Neumann KH 310 A

  • Nach einem Versuch mit anderen Verstärkern, möchte ich doch noch einmal versuchen, ob in Sachen Lautsprecher in meinem Raum doch noch mehr geht.


    Es darf auf Grund der Raumbedingungen halt nicht zu Basslastig werden, Kompaktbox oder kleine Standbox heißt die Devise.


    Die Liste ist relativ lang, der erste Versuch mit einer Odeon Midas hat schon mal nicht funktioniert. Die beiden 17er haben meinen Raum bereits überladen.


    Bei Sommerlicher Hitze, kommt man schon mal auf wirre Gedanken. Du wolltest doch schon immer mal einen aktiven Studiomonitor probieren. Also her damit. Besonders interessant finde ich die Neumann KH 310 und so habe ich mir jetzt mal ein Päärchen zum Testen bestellt. Meine Gedanken dazu:


    • Hoffentlich komme ich mit der Platikoptik zurecht
    • Hoffentlich sind sie mir nicht zu Kühl Analytisch, aber die 420 hat mir bei Lou Weed sehr gut gefallen und die Audio Research gibt ja einen Schuss Wärme dazu, hoffentlich sind beide dann aber nicht zu sanft im Hochton
    • Die Räumliche tiefe ist bestimmt hervorragend, hoffentlich können Sie auch breit und hoch
    • Timing und Dynamik sind bestimmt klasse, aktiv halt
    • Ein geschlossener aktiver Bass könnte in meinem Raum funktionieren und ist ja noch an den Raum anpassbar
    • Der Neupreis liegt bei der Hälfte meiner aktuellen Kombi aus hORNS und Pass, kommt die da dran?
    • Im Fall des Kaufes müssen noch vernünftige Ständer her, gibt’s ja zum Glück einige

    Ja das sind so meine Gedanken, ich bin mal gespannt, ob das was für mich ist oder nicht, ich werde berichten.


    LG


    Mario

  • Hi Mario,


    Hinsichtlich Verarbeitung, Einstellbarkeit, Paargleichheit, Performance und Preis-Leistungsverhältnis sind selbst die 420 noch Schnäppchen, verglichen mit dem übrigen Hi-Fi-Markt. Und man hat die Endstufen (AB, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe) schon dabei!!!


    Ich kenne die Neumanns und habe bis hin zu Genelec 1234 auch ein paar andere auf den Ohren gehabt. Großes Kino!


    Das gute an solchen Monitoren ist, dass du sie auch nach deinem Geschmack einstellen kannst.


    Berichte mal!


    Cheers,

    T

  • Ich habe die 310 auf stabilen K&M Stativen mit U-Bügel, damit man sie schön vertikal anwinkeln kann. In der Arbeit habe ich die KH120. Zum mischen sind die 310er schon sehr gut, da es lange dauert, bis einem sein Zeug echt gefällt, aber HiFi darüber hören, möchte ICH nicht. Ich ziehe gerade um, wobei die 310er der Sohn bekommt. Ich mische lieber über die JBL 4425 und höre privat über Dynaudio C1 Signature. Der Bassbereich der 310er ist extrem sauber und imposant (im Nahfeld)


    Pass extrem mit dem nach vorne stehenden Dynaudio Mitteltonchassis D76 auf. Ich hatte den einmal minimal eingedrückt und schon hat es bei einer bestimmten Frequenz gezerrt. Ich musste dann beide Monitore einschicken, da sie abgeglichen werden.


    Im Wohnzimmer hatte ich den Vorgänger, die O300 einmal probiert, welche ja recht identisch sind. Die LS gehen ziemlich linear bis 20Hz, was in meinem Raum zu unschönen stehenden Wellen führte.

  • Hallo Mario,

    ich mag keine Studiodinger........dachte ich.

    Habe die Teile bei einem Bekannten gehört.

    Da war ich aber von den Socken. Einfach nur richtig schön.

    Da stimmte einfach alles.

    Ach ja, der Raum war so um die 16m2.;)

    Denke, Du wirst sehr positiv überrascht werden.

    Viele Grüße

    Andreas


    "Jeder darf sagen was er denkt. Hauptsache, er hat vorher gedacht." (frei nach Harry Rowohlt, ihm zum Gedenken)

  • Danke für die Infos.


    "Im Wohnzimmer hatte ich den Vorgänger, die O300 einmal probiert, welche ja recht identisch sind. Die LS gehen ziemlich linear bis 20Hz, was in meinem Raum zu unschönen stehenden Wellen führte."


    Oha das hört sich aber gar nicht gut an. Dann dürften die Neumänner egtl. nicht laufen. Naja warten wir erst mal ab.


    Hast du denn mal mit dem EQ an der Rückseite gespielt? Neumann gibt da ja Empfehlungen.


    LG


    Mario

  • Das macht mir Hoffnung!


    Wenn ich das richtig im Kopf hat, hat Uwe Sauron ja quasi die Neumannwelle hier losgetreten oder wie war das?


    Ich bin echt mal gespannt.


    LG


    Mario

  • Hallo Mario,


    die KH310 wären mir bei Deinem Raum auch eingefallen. Gute Lautsprecher!


    Hoffentlich bekommst Du eingespielte Exemplare:!:


    Ich habe sie zuerst bei einem Bekannten in einem ähnlich großen Raum mit Bryston Elektronik gehört. Das war sehr gut und für meine Ohren auch nicht zu analytisch/technisch. Meine eher neutral spielende Röhrenvorstufe (die ich zum Glück dabei hatte), hat mir allerdings noch besser gefallen. Kenne Deine Audio Research nicht, aber verstärkerseitig würde ich mich in die Richtung BAT, ModWright, Innovative Audio, oder auch Gryphon orientieren. Auch die 310er sind in der Lage jede Änderung in der Kette weiterzureichen: Die Spannbreite reicht vom lustbefreiten Studiosound bis zum recht euphonischen Wohlklang. Vieles ist möglich.


    Manche sagen der KH310 eine leichte "Topfigkeit" im Klang nach. Halte dies weitestgehend für eine Frage der vorgeschalteten Elektronik.


    Dass die 310er liegend betreiben werden ist Dir klar? Die MHT-Einheit mit den Waveguides ist nicht drehbar (wie in der 420).


    Die KH310 waren bei mir der Auslöser mich mit den KH420 zu beschäftigen. Diese performen dann aber noch einmal anders ... ;)


    FOH

    Pass extrem mit dem nach vorne stehenden Dynaudio Mitteltonchassis D76 auf.

    Das ist kein Dynaudio-Chassis, sondern eine Eigenentwicklung, Tom.


    Viele Grüße

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«

  • @ Christian

    Dann haben sie in den KH310 nicht mehr das identische Mitteltonchassis wie in der O300 verbaut?

    Das war ein D76, weil mir Neumann das ausgetausche Chassis wieder mitgeschickt hat.


    Ich hatte damals recht lange mit dem Entwickler Kontakt und er hat mir viele Tips zur Aufstellung gegeben. Mir persönlich sind die Teile für HiFi zu nüchtern, aber ein User auf Gearslutz hat auch die JBL Arschbacken und die KH310. Er beschrieb die beiden LS klanglich genau gegensätzlich zu meiner Meinung. Er meinte die die Neumänner würden färben. Alles, aber das nicht...meine Meinung

  • Hi Mario,


    die Neumanns sind zwar schnell gekauft.


    In welches Umfeld dürfen Die denn?


    Auch hier - alles Geschmäckle - anhören vor dem Kauf dürfte schon sein (machste ja), auch wegen des eigenen Technikpark. Es gibt keine Garantien.

    Dem einen ist die Auflösung zu hoch, dem anderen kann es nicht genug Auflösung sein, wobei es doch schon mehrere Variablen vor den Neumanns gibt.


    du hast ja im vorfeld schon einige 'Geschütze' durch, wa?


    hmm - na, da bin ich extrem gespannt, wat nu rauskommt. (ein 17ner hat ja nicht funktioniert)



    schnieken Tach

    W:)lfgang

  • Hallo Christian,


    danke für die Infos.


    Erst mal muss die Neumann im aktuellen Setup also an der Audio Research überzeugen. Die LS 26 ist ja keine sooo schlechte Vorstufe... Das ist dann ein Thema für später.


    Und Gryphon wird ja auch leider kaum angeboten.


    Ja liegend ist klar. Ich werde erst mal improvisieren und die Ständer meiner Horns durch ein paar Steine aus dem Baumarkt "aufbocken". Ständer gibt's ja dann bei Liedke und Co.


    Ich gehe davon aus, dass die Boxen nicht eingespielt sind. Habe sie einfach bei Thomann bestellt. Zum Glück gibt es ja 30 Tage Rückgaberecht, da kann man die schon ordentlich befeuern...


    LG


    Mario

  • Hallo Wolfgang,


    der Raum ist 15m².


    Die Kette findest du in hier:


    Sperling L1

    Graham Phantom II

    Audio Technica AT 33 PTG

    Audio Technica 1501 MK IV

    Ortofon Cadenza Mono

    Einstein Turntables Choice

    Audio Research LS26

    Marantz NA 11


    LG


    Mario

  • da würde ich eher die KH 120 oder noch besser die KH 80 ( nicht zu unterschätzen) mit dem neuen Sub, andenken.


    Wenn Du die empfohlene Abhörentfernung überschreitest, wird es eh HIFI. Bleibst Du im Rahmen der empfohlenen Werte, wird's Studio.


    Vielleicht hilft ein Studium der BAs.


    Groß ist nicht immer das Beste, Grundfläche und Volumen des Raumes, sprich Höhe macht was aus.


    Neumann gibt da schon Empfehlungen, scheu Dich nicht, die Leute in Berlin zu kontaktieren.


    Der VV - weiss nicht, ob die Werte der Ausgänge passen, weil - sieht schwer analog aus.


    Beste Grüße

    Wolfgang

  • Dann haben sie in den KH310 nicht mehr das identische Mitteltonchassis wie in der O300 verbaut?


    Hallo Tom,


    nein, in den Tests wird von einer Eigenentwicklung bei der 310/420 berichtet. Kann aber gerne noch einmal nachfragen. In der O300 kam tatsächlich die Dynaudio-Kalotte zum Einsatz. Auch der Tieftontreiber der KH310 ist nicht der, der in der O300 verbaut wurde. Dieser kam soweit ich weiß von Tymphany. Neumann macht aus der Bestückung ihrer Monitore normalerweise kein Geheimnis.

    Die LS 26 ist ja keine sooo schlechte Vorstufe...

    Hallo Mario,


    mein Hinweis bezog sich auf die klangliche Ausrichtung, nicht auf die Qualität der Komponente. Wollte sagen: Als Partner sehe ich eher neutral spielende Röhren (z.B. 6H30). Was mMn. überhaupt nicht geht ist z.B. eine Schiit Freya mit Psvane 181. An Neumann sowas von langweilig ... :sleeping:


    da würde ich eher die KH 120 oder noch besser die KH 80 ( nicht zu unterschätzen) mit dem neuen Sub, andenken.

    Die Idee ist nicht schlecht. DSP auch im KH750.


    Viele Grüße

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«

  • Ich höre seit ca. 4 Jahren mit KH310A und bei Bedarf noch mit einem KH 810, der eine untere Grenzfrequenz von 18Hz (-3dB) liefert. Die Raumgröße beträgt 18qm, Abhörentfernung ca. 1,6m.

    (Bitte keine Diskussionen ala „Der Bass ist nicht hörbar, Raum zu klein, blabla...es funktioniert, ok?)

    Der Raum ist akustisch optimiert, weitestgehend, so gut das bei dieser Raumgröße halt geht.

    Für mich das Beste, was ich bisher in meinem „Hörleben“ hatte, vorher ca. 15 Jahre Acapella, Unison, Symphonic Line, also klassisches High-End-Gedöns...😉

    Die Lautsprecher sind wirklich linear, die Mitten sind, aus meiner Sicht, ein Traum, Frauenstimmen kommen ohne „Nasenklammer“. Das Abstrahlverhalten ist absolut vorbildlich, man kann weit außerhalb des Stereodereiecks sitzen oder stehen und es klingt immer noch sehr gut.

    Rauschen, Brummen...kein Thema.

    Allerdings kann es natürlich manchmal „blutleer“ klingen, für solche Fälle habe ich einen Röhren-EQ aus dem Studio-Bereich, das funktioniert hervorragend! ( Auch hier bitte keine Diskussionen, ob EQ oder nicht, der Ersteller des Threads wird es danken und ich auch!)

    Bei analoger Wiedergabe muss man schon ein wenig aufpassen, denn Pressfehler etc. können schon ordentlich auf die Ohren gehen.

    Ob ich sie allerdings in einem unbehandelten Raum würde hören wollen....hm....das könnte grenzwertig werden.

    Probier es aus, ich denke, Du wirst nicht enttäuscht werden.

    Übrigens, auch andere Mütter haben schöne Töchter...Genelec, Focal, da lohnt es sich durchaus, mal reinzuschauen.

    Das schönste Kompliment, welches die Neumänner bisher bei mir bekommen haben, war „Man fühlt sich von der Musik umfangen!“ Und das war jemand, der wirklich von der ganzen Technik überhaupt keine Ahnung hat, sondern einfach NUR Musik hört...😉

  • du meinst diese Glühkolben?


    So in etwa. ;)


    DR wäre noch besser. Aber: ganz anderes Thema.


    Viele Grüße

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«