Gibts es noch gute Ersatznadeln ?

  • Hallo,


    Diese Aussage würde ich ebenfalls stark bezweifeln, die gängigen und günstigen Nachbaunadeln wie sie zb. http://www.diamond-stylus.de/d…zone/1024x786/index2.html oder http://www.musonic.co.uk/ anbietet haben nichts mit Jico zu tun.

    Ich war jetzt auf den Seiten. Davon abgesehen, dass es bei Diamond-Stylus gar keine Technics Nadelenschübe gibt sehe ich nicht, warum die bei musonic angebotenen Sachen nicht von Jico stammen sollten?

  • Hallo,


    Ganz einfach, weil die Nadeln von Jico https://www.jico-stylus.com/index.php fast alle durchweg teurer sind bzw es bei musonic Nadeln gibt die Jico garnicht im Angebot hat ( zb. A&R bzw Garrott ). Die meisten Nadeln von zb Axel Schürrholz ( jetzt FJS Service ) sind von Diamond Stylus wobei das wohl nur der Grosshändler bzw Importeur ist, wo die Ihre Nadeln herbekommen könnte man die vielleicht einfach mal fragen. Ich vergleiche auf die schnelle immer Sony Nadeln, XL 35 / 45, da sieht man sofort die Unterschiede, selbst die einfache ell. Variante kostet bei Jico 89$, die einfachen Nachbauten haben fast immer nur einfachste konische Diamanten ( oftmals fehlen Beschreibungen über Schliffe bei den billigen Angeboten komplett ) und kosten ca 20-40€ je nach Händler und das sind definitiv keine Jico Nadeln, Jico bedient den Oberklassemarkt, die Budgetproduktion kommt vom wem auch immer, vermutlich aus China.

    Aber warum sollten die Nadeln alle von Jico stammen, sollte es da irgendeinen Automatismus geben ? Nadelhersteller gab es genug, ka ob da noch welche aktiv sind. Früher waren die auch zu 90% Noname Zulieferer, Pfanstiehl hatte als einer der wenigen einen Namen stand aber auch nicht gerade für herausragende Qualität.


    übrigens; https://www.jico-stylus.com/about_us.php Sie schreiben das sie ca 120 000 Nadeln pro Jahr herstellen, damit sollen sie den Weltmarkt beherrschen ?

    Gruß,

    Uwe

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  • "Stylus Company" steht auf den Päckchen, die alle von einem namhaften Deutschen Großhändler stammen und wenn gewünscht "einzeln verpackt" an die (Klein-)händler gehen (und dann eben so beschriftet).


    Ein Lieferant dieser "Stylus Company" ist nach Angaben dieses Händlers "Jico". Allerdings können aber auch Nadeln anderer Hersteller in diesen Schachteln stecken.


    Hier habe ich übrigens folgendes gefunden:

    https://www.winyl.net/viewtopic.php?t=8377

    MANUFACTURED IN JAPAN

    by JICO Nippon Precison Jewel Industry Co., Ltd.

    distributed by stylus company corp. Germany


    Ausserdem kursieren noch "Millionen" Nadeln aus Altbeständen (z.B. Pfeifer, D&K,..) und ich gehe davon aus, daß besonders selten gefragte Modelle ausschliesslich aus diesen Beständen stammen und so langsam "aussterben" werden, denn wirtschaftlich wird es wenig sinnvoll sein, für diese "Exoten" überhaupt eine Maschine anzuschmeissen...


    Wenn "Jico"-Nadeln bei Jico teurer sind, als im hiesigen Fachhandel, so mag das übrigens daran liegen, daß Jico als (Groß-)Produzent eher geringes Interesse am Endkundenhandel haben dürfte und sich das dann auch fürstlich bezahlen lässt (es wundert mich, daß die das überhaupt anbieten..).


    Der verlinkte Text ist reines Marketing!


    Die Zahl von 120.000 Nadeln halte ich für einen Schreibfehler oder eine Fehlinterpretation (das wäre dann ja auch gerade mal 30 x soviel, wie mein eigener Bestand und der passt in gut 5 Bananenkartons..).


    Wenn Jicos Gesamtausbringung also 120.000 wäre, wären es ja gerade mal knapp 55 Exemplare pro Modell.


    Wie viele Arbeitnehmer hat Jico denn, die von 120000 Nadeln/Jahr bezahlt werden wollen (obwohl, wenn man diesen Text liesst... da in den Bergen sitzen wahrscheinlich sowieso nur eine Handvoll Zen-Mönche, die in ruhigen Wintertagen jede Nadel einzeln feilen)?


    Oder sind das 120.000 Exemplare mal/je 2.200 Modelle (und bauen die dann von jedem Modell gleich viel)?


    Dann wären es 264.000.000 Nadeln... Auch unwahrscheinlich!


    Wahrscheinlich haben die eine Auswahl von 2.200 Nadeltypen, von denen sie bis zu 120.000 Exemplare pro Stück herstellen. Das würde Sinn machen.


    Hier mal ein Bild, das die Lieferverpackungen zeigt, die man als Händler von verschiedenen Deutschen Großhändlern bekommt. Diese haben mal diese, mal jene Verpackung geschickt.


    [Blocked Image: http://www.platten-spieler.de/Bilder/Nachbaunadeln.jpg]


    Unterm Strich hält man sich leider bedeckt, was konkrete Aussagen zu Herstellern/Lieferanten betrifft, aber mehr als zwei wirklich große Hersteller wird es heute kaum mehr geben (...und den Schrott irgendwo aus China).


    Wobei - vielleicht läst "Jico" die anderen "263.880.000" Nadeln ja auch in China bauen. Ist ja auch bei "Originalen" heute so..


    In die Verkaufsverpackungen steckt sie dann der Großhändler - in diesem Falle die "Stylus Company", wenn der Kunde verpackte Ware wünscht.


    Ansonsten steckt der (Klein-)Händler sie in Verpackungen mit eigener Firmierung, so daß die Endkunden aus Unkenntnis denken, das wäre dann auch der Hersteller.


    So wird dann von "Pfeiffer-Nadeln", "D&K-Nadeln", "Thakker-Nadeln", "Pfannstiel-Nadeln", "Diamond-Stylus-Nadeln", "Cleorec-Nadeln" o.Ä. gesprochen und kolportiert, daß die jeweiligen Nadeln von diesen mehr - oder weniger großen Händlern auch hergestellt worden wären.


    Einige große Firmen wie D&K und Pfeiffer,... haben meinen Informationen zufolge zwar verschiedene Nadelmodelle selbst gefertigt/fertigen lassen, den Großteil davon aber selbst auf dem Weltmarkt zugekauft (und das soll auch schon vor 35 Jahren so gewesen sein).


    So findet man vereinzelt z.B. "Pfeiffer"-gestempelte Nadeln in D&K-Päckchen und man kann auch anhand markanter Presskanten und anderer Merkmale einen gleichen Hersteller bei sehr verschiedenen Quellen erkennen.


    Schöne Grüße,

    Andreas

  • Natürlich hält man sich bedeckt was die wirklichen Hersteller angeht und sieht das man die Firma in der Mitte ist.

    Nur so kann mit möglichst geringem Aufwand möglichst großer Gewinn erzielt werden. Wie das Spielchen läuft kenn

    ich aus dem Metallbau.


    Übrigens,bei Pickupnaald.nl hab ich zwei Tonabnehmer gefunden die vielleicht auch für meinen PS-X6 passen und nicht

    sooo teuer sind: Das wäre das Osawa OS301B und das Expert/Nagaoka JT322 "Quadra". Beide anscheinend mit nacktem

    Diamanten und letzteres sogar mit Shibata Nadel. Kennt jemand diese Tonabnehmer und was ist von ihnen zu halten.


    Mfg. Axel

  • Das Osawa 301 ist ein durchschnittlicher Abnehmer, der eher an schwereren Armen gute Figur macht, aber nie wirklich herausragt.

    Das JT322 ist ein interessantes System, da es ja auch in die Reihe EPC270/Tonar Diabolic fällt.

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Günstige Alternative: ein Sony XL-15 mit der Wega Headshell und dazu die Jico XL-25 Nadel beschaffen. (Halt "nur" Elliptisch, aber klingt klasse).


    Aktuell super Alternative: In Japan auf Ebay das XL-40 ohne Nadel besorgen und die Shibata fürs XL-40 / XL45II (Man beachte das Mk2 / II !) dazuholen. Wenn man es perfekt mag, kriegt man bei mir noch die Ersatzschraube dazu (das Angebot gilt nur für user Friedell), zum resonanzmindernden festschrauben. Das alles für ca 250€ incl. Zoll & Versand.


    Mike

  • Mmmh,da soll ich also dann nochmal ~ 100€ zum JT-322 drauflegen und mir ein XL zusammenstoppeln ?

    Gut gemeint,aber nein danke. Persönlich ist JICO seit der letzten Preiserhöhung für ihre Topnadeln uninteressant

    geworden. Andererseits würde ich für ein XL35 mit frischer Originalnadel schon noch 150€ locker machen.

    Und ja das JT-322 ist interessant. Nur kennt das jemand aus persönlicher Nutzererfahrung ? Was ich so bisher

    aus dem Web aufsammeln konnte ist das es ein "steinaltes" Quadrosystem aus den späten Siebzigern ist dessen

    Productionoverhang dann (viel) später unter dem Expert-Label verscherbelt wurde. Und die Reste davon vertickt

    nun Pickupnaald.nl .

    Übrigens gibts bei LP-Gear ein recht günstige Ersatznadel für das P6E.

  • Neulich gabs für das Geld tatsächlich ein XL-35 bei Ebay. Ist aber imho kostentechnisch grenzwertig (ausser es ist die S Version mit Headshell). Mein Tipp ist da Klanglich eher beim oder sogar über dem 2M Black anzusiedeln und hat imho ein wesentlich besseres P/L Verhältniss.


    Was das JT-322 angeht ist die Faktenlage erstaunlich dünn ausser "klingt gut".


    Albus betätigt in einem Post folgende Eigenschaften:


    - keine Analytik

    - seidige Höhen

    - natürliche Mitten, tolle Wiedergabe von Stimmen und akustischen Instrumenten

    - trockene, präzise Bässe


    Wenn das in die selbe Richtung geht wie das JT-555 wäre es mir einen klitzekleinen Hauch zu trocken, habs aber noch nie gehört.


    Mike