Posts by ake

    Soderle, melde Teilerfolg... :) Hab das jetzt mal an einer meiner beiden Paradises durchexerziert.

    Das Zappeln nach den Regulatoren ist jetzt bis auf maximal 4mV Spitze-Spitze (zumindest laut meinem nicht besonders teuren Oskar) zusammengeschrumpft. Auch ist das kein Sinus mehr sondern mehr oder weniger Rauschen mit ein paar kleinen Spikes. Am Spannungsversorgungseingang der Paradises habe ich wie vorgeschlagen 22µF angelötet, statt der 470nF am Halbleiter habe ich 1µF genommen. Davon hatte ich noch genug da...

    Bei der Gelegenheit habe ich auch an der Spannungsversorgung der Buffer noch 2,2µF angelötet, was auch die weiter beruhigt hat (da hatte ich nämlich auch Müll auf der Leitung).

    Und nein, die Buffer kriegen ihren Saft nicht von der Paradise sondern von einem extra Netzteil. Und damit sind wir schon beim nächsten Problem: wenn ich den Eingang der Paradise kurzschließe und schaue, was da noch so an Müll hinten rauskommt (HF-mäßig ist das jetzt ziemlich wenig, auch nur so um die 2-4mVss - ich glaube, damit könnte man vielleicht leben), dann bemerke ich, daß der Ausgang der Buffer einen DC-Offset hat, der floatet. Der bewegt sich laut Oszi (DC-Coupling) im Bereich mehrerer hundert Millivolt auf und ab, von Plus nach Minus. Das geht relativ langsam, eine Änderung von ca. 100mV dauert schon so einige Sekunden. Das soll so sicher nicht sein - was ist da faul? Das komische ist, wenn ich die Paradise-Platine stromlos schalte, dann ist der DC-Offset der Buffer ziemlich stabil...

    Kann es sein, daß sich die Netzteile nicht vertragen? Die "sehen" sich aber doch eigentlich gar nicht, nur GND ist über Signal-GND verbunden.


    Gruß

    Andreas

    Der Arm ist allerdings etwas schwerer (eff. Tonarmgewicht), als der Dual-Arm.

    Das stimmt so nicht ganz, das hängt vom verwendeten Headshell ab. Das Headshell, das Du verlinkt hast, ist schwerer als das originale Technics-Headshell und damit wird der Technics-Arm dann tatsächlich ca. 1,5 - 2g schwerer. Mit dem originalen Technics-Headshell hat der Technics-Arm 12g effektive Masse und meines Wissens nach sind die Dual-Arme da so ziemlich genauso schwer.

    Was allerdings stimmt: man kann den Technics-Arm durch unterschiedliche Headshells auf den Tonabnehmer "anpassen", zumindest solange es das Gegengewicht ausbalancieren kann. Den Dual-Arm schwerer zu machen wäre etwas komplizierter.


    Gruß

    Andreas

    Nein, das sind zwei verschiedene Öle!

    Bei Dir im Lift ist das Silikonöl eingetrocknet. Deshalb geht das so langsam. Deswegen zerlegen, gründlich reinigen und wieder mit neuem Silikonöl versehen.


    Gruß

    Andreas

    Auf vinylengine.com findest Du eine Menge Servicemanuals von Thorens, darunter mit Sicherheit auch welche für Modelle mit dem TP 16 (Anmeldung erforderlich - ist aber kosten- und spamfrei). Da findest Du Explosionszeichnungen der Mechanik, daraus kannst Du ableiten, wie man den Lift zerlegt. So wie ich die Thorensarme kenne, ist das relativ simpel, aber halt nur von unten zugänglich. Ich lege dazu immer ein Handtuch auf den Tisch, nehme den Plattenteller ab und entferne alle losen Teile, und dann muß man noch etwas zwischen Haube und Subteller legen (z.B. ein gefaltetes Handtuch), damit der Subteller nicht aus dem Lager rutscht. Dann den Dreher auf die Haube auf das ausgebreitete Handtuch legen - dann kommst Du unten schön ran.


    Für den Lift brauchst Du Silikonöl. Gute Erfahrungen habe ich mit Viskosität 500.000 gemacht. SME nimmt 1.000.000, das ist aber für meinen Geschmack zu zäh und der Lift könnte dann zu langsam werden oder gar nicht mehr absenken. Bevor Du da neues Silikonöl dran machst, mußt Du sowohl den Bolzen als auch die Hülse mit Alkohol reinigen (ein Wattestäbchen paßt ganz gut durch die Hülse durch - zumindest beim TP 90...). Wenn Du das gleiche Öl wie für das Teller-Lager nimmst, bekommst Du einen "Plumpslift", der ohne jede Verzögerung die Nadel runterkrachen läßt...;)


    Gruß

    Andreas

    Hallo and die Paradise-Gemeinde,


    da nun meine Umzugswehen vorbei sind habe ich nun die Zeit gefunden und meine Paradises weiter vorangetrieben.

    Leider bekomme ich aus den Regulator-Netzteilen HF-Müll. Bei der einen Kiste sind es ziemlich exakt 2,5 MHz sinusförmig, bei der anderen Kiste ist es ein hochfrequentes Gezappel, das sich wohl aus mehreren Frequenzen im MHz-Bereich zusammensetzt. Anscheinend haben beide Platinen-Paare unterschiedliche Revisionsstände, die den Unterschied verursachen. Gespeist wird die ganze Chose von den dafür vorgesehenen Netzteilplatinen, also keine "Fremdlösung".


    Nun gibt es in der Bauanleitung den Tip, an 4 Transistoren unter dem Kühlkörper Kondensatoren anzulöten, wenn da was im MHz-Bereich schwingt. Hab ich versucht, das hat das Problem leider nicht gelöst - keine Änderung. Überhaupt keine...

    Leider mogelt sich dieser HF-Müll bis ins NF-Signal durch. Ich habe sogar versucht, parallel zum NF-Ausgang der Paradise einen Kondensator anzubringen. Aber selbst das bringt keine Änderung, egal, ob ich mich da im nF oder gar im µF Bereich bewege. Ein Klappferrit an der Leitung zwischen Paradise-Out und Buffer-In bringt minimale Besserung aber eben leider nur minimal.


    Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und wie konnte er das Problem lösen? Vielleicht würde man es ja gar nicht hören aber ich würde ungern meinen Verstärker und womöglich auch die Hochtöner mit Megaherzen malträtieren (wenn dann nur mit der Band Megaherz...^^)


    Gruß

    Andreas

    sondern in reibungsarmen Lagern hängt

    Erstens das. Der Arm sollte sich zwar oberhalb der Eigenresonanz des Gesamtsystems Tonarm + Tonabnehmer nicht bewegen. Tut er aber in der Praxis doch, schon alleine weil Platten nicht absolut plan und zentrisch sind. Und eine Masse, die bereits in Bewegung ist, kann auch eine kleine Kraft zusätzlich leicht beschleunigen, auch wenn sie das bei der gleichen in Ruhe befindlichen Masse eben nicht könnte.

    Zweitens hast Du bei vielen Armen eine Mischung aus verschiedenen Materialien nebst entsprechenden Material-Übergängen. Vieles wird einfach aus Kostengründen oder der Einfachkeit halber aus Kunststoff gemacht. Und Kunststoff ist alles andere als stabil... Und ja, Kunststoff findet man auch an ziemlich teuren Armen wie SME oder so. Und auch die Verbindungsstellen sind nicht beliebig stabil.

    Und drittens muß man bei einem Tonarm immer einen Kompromiss erzielen aus Masse und Festigkeit (und natürlich Kosten...). Einen runterskalierten Doppel-T-Träger aus Baustahl kann man da halt nicht einsetzen und selbst der würde bei entsprechenden Kräften nachgeben.

    Und ja, die Kräfte sind absolut gesehen relativ gering. Aber die Beschleunigungen sind hoch. Beispiel: schau mal einen Sprungturm im Schwimmbad an. Wenn da einer am Sprungbrett langsam nach vorne geht, biegt sich das Brett ein bischen durch. Fängt der dann an, da vorne auf und ab zu springen, biegt sich das gleiche Brett um ein vielfaches weiter durch - ganz einfach durch die dynamische Belastung - sprich Beschleunigung...


    Gruß

    Andreas

    Die Nadel wird von der Rille hin-und herbewegt, d.h. der Tonarm müsste, um dieser Bewegung auszuweichen, sich ebenfalls mit gleicher Frequenz hin-und herbewegen. Die Kraft, die den Tonarm bewegen soll, ist das Produkt aus effektiver Nadelmasse x Beschleunigung durch die Rille, z.B. 0.17 mg x 5g. Dem gegenüber steht die Trägheit des Tonams (effektive Armmasse, z.B. 10 g) + Lagerreibung. Ich denke nicht, daß angesichts der Größenordnungen hier ein Problem vorliegt.

    Du gehst aber davon aus, daß der Tonarm unendlich steif ist und sich nicht verformen kann. Diese Annahme ist aber falsch...


    Gruß

    Andreas

    stellt sich doch die Frage: wieviel davon führt zu Nadelauslenkungen, die einen Strom in den Spulen induzieren, also das eigentliche Musiksignal HÖRBAR verfälschen?

    Ich glaube, andersrum wird eher ein Schuh draus: wieviel der Nadelauslenkung wird durch den Tonarm dadurch zunichte gemacht, indem er der von der Nadel ausgeübten Kraft ausweicht? Das ist imho nicht nur eine Frage der Tonarm- bzw. auch Headshellmasse sondern auch von deren Stabilität.

    Was natürlich nicht heißen soll, daß es nicht auch Verfälschungen durch Resonanzen gibt, die dem Signal etwas unerwünschtes hinzufügen. Siehe auch die Messungen, die weiter oben schon verlinkt wurden.


    Gruß

    Andreas

    Da der Nadelträger 2 in einem (vereinfacht gesagt) Gummilager 4 hängt (siehe Zeichnung aus Clearaudio-Patentanmeldung DE3036863), sehe ich nicht ganz, wie die Bewegung des Nadelträgers auf das Tonabnehmergehäuse übertragen wird.

    Nach meiner Erfahrung ist das auch in erster Linie bei Spanndraht-Konstruktionen wirklich deutlich ausgeprägt. Sowas haben nur wenige MMs aber fast alle MCs.


    Gruß

    Andreas

    Dann muss sie aber schon richtig im Eimer sein

    Muß gar nicht sein. Es ist ja allgemein bekannt, daß Versandretouren gar nicht mehr geprüft werden sondern direkt in den Müll gehen. Wenn Du da eine uralte Platte zurückschicken würdest, hättest Du ganz gute Chancen, daß das gar niemand merkt... Ob also der Retourengrund "Ware defekt" heißt oder "Ware ist gut aber gefällt mir nicht" - egal. Landet so oder so auf dem Müll, selbst wenn es ein paar hundert Euro Wert sind.

    Selbst der Gesetzgeber will da inzwischen dagegen vorgehen.


    Gruß

    Andreas

    Das ist in der Tat die Crux dabei, daß alles voneinander irgendwie abhängt. Als zusätzliche Variable kommt dann auch noch der Pegel dazu - die rechnerischen Zusammenhänge, die die Herren Thiele und Small definiert haben, gelten ja nur unter Kleinsignalbedingungen. Also rund 1 Watt Eingangsleistung. Bei 10 Watt schaut das alles dann schon wieder ganz anders aus und bei 100 Watt erst recht. Daher muß man bei der Abstimmung schon recht genau wissen, was man will, und man braucht ein leistungsfähiges Simulationsprogramm, welches alle Nichtlinearitäten berücksichtigt. Ich kenne AJ Horn aus eigener Erfahrung nicht, ich verwende LSP-CAD. Da sieht man recht schön die Einflüsse nicht nur auf den Amplitudenfrequenzgang (abhängig von Pegel und Nichtlineraitäten) sondern wie oben schon angesprochen auch die Einflüsse auf Impulsantwort Phase oder Gruppenlaufzeit. Und da kann es durchaus passieren, daß bei 1W die Impulsantwort noch ganz gut aussehen, bei 10W ist das aber nicht mehr der Fall. Auch kann es passieren, daß der Frequenzgang bei 10W schon sehr nichtlinear wird, wenn man die Nichtlinearitäten von Auslenkung oder Cms berücksichtigt...


    Gruß

    Andreas

    Es gibt das 2M als Verso-Variante, bei der das möglich ist. Da sind keine Gewinde eingelassen, stattdessen gibt es Bohrungen. Allerdings muß man zur Montage den Nadeleinschub abziehen, was die Justage nicht gerade erleichtern dürfte.


    Gruß

    Andreas

    oft sind LS mit messtechnischer Tiefbass-schwäche am Ende sogar die Besseren.

    Aktiv entzerrt kann aber jeder seinen eigenen sauberen Bass haben

    Sorry, zweimal nein...

    These 1: Es kommt drauf an, welcher Art die Tiefbaßschwäche ist. Wenn ich einfach einen LS habe in sauberer B4-Abstimmung mit Eckfrequenz bei z.B. 70Hz, dann ist der tatsächlich vorhandene Baß sauber und impulstreu und Raummoden werden nicht sonderlich stark angeregt. Klingt dann auch soweit ganz gut, sofern man ohne Tiefbass leben kann und will. Wenn ich aber einen LS, der eigentlich nur die gleichen 70Hz kann, krampfhaft auf eine Helmholtz-Resonanz von sagen wir mal 40Hz abstimme, dann bekomme ich ab 70Hz (oder auch schon ab 80Hz...) nach unten hin einen Sinkflug, bei 40Hz hab ich dann vielleicht nochmal ein lokales Maximum, das dann aber schon bei -10dB oder so. Dann rege ich zwar auch die Raummoden weniger an, das Impulsverhalten des Lautsprechers, sein Verzerrungsverhalten, Membranauslenkung etc werden aber katastrophal sein... und so klingt´s dann auch.

    These 2: Nein. Man kann aus einem LS nicht mehr rausholen, als drinsteckt! Da kann ich "entzerren" (eigentlich eher VERzerren) wie ich lustig bin, da kömmt nischt... Auch klanglich ist das ein Irrweg. Wenn ich eine bewußte Fehlabstimmung des Gehäuses habe (z.B. um Volumen zu sparen), kann die Elektronik das versaubeutelte Impulsverhalten auch nicht mehr korrigieren - da macht die Bass-Drum halt dann nicht Bumm sondern nur Plopp, weil der Baß dann zwei, drei Schwingungsperioden bräuchte, um in Wallung zu kommen - und da ist das Signal halt schon vorbei... Man hört dann bestenfalls die Oberwellen. (Und ja, bevor Du fragst: ich hab das durchaus schon mal ausprobiert, ein PC-Subwoofer mit Visaton AL 200 im geschlossenen Gehäuse - dat wird nix...;))


    Gruß

    Andreas

    aber gerade im Bass haben es die Entwickler auch sehr schwer da dieser immer in erster Linie vom Raum bestimmt wird. Der Raum macht den Bass

    Nur zum Teil. Auch der LS kann im Baß große Fehler machen. Der Amplitudenfrequenzgang ist dabei nur ein Parameter, auch Impulantwort, Gruppenlaufzeit und Membranauslenkung spielen eine große Roll. Hier kann ein Boxenbauer eine Menge falsch machen und ohne ein leistungsfähiges Simulationsprogramm ist man hier aufgeschmissen.


    Gruß

    Andreas

    Also ich bin mittlerweile echt froh über DAB in meinem Auto. Endlich Rockantenne bayernweit und rauschfrei und nicht nur verrauscht / halb mono und nur im Nordosten Münchens... Und für´s Auto reicht die Klangqualität auch, mehr als "Optimod" schon kaputt gemacht hat, kann die Datenreduktion auch nicht mehr kaputt machen... (mal ehrlich: der Sound über UKW ist ja auch klanglich zum k...).


    Gruß

    Andreas