Vorhandenen Plattenspieler einschätzen

  • Morgen,


    ich habe vor einigen Wochen meinen alten Plattenspieler nach über 20 Jahren reaktiviert.


    Leider kann ich ihn klanglich und technisch nicht einschätzen!


    Ich denke das da alles noch ok ist,allerdings springt auch hin und wieder mal ne neue Platte.

    Könnte natürlich an der Nadel hängen obwohl sie nicht viel gespielt hat ( lag aber über 20 Jahre im Keller)


    Das System ist ein Ortofon OMB 10,der Plattenspieler ein SL 1210 Clone von HTE ein HT920Q


    Die Frage ist ,muss ich Geld anfassen damit er wieder gut läuft und lohnt sich das überhaupt noch ?


    Ich würde wahrscheinlich wenn ein Ortofon 2M Red System verbauen wenn mir jemand sagen würde das meine Nadel Müll ist.


    Gibt es evtl jemanden im Bereich Krefeld der den alten Dreher mal an seine Anlage hängen würde und mir sagen könnte wo ich stehe ?


    Vielen Dank und schönes Wochenende


    Klaus

    Gruß vom Niederrhein


    Klaus

  • Erst mal die Nadel säubern und begutachten.

    Wenn hier nichts eingeschliffen ist ist von der Nadel her schon mal alles gut.


    Dann den Tonarm und Tonabnehmer richtig justieren.


    Danach kannst Du doch erst mal einen Vergleich zur CD oder Stream machen.


    Dann weist Du schon mal wo Du stehst.


    Gruß

    Henry

  • Das habe ich soweit schon mal gemacht .


    Nadel mit Isopropanol gereinigt

    Auflagegewicht und Winkel eingestellt


    Die Nadel kann ich nicht beurteilen :wacko:


    Aber auf den Vergleich zwischen CD und Vinyl bin ich nicht gekommen !

    Da muss ich mal schauen ob ich was auf beiden Medien habe


    Danke für diesen Tip! (Hätte ich auch selbst drauf kommen können !)

    Gruß vom Niederrhein


    Klaus

  • Das 2M Red ist technisch auch nicht anders als das OM 10, das Du hast. Es kostet nur doppelt so viel weil das Plastik hübscher ist...

    Je nach Lagerbedingungen ist es denkbar, daß das Lagergummi verhärtet ist, in dem der Nadelträger gelagert ist. Wobei die Ortoföner aber durchaus den Ruf haben, in dieser Hinsicht sehr langzeitstabil zu sein. Bist Du denn sicher, die richtige Auflagekraft eingestellt zu haben? Also erstmal den Tonarm in die Schwebe zu bringen, so daß der Diamant gerade eben so die Platte berührt aber nicht in der Rille bleibt. Dann den Tonarm in die Ruheablage und verriegeln. Gegengewicht festhalten und nur den Skalenring verdrehen, so daß die 0 mit der Bezugslinie fluchtet. Dann das ganze Gegengewicht nach vorne drehen, bis die nötige Auflagekraft erreicht ist. Ohne das korrekte "Nullen" der Skala sind jegliche Einstellungen purer Zufall...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Wenn ich solche Vergleiche bei mir mache sind die Unterschiede nicht sehr groß. Ich vergleiche einmal Strem mit Plattenspieler und dann immer zwei Plattenspieler zueinander aber auch mit unterschiedlichen TA's. Deshalb ist der Vergleich auch nicht optimal.



    Gruß

    Henry

  • Quote

    Wenn ich solche Vergleiche bei mir mache sind die Unterschiede nicht sehr groß. Ich vergleiche einmal Strem mit Plattenspieler und dann immer zwei Plattenspieler zueinander aber auch mit unterschiedlichen TA's. Deshalb ist der Vergleich auch nicht optimal.



    Gruß

    Henry

    Das probiere ich dann morgen mal aus,aktuelle bin ich noch arbeiten .


    Wenn bei mir was stimmt sollte man das ja deutlich hören,denke ich

    Gruß vom Niederrhein


    Klaus

  • Das 2M Red ist technisch auch nicht anders als das OM 10, das Du hast. Es kostet nur doppelt so viel weil das Plastik hübscher ist...

    Wenn das so ist könnte ich ja alternativ eine OM 20 Nadel reintuen ,oder macht das keinen Sinn ?

    Gruß vom Niederrhein


    Klaus

  • Wenn das so ist könnte ich ja alternativ eine OM 20 Nadel reintuen ,oder macht das keinen Sinn ?

    Wenn die 10er Nadel eh hin ist oder in fraglichem Zustand, wäre die 20er Nadel durchaus eine Option. Die hat im Gegensatz zur 10er einen sog. nackten Diamanten, der auch eine echte Ellipse als Nadelschliff hat. Ergebnis: weniger bewegte Masse, bessere Serienkonstanz, bessere Feinzeichnung und weniger Abtastverzerrungen sowie eine höhere Lebensdauer. Nachteil: höherer Preis...

    Anders sähe es aus, wenn Dir das Ortofon OM generell klanglich nicht zusagen sollte. Also die tonale Abstimmung. Dann wäre ein Wechsel auf ein anderes Modell angeraten. Aber wenn ich Dich richtig verstehe, ist das nicht der Fall.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Ich habe nun mal Vinyl gegen CD kaufen lassen und muss sagen das der Unterschied deutlich zu hören ist.

    Die Platte hört sich soweit gut an ist aber im Gegensatz zur CD deutlich leiser ,aber das ist ja normal.

    Allerdings hört sich die Platte sehr flach an !


    Beim Tonabnehmersystem hänge ich nicht auf Ortofon fest ,ich würde auch was anderes nehmen !

    Aber was ?


    Hauptmusikrichtung ist Hardrock,Heavy Metal

    Gruß vom Niederrhein


    Klaus

  • Der Vorverstärker ist ein Pro-Ject Phono Box S und der macht schon alles besser als sein Dynavox Vorgänger.

    Daher gehe ich davon aus das der Verstärker in Ordnung ist !


    Gehe ich nun mal davon aus das der Tonabnehmer auch alles so macht wie er soll,kann es sein das der Rest des Plattenspieler alles sonst gute runterzieht ?

    Gruß vom Niederrhein


    Klaus

  • Der direkte Vergleich Platte vs. CD kann durchaus stark hinken, da beide unterschiedlich gemastert werden. "Normalerweise" betreibt man bei der CD mehr Dynamik-Kompression und macht die Musik damit (vermeintlich) lauter. Leider wird dabei inzwischen sehr oft übertrieben bis hin zu heftigem Clipping (z.B. Death Magnetic von Metallica).

    Von daher würde ich auf den direkten Vergleich jetzt nicht so arg viel geben. Wichtig ist: gefällt Dir der Tonabnehmer in seiner tonalen Abstimmung und stellt er Dich bei den objektivierbaren Kriterien zufrieden (z.B. Abtastverzerrungen, S-Laute und sowas)?


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hallo Andreas,


    Da gebe ich Dir Recht, dass dies bei einigen CD's vorkommt und es kann auch sein das der Klang bei einigen Platten zerfällt (z.B Aufnahme Ping Pong Technik)


    Aber generell sollte eine Ähnlichkeit vorhanden sein.


    Gruß

    Henry

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  • In der Tat bin ich eigentlich schon zufrieden,

    Höre ich nur die Platte ist für mein Gehör alles bestens.

    Es fällt halt nur im direkten Vergleich zur CD auf,aber da waren zwischen Vinyl und CD einige Jahre dazwischen ( Kiss - Music from the elder )


    Ich danke erstmal für eure Anmerkungen!


    Es bleibt dann erstmal so wie es ist

    Gruß vom Niederrhein


    Klaus

  • Nun habe ich mir ein Audio Technica AT100 System an den Dreher gebaut und muss sagen es sind Welten an Klangunterschied !


    Da war wohl das Ortofonnadellager doch ausgehärtet!


    Jetzt darf der HTE definitiv bleiben

    Gruß vom Niederrhein


    Klaus