wie Tonkopf reinigen

  • seit Jahr und Tag nehme ich in Isoprop getunkte Q-Tips und wische anschließend mit einem frisch gewaschenen extrabreiten weißen (Baumwoll-)Schnürsenkel drüber.


    Nun hat mir aber jemand gesagt, Textilien solle man da nicht ranlassen. Was meint Ihr ? Von Leder war hier auch schon mal die Rede. Aber das ist doch noch härter als Baumwolle, oder ?


    Wer kann meine Verwirrung etwas abhelfen ?

  • Nimm Velourleder, das gab's früher auf Stäbchen für Videoköpfe. Für die Köpfe kannst du ruhig Wattestäbchen nehmen, bei den Andruckrollen und (rauen) Capstanwellen mußt du aufpassen, dass sich die Watte nicht abzieht. Da würde ich feines Microfasertuch benutzen.

    Viele Grüße


    Jörg


    Bin AAA-Mitglied und höre damit. Meine kleine Plattensammlung seht ihr im Musiksammler oder bei DISCOGS.




  • Fall die Tonköpfe öfter versaut sind, würde ich mich von dem Bandmaterial trennen!


    Mit der Nassreinigung verblebt man übrigens den Kopfspalt, was kontra-produktiv ist.


    Studer und Telefunken haben zuletzt bei den Studiomaschinen "verglaste" Köpfe verbaut und nach dem Zusammenbau der beiden separat gefertigten Tonkopfhälften den Kopfspalt mit einer winzigen Glasperle heiß versiegelt, bevor die Köpfe geläppt (nasser Feinschliff + Politur) wurden.


    Ergebnis:


    Der Kopfspalt bleibt geschlossen, ist unempfindlich gegenüber Bandabrieb da glatter und lebt mehr als doppelt so lange!


    Mit häufigem Reinigen putzt Ihr die Köpfe auf Dauer kaputt, neue Bänder wären sicher angebracht und billiger.


    Sollte nämlich die Reinigungsflüssigkeit den Weg in das Tonkopfgehäuse finden, kann sogar die Fixierung der Kopfspulen angelöst werden, was Klirren bei bestimmten Frequenzen zur Folge hätte.


    Aus diesem Grunde (fest fixierte Kopfspulen und Pole) haben sich Ferritköpfe bestens bei Orchesteraufnahmen bei den Telefunken Studiobandmaschinen bestens bewährt!



    Rudi

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