Beiträge von johnny.yen

    'n Abend TT,


    ebenfalls Danke!


    Halbleitersysteme (Kondensator) gab's vor allem von Toshiba und Stax, allerdings auch von Technics, als CD4 Quadro-System.


    Stax und Toshiba benötigten eine Versorgungsspannung durch spezielle Preamps, beim Technics weiß ich das nicht ?(


    Das komische Ding da läuft allerdings an Standard-MM Eingängen, so etwas bot die US-Firma Micro Acoustics Ende der 70er an, die mir bekannten (vom Sehen...) hatten jedoch einen austauschbaren Nadelträger und sehen einfach ganz anders aus....


    Gute Nacht und einen entspannten Sonntag


    Brent

    Ahoi Tom,


    Danke für den Hinweis! In die Headshell hab' ich's aber selber eingebaut ;)
    Der Body selbst befindet sich allerdings in einer Art "Clip-Halterung", entnimmt man ihn, kann man die weisen Worte "5x2" lesen.


    Modifiziert ist da nichts, so wie ich das einschätze. Das zweite Bild zeigt den Abtaster mit abgenommener Kunststoffabdeckung der Unterseite. Ob das ganze klebrige Zeugs nun der Bedämpfung von Vibrationen dient oder schlicht unsorgsame Verarbeitung dokumentiert, kann ich 'mal wieder nicht einschätzen...


    Gute Nacht und nochmals Danke


    Brent


    PS: Viel Spaß mit dem Toshiba! Dankbares Tuning-Objekt, ich hatte bereits mehrere, allerdings war mir ein kleiner Riementriebler SR-220 mit weitem Abstand der liebste (und beste).

    Hallo liebe Gemeinde,


    vielleicht kann mir jemand helfen - was ist das für ein Tonabnehmer auf den angefügten Bildern?
    Sieht komisch aus, besonders von innen, Platinchen statt Spulchen, läuft an MM. Klingt bei zwei Pond ganz sauber, aber 'n bißchen dünn.


    Ich hab' das Ding mit einem FR-Plattenspieler erworben (Ja, Fidelity Research, scheint mir aber eher ein Kenwood-Bastard zu sein), der Vorbesitzer wußte selbst nicht, was das für ein Abtaster ist.


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    Beschriftungen finden sich keine, Anschlußstifte vergoldet, wirkt ansonsten eher einfach, Nadelträger ist nicht austauschbar.


    Ich würde mich über jeden Tipp freuen...


    Viele Grüße und 'nen schönen Sonntag


    Brent

    Hallo gedanke,


    so einen Universum hab' ich gerade überholt - Eigentlich eine sehr solide Kiste, klanglich sauber, dynamisch und relativ aufgeräumt. Zum Wegschmeißen auf jeden Fall zu schade. Der Antrieb ist ein kleiner Standard-Matsushita (Technics) Direct Drive, die Zarge ist massiv gebaut, der Tonarm ein - damals modernes - Ultraleichtgewicht.
    Verbaut wurde in dem Quelledreher standardmäßig wohl ein Audio Technica AT-13eaV - damals wie heute für wenig Geld ein korrekter Abtaster. Originalnadeln sind bei eBay oder auch als Nachbaunadeln im Handel für recht wenig Geld zu bekommen.
    Falls der Tonabnehmer komplett getauscht werden soll, empfiehlt sich je nach Hörgeschmack ein Moving Magnet Tonabnehmer mit etwas höherer Nadelnachgiebigkeit z.B. ein preiswertes Ortofon oder Grado.


    Viel Erfolg und viel Spaß mit dem Universum


    Brent

    Moin domcomp,


    den Roksan habe ich gemeinsam mit einem Bekannten in der vergangenen Woche zur Probe gehört. Erinnerte mich von der Konstruktion doch sehr an den seligen SEE Revolver, lag klanglich auch in dieser Richtung. Recht leichgewichtig, aber sehr schön und sauber verarbeitet.


    Nach unseren Eindrücken spielte der Radius eher betulich und entspannt, kein Energiebündel, irgendwie fehlte mir persönlich der "richtige Drive". Ich hatte darüber hinaus das Empfinden, der "musikalische Fluß" sei irgendwie gestört, alles ein bißchen zerfasert und in seine einzelnen Bestandteile aufgelöst.


    Auffällig war weiterhin, daß der Spieler nicht besonders sauber abtastete, das mag an dem verbauten Goldring MC oder aber auch an dem Nima-Tonarm liegen, der mir weniger gefiel als das Laufwerk selbst.
    Hier gibt's allerhand Acrylteile, bei denen ich mir nicht so sicher bin, ob sie eventuell nur optische Spielerei sind. Ob ein Einpunkter mit Antiskating über Faden grundsätzlich so die optimale Lösung ist, weiß ich auch nicht.


    Im Vergleich dazu gab's dann noch den kleinen Clearaudio Emotion mit Goldring MM. In jeder Beziehung weitaus enttäuschender als der Roksan, trötig, dünn, aggresiv und unsauber, zumindest im direkten Vergleich.


    Im großen und ganzen kann der Radius wohl durchaus eine gute Wahl sein, hängt in erster Linie von den persönlichen Vorlieben und Hörgewohnheiten ab. Wäre jedoch nichts für mich.


    Grüße und noch viel Spaß beim Probehören


    Brent

    Ahoi!


    schon seit Tagen laufen: der Soundtrack von Kill Bill - top in jeder Hinsicht, auch wenn Santa Esmeralda und James Last zuerst evtl. etwas anrüchig wirken - Tarantino hat kein Händchen sondern 'ne ausgewachsene Hand für gute Musik.


    Kim Fowley: steht im Regal meist genau vor Foyer des Arts - der Papst der unabhängigen Pop-Musik der letzten 35 Jahre, klingt bei seinen eigenen Machwerken irgendwie wie die Quersumme aus Captain Beefheart und Lou Reed - lebt noch, schnell kaufen bevor die Plattenpreise das Apothekenniveau übersteigen.


    Turbonegro: Ass Cobra - IMO der Standard in Rockmusik in den 90ern.


    ....tja und natürlich immer wieder nahezu unabhängig von der Tagesverfassung: Iggy Pop, Clash, Laibach, John Coltrane, Johnny Cash und Thelonious Monk .


    Happy listening


    Brent

    Ahoi Volkmar,


    gerade heute gekauft und ziemlich begeistert: die "Image Hifi presents: Vinyl Essentials - The ultimate pickup test record"...


    ...ogott, watt 'n Titel, aber durchaus brauchbar, wenn auch recht teuer, knapp über 30 Euro.


    Verständliche Anleitung und vor allem sind die wichtigen Testbänder mehrfach vorhanden, so daß die Platte auch nach häufigem Einsatz noch Reserven bietet.
    Gekauft bei Phonophono in Berlin, mir scheint nur, daß es die letzte war. Fragen kostet aber nix, sinnigerweise direkt an die Image Hifi, die müßten ja wissen, wo es die LP noch gibt.


    Für ganz wenig Geld wird z.B. bei Ebay eigentlich regelmäßig die RCA-Erato Test Do-LP angeboten. Hat leider keinen Tonarm/Abtaster-Reonanztest, ist aber ansonsten gut und umfassend. Leider oft wellig, trotzdem DER Tip meinerseits.


    Happy Justage


    Brent

    Hi Tom,


    praktisch geht diese Übung beim SME ein wenig ins Leere, aufgrund des Messerlagers kippt der Arm einfach um, in der Theorie versteh' ich's aber genauso wie Ingo es erklärt hat.


    Eine Einstellung der Lateralbalance ist meines Wissens nur bei J-förmigen Tonarmrohren notwendig, warum sich allerdings z.B. bei Sony oder AT-Tonarmen das Ausgleichsgewicht auf der linken Seite des Tonarms befindet, bei SMEs dafür der Auflagekraftausleger auf der rechten Seite herhalten muß, ist mir ein Rätsel.


    Aufklärung in einfachen Worten würde mich sehr freuen...


    Gute Nacht wünscht


    Brent

    Ahoi Arnold,


    der Garrard stammt so ca. aus dem Jahr 1978 oder '79. Wie von Dir erkannt, ein Riementriebler der eher einfachen Art. Neupreis für den Garrard waren DM 300,-.
    Gehört hab' ich sowas noch nicht, könnte aber durchaus eine kleine Überraschung drin sein. Manche ähnlichen Konstruktionen (Sansui SR-222, Toshiba SR-220, Pioneer PL-514) gleichen Alters und ähnlicher Preisklasse können durchaus mit modernen"audiophilen" Einsteigerspielern mithalten. Versuch macht kluch, einfach 'mal ausprobieren.


    Daß Du eine Betriebsanleitung brauchst bezweifle ich, sollte eigentlich selbsterklärend sein, bei Problemen bezüglich der Tonabnehmerjustage, Einstellung der Auflagekraft etc. wirst Du notfalls hier im Forum Hilfe finden.
    Funktioniert IMO aber alles analog zu anderen Geräten.


    Das Excel ist die Originalbestückung, es gibt schlechtere Abtaster. Nachbaunadel findest Du bei den einschlägigen Anbietern z.B. hier http://www.platten-galerie.de/shop/systshop/excel.html Ein preiswertes neues Audio Technica (AT-91, AT-95E) oder ein Ortofon OMB-10 sollte es allerdings auch tun, sogar eher einen klanglichen Fortschritt darstellen.


    Viel Spaß mit dem ollen Briten (oder waren die '78 schon Brasilianer?) wünscht


    Brent

    Hi TT,


    ganz herzlichen Dank und dickes Lob auch von mir für Deinen Beitrag!
    Super Bilder, anschaulich und verständlich. Mit dieser Hilfestellung im Hintergrund hätte ich selbst beim Basik Plus wohl auch intensiver Hand angelegt.


    Nochmals Danke, ich werde Deinen Basteltipp sicher irgendwann noch praktisch umsetzen (müssen).


    Mittlerweile Linnfreie Grüße sendet Dir


    Brent

    Moin tomas/Thomas,


    Gott ist das verwirrend, wie gut, daß ich nicht Thomas heiße, sonst wird's noch unübersichtlicher ;)


    Ich kenne das OMB-10, das Shure M-97 und das AT-110 recht gut, sowie das VM-Red von kurzem Hören, zum Dual passen alle ganz gut.
    Mackenlos, rund und fein sind das Shure und das (die) VM(s) auf jeden Fall, beide ihr Geld wert und ganz sicher den preiswerteren Abtastern überlegen. Beides durchaus schon anspruchsvolle Systeme. Das Shure ist evtl. minimal knackiger, das Ortofon etwas homogener.


    Bei den "kleinen" Abtastern mußt Du ein paar Abstriche machen: AT-110 ist etwas weniger "sauber" und längst nicht so entspannt, dafür aber enorm spritzig und agil, bringt sehr viel Spaß, gerade bei Rock, sehr kräftiger Bass. Das OMB-10 läßt es etwas ruhiger angehen, klingt runder, etwas bedeckt, fast schon ein bißchen langweilig, ist aber auch ein guter Kauf.


    Kleine Grados könnte man böswillig schon mit "dumpf" beschreiben, haben aber andere Qualitäten, nix für Rockhörer. AT-120E ist IMO nicht mehr lieferbar.


    Ich höre neben Jazz, Soul und Funk vorwiegend HC, Punk und 60s Sachen - mein Favorit für wenig Geld wäre das schmissige AT-110, zum höheren Preis das Shure.


    Gibt natürlich noch Alternativen, aber dafür bin ich jetzt zu müde, sorry.


    Viele Grüße


    Brent

    Moin Pattie,


    das klingt leider nicht besonders gut.... Empfindlich am Akito ist eigentlich vor allem das Vertikallager, da aus Kunststoff. Diese läßt sich IMO auch nicht nachjustieren, ich laß mich da aber gern eines besseren belehren.


    Aus Angst, was kaputt zu machen, hab' ich mich nie selbst an einen Akito 'rangetraut, hatte da aber auch keine ernsthaften Probleme. Ein schwergängiges (horizontales) Kugellager ist mir allerdings schon einmal bei einem Linn Basik plus untergekommen. Dies lies sich ohne extremen Aufwand nachjustieren. Dazu mußte man beim Basik Plus nur den unteren Tonarmschaft abmontieren, dann läßt sich das Lager oberflächlich säubern und nachstellen. Zu einer kompletten Zerlegung fehlte mir allerdings auch hier der rechte Mut, sind halt verdammt viele und verdammt kleine Kugeln.... Nach dreimaligem Nachstellen lief der Arm dann wieder einwandfrei.


    Ob's beim Akito genauso einfach ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht, viel schlimmer kann es allerdings nicht sein. Trotzdem würde ich zu allererst dem Händler meine Aufwartung machen, wenn der nicht helfen kann oder will, versuch hier im Forum jemanden mit einschlägigen Erfahrungen zu finden, der Dir bei der OP zur Seite stehen kann.
    Ich denke, die Chancen, den Arm wieder zum richtigen "Tracken" zu überreden, sind sehr gut.


    Sollte sich tatsächlich ein irreparabler Defekt herausstellen - kann ich mir aber nicht vorstellen, was ist denn schon irreparabel? - solltest Du Dir aber Gedanken machen,ob der Akito der Weisheit letzter Schluß ist, gibt bessere Arme für weniger Geld.


    Viel Glück und noch viel Spaß wünscht


    Brent

    Moin Andreas,


    auf dem Telefunkenn ist IMO ein AS-212 MKII verbaut, auf jeden Fall schwerer als der Thorensarm, ob besser laß ich 'mal dahingestellt. Soll unter hohen Reibungswiderstand leiden, quasi eine abgespeckte OEM-Version, ich hatte selbst 'mal einen S-500 und fand außer der recht robusten Verarbeitung eigentlich nicht viel zu mäkeln am Arm.


    Ein SME-3009 II improved mit fester Headshell liegt nach meinen Erfahrungen bei eBay bei ca. EUR 140,- bis 210,-, mit wechselbarer Headshell zwischen 150,- und 250,-. Die nicht "improveden" legen da noch deutlich zu, noch schmerzhafter wird's meist bei Original 3009s und den Rs. Eventuell ist es da fast sinnvoller einen kompletten Plattenspieler mit SME zu kaufen. Ich habe selbst zwei Technics SL-120 mit 3009 ür 200,- und 250,- gekauft. Da wird's dann aber kompliziert, da der SL-120 einen TD-160 nach meinem Empfinden weit mehr als deutlich deklassiert.... Also kauf' Dir einen Technics und schmeiß den Thorens weg :]
    Nein, im Ernst: es gibt auch günstigere Arme, die sich auf dem Thorens gut machen. ich würde Dir einen CEC/Jelco-Arm empfehlen, die gibt's unter den verschiedensten Herstellernamen. Die "kleinen" Mission-Arme, der "kleine" SEE Revolver-Arm, der CEC ST-930-Arm, der Systemdekarm, der Mythology-Arm, alles die gleichen Dinger, mit verschiedenen Abweichungen bezüglich der Lager und des Headshells. Ansonsten lege ich Dir den Linn Basik Plus ans Herz, gelegentlich unter 100,- Euro zu bekommen, empfehlenswert ist allerdings der Austausch des fünfpoligen Anschlußkabels.


    Beliebt ist auch der Rega RB-250 Arm, allerdings mit Vorsicht zu genießen, gerade die preiswerten OEM-Versionen (NAD, Springair) weisen teilweise extreme Lagertoleranzen auf. Mit etwas Pech gerätst Du auch beim Neukauf eines Rega-Originals an so einen Montagsarm, daher unbedingt vor dem Kauf in Augenschein nehmen. Die Verkabelung eines RB-250 bewegt sich auf unterstem Niveau und sollte unbedingt ersetzt werden.


    Zur Montage eines Fremdtonarms bedarf es etwas bastlerischen Geschicks, vor allem musst Du für einen 14x/16x ein sehr kleines Tonarmbrettchen basteln, richtig sägen mußt Du notfalls bei den 3xxern.


    Gut haben es die Besitzer von 12x und 150er Modellen - hier hält sich die notwendige handwerkliche Begabung in Grenzen, nötig ist nur ein passendes Tonarmbrett mit entsprechender Bohrung...


    Viel Erfolg bei der Armsuche und Montage, viel Spaß dann beim Hören wünscht


    Brent

    Ahoi Pattie,


    Anti-Skating ist ein weites Feld, tatsächlich ändert sich, wie von den anderen bereits erwähnt, die Skatingkraft von Platte zu Platte, ist in den Innerillen anders als in den Außenrillen, hängt von der Geschwindigkeit ab etc. und pipapo... Allerdings wirkt sie auch auf einer planen Fläche, ist also nicht vom Vorhandensein einer Rille abhängig. Hier wirken auch noch verschiedene weitere Kräfte auf die Nadel.
    Jede Antiskating-Einstellung ist immer nur eine Annäherung an das Optimum, analog zur Überhangjustage... Ich justiere zuerst mit einer planen LP ohne Rillen und nehme anschließend mit viel Zeit (Tage, Wochen...) eine Feineinstellung per Gehör, Musik und Testplatte vor.


    Zu deinem Problem:


    Ich nehme 'mal an, daß Du einen Linn Akito-Tonarm auf dem Axis betreibst. Davon hatte ich bereits zwei Exemplare und mußte bei beiden feststellen, daß die Antiskatingeinrichtung zu stark wirkte.
    Bei einem Tonabnehmer mit ähnlicher Auflagekraft (22 mN) und fineline Schliff (Ortofon Nr.2) wurde ich mit einer Antskatingeinstellung von ca. 1,25 glücklich.


    Ansonsten fällt mir leider nur Negatives zum Akito ein: Die Lager sind ausgesprochen empfindlich, ich denke 'mal rund die Hälfte aller Exemplare, die beispielsweise bei eBay verkauft werden, sind im Eimer :(
    Überprüfe doch Deinen Arm auf Leichtgängigkeit in jede Richtung: Ausbalancieren, Anti-Skating "abdrehen" und mit aufgesetzten Nadelschutz leicht (!) seitlich gegen den Arm pusten. Weiterhin kannst Du 'mal spaßeshalber winzige Papierschnipselchen aufs Headshell des ausbalancierten Arms fallen lassen. Sollte auf jede Anregung sofort reagieren und nicht von sich aus in irgendeine Richtung tendieren.


    Beachte bitte auch unbedingt Axels Hinweis bezüglich des Tonarmlifts!


    Viel Glück wünscht
    Brent


    ...hoffend, daß der Arm o.k. oder vieleicht gar kein Akito ist....

    Ahoi Tonky,


    sorry, von einem Ortofon MC Nr.1 habe ich noch nie gehört... Es handelt sich nicht zufällig um ein MC-1 Turbo? Das ist ein HO-MC mit einem Neupreis von zuletzt ca. 110,- Euro.


    Alternativ kenne ich noch das Ortofon MC Nr.2, dieses ist eine nur für den deutschen Markt produzierte technisch unveränderte Variante des MC-15 super II. Dieser Logik folgend, wäre ein MC Nr.1 dann wohl ein umgelabeltes MC-10 super - also eines dieser Dinger in schwarzem Kunststoffgehäuse mit elliptischem Schliff... Neupreis für letztgenanntes war 1986/87/88 um die DM 180,-.


    Verwirrte Grüße sendet


    Brent

    Hallo nochmal Marc, hallo Michael-Marcel,


    ich hab's mittlerweile 'mal mit dem MC-3 Turbo im 3009 probiert und bin nicht so begeistert, tendenziell unstrukturiert und unsauber mit aufgeblasenem Bass (Du schriebst ja schon "ruppelig") und deutlicher Senke im Mittenbereich , tastet nicht gut ab.
    Ich glaube nicht, daß es am Abtaster liegt, er ist neu und ich habe ein MC-1 Turbo in einem SEE- und einem Linn Basik Plus-Arm deutlich positiver in Erinnerung.


    Ich erinnere mich dunkel daran, irgendwann 'mal gelesen zu haben, daß diese ganze HO-Baureihe (also X-1/3/5MC, H.O.T., MC-1/3 - sowieso eigentlich alles das gleiche, Unterschiede gibt's nur beim Nadelschliff) ursprünglich in Hinsicht auf eine Verwendung im Technics SL-12000II-Arm und ähnlichem entwickelt wurden, waren damals wohl auch DER Tip, um den Technics salonfähig zu machen.


    Da ich gerade dabei war, hab' ich noch kurz ein AKG P-8 und ein Linn K-18 im SME montiert, sind zwar keine MCs, aber was soll's... Das Linn klang eben nach Linn: breit und sehr homogen, stimmig aber langweilig. Das AKG gefiel mir nach kurzem Hören schon deutlich besser: räumlich tiefer, natürliche Klangfarben, aber etwas zu nasal. Energischer als die beiden MMs ging das MC-3 sicher zur Sache, aber empfehlen würde ich's für den SME auf keinen Fall.


    Grüße und so von


    Brent

    Hallo Michael-Marcel,


    ich muß Dir leider in einem Punkt wiedersprechen, sorry... Das Audio Technica AT OC-7/9 geht nicht gut im 3009 imp. Ganz im Gegenteil, hab's selber ausprobiert und mir tatsächlich hörbare (!) Resonanzprobleme eingefangen, die sich in verstärkten Nebengeräuschen und Laufwerksgeräuschen äußerten, besonders unangenehm bei verwellten Platten.
    In einem schwereren Tonarm auf identischem Laufwerk läuft das AT seitdem anstandslos und zu meiner täglichen Freude.


    Ob das Ortofon MC-3 Turbo gut im SME ist, weiß ich noch nicht, ist eigentlich auch keine ideale Kombi. Das System wiegt nur vier Gramm und ist etwas steifer als MC-10/15/20/30.
    Ich habe allerdings noch so einen Abtaster in der Schublade und werde es im Laufe der Woche 'mal im SME probieren.


    Wenn ich's nicht vergesse, poste ich dann meine Eindrücke hier.


    Grüße sendet


    Brent

    Moin Marc,


    immer wieder das gleiche Problem ;) Es gibt durchaus einen Haufen Leute, die ein DL-103 im 3009 betreiben, in der Regel aber mit einem anderen schwereren Headshell, damit erhöht sich natürlich auch die effektive Masse des Arms.


    Auch wenn's nicht gerade ein DL-103 im Orsonic/Clearaudio Headshell sein muß, empfehle ich Dir schon den Austausch des IMO recht wabbeligen und nicht sehr verwindungssteifen SME-Originals gegen etwas stabileres, am besten gleich mit anständiger Verkabelung.


    Ich hab' selbst mit verschiedenen ATs und einem alten Excel-Headshell lange 'rumprobiert, höre mittlerweile ganz zufrieden mit einem Dynavector DV-23Karat in einem eher leichten AT-Headshell unterm SME.


    Die Ortofons passen mit Resonanzfrequenzen um die 10 HZ zumindest rein rechnerisch noch ganz gut zum SME im Originalzustand. Persönlich würde ich das MC-10 mit dem unproblematischeren elliptischem Schliff dem Nr.2 vorziehen.


    Kajetans Tipps bezüglich der Goldring MCs und des MC-30 schließe ich mich gern an, das 1042er MM mag ich allerdings überhaupt nicht ;)


    Grüße und viel Erfolg


    Brent

    Moin,


    Ihr bringt mich aber ganz schön durcheinander... Die alten Ortofon MCs empfinde ich als alles andere als anayltisch, viel mehr sehr warm mit, zumindest was das MC-30 betrifft, enormen Bassfähigkeiten. IMO wurde gerade bei diesen Systemen besonders viel Wert auf Klangfarbentreue gelegt.
    Als noch unzutreffender empfinde ich die Beschreibung der Dynavector-Charaktere- hier fallen mir eher Dynamik und Lebendigkeit als Stichworte ein.
    Analytischen, extrem fein auflösenden Klang unterstelle ich eher den Audio-Technica-MCs der AT-OC-Reihe oder einigen Linn MCs - finde daran aber nix Negatives.
    Knackpunkt der ganzen Geschichte ist in meinen Augen/Ohren der Arcam. Ich habe selbst einen Alpha-5+ und der fällt klanglich schon ein wenig aus dem üblichen Rahmen - Wärmer und runder kann ein CD-Player kaum noch klingen, man könnte es auch "analog" nennen...


    Verwirrte Grüße sendet
    Brent