Gehör überprüfen lassen?

  • Hallo Tom,


    Stimmt, Hörerfahrung ist unabdingbar für viele Bereiche unseres Hobbies. Ich persönlich gönne mir den Luxus von

    zwei sehr unterschiedlichen "Ketten": Je nach Gusto und Gestimmtheit entweder "gnadenlos" oder, in mehr

    emotionaler, genießender Verfassung, analog und röhrig...


    Meine Frau hört besser als ich und kann die Anlage die in Richtung "neutral" geht nicht

    ausstehen. (Zitat: "DIE klingt nicht!")


    stay tuned


    Grüßle


    Rolf

    Ein gerader Weg führt immer nur ans Ziel.

    André Gide

  • habe ich aus gegebenem Anlass im letzten Jahr sehr intensiv mit Hören und Hörgeraeten auseinander gesetzt.


    Ist eine ziemlich komplexe Materie , wenn man ein vernünftiges Ergebnis haben will.

    Das Ohr alleine sowie die altersbedingte Hörkurve sagen alleine nicht viel aus, da die Informationen erst vom Gehirn erzeugt werden, dh dieses macht aus den rein mechanischen Schallwellen erst Klangeindrücke.

    Trainiert mal das Gehirn bei abfallendem Hörvermögen kommt da durchaus was vernünftiges an, da das Hirn in der Lage ist, manches zu korrigieren, bzw zu bewerten und zu auch zu erzeugen.

    Dies klappt aber nicht beim Hörtest mit Sinus tönen, da dies keine natürliche Töne sind.

    Nimmt man aber solche, zB eine aufgenommene Geige und spielt zB einem 70 jaehrigen diese von der Konserve vor, so wird er hören, wenn die Obertöne oberhalb von zB 15khz abgeschnitten werden. Diese 15khz nimmt er als isolierten Sinuston aber nicht war.

    So kann man auch im hohen Alter noch Spass an unserem Hobby haben!


    Auch eine Erfahrung, die im letzten Jahr sehr interessant zu beobachten war, jeh besser das Hörgerät, dh jeh Größer der Frequenzbereich des selbigen , jeh besser die Integration von 360grad Schallereignissen stattfindet, umso besser wird das Hirn wieder stimuliert seinen Job zu machen.

    Bei der betroffenen Person ist die Hörleistung in rund 10 Monaten in einigen Frequenzbereichen um ca 6db hoch gegangen, dh die Wahrnehmungsschwelle sehr leiser Töne hat von der reglemaessigen Stimulierung klar profitiert.

    Dies lässt sich auch mit häufigem konzentriertem Musikgenuss erzielen!

    Gibt auch noch andere interessante Sachen zum hören an sich.., dass zB das Demenzrisiko mit zunehmender Schwerhörigkeit zunimmt....

    Gruss

    Juergen

    ps
    wen es interessiert, mit einem Oticon OPN1 Hörgerät und offenen Schirmen kann man unser Hobby ganz gut weiter leben!

    pss

    ich nutze kein Hörgerät!


  • Danke Juergen für Deinen tollen Post!


    Vielleicht kann man zusammenfassen:


    Achtung: HIRN hört mit!


    Das angesprochene Hörgerät (ein sehr gutes Gerät!) kann übrigens auch nur auf einer
    vorhandenen "Basis" (sic) aufbauen!  :)


    Stay tuned


    Rolf

    Ein gerader Weg führt immer nur ans Ziel.

    André Gide

  • @Konrad

    da ich als "Akustik Coach" den Weg zum Hoergeraet seit fast einem Jahr begleite und selber verschiedene Hoertests mit dem Probanden durchfuehre, diese Tests eben auch mit Musik hoeren und raeumlichen Hoeren zu tuen habe , hat sich das Oticon OPN1 als im Vergleich recht gut rausgestellt. Der Trick ist eben, entgegen der reinen Lehre der Herstellerempfehlung (wenn das Hoervermoegen es zulaesst) mit offenen Schirmchen oder aufgebohrten Otoplasten zu arbeiten, so kommt neben dem durch das Hoergeraet verstaerkten Tones noch viel Direktschall ins Ohr, was zusammen ein gutes Musikhoeren ermoeglicht.


    Gruss

    Juergen

  • Jemand der mit Hörgeräten noch nicht persönlich konfrontiert wurde kann mit den begriffen “offene Schirmchen“ und “Ohroplaste“ nichts anfangen. Bestenfalls vermutungen anstellen. Bitte kläre uns auf.

    Gruß Ewald


    Die Welt ist mein Haus und der Himmel ist sein Dach .....

  • Wastelfix

    ein Hoergeraet braucht lautsprecher.

    diese kann ich so in den Hoergang einbringen, dass von der umgebung keine weiteren Geraeusche eindringen, oder eben in einer offenen oder teilweise offenen Art und Weise, der Effekt ist aehnlich, wie bei unterschiedlichen Kopfhoerern, die es ja auch geschlossen und offen gibt.

    gruss

    juergen

  • Das kommt gerade erst im Mode. Habe mich jetzt aktuell Informiert und erfahren das jetzt neue Geräte auf dem Markt sind und noch weitere kommen die sich speziell um Musikhörer bemühen. Die gängigen Geräte hätten wohl ein Problem zeitrichtig die fehlenden Höhen beizusteuern. Die Elektronik ist so langsam das die Höhen so spät kommen das es beim Hören stört/auffällt.

    Gruß Ewald


    Die Welt ist mein Haus und der Himmel ist sein Dach .....

  • Das bestätigt das Erlebte, als eine Person mit Hörgerät den HiFi Laden betrat und den Besitzer bat die MP3 Musik auszuschalten. Es verzerre bei ihm im Ohr...


    Anscheinend fehlen im komprimierten Format Informationen, aus welchen sich sein Gehirn die Lücken generiert.

  • Das kommt gerade erst im Mode. Habe mich jetzt aktuell Informiert und erfahren das jetzt neue Geräte auf dem Markt sind und noch weitere kommen die sich speziell um Musikhörer bemühen. Die gängigen Geräte hätten wohl ein Problem zeitrichtig die fehlenden Höhen beizusteuern. Die Elektronik ist so langsam das die Höhen so spät kommen das es beim Hören stört/auffällt.

    Ja,und ich hatte das Glück,einen Hörgeräteakustiker zu finden,der mit seinem Laptop zum Einstellen des Gerätes zu mir nach Hause gekommen ist.So konnte ich mit meiner Anlage hören,und mir die Einstellung des Hörgerätes aussuchen,die mir am besten gefallen hat.Die Versuche im Laden bringen n.m.M.keine optimalen Ergebnisse.


    Viele grüße,

    Jochen74

  • jochen74

    Darf man fragen seit wann du die Geräte hast.

    Ist kein Geheimnis.Seit drei Jahren.Das unangenehme bei meinen Hörproblemen war,dass nicht nur der altersbedingte Hochtonverlust da war,sondern auch ein linksseitig größerer Verlust.Man bekommt dann ein "schiefes" Stereobild.Alle hell klingenden Instrumente ortet man aus dem rechten Lautsprecher.Mit den entsprechenden Korrekturen macht dann der Zimbalspieler fünf Schritte nach links,vom Hörer aus gesehen,und das Klangbild stimmt wieder.So etwas ist wahrscheinlich nur während des Musikhörens feststellbar,mit den Sinustönen des Akustikers kriegt man das wohl eher nicht hin.


    Viele Grüße,

    Jochen74