Verhalten von Wiedergabeköpfen ähnlich eines Tonabnehmers?

  • Hallo Zusammen,


    mich beschäftigt die Frage, ob sich Wiedergabeköpfe ähnlich verhalten wie z.B. Tonabnehmer in Bezug auf einen Lastwiderstand.


    Hintergrund ist, das ich mit angeschlossenem Kopf zu viele Höhen habe, ohne sieht der Frequenzgang wunschgemäß aus. Der Kopf hängt direkt am Gitter der Eingangsröhre, ohne Gitterableitwiderstand. Würde hier vielleicht eine gewisse Last zu einer Bedämpfung führen, vergleichsweise zu einem Tonabnehmer?


    Andere Wiedergabeverstärker verfügen durchaus über Lastwiderstand bis hin zu 68K.


    Gibt es eigentlich geeignete Übertager um dem Signal bereits ein wenig auf die Sprünge zu helfen?


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Martin,

    sprichst du da von einem Eigenbau? Tonköpfe für Röhren- oder Transistorgeräte haben unterschiedliche Impedanzen. Hast du den Richtigen im Einsatz?


    Gruß luedre

    Revox B77 MK II, Fostex R8, UHER 4000 L Report, UHER 4200 Report IC, Technics RS-AZ7, Tesla B115, Tesla Start

  • Hallo luedre,

    sprichst du da von einem Eigenbau?

    Eigenbau in Bezug eines Wiedergabeverstärkers ist geplant. Im Moment beschäftige ich mich mit dem vorhandenen und das ist ein G36.


    Tonköpfe für Röhren- oder Transistorgeräte haben unterschiedliche Impedanzen.


    Wußte ich schon mal nicht. Wieder was dazu gelernt ;)

    Warum ist das so und wie groß sind die Unterschiede?


    Viele Grüße,

    Martin

  • Ja, da der Tonkopf auch eine Induktivität hat, bildet er mit dem Abschluß ein Schwingkreis. Der sollte auf den Kopf abgestimmt sein, ähnlich wie der eines Tonabnehmers. Genaue Daten kann ich aber nicht nennen.

    Gruß André


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  • ....also mir ist nicht bekannt, daß Tonköpfe bei Röhren- oder Transistorgeräten unterschiedlich sind....

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Hallo Uli,


    du hattest doch mal erwähnt, das du evtl. noch Übertrager herum liegen hast. Hast du sie vielleicht inzwischen gefunden und hast Daten dazu?


    Möglicherweise eine blöde Frage für die Fachleute, aber sind Tonköpfe eigentlich mechanisch kompatibel? Falls ja, würde sich irgendwann in der Zukunft der Einbau eines "besseren" lohnen oder nicht?


    Viele Grüße,

    Martin

  • Was meinst du mit "mechanisch"? Eigentlich kann man die Frage mit einem klaren Nein beantworten. Weder die äußere Form (Rechteckig / Quadratisch) noch die Kopfform (Flach / Halbrund / Spitz) und auch nicht die Form des Blechpaketes (?) sind einheitlich. Das einzige was mir dazu einfällt wäre die Bauhöhe. Aber ich würde sagen dass ist Materialkosten bedingt.


    Gruß luedre

    Revox B77 MK II, Fostex R8, UHER 4000 L Report, UHER 4200 Report IC, Technics RS-AZ7, Tesla B115, Tesla Start

  • Wenn es in diesem Fall um einen Kopf an der G36 geht, dann sollte es ja mal funktioniert haben. Wenn es jetzt nicht geht dann ist etwas nicht ok, vielleicht ein Defekt in der ersten Verstärkerstufe, Kondensatoren, Gitterableitwiederstand, Röhre...

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.

  • Habe mir den Plan gerade mal angeschaut, überprüfe mal R139 und R140, das sind die Gitterableitwiderständer der Röhre V10 (ECC83). Die Röhre selber könnte auch eine Macke haben, was ohne Röhrenprüfgerät aber schwierig zu ermitteln ist. Ist nur ein Kanal betroffen?

    Hat die G36 nicht die gleichen Köpfe, wie auch die A77?


    http://www.radiomuseum.org/r/studer_revox_g36_1938.html


    Edit:

    Scheinbar gibt es da Unterschiede...


    http://forum2.magnetofon.de/bo…-anno-1964-die-revox-g36/

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.

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  • Hallo Zusammen,

    Was meinst du mit "mechanisch"?

    Ganz einfach, ließe sich ein anderer, "besserer" Wiederkopf einbauen. Könnte ja sein, daß man sich mechanisch irgendwie geeinigt hat, analog zur Tonabnehmerbefestigung.


    Wenn es in diesem Fall um einen Kopf an der G36 geht, dann sollte es ja mal funktioniert haben. Wenn es jetzt nicht geht dann ist etwas nicht ok, vielleicht ein Defekt in der ersten Verstärkerstufe, Kondensatoren, Gitterableitwiederstand, Röhre...

    Da funktioniert schon alles. Der Frequenzgang ist schnurgerade. Mir persönlich sind da viel zu viele Höhen. Das muß oben weiter runter. Selbst mit Verringerung des Gk Widerstands unterhalb des Wertes wie es für NAB vorgesehen ist reicht mir nicht.


    Habe mir den Plan gerade mal angeschaut, überprüfe mal R139 und R140, das sind die Gitterableitwiderständer der Röhre V10 (ECC83)

    Mein G36 hat, wie ich schrieb, keinen Gitterableitwiderstand an der Eingangsröhre. Dieser ist nur in der High Speed Version eingezeichnet. Aber das kann man ja mal probieren. Wollte da sowieso mal provisorisch ein Poti einbauen.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Da funktioniert schon alles. Der Frequenzgang ist schnurgerade. Mir persönlich sind da viel zu viele Höhen. Das muß oben weiter runter. Selbst mit Verringerung des Gk Widerstands unterhalb des Wertes wie es für NAB vorgesehen ist reicht mir nicht.

    Mein G36 hat, wie ich schrieb, keinen Gitterableitwiderstand an der Eingangsröhre. Dieser ist nur in der High Speed Version eingezeichnet. Aber das kann man ja mal probieren. Wollte da sowieso mal provisorisch ein Poti einbauen.


    Viele Grüße,

    Martin

    1. Wenn der Frequenzgang schnurgerade ist, wie können dann zu viel Höhen im Signal sein???

    Dann müsste eigentlich bei den hohen Frequenzen ein Anstieg zu erkennen sein. Wo sind denn zu viele Höhen, da wo der Frequenzgang gemessen wurde, oder an einer anderen Stelle. Wenn der FG an dem "Line Out" gemessen wurde und zu viele Höhen am LS ankommen, ist der Fehler in der Endstufe oder am LS zu suchen.


    2. Kein Gitterableitwiderstand... da scheinen die den Kopf dafür genommen zu haben. Das ist nicht ideal, man könnte den mal nachrüsten, vorausgesetzt die Beschaltung der Kathode wäre nahezu identisch mit dem oben gezeigten Plan.

    Hast du einen anderen Plan von deiner G36?

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.

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  • Hallo Stephan,

    1. Wenn der Frequenzgang schnurgerade ist, wie können dann zu viel Höhen im Signal sein???

    Dann müsste eigentlich bei den hohen Frequenzen ein Anstieg zu erkennen sein. Wo sind denn zu viele Höhen, da wo der Frequenzgang gemessen wurde, oder an einer anderen Stelle. Wenn der FG an dem "Line Out" gemessen wurde und zu viele Höhen am LS ankommen, ist der Fehler in der Endstufe oder am LS zu suchen.


    2. Kein Gitterableitwiderstand... da scheinen die den Kopf dafür genommen zu haben. Das ist nicht ideal, man könnte den mal nachrüsten, vorausgesetzt die Beschaltung der Kathode wäre nahezu identisch mit dem oben gezeigten Plan.

    Hast du einen anderen Plan von deiner G36?

    Der Plan meiner G36 ist in den Serviceunterlagen enthalten. Gültig ab Serie 3.

    Den einzigen Unterscheid den ich finden konnte, ist der Gk Widerstand vom Kathodenfolger zum Fußpunktwiderstand der Gk. Im Plan stehen 10K, bei mir waren es 12K. Habe ich zum testen durch ein Poti ersetzt. Bei ca. 4k komme ich auf etwa die NAB Höhenentzerrung. Ab da wirds langsam interessant. Die Auswirkungen sind allerdings geringer als LTSpice es simuliert. Ich komme nicht so weit runter wie ich es gerne würde.


    Der Fußpunktwiderstand hat bei mir 120R, wie im Plan angegeben. Bei der HS Version mit 220K Gitterableitwiderstand ist es der gleiche Wert. Wenn sich der Wiedergabekopf in etwa verhält wie ein Tonabnehmer, dann sollte ich mit einem Gitterableitwiderstand, dessen Wert ich mit einem Poti verändern werde, die Höhen etwas bedämpfen können.


    Ich sagte doch, es ist ein persönlicher Geschmack und kein Fehler. Eine gerader Frequenzgangverlauf ist nicht das, was ich haben bzw. hören möchte. -3dB bei 12kHz sind mehr als genug ;)


    Viele Grüße,

    Martin

  • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du haben möchtest. Wenn ich mit einer Tonbandmaschine aufnehme, muss das was rein geht, wieder herauskommen. Wenn das die Maschine tut, ist alles ok. Möchtest du dann trotzdem weniger Höhen haben, musst du am Klangregler deines Verstärkers drehen. Wenn du an der Maschine etwas änderst, stimmt die Entzerrung nicht mehr. Meiner Meinung nach solltest du die Maschine nicht "verbasteln". Nutze lieber einen externen Verstärker, falls die Einstellmöglichkeiten der G36 nicht ausreichen.

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.

  • Hallo Stephan,

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du haben möchtest. Wenn ich mit einer Tonbandmaschine aufnehme, muss das was rein geht, wieder herauskommen. Wenn das die Maschine tut, ist alles ok. Möchtest du dann trotzdem weniger Höhen haben, musst du am Klangregler deines Verstärkers drehen. Wenn du an der Maschine etwas änderst, stimmt die Entzerrung nicht mehr. Meiner Meinung nach solltest du die Maschine nicht "verbasteln". Nutze lieber einen externen Verstärker, falls die Einstellmöglichkeiten der G36 nicht ausreichen.

    Ich nehme nichts auf, mich interessiert nur die Wiedergabe.


    Da ich extern keine Möglichkeit habe und den gleichen Frequenzgangverlauf wie in meiner Phonovorstufe haben möchte, verändere ich die Entzerrung der Wiedergabe nach meinen Wünschen. Normen sind mir da wurscht. Genauso wie das "verbasteln" ;)


    Sowieso wird es irgendwann einen anderen Wiedergabeverstärker geben.


    Aber darum ging es eigentlich nicht. Ich hätte gerne gewußt ob sich Wiedergabeköpfe bei Belastung ähnlich verhalten wie Tonabnehmer.


    Viele Grüße,

    Martin