Tonarm SME V zerlegen

  • Hallo,
    hat jemand Erfahrung mit dem Zerlegen eines SME V Tonarms. Brauche mal Tipps zum Lager und Einstellen der Antiskating Feder. Kann ich diese Teile auch einzeln bekommen, und wo ?
    vielen Dank
    Andreas

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  • Quote

    Original von Andreas
    hat jemand Erfahrung mit dem Zerlegen eines SME V Tonarms. Brauche mal Tipps zum Lager und Einstellen der Antiskating Feder. Kann ich diese Teile auch einzeln bekommen, und wo ?
    vielen Dank


    Hallo Andreas,


    ja, ich habe schon mal einen zerlegt - und ich würde mich aber wehren es noch mal zu tun.


    Beim Zerlegen geht normal die Antiscatingfeder kaputt, wenn man diese nicht vorher aushängt.


    Aufgrund deiner Frage nehme ich an, dass genau das dir passiert ist. Glückwunsch - Handschüttel. ;)


    Die Feder rückt SME nicht einzeln raus, sondern vertritt die Meinung, dass der Arm zu SME zum Überholen geschickt werden muss, da steht der SME-Abteilungsleiter hinter Elaine Wratten, die den Ersatzteilverkauf managt, und schüttelt den Kopf -> sehr teuer.


    Federn dieser extremen Nachgiebigkeit gibt es nicht normal in Eisenwarengeschäften oder im Federnhandel. Ich hatte Glück und habe trotzdem passende gefunden.


    Gruss,
    Hartmut

  • Vieln Dank für den Hinweis,
    die Feder hatte ich zwar vorher ausgehängt, aber der Nylonfaden zum einhängen ist abgeschert, da ich das Lager zu weit gedreht habe. Nun ist das Problem, wie bekomme ich das Lager heraus um einen neuen Faden anzubringen. Oben am Gewinde kann man das nicht festmachen, ist zu empfindlich. Da bleibt mir wohl auch nur das Einsenden.

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  • Hallo Andreas,


    wenn die Antiscating eh draussen ist und die Feder OK, brauchst du nur die Innenverkabelung unten lösen, das Armrohr nach oben abziehen, und mit ner 10er, 12er, oder
    13er Nuss die selbstsichernde Mutter von unten lösen, damit zerlegst du das Horizontallager. Du musst nur teilweise was kräftig ziehen, weil alles recht eng gepasst ist beim SME V. Die Antiscating ist an einem Ring oberhalb des oberen Kugellagers befestigt. Dieser Ring ist ein bischen schwergängig drehbar zum einjustieren bezüglich der Fadenlänge. Von aussen gibt es am Lagerzylinder eine Öffnung, durch die man den Ring kontern kann zur Einstellung.


    Das hört sich zwar einfach an, ist aber wegen der engen Passungen eher was für Leute, die Fingerspitzengefühl mit sanfter Gewalt zu verbinden wissen, ausserdem noch geduldig sind. Ein alter SME 3012-2 oder -R ist ein Kinderspiel dagegen.


    Gruss,
    Hartmut

  • Hallo Hartmut,
    dabei ist mir der Faden abgeschert, ich habe die untere 12er Mutter versucht zu lösen, dabei hat sich der obere Lagerbock auf dem Gewinde gelöst und ich habe den Faden eine Umdrehung durchgezogen. Durch das Loch habe ich das innere des Lagers blockiert, trotzdem bekomme ich die Mutter nicht los. Die ist anscheinend mit Sicherungsmasse eingeklebt. Ob ein Warmmachen (vorsichtig) helfen könnte ?

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    Original von Andreas
    Hallo Hartmut,
    dabei ist mir der Faden abgeschert, ich habe die untere 12er Mutter versucht zu lösen, dabei hat sich der obere Lagerbock auf dem Gewinde gelöst und ich habe den Faden eine Umdrehung durchgezogen. Durch das Loch habe ich das innere des Lagers blockiert, trotzdem bekomme ich die Mutter nicht los. Die ist anscheinend mit Sicherungsmasse eingeklebt. Ob ein Warmmachen (vorsichtig) helfen könnte ?


    Hallo Andreas,


    bei meinem war eine Spreizmutter drin, da reichte es, die Klinge eines fetten Schraubendrehers in die Nut zu schieben, um die Sachen "anzulockern".


    gruss,
    Hartmut

  • Hallo Hartmut,
    es ist gelungen, ich habe am oberen Ende einen kleinen Schraubendreher verkeilt, so konnte ich die Mutter nach Erwärmung mit einem leichten Ruck des Akkuschraubers lösen. :)
    Nach dem demontieren der Lager, die haben Sprengringe, bstätigte sich meine Vermutung, beide sind mit Silikonöl aus der Bedämpfung vollgelaufen.
    Meine Frage nun, bekomme ich die einzeln ?
    Der Verstellring für das Antiskating ist auch etwas beschädigt (Kratzer) wär auch schöner den zu erneuern. Kannst du mir darüber Auskunft geben.
    Gruß und vielen Dank
    Andreas

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  • Hallo Andreas,


    die Kugellager sind Standard, entweder du misst sie aus und kaufst neue, oder du kannst die Abdeckscheiben entfernen (da sind so ganz kleine Sicherungs-Feder-Ringe aussen am Rand) und die Kugellager mit Reinigungsbenzin o.ä. reinigen. Vielleicht gibt es auch geeignetere Mittel für bzw. gegen Silikonöl.


    Meinst mit Antiscatingring den zum Einstellen, der oben sichtbar ist, oder den um die Lagerachse, wo der Faden von der Antiscatingfeder greift ?


    Ja das mit dem Silikon ist eine Sauerei, ich hasse das Zeugs.


    Gruss,
    Hartmut

  • Hi,


    wasch die Teile in Aceton aus und sie werden wie neu. Ich hatte mal (bzw. ich habe ihn noch) einen AT 1120, bei dem klebte der gesamte Inhalt der Dämpfungswanne in den Innereien des Tonarms. Die Post ließ ihn damals eine Woche lang Kopfstand machen... ;(


    Gruß TT

  • Hallo.

    Quote

    Meinst mit Antiscatingring den zum Einstellen, der oben sichtbar ist, oder den um die Lagerachse, wo der Faden von der Antiscatingfeder greift ?


    Ich meine den auf der Lagerachse an dem der Faden befestigt wird. Kann ich diesen Ring einzeln bestellen.
    Gruß
    Andreas

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    Original von Andreas
    Ich meine den auf der Lagerachse an dem der Faden befestigt wird. Kann ich diesen Ring einzeln bestellen.


    Hallo Andreas,


    nein, kannst du nicht !
    mechanische Teile vom Innenleben sind generell nicht erhältlich.
    Dagegen sind äusserliche Teile, die leicht austauschbar sind, schon erhältlich.


    Gruss,
    Hartmut

  • An die beiden SME-Zerleger Hartmut und Andreas:


    Bei meinem V-er habe ich das Problem, dass die Antiscating-Einstellung nur noch zwischen ca. 0,8 und 3 funktioniert. Tiefer als 0,8 lässt sich das Rad nicht mehr drehen. Wie muss man sich das Innenleben vorstellen? Woran könnte das liegen; kann sich darin etwas verklemmen oder kann das durch einen Fremdkörper (Staub, Splitter, etc.) kommen?


    Vielen Dank für einen Tip.


    Grüße
    Marco

  • Noch etwas:


    Könnte das auch an ausgelaufenem Silikonöl liegen? Auch dieser Arm lag längere Zeit ungenutzt und Öl war überall auf (und vielleicht auch in) dem Arm verteilt.


    Gruß
    Marco

  • Hallo,
    schraube den kleinen Deckel mit den 2 kleinen Schlitzschrauben neben dem Stellrad ab, dort siehst du dann die Skatingfeder. Verklemmen kann sich dort nichts, ich vermute der Befestigungsring auf der Achse hat sich verdreht, und somit hast du einen falschen Einstellwert. 0,8 müßte dann 0 sein,
    MfG
    Andreas

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  • gerade aus dem Urlaub zurück ... n Haufen emails gelöscht ... und los gehts:


    Antiscating-Justage: unterhalb des Montageflansches des Antiscatingauslegers sind im Lagerzylinder ein oder zwei kleine Löcher, hinter welchen sich eine Metallscheibe mit Festhalterillen befindet. An dieser Scheibe ist der Faden befestigt, der die Antiscatingfeder längt. Diese Scheibe läuft mit dem Tonarm horizontal mit, kann aber durch Blockieren mittels eines kleinen Stiftes, den man durch eines der oben erwähnten Löcher steckt, daran gehindert werden. D.h. durch Blockieren und gleichzeitiges horizontales Drehen lässt sich die Antiscating quasi "verschieben".


    Wer Rückfragen hat: Besser bekomme ich es nicht erklärt. Und zeichnen kann ich auch nicht.


    Gruss aus München,
    Hartmut

  • Hallo Andreas und Hartmut,


    das Problem ist mitlerweile behoben. Ich hatte festgestellt, daß das Antiscating gar nicht mehr funktioniert und nicht nur verstellt ist. Nach Öffnen der kleinen Klappe wie von Andreas beschrieben war klar wo das Problem lag: Die Feder war zwar auf der Seite des Einstellrades noch befestigt; armseitig hat sie aber nur noch lose gebaumelt. Ein Profi hat erklärt, daß das nicht so ungewöhnlich sei. Baut man den Arm aus wenn das Antiscating auf "0" ist hat die Feder absolut null Spannung und durch verdrehen von Arm oder Basis oder durch unglückliches Kippen kann sie sich aushängen. Daher Antiscating stets eingestellt lassen um ein bischen Spannung auf der Feder zu halten. Tja; man lernt nie aus. Interessant wäre mit welcher Antiscating-Stellung SME den Arm ausliefert.


    Gruß Marco