Posts by ake

    Wenn man mit der tonalen Auslegung der Audio Technikas klarkommt, ist das AT VM-95 ML sicherlich das Angebot mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Der Schliff klingt extrem sauber und unverzerrt, setzt aber leider auch pingelige Justage voraus, um so sauber zu klingen.


    Gruß

    Andreas

    Nochmal zum Verständnis: Shibata ist ein scharfer Schliff mit 0,6

    Microline (AT-VM95ML) ist ja sogar noch schärfer, also wahrscheinlich auch 0,5 bis 0,6, oder?

    "Fineline" ist also nicht "Microline", wenn ich das richtig verstehe, klingt nur so ähnlich...

    Shibata und Microline sind beides scharfe Schliffe, richtig. Wie gesagt kann ein bischen Feintuning des Antiskating durchaus noch angebracht sein, der Faktor 0,6 ist ein Richtwert, ein Anfangswert für die Optimierung.

    Und ja, Fineline ist etwas anderes als Microline. Die Fine Line dürfte ein hyperelliptischer Schliff sein (auch wenn ich noch keine Hyperellipse unterm Mikroskop gesehen habe). Rein optisch sieht der Fineline aus wie eine Ellipse, nur mit größerem vertikalen Verrundungsradius.


    Vom Vinylmaster Red halte ich nicht sonderlich viel. Zu viele Verzerrungen und fehlende Informationen im Hochton. Da ist das Denon DL 110 trotz ebenfalls nur elliptischem Schliff eine ganz andere Hausnummer.


    Gruß

    Andreas

    Interessant ist, dass der Test mit der Spitze trotzdem bei den meisten TA in gewissem Sinn "funktioniert", also dachte ich mir, als grobe Einschätzung wäre er vielleicht irgendwie doch zu gebrauchen

    Er funktioniert eben nicht sondern führt zu völlig falschen Einschätzungen und Einstellungen. Die Ergebnisse, die Du da erhältst, sind reiner Zufall.

    Über das Thema Antiskating streiten sich bis heute die Gelehrten. Da gibt es hier im Forum auch einen umfangreichen Thread dazu. Wenn Du mal Zeit und Lust hast, kannst Du den ja mal durchlesen.

    Meine Erfahrung zeigt, daß man mit folgenden Richtwerten nicht so falsch liegt. Feintuning kann dennoch notwendig sein. (Legende: AS=Antiskating, AK=Auflagekraft)

    Rundnadeln (=Sphärisch = Konisch): AS = 1x AK

    Elliptisch, Fine Line, Hyperelliptisch: AS = 0,8 x AK

    Scharfe Schliffe (also quasi alle anderen als die Vorgenannten): AS = 0,6 x AK

    Letztere Empfehlung deckt sich übrigens auch mit der Empfehlung, die Aalt van den Hul für seine Tonabnehmer gibt. Ein Indikator, ob man zumindest grob richtig liegt, ist der Nadelträger: wird der auf die sich drehende Platte abgesenkt und in eine Richtung gezogen, ist das AS falsch. Bleibt er mittig, dann stimmt es zumindest grob.


    Gruß

    Andreas

    Bleib beim Denon. Wichtig ist, daß Dir der Klang gefällt, alles andere ist schnuppe.

    Und der "Test" mit der glatten Plattenseite ist zu 100% nichtssagend!!! Die Reibung der NadelSPITZE auf der Platte ist eine völlig andere als die Reibung der NadelFLANKEN an den RillenFLANKEN... Ob das Antiskating es schafft, die Nadel nach außen zu ziehen oder nicht, ist völlig wumpe und ohne die geringste Aussagekraft. Stell das Antiskating bzw. dessen Skalenwert für die elliptische Nadel auf ca. 80% der Auflagekraft.


    Gruß

    Andreas

    KEINEN Nadelschutz, wenn man mein LW kennt, ein großes Problem.

    Den Vertrieb gestern angerufen, HEUTE per UPS einen passgenauen bekommen.

    Für den Service: GROßES KINO, High-Fidelity Studio!!

    Sowas ist heute leider alles andere als selbstverständlich, daher sollte man sowas wirklich lobend erwähnen :thumbup:


    Gruß

    Andreas

    Von den mir bekannten Audio Technikas liegt das AT 33 PTG mit Abstand am nächsten bei den DL103-Qualitäten bzw. -Eigenschaften (Tonalität, Spielfreude, Impulstreue). Wobei ich das normale DL 103 sogar ein bischen besser finde als das DL 103-R und so richtig gut werden die Denons eigentlich erst, wenn man sie in einen Alu-Body umpflanzt.


    Gruß

    Andreas

    Soweit ich weiß, sind das Schrauben, die man nach Abziehen des Nadeleinschubs austauschen kann. Ggf muß man auf die Form des Schraubenkopfes aufpassen, ich könnte mir vorstellen, daß das Senkkopfschrauben sind.


    Gruß

    Andreas

    jedoch ist die Maßgabe 100-150 Euro damit um ein Vielfaches überschritten und damit nicht hilfreich.


    Also gibt es kein wirklich sinnvolles System im Bereich der 150 Euro zu dem Arm und dem Verstärker?!

    Genau deswegen habe ich ja angeregt, die Investition in eine neue Zarge und Boden zu überdenken und das frei gewordene Budget in den Tonabnehmer zu stecken.

    Das mit einigem Abstand beste System um die 150 Euro ist das Audio Technika AT VM-95 ML. Angeblich läßt sich eine M2 Schraube durch das eingelassene M2,5 Gewinde problemlos durchschieben (hab ich gelesen aber nicht selbst ausprobiert). Der Haken dabei ist, daß die ATs als relativ kritisch ggü der Abschlußkapazität gelten. Vielleicht wäre es eine Option, den Phonoeingang des Verstärkers zu modifizieren? Einfach den eingebauten Kondensator gegen 50...100pF tauschen (lassen)? Die Materialkosten wären nicht der Rede wert, blieben noch die Arbeitslohnkosten. Bei einer Werkstatt kann das dann schnell dreistellig werden, je nachdem, wie aufwändig das Zerlegen des Geräts ist.

    Aber anscheinend willst Du krampfhaft Dein Geld am falschen Ende investieren, also da, wo Du am allerwenigsten davon hast. Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, daß es für einen Laien erstmal schierig ist, zu verstehen, daß ausgerechnet das kleinste Teil am Plattenspieler den größten Einfluß auf den Klang hat. Und das Drumherum bei einer gewissen Grundqualität keinen Unterschied mehr macht... auch wenn da am meisten Material drinsteckt. Aber wenn man ihm das dann sagt und das wird dann konsequent ignoriert... aber bitteschön, mein Geld ist es ja nicht...:rolleyes:


    Gruß

    Andreas

    Zu deinem Vorschlag des TAs: auch da scheinst du nicht hier meine Fragestellung gelesen zu haben.

    Ich habe das 2M Black nicht einfach mal so empfohlen: es würde zum Tonarm passen und zu den Gegebenheiten mit den rund 300pF (wenn Du das Kabel kurz hältst und ein kapazitätsarmes Kabel auswählst, kannst Du da deutlich unter 100pF kommen).

    Überhaupt würden die meisten MM- bzw- MI-Systeme zum Tonarm passen. Für viele davon ist eher die Abschlußkapazität von rund 300...350pF das KO-Kriterium. In dieser Disziplin gehören die Ortoföner eindeutig zu den gutmütigeren Systemen, auch wenn die 2M Serie nicht mehr ganz so gutmütig ist, wie die "alten" OM oder VM Serien. Dafür mußt Du bei Ortofon halt die Kröte des eher schlechteren Preis-Leistungs-Verhätnisses schlucken. Anders ausgedrückt, Du mußt schon das jeweilige Topmodell der Serie nehmen, um eine wirklich gute Nadel zu bekommen. Das 2M Black ist nebenbei bemerkt eines der besten MMs, die ich kenne (und die wenigen anderen auf dieser meiner Liste sind entweder noch deutlich teurer oder schwer bzw. nur gebraucht zu kriegen).


    Gruß

    Andreas

    dass die preise 9 zoll zu 12 zoll so differierten fand ich

    immer schon merkwürdig, weil der Material-Mehr-Aufwand

    bei den aufgerufenen Preisen bedeutungslos ist.

    Naja, nur der Materialaufwand des Armrohres ist es ja nicht. Du hast bei einem 12-Zöller erheblich geringere Stückzahlen, weil es verhältnismäßig wenige Laufwerke gibt, wo ein 12er draufpaßt. Und Du hast trotzdem die gleichen Werkzeugkosten, die auf diese geringe Stückzahl umgelegt werden muß. Und damit meine ich jetzt nicht nur die Werkzeugkosten zur Fertigung des Tonarmes selbst, sondern auch die Kosten für die Verpackung! Für das Styropor innen genauso wie für die Pappe außenrum. Will alles bezahlt sein...


    Gruß

    Andreas

    eine MDF Zarge und eine MPX Bodenplatte

    Was versprichst Du Dir denn davon? Das Laufwerk ist doch über Federn davon entkoppelt, da macht sich die Zarge akustisch nicht bemerkbar. Klar, wenn die Original-Zarge optisch lädiert ist, könnte ich verstehen, daß Du da abhelfen willst. Aber rein akustisch wird Dir das nix bringen und ist nur rausgeschmissenes Geld. Geld, das beim Tonabnehmer deutlich besser und "klangbringender" angelegt wäre. Vielleicht ein Ortofon 2M Black Verso?


    Gruß

    Andreas

    Kaum ein Dreher bietet mehr Wartungsaufwand wie ein Dual aus der 10xx oder 12xx Serie.

    Ein 1019 ist in der Tat eine Zicke - wehe der läuft nicht, dann ist guter Rat teuer...

    Aber die 12xx sind doch extrem robust!? Wenn man da nicht rohe Gewalt anwendet, kriegt man die eigentlich nicht kaputt...


    Gruß

    Andreas

    vielleicht gibt es hier Experten, die mal die Physik, die hinter dem Einspielen steckt erklären. Zu behaupten die Gummisicke, die Zentriereinheit oder die Membran müssen eingespielt werden, ist für mich nicht ausreichend. Ich würde gerne genau wissen, was dahinter steckt; wenn denn was dahinter steckt. Schließlich produzieren die LS Hersteller mit Bauteilen, deren Eigenschaften und üblicherweise auch deren zeitliches Verhalten in Datenblättern definiert sind.

    Wenn der Hersteller jedoch Material verwendet, das eingespielt werden muss, wer garantiert dann, das dieses Material nicht weiter altert, denn Einspielen ist nichts anderes als Alterung

    Auch wenn ich nicht verbriefter Experte bin versuche ich´s mal. Immerhin hat man ja mal studiert...


    Wenn Materialien mechanisch, thermisch und / oder chemisch bearbeitet werden, ändert sich deren innere Struktur. Vielleicht hast Du schon mal etwas vom Vorgang des Stahl härtens gehört. Oder daß ein Metalldraht irgendwann bricht, wenn man ihn immer wieder an der gleichen Stelle knickt. Genau darauf läuft es hinaus - und das gilt nicht nur für Metalle sondern im Grunde für alle Materialien. Ein Produkt ist ja so designt, daß es nach der Einspiel- oder Einfahr- oder Einlaufphase möglichst lange optimal funktioniert. Da nimmt man dann auch Nachteile in den ersten Betriebsstunden in Kauf. Beim Auto ist es noch am wenigsten direkt nachvollziehbar, höchstens indirekt: ein schlecht eingefahrener Motor hat etwas weniger Leistung / Drehmoment, braucht für gegebene Fahrleistungen mehr Sprit, und irgendwann auch viel Öl. Wenn Du bei einem 15 Jahre alten Auto alle 1000km einen Liter Öl nachschütten mußt, weißt Du jetzt warum...;)

    Bei elektronischen Bauteilen ist das ganze auch meßtechnisch nachweisbar (wenn man weiß, WAS man messen muß). Am einfachsten nachvollziehbar ist der gute alte ohmsche Widerstand, der sich im Laufe der Bauteilalterung verändert. Die ersten Betriebsstunden verändert er sich relativ stark, dann kommen viele Jahre, wo der Wert ziemlich stabil ist und sich kaum verändert. Irgendwann beginnt er dann wieder sich stark zu verändern und das ist dann das gewisse Alter, wo es dann eben zu Funktionsfehlern kommt, weil eben so mancher Arbeitspunkt nicht mehr stimmt und vielleicht als Folge davon irgendwas abraucht.

    Beim Lautsprecher ist es ähnlich. Auch hier kann man zumindest einen Teil der Effekte ganz einfach meßtechnisch nachweisen: die Thiele-Small-Parameter ändern sich (teilweise um 20% oder mehr). So sinkt bei einem Tieftöner zum Beispiel die Freiluftresonanzfrequenz und die Gütewerte ändern sich (in erster Linie natürlich Qms, also die mechanische Güte, aber als Folge davon auch die Gesamtgüte Qts). Oder auch Cms (Nachgiebigkeit der Aufhängung). Bei Chassistest von Klang&Ton und Hobby-Hifi wird auch regelmäßig darauf hingewiesen daß die Chassis vor dem Meßdurchgang eingespielt werden und wie sie eingespielt werden. Bei Mittel- und Hochtönern spielen die Thiele-Small-Parameter keine so wirkliche Rolle, die grundsätzlichen Effekte sind aber die gleichen. Auch hier verändern sich die Eigenschaften der Membranaufhängung. Es verändern sich aber auch die Eigenschaften der Membran selbst. Um letzteres nachzuweisen müßte man allerdings schon einen Klippel-Analyser auffahren...


    Gruß

    Andreas

    Und wenn das nicht so lange dauert, warum hat das der Hersteller nicht schon gemacht?

    Nun ja, das Einspielen dauert so ungefähr 20-40 Stunden. Die Zeit hat ein Hersteller nicht bzw er hat nicht den Platz um all die Lautsprecher, die gerade eingespielt werden, auch unterzubringen. Das könnte maximal ein superteurer High-End-Hersteller machen, der nur 2 oder 3 Paare im Jahr verkauft... ;)

    Macht die Automobilindustrie auch. Bevor die Test-Redakteure die Autos bekommen, kommen die zuerst mal auf den Prüfstand

    In der Automobilindustrie gehen die Uhren völlig anders - da hängen schließlich Menschenleben von der korrekten Funktion ab! Daher landet jedes (!!!) Auto vor der Auslieferung auf dem Prüfstand (und nicht nur auf dem Rollenprüfstand sondern auch auf anderen Prüfständen...). Da werden Tests gemacht, die meilenweit über das hinaus gehen, was man so vom TÜV her kennt.


    Gruß

    Andreas

    wie sind dann alle Tests der Audio Zeitschriften, die jemals LS getestet haben zu bewerten? Und was ist mit Hörproben in HiFi Studios und auf Messen?

    Ganz einfach: die werden vor dem Test bzw. der Vorführung eingespielt. So wahnsinnig lange dauert das ja nicht und man muß dazu ja nur einen Tuner dudeln lassen oder einen CD-Player auf Endlos-Wiederholung stellen. Bei einem Tonabnehmertest hätte ich da eher Bedenken - Vollautomaten mit Endlos-Wiederholung gibt es ja nicht mehr. Ob da alle 20min einer die Wiedergabe neu startet?


    Gruß

    Andreas

    Irgendwann hat dann jemand gemerkt, dass die ganzen Blechteile nicht unbedingt klangfördernd sind.

    Warum sollte dies der Fall sein? Während die Platte abgespielt wird, ist die Mechanik doch so gut wie vollständig ausgekoppelt und steht still...


    Gruß

    Andreas

    Ich fand das MC3 turbo dünn, blutleer und fahrig. Ein Baßmonster ist das DL 110 auch nicht, klingt aber imho doch deutlich musikalischer (wie auch immer man das definieren mag). Man kann es vielleicht auch als natürlicher beschreiben. Und das auch schon frisch aus der OVP.


    Gruß

    Andreas