Posts by johnny.yen

    Hallo Peter,


    bei den Jelco-Armen mit innenliegender Spitzenlagerung fühlt sich Spiel im Horizontallager ähnlich an wie Spiel in der Vertikallagerung. Je nach Bauart (mit Dämpfung oder ohne) lässt sich das Horizontallager entweder von unten oder oben nachstellen. Wie das genau beim Transrotor-Jelco gelöst ist, weiß ich leider nicht.

    Solches Spiel im Horizontallager ist mir bisher bei gebrauchten Jelcos, die ich in der Vergangenheit hatte, ziemlich regelmäßig untergekommen.


    Grüße und viel Glück mit dem Arm, Brent

    Dass das hier noch niemand verkündet hat.

    Hab's eben erst in Deinem Beitrag gelesen. Nikki Sudden habe ich etliche Male live gesehen, das letzte Mal einen Monat vor seinem Tod, "unplugged" in einer Berliner Buchhandlung. Dave Kusworth habe ich nur einmal live erlebt, 1995 in einem Laden am Rosenthaler Platz:



    Schade, schade. Wenn ich mich mit einer Berliner Freundin treffe, hören wir spätestens ab 23:00 nur noch Jacobites-Platten.


    Betrübt, Brent

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    Das wollte ich immer schon einmal ausprobieren - ein Linn Karma aus den 1980ern. So ein altes Linn-MC hatte ich noch nie, bisher nur ein Arkiv und zweimal das gräßliche Klyde.


    Das Karma ist leider nicht meines, sondern gehört einem Bekannten, für den ich es verkaufen soll. Die Nadel hat ihre beste Zeit wohl hinter sich.


    Trotz erster hörbarer Abnutzungsanzeichen (leicht erhöhte Abtastgeräusche) bin ich ziemlich positiv beeindruckt von dem Oldie und denke gerade über einen Ankauf nach. Leider muß ich dann wohl auch noch die Kosten für ein neues Phonoboard und ein Retipping einkalkulieren. Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass sich das wirtschaftlich nicht so richtig lohnt.


    Grüße & schönen Sonntag noch, Brent

    Moin,


    seit dem Wochenende neu: ein Ariston RD-50


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    Nicht viel dran, ein schottisches Budget-Deck aus der John-Carrick-Ära nach Peter Dunlop und Hamish Robertson: Jelco-Arm, Premotec-Motor, Plattenteller vom Standard RD-40, Zarge aus zwei vollflächig verleimten MDF-Boards. Praktisch alles weggespart oder improvisiert. Etwas fragwürdig ist die von Onkyo zugekaufte Plastik-Bodenwanne samt Füßen und der Putzschwamm, der wohl die Wanne ruhigstellen soll.


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    Aber Plattenhören geht prima und Aussehen tut er auch ganz nett. Solange man die Wanne dranlässt


    Grüße von der Ostsee, Brent

    Dafür nervt es aber auch längst nicht so sehr wie ein AT-20. Ich empfinde die AT-15/20-Familie nach wie vor in jeder gehörten Kombination als überbrillant und etwas grell. Mein letztes NOS AT-20 Sla habe ich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte gegen ein OM-30 getauscht.


    Alles Geschmackssache, aber mir scheinen die Ortofon OMs und VMSe das beste Match mit dem TP-16 auf dem 126er zu sein.


    Grüsse, Brent

    Hallo Jo,


    Peter Dunlops erstes Modell war der (das?) originale "Systemdek" von 1979, sollte wohl zuerst "Aristodeck" heißen und ist noch bei Ariston entwickelt worden. Der Systemdek konkurierte mit Linn LP-12, Ariston RD-11 oder dem Mission 775 und bewegte sich auch preislich auf ähnlichem Niveau. Ein flach gebautes Subchassislaufwerk mit fast 5 kg schwerem Gußteller und Tonarm nach Wahl.


    Anfang der 80er kam der Systemdek II als günstigeres Einsteiger-Laufwerk auf den Markt, ebenfalls mit gefedertem Subchassis, aber mit einem leichteren Glasplattenteller und einem runden Gehäuse aus Aluminium. Der originale Systemdek wurde modelgepflegt und in Systemdek III umbenannt.
    Der Systemdek II war auch als IIs mit schwererem Gußplattenteller erhältlich.


    Mitte der 1980er zogen dann sowohl der Systemdek II als auch der Systemdek III in neue Holzzargen um und wurden zu IIx und IV, letzterer mit einer neuen elektronischen Geschwindigkeitsumschaltung und dem passenden Namenszusatz "Electronic". Die Motorregelung gabs dann auch für den IIer, der Gußteller des IIs verschwand, dafür gab es für den IIx Electronic einen dickeren Glasteller.
    Sowohl der IIx als auch der IV waren später dann auch mit externer Motorregelung erhältlich, statt "Electronic" hiessen die Kisten dann IIxe und IVe.


    Anfang der 1990er kam ein Budget-Modell ohne Subchassis und wechselbares Armboard ins Programm, der Systemdek I-900. Der IVer wurde irgendwann eingestellt, IIx und IIxe wurden nach Modellpflege zu IIx-900 und IIxe-900 und bekamen optionale Acrylplattenteller.


    Dem I-900 folgte dann der I-920 mit Rega RB-250, dem IIx-900 der 2X2 und dann war Systemdek irgendwann pleite.


    Am interessantesten sind wohl die großen Modelle, eben der Original Systemdek, der IIIer und der IVer. Am leichtesten zu finden sind die IIer, wobei ich die originale Alutonne nicht so gelungen finde, IIxer sind schöner. Nach einem Ier muß man nicht dringend suchen, ist letztlich sowas wie ein Rega Planar 2, der nicht brummt. Einige IIxer, die ich gesehen bzw. gehört habe, wiesen hörbares Motorbrummen auf. Bei einem etwaigen Kauf würde ich auch sowas unbedingt achten.


    Wert und Klang orientieren sich natürlich auch immer am verbauten Tonarm, sofern vorhanden.


    Grüße, Brent

    Moin,


    mir fällt da auch noch ein Kandidat ein, der Hitachi HT-860. Der hat eigentlich alles außer Titelsprung und Programmierbarkeit.

    Riesentrumm, 15 kg schwer, 33 cm Teller, Aluzarge mit Subchassis, VTA-Justage im laufenden Betrieb justierbar, Pitchdisplay, motorgetriebene Armsteuerung, Plattengrößenerkennung, selbstverständlich auch fernbedienbar.


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    Das einzige Exemplar, das ich je hier hatte, schien auch von spezialisierten Werkstätten nicht reparabel. Zwei DIN-A4-große Elektronikplatinen voller Rätsel. Kann ich nicht wirklich empfehlen, aber zumindest befindet man sich damit schon im Vollautomatik-Olymp.


    Grüße, Brent

    Ist das bei dem Dreher sehr aufwendig?

    Ja, ziemlich, um an den Liftantrieb zu kommen, müßen Bodenwanne und die Gußzarge auseinander. Das ist leider nicht einfach mit dem Abschrauben des Bodens getan, dieser ist vielmehr selbst das Subchassis. Wobei der PL-600 noch zu den vergleichsweise gut zu zerlegenden Pioneers gehört.


    Probleme mit der Automatik und Geräusche vom Armantrieb sind leider typisch für die Pios, Hauptdrama sind aber die Gummis der Subchassisfedern, die man praktisch immer ersetzen muß.


    Wenn er denn läuft, ist das ein prima Gerät, kann ich sehr empfehlen.


    Viele Grüße, Brent

    Moin Lars,


    falls Du derjenige bist, der bei eBay-Kleinanzeigen in Schleswig-Holstein aktuell einen Bodenplatte für den SL-Q2 suchst, kann ich Dir gern Hilfe anbieten. Also SL-Q2 angucken, das vorhandene System prüfen und gegebenenfalls justieren. Eine Bodenplatte habe ich leider auch nicht, aber schon einige in der Vergangenheit geklebt, typischer Versand- oder Sturzschaden.


    Ich wohne in Eckernförde, bei Bedarf funk mich einfach via "Konversation" an.


    Grüße, Brent

    Hallo und Moin,


    die Ortofon OM-System weisen leider häufiger Kanal- oder Totalausfälle auf. Ein OMB-10, das nur noch einseitig spielt hatte ich sicher schon rund ein Dutzend mal zuhause. Deine Fehlerbeschreibung entspricht genau den üblichen Symptomen, Brummen und leise Wiedergabe, die durch Übersprechen aus dem noch intakten Kanal entsteht. Ursache ist ein Bruch in den Spulendrähten, meines Erachtens irreparabel, da ein OM beim Demontieren meist zerstört wird.


    Nicht so schlimm: ein neuer OM-Generator ohne Nadel ist nicht teuer. Besorgniserregender ist das Ergebnis mit vertauschten Anschlüssen, hier spricht dann einiges für ein Kontaktproblem oder einen Defekt am Phonoeingang.


    Viele Glück, Brent

    Moin Nadja,


    gratuliere, so eine Kiste hatte ich auch zwei, drei Jahre in Betrieb, ich glaube sogar einige Zeit mit einem AT Signet TK-5E.


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    Realistische Preise liegen für den SM-3009 II S2 bei rund 300,- € incl. Original-Headshell und Kabel, Top-Exemplare womöglich mit originaler Verpackung auch über 400,-. Das Technics-Laufwerk gibt's mit Haube und den Unterstellfüßen für ca. 300,- und der Tonabnehmer liegt so um die 100,- €.

    Eine Endabschaltung hat die Kombi natürlich nicht, mußt also nichts dran reparieren.


    Viel Spaß damit und viele Grüße in den Osten, Brent

    Aber ich finde den FR-24 MKII echt klasse.

    Das geht aktuell leider vielen so und lässt die Preise anziehen. Meines Erachtens der japanische Tonarmklassiker schlechthin. Gehört wie das AT-24 zu den Geräten, über deren Verkauf ich mich etwas ärgere.


    Ich hatte den FR gleichzeitig mit einem AT-1010 in Betrieb und muß zugeben, dass der Unterschied zwischen dem Oldie und dem 80er Jahre High-Tech-Arm für mich kaum wahrnehbar war.


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    Grüße, Brent

    Was war dein Favorit? AT-1010 oder Mission?

    Der Mission, den AT-1010 habe ich überwiegend mit MCs betrieben. Den Mission kann man zwar recht genau bedämpfen, aber das AT-24 lief auch ohne Anpassung gut, sowohl nach Test-LP als auch nach meinem Hörempfinden.


    Trotzdem würde ich Dir jetzt nicht zwingend zum Kauf eines 774 raten, der Arm ist gut und recht preiswert zu haben, die Verarbeitung mindert den Spaß aber erheblich.


    Den SME 3009 improved habe ich immer wieder versucht, gern zu mögen, weil mir die Optik gut gefällt. Aber letzlich spielt damit fast jedes System weicher und unpräziser als mit anderen Armen. Dazu habe ich irgendwo sogar einen zeitgenössischen Test gelesen, in dem die starken Resonanzen des Armrohrs auch meßtechnisch belegt waren.


    Grüße und viel Glück bei der weiteren Suche, Brent

    Moin Alex,


    ich hatte vor Jahren mein AT-24 am schwereren Audio Technica AT-1010 und am Mission 774, dem originalen John Bicht-Arm. Wahrscheinlich hatte ich es auch irgendwann im SME 3009 II improved und am Linn Akito.


    Ist mir nirgendwo dumm aufgefallen, spielte immer prima und ich vermisse mein Exemplar noch heute.


    Grüße, Brent