Posts by johnny.yen

    die Systemdecks basieren doch auf den Rega-Komponenten oder?

    Nein, das sieht nur ähnlich aus. Die Lager sind schon eigen, sogar der Systemdek I-920, der eigentlich fast genau wie ein Rega aussieht, hat kein Rega-Lager.


    Beim Systemdek II ist die Sache noch etwas spezieller - die Lagerachse hat eine Fräsung, durch die das Öl irgendwie "umgewälzt" werden soll, das funktioniert mit dünnflüssigerem Öl gar nicht vernünftig - oder nur mit häßlichen Schabgeräuschen. Das von Dir gelesene und die bisherigen Tipps waren also genau richtig.


    0,8 ml HP 90 (Hypoid Gear Oil) schreibt Systemdek in der Anleitung für den II und III.


    Grüße, Brent

    Moin Rainer,


    keine Sorge, das ist der Standardfehler beim 505-4. Es gibt da einen kleinen Plastikhebel, der den Einschalter betätigt. Die Achse, auf der dieser Hebel sitzt, ist mit einem Schmiermittel gefettet, das mit den Jahren zäh und hart wird.


    Im Moment hilft es oft, den Arm einfach so oft von der Armstütze zu heben und über die Platte zu führen, bis sich dieser Hebel 'mal wieder bewegt, langfristig muß das verhärtete Fett entfernt werden.


    Dazu nimmst Du das Chassis aus der Zarge: an der Rückseite das Halteblech für die Kabeldurchführungen abschrauben und dann die beiden Transportsicherungsschrauben lösen. Die Schrauben etwas herausziehen und Richtung Chassiskante kippen, dann kannst Du das Chassis aus der Zarge nehmen. Einfacher und sicherer wird das, wenn Du den Plattenteller vorher abnimmst - siehe Bedienungsanleitung.


    An der Unterseite des Chassis kannst Du den Plastikhebel nach Entfernung eines Sprengrings von seiner Achse nehmen. Einfach alles mit Waschbenzin oder Teslanol reinigen und neu mit geeignetem Fett oder Haftöl fetten.


    Viel Erfolg, Brent

    Mein aktueller Zweitdreher ist ungefähr so alt wie ich. Ein dänischer Delphon GS-65 mit Acoustical All-Balance Arm. Alu, Bakelit und Patina.


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    Seit gerade eben wieder einsatzbereit, habe heute vormittag zwei passende Lagerkugeln für die Tonarmvertikallager gefunden. Jetzt brauche ich nur noch das Innenleben des Headshells. Sogar die Geschwindigkeit stimmt nach Motorüberholung, aber trotzdem fühlt sich der Dreher mit Höhlenmenschen-Beat wie den Troggs oder den Cramps am authentischsten an.


    Grüße, Brent

    Da würde ich glatt von ausgehen. Ich habe trotz längeren Rumgeklickes nicht einmal herausgefunden, wie das Unternehmen heisst oder in welchem Land es beheimatet sein soll. Keine Anschrift oder rechtliche Angaben, teils auf Spanisch, Photos aus irgendwelchen Webshops und aus eBay zusammengesammelt. Domain existiert seit einem Monat, Website seit einer Woche.


    Entweder nur eine Seite, die den Wert der Domain steigern soll - dann ist eine etwaige Bestellung gar nicht möglich oder wird nicht berbeitet - oder eine Betrugswebshop, dann kannst du zwar bezahlen, bekommst aber nix.


    Grüße, Brent


    Edit: Oh, hab auch zu lange getippt...

    Hallo Tony,


    ich hatte 'mal einen LMF-1 auf einem SEE Revolver und gleichzeitig einen weiteren Revolver mit Revolverarm ≈ Mision 774LC ≈ Jelco SA-250ST. Der - bis auf die Gegengewichtsachse - komplett aus Metall gefertigte Jelco wirkte haptisch und mechanisch überzeugender als der ADC - in der Praxis taten sich die Arme aber nicht viel. Mit einem AT-3100 XE spielte der ADC eher etwas knackiger und präziser als der Revolverarm mit Ortofon MC-1 Turbo. Beide Arme empfand ich von der Klangqualität als deutlich besser als meinen damaligen SME 3009 II.


    Einen LMF-2 hatte ich später nochmals auf einem Technics, bot ebenfalls eine anständige Performance. Mit einem Tonabnehmer wirklich hoher Nadelnachgiebigkeit habe ich die ADCs aber leider nie getestet - etwas ärgerlich, denn dafür sind sie ja ursprünglich designt worden.


    Technisch ähneln LMF-1 und LMF-2 hinsichtlich des Aufbaus den Linn Basik-Armen vom gleichen Hersteller. Ob hier auch die gleichen Probleme wie bei den Linn-Armen auftreten - die Horizontallagerkugeln fräsen sich eine Rille in ihre Messing-Laufflächen - weiß ich nicht, meine beiden ADCs liefen einwandfrei und ich mußte sie nicht zerlegen. Lift ist wie bei Linn etwas unpräzise und gelegentlich sieht man ADCs mit abgesackter Gegengewichtsachse.


    Grundsätzlich halte ich die Dinger aber für preiswerte, kompetent gemachte, kompakt gebaute Arme, die auf fast jedes Laufwerk passen und mit der Mehrzahl aller Tonabnehmer zurecht kommen.


    Grüße, Brent

    Und noch was zum Quintett Black: es ist ein MC-Tonabnehmer alter Schule, niedrige Spulenimpedanz = niedrige Abschlussimpedanz, Niedrige Ausgangsspannung = hohe Verstärkung, und will als solches auch so gehandhabt werden. Das gilt ganz besonders für die S-Variante.

    Eigentlich nicht, die Quintets haben wie fast alle "modernen" Ortofon MCs einen Innenwiderstand von 5 Ohm, die klassischen SPU und MC-10/20/30 liegen bei zwei bis drei Ohm. Und wo unterscheidet sich die Version mit Saphirnadelträger denn elektrisch von der Borvariante?

    Hier ist auch die Einstellung der korrekten Tonarmhöhe von großer Bedeutung, und zwar nach Klang, und nicht exakt parallel. In der Regel hinten etwas höher.

    Hm, nach Klang justieren? Ich würde mich da eher an der Physik orientieren und für einen SRA etwas über 90° sorgen. Bei Parallelität vom Systemboden zur Schallplatte haut das beim Quintet Black sogar ganz gut hin.


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    Ansonsten stimme ich Dir zu, der Kenwood-Arm wäre sicher die bessere Option.


    Grüße, Brent

    Hallo und Moin,


    kurz noch mein Senf zum Thema: ich bin durchaus der Meinung, dass man mit einem TP-16 hervorragende Ergebnisse erzielen kann - allerdings sicher nicht mit einem brettharten MC. Dafür ist der eher leichte Arm nicht ausgelegt.


    Ich hatte selbst aus Neugier kürzlich ein Quintet Black gekauft und war etwas enttäuscht. Ich wollte ein System mit geringer Nadelnachgiebigkeit für einen immer noch recht schweren, frisch überholten Lenco-Arm mit Edelstahllagern.

    Ich empfand schon die Machart als nicht so sonderlich prickelnd (fetter Stein an massiven Borstab geklebt), aber klanglich hat mich das überhaupt nicht vom Hocker gerissen. Tonal alles in Ordnung, aber flach und eindimensional, machte einfach nicht an.


    Tastete super sauber ab, kein Zischeln oder andere Mängel. Lief an 100 und 560 Ω mit gleichbleibender Langeweile. 😞


    Grüße, Brent

    Hallo und Moin,


    falls ein geeigneter MC-Eingang vorhanden ist, sagt man dem AT-OC9ML eine ähnliche Charakteristik bei etwas hellem, aber stimmigem Klangbild nach.


    Ein Audio Technica AT-VM750ML gibt es meines Wissens gar nicht, Typo? Es gibt ein VM750SH mit Shibata-Schliff und ein VM740ML mit MicroLinear-Schliff.


    Aber was ist denn mit dem AT-440MLa? Wenn das System noch vorhanden ist, würde ich einfach die VM-7x0?? Nadel testweise draufstecken, mechanisch passt das. Alternativ gibt es auch zumindest noch Ersatznadeln für das AT-440MLb, wobei ich eigentlich davon ausginge, dass die bis auf eine höhere Nadelnachgiebigkeit den aktuellen Nadeln von VM-540ML und 740ML entsprechen.


    Grüße, Brent

    Hi Nadja,


    das ist ein CEC TA-1, der Tonarm des CEC ST-9003. Ein paar Infos gibt es unter anderem bei der Vinyl Engine


    Der Arm wurde meines Wissens vom deutschen Vertrieb für den Relaunch von CEC Anfang der 1980er in Europa geordert. Zusammengeschraubt in Dänemark oder Deutschland.


    Irgendwer hier im Forum hatte in den 2000ern 'mal einen und war trotz der eigentümlichen Optik ganz angetan. Viel wert sind die nicht, bei eBay meist um die 200,-, liegt womöglich am häßlichen CEC Wechselheadshell.


    Grüße von der Küste, Brent

    Ich habe mir ein Phono Kabel konfigurieren lassen.

    Ich hatte selbst zwar nie einen Perspective, aber ebenfalls 'mal einen 2Xperience. Mit dem hatte ich erhebliche Brummprobleme, zumindest mit der beigelegten Verkabelung. Ein selbstkonfektioniertes Koax-Kabel mit Masse verstärkerseitig auf der Schirmung hat Abhilfe gebracht, später habe ich dann einfach ein Connect it CC benutzt.


    Ich habe den 2Xperience sehr ausführlich mit meinem damaligen TD-126 III verglichen, beide mit Ortofon OM, 30er und 40er Nadel. Im direkten Vergleich nahezu ein Patt. Hat meine Meinung über Pro-Jects gründlich geändert. Und wie gesagt, der Perspective gefiel mir auch gut - nur die Optik ist nicht meins.


    Grüße, Brent

    Hallo A.K.,


    im Falle von Linn K9 und K18 ist ein Upgrade durch eine neue Nadel eher schwierig, die Systeme waren ja bereits mit Micro-Linear-Schliff ausgestattet. Linn bezeichnete das als "Vital". Shibata wäre da eher ein Schritt zur Seite, nicht zwingend eine Verbesserung


    K9:


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    K18:


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    Grüße, Brent

    Hallo und Moin,


    ich hatte heute eine NOS Audio Technica ATN-15 Nadel in der Post, in Zafira-Verpackung mit Aufdruck "SHIB." und "Diamant garanti d'origine". Ich kannte diese Nadeln bisher nur mit nackten Diamanten als ATN-15Sa, diese hier hat aber einen gefassten Stein. :rolleyes:


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    Nadel wirkt unbenutzt, der Nadelträger weist aber starke Oxidationsspuren auf, da war so ein kristallines Zeug dran, das ich abgebürstet habe. Der Nadelträger selbst ist zwar konisch, wirkt aber etwas plumper als beim ATN-20 Einschub. Auf der Oberseite gibt's eine blaue Farbmarkierung.

    Kennt jemand unter Euch diesen Nadeleinschub, oder kann mich über die blaue Markierung aufklären?


    Viele Grüße, Brent

    Moin,


    Martin aus Kiel - hier aus dem Forum, Benutzernamen habe ich vergessen - hatte sich so einen vor ein paar Jahren neu gekauft. Er war zuerst klanglich nicht so angetan davon - etwas belegt und verzischelt an einem Marantz Receiver, nachdem er sich dann noch einen Pro-Ject Phono-Pre dazu gestellt hat, passte die Klangqualität dann auch zur Optik.


    Ich habe den Spieler ein paar Mal gehört und hatte wirklich nichts daran aussetzen. Ganz im Gegenteil, eigentlich habe ich mich ein bißchen geärgert, dass so ein Neugerät aus dem Karton genau so gut spielte wie mein mühselig zusammengestelltes Vintagezeugs.


    Nach einem Umzug traten dann ständig Probleme mit dem Perspective auf. Laute statische Entladungen und Knattergeräusche, vermutlich verursacht durch Mängel an der Verkabelung. Ging dann zum Service, aber etwas später ging dann noch irgendwas kaputt und Händler und Hersteller sahen sich nicht in der Lage, den Perspective zu reparieren. Da noch Garantie bestand, der Spieler aber aktuell nicht mehr verfügbar war, hat er letztlich als Ersatz ein Pro-Ject Classic Superpack bekommen.


    Fazit: Prima Gerät, aber leider mit Verarbeitungsproblemen, fairer und kulanter Service. Persönlich finde ich Tonabnehmereinbau und Justage bei den größeren Pro-Ject-Armen sehr mühselig und halte die beigelegten Phonokabel der älteren Modelle für vollkommen ungeeignet - schlechte Schirmung und hohe Kapazität.


    Grüße, Brent

    Hallo Thomas,


    leider kenne ich die BL-51/71/91-Familie nur von außen. Motor und Regelung sollen allerdings von Technics stammen und ebenfalls in einigen anderen Spielern eingesetzt sein. Reste so eines Spielers, eines Rotel RP-3300, hätte ich noch im Keller - Netztrafo, Motor und Regelung


    Wenn du Lust hast, ein Bild vom noch vorhandenen Innenleben Deines Micro zu posten, könnten wir das ja 'mal vergleichen. Die Teile kannst Du dann gern gegen Portoerstattung haben.


    Grüße, Brent