Posts by ake

    Hallo Matthias,


    ich hab quasi nen Rega "geschlachtet". Das hatte den Vorteil, daß alles zusammenpasst: Motordrehzahl, Pulley, Riemen, Subteller, Teller.
    Welcher der beiden Premotec-Motoren besser ist? Schwer zu sagen... Der 110V-Motot hängt halt starr an der Netzfrequenz. Wenn diese konstant ist, läuft er auch konstant, wenn diese abweicht, läuft der Motor halt falsch... Der 24V-Motor hat ne Regelung, zumindest im Verbund mit dem großen Netzteil, welches einen Wechselspannungsgenerator beinhaltet.
    Zum Plattenteller: es gibt die Original-Rega-Teller: Sperrholz (Planar 1 und 2) - den kannst Du vergessen. Glas (Planar 3 und ich glaube auch 5) - der ist gut und preiswert (neu ca. 70 Euro), man sollte aber den Filzlappen weglassen. Der Filzlappen raubt dem Klang einiges an Leben und Energie und ist obendrein ein Staubfänger par excellence sowie ein Generator für elektrostatische Ladung. Dann gibt's noch den Keramikteller der Topmodelle - den kenne ich nicht. Dann gibt es von Scheu einen 13mm-Acrylteller für ca. 130 Euro, der ist nen kleinen Tick besser als der Glasteller. Und dann gibt's noch z.B. bei Phonophono zwei Acrylteller von einem mir nicht bekannten Hersteller. Einer hat auch 13mm, den kenne ich nicht. Der andere hat 24mm, den hatte ich mal - der ist aber klanglich sowohl dem Rega-Glasteller als auch dem Scheu-Teller unterlegen. Er klingt irgendwie in den Mitten verfärbt und etwas leblos. Und last but not least habe ich von Musical Life einen Teller aus Schiefer bestellt. Den habe ich aber noch nicht, kann also über diesen noch nichts sagen.


    Wenn Du aber das Scheu Lager nehmen willst, mußt Du wohl auch nen Scheu Teller nehmen, der auf das Lager paßt. Damit bist Du aber auch auf einen außen laufenden Motor fixiert. Praktischerweise gibt's den dann auch bei Scheu;-)) Die Rega Motoren passen dann natürlich nicht, zumindest nicht mit dem Original-Pulley.


    Zum Tonarm: wenn Du einen kommerziellen Tonarm kaufst, so ist immer der Montageabstand angegeben. Das ist dann der Abstand Mitte des Plattentellers zur Mitte des Tonarmschaftes. Dann muß man halt den passenden Ausschnitt anfertigen, was bei den meisten relativ einfach ist weil rund. Es gibt aber auch Ausnahmen wie z.B. SME oder VPI. VPI ist auch einfach, aber halt anders, SME ist etwas aufwendig... Meine Erfahrung hat gezeigt, daß man vor der Anfertigung des Ausschnitts und ggf. Bohren der Schraublöcher erstmal die Ausrichtung des Tonarms prüfen muß. Sonst kann es passieren, daß man den Arm befestigt und stellt dann fest, daß er sich nicht ganz über die Platte schwenken läßt oder ähnliche Scherze... Auch den Abstand Plattenteller-Oberfläche und Tonarm-Montageebene sollte man bei der Planung im Auge behalten.


    Gruß
    Andreas

    Hallo Matthias,


    mein erster Selbstbau (und bald auch der zweite) wird mit Komponenten von Rega laufen: Lager vom Planar 3 (mit ca. 70 Euro recht preiswert und trotzdem sehr gut), Motor und Riemen ebenfalls. Hier gibt's aber schon Variationsmöglichkeiten: den "kleinen" Antrieb mit dem 110V Premotec-Motor und dem passiven Phasenschieber oder die hochwertigere Variante mit dem 24V Premotec-Motor mit kleinem oder großem Netzteil. Es gibt also 3 Varianten. Die Motoren sind geometrisch weitgehend kompatibel, zumindest von der Befestigung her. Der 24V-Motor baut aber tiefer.
    Beim Teller gibt's dann mehrere Optionen: DIY, Rega-Glas (ohne Filz-Staublappen ist der gar nicht schlecht), Scheu...


    Für das Chassis habe ich Alu und Acryl abwechseln übereinander geschichtet.
    Und ob Du's glaubst oder nicht: das Ding bringt meinen Vyger Baltic M in Verlegenheit (und der kostet 5kEuro...).


    Gruß
    Andreas

    Hallo,


    ich weiß, daß immer wieder mal Gerüchte über einen eliptischen Schliff umhergeistern. Aber die Nadeln sind definitiv rund! Es heißt auch immer wieder mal, Denon hätte das DL103 "heimlich" überarbeitet und insbesondere die Compliance erhöht.


    Nur: warum sollte Denon Produktverbesserungen verschweigen? Die wären doch schön blöd... Ergo: die (ur)alten Daten werden von der Realität sooo weit nicht entfernt sein.


    Und last but not least: meine DL103 (eines ca 2000 und das andere 2009 gekauft) verhalten sich an einunddemselben Tonarm ziemlich ähnlich und auch mein R ist davon nicht gar so weit weg. Und das beobachtete Verhalten spricht nicht für eine Compliance, die sich nennenswert über den angegebenen 5µm/mN bewegt.


    Gruß
    Andreas

    Hallo,


    zwei Beobachtungen von mir:


    - erstens haben sowohl das 103 als auch das 103R Rundnadeln und keinen eliptischen Schliff (ich hab's unterm Mikroskop angeschaut); insofern kann ich Fossi nicht ganz verstehen, der sagte, was ein Retipping eliptisch gegen eliptisch bringen soll
    - das 103R KANN dem 103 überlegen sein - muß aber nicht; das hängt vom Tonarm und der Phonostufe ab


    Gruß
    Andreas

    Hallo,


    Automatikfunktionen werden imho völlig überschätzt.
    Zum Auflegen der Platte muß ich doch eh aufstehen und zum Plattenspieler hin - dann kann ich doch auch gleich den Arm positionieren und Absenken. Rein vom Aufwand her ist das nicht nennenswert mehr, als nen Knopf zu drücken.
    Nach Ende einer Seite muß ich wieder aufstehen und die Platte umdrehen - dann kann ich wieder den Arm positionieren und absenken.
    Die Platte wechseln tut ein Vollautomat auch nicht und wenn ich die Wiedergabe unterbrechen will, muß ich auch hin und den Lift betätigen.


    Also, wirklich was gewonnen hab ich beim Vollautomaten / Halbautomaten nicht. Ich muß nur den ganzen Klapperatismus mitbezahlen, der noch dazu einer guten klanglichen Performance im Weg steht. Zum einen budgetmäßig und zum anderen muß das Chassis hohl und dünnwandig sein, was Resonanzen fördert...


    Gruß
    Andreas

    Hallo Bernd,


    also Komfort in allen Ehren, aber war Dein "alter Herr" nicht in erster Linie durch den Klang beeindruckt?
    Das angepeilte Modell ist (wenn ich mich nicht täusche) ein alter Dual, der von Sintron unter dem Namen Thorens neu aufgelegt wurde. Und zwar keiner der Hochwertigeren...
    Da würde ich lieber nen "manuellen" Spieler nehmen, bei dem das Geld in den Klang gesteckt wurde und nicht in Schalter und Hebelwerk.


    My opinion...


    Gruß
    Andreas

    Hallo,


    ob das Gerät "neuwertig" ist sagt diesbezüglich gar nichts. Eine schlecht gemachte Lötstelle, z.B. an einer Cinchbuchse, zu wenig Lötzinn etc und schon bricht die Lötstelle bei mechanischer Belastung. Diese kann vom Ein- oder Abstecken von Kabeln stammen, vom Ausdehnen warm werdender Bauteile etc. Und schon hast Du einen Haarriss in der Lötstelle, die sich beim Warmwerden möglicherweise öffnet.
    Also, mal reinschauen und die Lötstellen einer Sichtprüfung zu unterziehen und verdächtige Lötstellen nachlöten kann nicht schaden.


    Gruß
    Andreas

    Hallo Wolfgang,


    ich hätte noch ne Idee aus meinem leidvollen Erfahrungsschatz anzubieten:
    wenn die Cinchstecker der Tonarmkabel aus Metall sind, dann liegt der Minuspol des Tonabnehmers auf diesem Cinchstecker-Metall an. Wenn die sich dann auf gut blöd berühren kann es genau zu dem Effekt kommen, daß ein Kanal nicht geht. Das könnte erklären, warum es zunächst nicht ging und dann plötzlich schon.


    Gruß
    Andreas

    Hallo Gemeinde,


    ich habe heute einen gebrauchten Vivid-Two bekommen. Leider ohne Unterlagen... :thumbdown:


    Um nun eine Basis dafür schnitzen zu können müßte man erstmal den Montageabstand zum Tellerlager wissen. Der Verkäufer meinte 250mm Abstand und 18,5mm Durchmesser. Zumindest letzteres ist schon mal falsch... und zum Montageabstand schrieb die LP einst was von 210mm. Also auch ein klitzekleiner, unwesentlicher Unterschied...


    Was stimmt nun?
    Im Net hab ich leider nüscht dazu gefunden, selbst bei Jelco steht alles - nur nicht das Wichtigste.


    Kann mir jemand eine belastbare Aussage zum Montageabstand geben?
    Hat jemand das komplette Datenblatt / Manual, das er mir kopieren / einscannen könnte?


    Gruß
    Andreas

    Hallo,


    zur Waage: sicherheitshalber vorher testen; eventuell ist unter dem Plastik Metall, also einfach mal mit nem Magneten drangehen und schaun, ob sich die Waage "angezogen fühlt"


    zum Gewicht: einfach ausprobieren; Project liefert ja zumindest für die einzeln erhältlichen Arme mehrere Gegengewichte - vielleicht hast Du auch noch welche im Karton oder sie wurden versehentlich nicht mitgeliefert?? Ansonsten einfach mal mit Beilagsscheiben spielen, die zunächst mal mit Tesa drankleben und schaun wieviele Du brauchst...


    Gruß
    Andreas

    Hallo,


    was meinst Du mit "beim Hochfahren des Liftes pendelt der TA immer noch"?
    Senkt sich das System denn ab, wenn Du den Lift absenkst? Wenn ja und der Arm schießt beim Anheben etwas übers Ziel hinaus ist alles in Ordnung. Im Gegenteil: wenn der Arm beim Anheben kurz abhebt spricht das nur für die gute Qualität der Armlager.


    Was die Waage angeht: Metalloberfläche ist per se nicht wild, aber das Material MUSS nicht-magnetisch sein. Wenn es magnetisch ist, geht das Metall mit dem Tonabnehmer eine innige Verbindung ein, bei der Nadel und Nadelträger hops gehen... Also unbedingt vorher testen, ob das Ding magnetisch ist!!


    Gruß
    Andreas