Hallo
Endlich hat es am vergangenen Wochenende geklappt, dass ich, den hier im Forum kennengelernten Broadway (Bernd), besuchen konnte. Da er die Woche über in der Schweiz arbeitet, war es gar nicht so einfach einen Termin zu finden, wo wir zusammen mal ein paar Stunden unserem gemeinsamen Hobby
Analog nachgehen können.
Nachdem ich einige meiner Lieblingsplatten eingepackt hatte, machte ich mich auf den Weg zu Bernd. Da unser gelobtes Saarland recht klein geraten ist, war ich auch schon gut zehn Minuten später bei Ihm angekommen. Der Eintritt ins Hörzimmer ließ mein Herz sofort höher schlagen. Als bekennender Vintage Fan, bot seine Anlage bereits ohne dass sie einen Ton tat, etwas für mein Auge.
Vorbei an alten Dual und Technics Drehern, standen wir vor dem eigentlichen Grund meines Besuchs, die wundervollen
ACR Boxen mit
Fostex Bestückung aus den 80´er Jahren und der legendäre
Technics SL M1.
Damals hatten Herr
Damde und Kollegen einen tollen Laden in Saarbrücken, von dem heute leider nicht mehr viel übrig geblieben ist.
ACR und
Fostex haben bis heute einen großen Sammlerkreis, was man immer wieder mal an gezahlten Preisen in der Bucht erkennen kann.
Bei einem saarländischen Kaltgetränk machten wir uns gemeinsam an die Sache...
Zunächst erklärte mir Bernd, dass er erst vor kurzem auf dem SL einen neuen Tonabnehmer montiert hat, es macht jetzt ein
AT 120 E mit ner
135 E Nadel die Musik. Auch wenn ein anderes Mitglied hier im Forum diesen TA mal als "nicht der Bringer" betitelt hat, muss ich sagen, dass das AT in Verbindung mit dem SME sehr knackig und harmonisch aufspielt. Zunächst hörten wir
Third World und die Live LP
Prisoner in the Street. Die von ACR in Kleinserie gebauten Kompaktboxen boten eine enorme Tiefenstaffelung und eine große Bühne, hatte ich so gar nicht erwartet.
Die Boxen haben einen 160 mm Tieftöner , einen FE 83 Mitteltöner und einen RP 7 Magnetostaten. Diese Verbindung machte mir richtig Laune, alles passte wunderbar zusammen. Nachdem wir
Pink Floyd mit Ihrer
Dark Side gehört hatten, war mit
Sarah Vaughn mal etwas fraulisches an der Reihe. Ihre LP, auf der sie Beatles lieder interpretiert, hat gezeigt, wie gut die Boxen mit wirklich tollen Stimmen umgehen können. Sehr diffrenziert und nie aufdringlich hörten wir die komplette erste Seite, was bestimmt auch daran lag, dass Bernd die Platte bislang nicht kannte und auf Anhieb begeistert war.
Danach hörten wir ein wenig moderne Musik und mein Gastgeber fand mit
A Tripe called Quest genau das Richtige. Ihre Version des
Lou Reed Klassikers
Walk n the Wild Side, verlangte der Anlage einiges ab. Doch die Boxen wirkten zu keinem Zeitpunkt angestrengt und blieben auch bei höheren Pegel Ihrer wunderschönen Auflösung treu.
Abschließend probierten wir noch ein wenig mit den Boxenkabels, die dünnen
reson Flachbänder gegen üppige 4 x 2,5 qmm aus dem Elektrobedarf. Dank eines einfachen Stecksystems probierten wir hin und her. In den Mitten und den Höhen gefiel das
reson ein wenig besser, dafür kam der Bass mit dem "Dicken" besser, wurde aber auch schon mal schwammig.
Wieder
Pink Floyd, diesmal
The Wall, bildete den Abschluss der gut drei Stunden.
Ich bedanke mich bei Bernd für die Gastfreundschaft und die Vorführung.
Mir hat dein Vintage Hifi sehr gut gefallen, visuell und akustisch.
Wenn ich bedenke, dass seine komplette Anlage etwa die Hälfte meinses Laufwerks gekostet hat, komme ich zwar nicht ins grübeln, weil ich meine Anlage liebe, aber es erstaunt mich schon, dass man auch mit relativ wenigen Mittel richtig emotional Musik hören kann ...
LG, Armin