Posts by ake

    Der Spanndraht, den die MCs fast ausnahmslos haben, macht sich da sicher auch bemerkbar. MMs hingegen haben nicht alle einen Spanndraht.


    Daß MCs in der Regel impulstreuer klingen hat zum einen elektrische Gründe (Stichworte Induktivität und Schwingkreis) und zum anderen mit der Compliance, die bei MMs in der Regel deutlich höher ist. Letzteres ist auf den ersten Blick ein Widerspruch - man sollte meinen, daß eine hohe Nadelnachgiebigkeit zu einer leichteren Auslenkbarkeit und damit Impulstreue führt. Aber eine niedrigere Compliance führt bei vielen Tonabnehmer-Tonarm-Kombinationen zu einem Überschwingen bei Impulsen, was diese wiederum betont. Et voila, das MC klingt impulsfreudiger...


    Gruß

    Andreas

    Irgend jemand muss doch vorteile davon haben an diesem unglückseeligen und heutzutage in fast jedem neuen Baustein oder Autoradio anzutreffenden mp3 getöns wo direkt oder indirekt an der Datenrate rumgeschraubt wird und der gute Klang darunter leidet.

    Wenn schon Digital dann bitte Ausnahmslos und ohne jegliche Abstriche in voller Auflösung, und dann gäbe es sicherlich auch weniger zu kritisieren am Digitalen Klang im allgemeinen.

    Die Realität ist doch, daß unsereiner eine verschwindend kleine Minderheit des Publikums ist. Die Musik bewußt hört und dann auch noch guten Klang haben will...

    Die breite Masse hört Musik als Berieselung und da ist die Qualität herzlich wurscht. Hauptsache es stampft irgendwas vor sich hin und irgendein Stimmchen sondert auch noch was ab. Beim Text geht's dann schon los, da achtet heutzutage so gut wie niemand drauf. Nur so können doch "Lieder", wo der halbe Text aus Lalala besteht, zu Hits werden...

    Und im Auto ist es "wichtig", möglichst viele Lieder auf einem Datenträger zu haben. Ob oder wie das ganze dann noch zu bedienen ist, ist dann auch schon wurscht. Bei BMW hieß es damals, bei 1000 Titeln ist Schluß, mehr wird nicht mehr angezeigt...

    Tja, und in der Musikindustrie hat sich leider das Credo durchgesetzt, daß nur Titel mit so gut wie keiner Restdynamik kommerziell erfolgreich werden können. Da ist wohl irgendwann mal ein totkomprimierter Titel ein großer Hit geworden und seither muß eben alles totkomprimiert sein. Wenn dann auch noch "Optimod" seinen Senf dazu gibt, wird die Musik oft genug gar ins Gegenteil pervertiert. Siehe Metallica "Nothing else matters" - die eigentlich 10dB lauteren Passagen sind gefühlte 10dB leiser als die eigentlich leisen Passagen... unhörbar...:wacko: Aber leider sind Metallica ja auch schon auf den Zug aufgesprungen, siehe Death Magnetic und Selfwired to dingenskirchens... Beide musikalisch eigentlich sehr gut aber klanglich absolut ungenießbar (die Death Magnetic clippt sogar heftigst...):thumbdown:


    Gruß

    Andreas

    In der Tat, dürfte, geht man davon aus, vielleicht doch eher, und noch einmal vielleicht.


    Gibt es da Wissen dazu oder basiert das alles auf Vermutungen?

    Kennt jemand Fakten?

    Nun ja, Anfang der 90er Jahre habe ich tatsächlich einen Sender von innen gesehen. Bereits damals kam die Musik in aller Regel von der Festplatte, gesteuert von einer SW, die den Moderator gleich noch mit Infos zum Programm gefüttert hat ("und zum 23. Todestag von X spielen wir nun Y..."). Plattenspieler und CD-Player hatte man aber nach wie vor im Studio stehen. Für besondere Gelegenheiten...

    Und bereits damals gab es Optimod. Wobei man das eigenlich besser und treffender Worstmod getauft hätte...:cursing:


    Gruß

    Andreas

    Radiosender arbeiten in der Tat in aller Regel mit mp3 oder ähnlichen Formaten von Festplattenservern. Der unterschiedliche Klang dürfte von unterschiedlichen Settings des Soundprozessings stammen, da man möglicherweise am Wochenende oder an Feiertagen ein anderes Zielpublikum im Visier hat. Unter der Woche geht man davon aus, daß die Leute im Auto, im Büro oder in der Küche hören - per definitionem also mit minderwertiger Hardware. An Feiertagen oder am WE vielleicht doch eher zu Hause auf der Anlage, also mit potentiell besserem Equipment. Also komprimiert man da die Dynamik nicht ganz so sehr und dreht vielleicht auch den Exciter etwas zurück...


    Gruß

    Andreas

    und der Strom heruntergeregelt.

    Nicht wirklich: eigentlich sind Konstantspannungs-Ladegeräte der Standard (zumindest im Automobilbereich) und da geht der Strom von alleine runter, je voller der Akku wird.

    Aber mit 5A Ladestrom ziehst Du eh keine Wurst vom Teller. In Autowerkstätten sind Ladegeräte mit >70A die Regel...;)

    Mit diesen kleinen Ladegeräten mußt Du damit rechnen, daß Du mindestens genauso lange laden mußt, wie Du hörst. Wenn also der Akku am Wochenende während einer langen Hörsession schlapp macht, ist die Musik zu Ende. Mal eben zwischenladen fällt aus...


    Gruß

    Andreas

    ich benutze eine von Ortofon

    So eine elektrische Ortofon hatte ich auch mal - zeigte nur Mist an und reagierte obendrein auf Magnetfelder (die ein Tonabnehmer nun mal erzeugt...). Hab ich inzwischen dem Wertstoffhof zugeführt...


    Gruß

    Andreas

    So wie ich den Tonarm kenne sollte die Compliance des Tonabnehmers nicht zu niedrig sein, sogar eher möglichst hoch. Bei der Ortofon 2M Serie käme eine mittlere Compliance einher mit einem relativ hohen Eigengewicht, das würde vielleicht auch noch passen. Allerdings haben die 2M jetzt nicht unbedingt das beste Preis-Leistungsverhältnis (vielleicht mit Ausnahme des Black, welches ich persönlich zu den besten MMs überhaupt zähle - und in diesen Sphären sind Preise ja immer relativ...;)).

    Auf einem Denon DP-37f, der meines Wissens nach einen vergleichbaren oder vielleicht sogar identischen Tonarm hat, habe ich die besten Erfahrungen mit einem ollen ADC XLM gehabt. So richtig gut war das allerdings auch nicht, von daher ist Alexandro's Einwand nicht so ganz unberechtigt...


    Gruß

    Andreas

    Das funktioniert nicht - das Ortofon gibt es nicht als T4P-Version, das kannst Du am JVC nicht montieren. Außerdem ist das serienmäßige Audio-Technika-System des JVC (wenn es denn nicht ersetzt wurde) mit einer brauchbaren Nadel mindestens (!) genauso gut wie das 2M Red.

    In den USA gibt es für diese Audio-Technika-T4P-Abtaster auch bessere Nadeln wie die normale gebondete Ellipse. Ist halt eine Frage des Geldbeutels...


    Gruß

    Andreas

    Naja, eigentlich nicht. Die Bahngeschwindigkeit und damit die Reibung ändert sich ja auch. Es gabe auch Plattenspieler, bei denen sich der wirksame Hebel der Antskatingvorrichtung über den Plattenradius verändert hat. Dual hatte sowas glaube ich mal, vielleicht auch noch andere.


    Gruß

    Andreas

    Man könnte auch Frischhaltefolie außen um das Chassis wickeln bevor man ein Klebeband anbringt. Dann haftet das Klebeband nicht direkt am Furnier.

    Bitte auch unbedingt die Haube abnehmen oder ein weiches Handtuch zwischen Haube und Zarge legen. Sonst schlägt die Haube bei der Fahrt immer wieder ein paar Millimeter auf und wieder zu.


    Gruß

    Andreas

    Am einfachsten ist es, eine Nadel aus der Ortofon OM-Reihe zu kaufen. Je nach Anspruch und Geldbeutel die Nadel 5E (die ist ab Werk dran), die 10, 20, 30 oder 40. Die 10 ist technisch identisch zur 5E, der Mehrpreis erschließt sich mir da nicht so ganz. Die 20er ist dann schon eine echte Ellipse mit nacktem Diamant, die 30er hat einen Fine-Line-Schliff und natürlich ebenfalls einen nackten Diamanten und die 40er hat einen Gyger II Schliff und selbstverständlich ebenfalls einen nackten Diamanten.

    Das Preis-Leistungsverhältnis der 30er finde ich ehrlich gesagt etwas problematisch. Sie klingt kaum besser als die 20er, hält aber etwa 1,5 mal so lang. Dennoch finde ich den Mehrpreis als zu happig. Die 40er ist ne andere Liga aber ob Dein (mit Verlaub) einfacher Project das umsetzen kann?


    Gruß

    Andreas

    Aber ich würd einfach meinen, ein mehrere Dekaden rumgelegener Gummi ist nicht mehr so flexibel wie nach Fertigung, also Alterung

    Viele (wenn nicht sogar die meisten) Tonabnehmer-Hersteller verwenden vorgealterte Gummis, die dann ziemlich langzeitstabil sind. Die Systeme, bei denen man von verhärteten Gummi hört bzw. liest, sind allesamt aus einer Zeit, wo man diese Möglichkeiten vielleicht noch gar nicht hate bzw es nicht für nötig befunden hat. Welcher Tonabnehmer-Hersteller sah in den 70ern schon das Ende der Vinylära kommen geschweige denn sein eigenes Ende? Da ging man eben davon aus, bis in alle Ewigkeit Ersatznadeln bauen zu können...


    Gruß

    Andreas

    Fehlpressung ist ja sehr relativ...

    Von der Dark side of the moon gab es am Anfang auch mal eine Pressung, mit deren Dynamik die meisten damaligen Plattenspieler nicht klargekommen sind. Heute sind das gesuchte und teure Raritäten, die für mehrere tausend Dollar gehandelt werden... Und selbstredend kommen heutige Tonabnehmer auch spielend damit klar. Deine Platte ist jetzt halt noch etwas extremer geschnitten.


    Gruß

    Andreas

    Soweit ich mich erinnern kann sind doch die Rega-MC-Tonabnehmer spanndraht-freie Konstruktionen während so gut wie alle anderen MCs einen Spanndraht haben. Das könnte meiner Einschätzung nach der entscheidende Punkt sein was zu der Folgerung führt, daß ein ebenfalls spanndraht-freies MM an dem relativ leichten Tonarm zur Lösung führen könnte. Leider gibt es nur wenige MMs, die tonal einem typischen MC vergleichbar sind, die meisten MMs klingen deutlich heller. Als Kandidaten würden mir einfallen Ortofon 2M Black, Reson Reca, Cambridge P77 oder Nagaoka MP 500. Alles keine Billigheimer und das Cambridge gibt es noch nicht mal mehr in neu (das Garrot P77 soll aber baugleich sein - soll sein...).


    Gruß

    Andreas

    Hat denn die Platte einen sichtbaren Höhenschlag? Dann könnte es vielleicht helfen, diese zu "bügeln". Rein von der Musik bzw. der Drehzahl her kann ich mir ein vertikales Zittern eigentlich kaum vorstellen. Es kann höchstens sein, daß eine leichte Welligkeit der Platte durch die höhere Drehzahl die Anregung in einen Bereich bringt, der beim Rega-Setup zufällig der vertikalen Resonanzfrequenz entspricht.


    Gruß

    Andreas

    Ich würde mal behaupten, früher wurden Lautsprecher in erster Linie durch Erfahrung optimiert. In den 80er und 90er Jahren fand dann ein Übergang zur Optimierung per CAD statt. Das hat dann dazu geführt, daß in erster Linie preiswerte Lautsprecher erheblich besser wurden. Die Topmodelle sind sicher im Detail auch ein wenig besser geworden aber nicht so deutlich. Und natürlich spielt auch die Erfahrung der Entwickler nach wie vor eine Rolle, etwa bei Auswahl von Art, Menge und Platzierung von Dämpfungsmaterialien oder der Gehäusekonstruktion. Und natürlich auch beim Feinschliff der Chassis, wobei gerade hier die größten Fortschritte der erheblich verbesserten Simulations- und Meßtechnik geschuldet sind. Ob man das dann im täglichen Gebrauch hören kann ist eine andere Frage und andere Faktoren sind sicher mindestens ebenso maßgeblich (Auslegung der Box wie z.B. Abstrahlcharakteristik und das dann in Kombination mit der Raumakustik). Wenn Dir also der vorhandene Lautsprecher gefällt sehe ich nicht unbedingt einen Grund, einen Neuen zu kaufen.


    Gruß

    Andreas

    Audio Technica AT-LP120X

    Den würde ich mir mal näher anschaun. Hanpin (der eigentliche Hersteller) steht zwar in dem Ruf, eine lasche Qualitätskontrolle zu haben und es kann passieren, daß man mehrfach umtauschen muß, bis man ein mängelfreies Exemplar erwischt. Aber das gleiche passiert bei anderen Herstellern auch, selbst wenn deren Produkte technisch weitaus weniger anspruchsvoll sind.

    Auf der Habenseite hätte der Audio Technika:

    - Direktantrieb

    - Drehzahlumschaltung (kein Teller abnehmen und Riemen per Hand umlegen)

    - abnehmbares SME-kompatibles Headshell

    - regelbares Antiskating (beileibe nicht selbstverständlich heutzutage)

    - mittelschwerer Tonarm, an dem so ziemlich alle bezahlbaren Tonabnehmer gut laufen

    - eingebaute Phonostufe (abschaltbar)

    - für seine Ausstattung recht preiswert


    Gruß

    Andreas