hz dürfte die Compliance mind. um den Faktor 1,5 höher liegen. Damit landet dann die Grundresonanz schon etwas niedriger.


    Gruß

    Andreas

    Naja, wenn nichts am Sicherungskasten manipuliert wurde, dann fackelt da so schnell nix ab.

    Wenn Du keine Probleme mit Brummschleifen hast, dann ist die Stromversorgung in Ordnung und es besteht imho keinerlei Bedarf, da was zu machen.

    Kleiner Hinweis:

    ich habe mal meine Standard-Netzleisten gegen SUN-Leisten getauscht. Ich hatte keine Erwartungshaltung und surprise-surprise - ich habe auch nicht den geringsten Unterschied gehört...


    Gruß

    Andreas

    Frag doch mal den Händler was ein neuer Generator als Ersatzteil kosten würde. Bei den OM-Serien war das recht günstig (unter 10 Euro), bei den Concordes dürfte es aber etwas mehr sein (ist ja auch mehr Materialaufwand und hat die SME-Aufnahme). Ich würde mal grob schätzen vielleicht so um die 50€.


    Gruß

    Andreas