Röhren Ausgangsübertrager: Ein Evaluierungsansatz

  • Hallo,


    ich sehe das ähnlich, man muss auch den R DC prim. In die Rechnung mit einbeziehen:


    Ich habe es anhand der beschriebenen Werte mal mit der Formel (R DC prim. + Ü2) * (R DC sek. + Impedanz sek.) durchgerechnet.


    Sekundärimpedanz ==> Primärimpedanz


    8 Ohm ==> 5038 Ohm


    6 Ohm ==> 3886 Ohm


    4 Ohm ==> 2734 Ohm



    Die Werte zeigen, dass eine „1:1“ Umrechnung durchaus Abweichungen bringt. Je nach Ausgestaltung des Übertragers können dadurch auch Abweichungen von 20-25 % entstehen. Der vorliegende Übertrager verhält sich eher unkritisch.


    In wie fern die Werte für die verwendete Röhre kritisch sind, musst Du selbst beurteilen.


    Ich bin bei Trioden eher ein Freund von einem etwas höheren Ra, auch wenn dadurch die Leistung sinkt.


    Viele Grüße

    Frank

  • In wie fern die Werte für die verwendete Röhre kritisch sind, musst Du selbst beurteilen.

    Man kann natürlich alles auf die Spitze treiben und wie ich bereits schon ein paar Mal gesagt habe, typischerweise besitzen Lautsprecher einen Impedanzgang der sehr stark variert. Da nützt es garnichts bis auf zwei Stellen hinter den Komma zu rechnen, denn die Unterschiede sind sehr groß. Keine Seltenheit, dass im Bass oder Mittelton die Impendanzen auf das 5-fache oder mehr der Nennimpedanz steigt.


    Ich gehe auf "Worst Case" und das ist üblicherweise bei 8 Ohm Lautsprechern ca. 6 Ohm und bei 4 Ohm Nennimpedanz eher 3 Ohm.


    Da zum Anderen üblicherweise höher empfindliche Lautsprecher eine Nennimpedanz von 8 Ohm besitzen liege ich mit meiner Auslegung gut.

    Sekundärimpedanz ==> Primärimpedanz


    8 Ohm ==> 5038 Ohm


    6 Ohm ==> 3886 Ohm


    4 Ohm ==> 2734 Ohm

    Liegt doch innerhalb der +- 10%, die in der Praxis recht unrelevant werden, es sei denn man möchte einen Messverstärker entwerfen :)


    Und ansonsten, selbst die 2,734k würden für die geplante 2A3 gut passen und Datenblätter spezifizieren Ra mehr oder weniger durchgegehend mit 2,5k.


    Alles innerhalb der Empfehlungen :thumbup: ;)

  • ...typischerweise besitzen Lautsprecher einen Impedanzgang der sehr stark variert.

    Hallo Cay-Uwe,


    das ist kein Problem, da wir zwischen Endröhre und Last auch mit Spannungsanpassung arbeiten (Quellwiderstand << Lastwiderstand). Der "optimale" Lastwiderstand für die Röhre ergibt sich lediglich aus dem Wunsch nach maximaler Leistungsabgabe.

    Trioden reagieren auf zu geringe Last mit stark abfallender Leistung, Pentoden sind diesbezüglich etwas gutmütiger, allerdings steigt der Klirr bei Abweichungen vom Nominalwert.


    Gruß Andreas

  • Der "optimale" Lastwiderstand für die Röhre ergibt sich lediglich aus dem Wunsch nach maximaler Leistungsabgabe.

    Genau das ist der Punkt, den ich seit einigen Post versuche zu erläutern. Man muss sich auf das "Optimale" konzentrieren und für mich - bestimmt auch für viele Andere - ist das ein Kompromiss.


    Bei mir ist es "vertretbarer" Klirr zusammen mit im Rahmen der Leistungsröhre guter Leistungsausbeute.

  • In wie fern die Werte für die verwendete Röhre kritisch sind, musst Du selbst beurteilen.

    Bin das Ganze mit deinen Berechnungen in einer Simulation der 2A3 wie ich sie plane einzusetzen durchgegangen und komme auf folgende K2 und K3 Werte:


    Sekundärimpedanz ==> Primärimpedanz


    8 Ohm ==> 5038 Ohm, K2=3,9%, K3=0,1%


    6 Ohm ==> 3886 Ohm, K2=4,9%, K3=0,2%


    4 Ohm ==> 2734 Ohm, K2=6,9%, K3=0,1%


    Die Ergebnisse sind unter der Annahme berechnet worden, dass die 2A3 Triode ideal angesteuert wird, sprich eventuelle Klirrkompensation durch die Treiber-Röhre sind nicht berücksichtigt.