Vorstellung nachgebauter Röhrenschaltungen

  • Hallo,


    das bezieht sich auf den ersten Schaltplan mit der EF12 Treiberröhre als Triode. Der zweite Schaltplan ist geändert auf EF12 Pentode mit Gk Anode Endröhre Kathode EF12, also ala 1/2 V69.


    Du kannst die nochmals gesiebte B+ gerne für die EF12 Anode und Schirmgitter verwenden.


    Viele Grüße
    Martin

  • Das Thema scheint eingeschlafen zu sein, oder

    sogar tot.

    Ich mach noch mal einen Wiederbelebungs-Versuch


    Auf meine alten Tage beschäftige ich mich noch mal

    mit dem Altmeister der grünen Geräte

    Mein Erstkontakt vor 20 Jahren war mehr aus der

    Sicht des Technikers, war ein Fehler.

    Inzwischen geh ich mehr vom Höreindruck an das

    Thema ran. Und ich muss sagen, gefällt mir.

    Hier mal ein Nachbau einer MONBRISON Phono-Stufe

    Ist die älter Version, mit EF86 und ECC82.

    Für die ECC82 hab ich eine 12SN7 genommen.

    Mit Adapter ist aber auch die ECC82 möglich.

    Das Netzteil ist wie beim Original Röhren geregelt.DSC01751.jpgDSC01755.jpgDSC01756.jpg

  • Hallo,


    Wodurch unterscheiden sich Aurieges und Monbrison, ist diese mehr Pre & Phono? Mit identischer Phono?


    Schöne Sachen machst du!


    Beste Grogzeit


    B.

    2 Mal editiert, zuletzt von Blasios ()

  • Hallo B.

    Die Schaltung von Aurieges und Monbrison

    sind eigentlich gleich.

    Nur mit den Röhren-Typen angepasste Werte.

    Vor fast 20 Jahren hab ich mal eine original

    Aurieges gehabt und auch nach gründlichem

    Studium nachgebaut.

    Die Schaltung hab ich auch mal hier eingestellt.

    Damals hat mir der Klang nicht richtig gefallen,

    vermutlich weil ich die Schaltung kannte.

    Die ist etwas merkwürdig, wahrscheinlich war

    ich dadurch negativ vorgespannt.

    Jetzt hab ich mich von der klanglichen Seite

    an das Thema gemacht, hab auch jetzt andere

    Endverstärker und Lautsprecher.

    Siehe da jetzt gefallen mir die Teile richtig gut.

    Das Schaltungs Konzept ist bei beiden gleich,

    Eingang Pentode, Ausgang Triode.

    In einer GK liegt die Entzerrung. Es gibt nur einen

    Unterschied. Bei der EF86 (Monbrison) ist der

    Kathoden-Widerstand zweiteilig und der unter

    überbrückt mit einem Elko.

    Bei meiner Aurieges war nur einer, unüberbrückt.

    In der Rohzeichnung hab ich aber den Istzustand

    aufgezeichnet und da gab es auch zwei Widerstände

    und einen Elko. Der obere war überbrückt, der Elko

    war nicht angeschlossen.

    Ich hab das erst kürzlich bemerkt und werde meinen

    zweiten Aurieges Versuch noch mal ändern

    Klanglich unterscheiden sich die beiden Versionen

    schon.

    Die Aurieges klingt opulenter , wärmer

    Die Monbrison etwas trockener, auch scheinbar

    präzieser.

    Die Unterschiede sind aber gering und man kann den

    Klang der Monbrison durch die Wahl der Röhren-

    Fabrikate anpassen.

    Wenn Du mehr Information brauchst, melde Dich

    mit einer PN

    Grüße

    heinrich

  • Danke,


    wir hatten ja schon mal wegen der Auriges, aber nichts gemacht, höre ja mit Vorlieben mit einer Feedback-RlAA und noch eine? Tut sich nicht viel!?


    z.Z. kuriere ich C. mit G. aus und dann tummelt es sich hier bald mit Weihnachten voll.


    Kleines erstaunlicher Projekt war der Leach, richtiges Highlight dieses Jahr! Kein MC Übertrager mehr dabei.


    Bastelei kommt so langsam zu Nil….


    Beste Grogzeit


    Blasios

  • Das Thema scheint eingeschlafen zu sein, oder

    sogar tot...

    Hahaha - noch lange nicht 8o

    Zwischenzeitlich den EL12 gebaut, Aikido Oktal und Noval, Audionote P2SE Clon, Trion zerplückt und jetzt doch wieder aufgebaut, den Oktal-Aikido tüdel ich grade in ein kompaktes Wohzimmertaugliches Gehäuse mit Novalsockeln...

    Muss aber die Eindrücke nochmal in Ruhe sortieren und hier einstellen.

    Danke Dir vielmals für die Unterstüzung beim P2SE. Der lief dann nach den vorgeschlagenen Modifikationen (Später mehr, bzw. PN).

    Fürs WE habe ich mir ein Update vorgenommen...

  • Hahaha - noch lange nicht 8o

    Zwischenzeitlich den … Audionote P2SE Clon, …

    Moin, das würde mich auch interessieren. Freiverdrahtet, oder mit der Platine die es beim China- mann gibt?

    Andreas

    Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen."


    (Ich höre mit ...meinen Ohren...Musik ;). Wobei, ob ich das Kabel meiner PWM... )


  • Moin, das würde mich auch interessieren. Freiverdrahtet, oder mit der Platine die es beim China- mann gibt?

    Andreas

    Die Chinaplatinen.

    Als Trioden geschaltet ohne Gegenkopplung (Tip von Monachino).

    Evtl. setze ich da nochmal Novaladapter und EL84 ein. Muß aber erst nochmal die Schaltpläne checken.

    Je nach Ergebnis, und wie eilig Du es hast, könntest Du die Platinen danach bekommen.

  • Hallo,

    da hab ich wohl was durcheinander gebracht. Ich dachte die o.g. Audio Note PSE sei mit EL84 bestückt.

    Gabs damals n Test in der Hifi-Exklusiv oder war es schon Image … egal.

    Die Platinen die ich meinte sind diese https://de.aliexpress.com/item…html?gatewayAdapt=glo2deu

    Glückauf

    Andreas

    Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen."


    (Ich höre mit ...meinen Ohren...Musik ;). Wobei, ob ich das Kabel meiner PWM... )


  • Totgesagte leben länger...


    Da die 6L6 Verstärker alle die bessere Auflösung hatten, hatte ich den Trion zerlegt und das Gehäuse nebst Übertragern für Testaufbauten degradiert.

    Zunächst hatte dort die EL12 Schaltung Einzug erhalten mit der EF12 als Pentode:

    Dynamik und "Druck" hatte der, klang aber leider zu Bissig - also wieder zerlegt.

    Der Audionote 6L6P2SE nahm danach Platz. So wie ich mir das mit dem Trafo vorgestellt habe hatte das aber nicht funktioniert. Mit Hilfe von Monarchino (danke Dir) hatte ich die Schaltung ohne Gegenkopplung und als Triode modifiziert. Damit lief er dann, konnte mich aber leider auch nicht so recht überzeugen.


    Vom Aikido hatte ich einmal die Novalplatine mit 6N6P und die Oktalplatine mit 6SN7 bestückt. Das Netzteil (auch von Glassware) ist geregelt mit Gleichstromheizung.

    Leider hat sich jetzt erst im Nachgang herausgestellt, dass auf der Oktalplatine die Widerstände der Heizreferenz falsch beschriftet sind. Somit waren 100k und 300k vertauscht. Die Novalplatine habe ich noch nicht überprüft, ist aber auch wurscht da 2x 300k.

    Der 6SN7 Aikido klang aufgeblähter im Bass, der Novalaikido ging gut vorwärts mit knackigem Bass.

    Daher habe ich die Oktalsockel runter- und Novalsockel liegend draufgelötet, so dass das ganze in ein schlankes Gehäuse passt mit einfachem Netzteil: Doppelmono ClCRC und Wechselspannungsheizung (Das Broski Netzteil bleibt der Novalplatine vorbehalten).


    Im Wohnzimmer an den Bullfrog und der MusicalTechnology Vorstufe hatte ich Trion, RH84, Jogi6L6 und RH6L6 getestet.

    Frust machte sich breit, da jeder Verstärker eine andere Schwäche hatte.

    Entgegen meiner Überzeugung hatte ich dann nochmal die Valvet E2 hervorgekramt (Die hatte ich schon bei Kleinanzeigen eingestellt).

    Auch das war erst mal ernüchternd. Mit dem Aikido als Vorstufe aber super. Also jetzt Doch Transe oder was?

    Valvet und Aikido hochgeschleppt und nochmal an die Lolas - nee das passt nicht.

    Im Wohnzimmer steht also die Kombi schonmal - halleluja.


    Im Büro (wo ich hauptsächlich höre) bin ich aber noch immer nicht ganz happy.

    Den Jogi 6L6 hatte ich vorerst zugunsten des RH6l6 ausser Betrieb genommen (Ausserdem brauchte ich den Trafo für den 6L6P2SE).

    Der RH Amp klang eeetwas angenehmer mit etwas mehr Auflösung. Aber einige Stücke beißen dann doch.

    Was also tun? Wie war nochmal der Trion? Mist den hatte ich ja totgesagt und zerlegt, das Gehäuse zersägt... jammern nutzt nix also wieder aufgebaut.

    Gleichrichtung jetzt mit IXYS Dioden, die Siebkapazität deutlich verkleinert, die 6SN7 gegen 6J5 getauscht und jeder Kanal hat jetzt seinen eigenen Heizkreis.

    Gefühlt klingt der jetzt räumlicher und dynamischer als vorher.

    Über Adapter nochmal ECC82 und 6SN7 getestet = Rückschritt. Ebenso mit 6SJ7 als Triode.

    KT66, 6AR6, und 6BG6 spaßeshalber gesteckt - nöö das passt nicht (Die EL34 im 6L6P2SE und RH6L6 aber auch nicht) Die Röhre muss halt zur Schaltung passen.


    Während im Jogi 6L6 die 6BG6 am angenehmsten klang, war die im RH6L6 recht unangenehm. Dort war die 6AR6 die angenehmste Röhre, gefiel aber nicht in den anderen beiden 6L6-Schaltungen..

    KT66 hingegen war in allen drei 6L6 Schaltungen am unangenehmsten.

    Röhre X kann also in Verstärker Y toll klingen, kann aber in Verstärker Z Mist sein. Somit sind die Röhrenerfahrung anderer mit Vorsicht zu genießen und nicht beliebig Übertragbar.


    Lange Rede, kurzer Sinn:

    Unter den besseren Schaltungen hatten die 6L6 Schaltungen eine gute Auflösung (der RH6L6 war noch der beste). Der RH84 war ganz ok, Andreas Schwarzs EL12 hatte Schmackes und Dynamik aber im Moment bin ich wieder beim Trion gelandet.


    So richtig happy bin ich, wie gesagt noch nicht aber meine vordergründigsten Ideen habe ich erst mal umgesetzt und einiges an Erkenntnissen dazugewonnen.

    2A3 sehe ich nicht bei mir - 45 und 6S41S behalte ich aufgrund der Kosten vorerst im Hinterkopf. Die RH-Schaltung liesse sich noch für 300B umstricken ... mal sehen.

    Trion und RH84 brauchen jetzt erstmal ein Gehäuse. MoFo ist noch ne Idee aber halt wieder Transe...

  • Ich kanns nicht lassen...


    Zusammenfassend hatte ich den RH84 nochmal mit verschiedenen Röhren getestet:

    EL84, 6P14p, 6P15P, 6BG6, 6AR4, 6V6.

    Den meisten Wumms hatte die 6P15P, die rundeste Wiedergabe die 6V6 (russisch).

    Gegencheck zum Trion ... der steht jetzt wieder in der Rumpelkammer.


    Dann doch noch eine neue Schaltung ausprobiert:

    RH Universal.

    Netzteil mußte ich abweichend bauen, da ich keinen neuen Trafo kaufen wollte.

    Somit habe ich die Innereien in den leeren "Jogi 6L6" gebaut da dieser Trafo bis dahin ungenutzt war und die 2K5 Übertrager ebenfalls paßten.

    Rfb auf 2x100k = 200k und als Treiber die russische 6J5 eingesetzt.

    Die übliche Röhrenorgie: Jupp hier passt die TAD KT66 doch tatsächlich am besten.


    Da ich mit Alex Kitic per Email in Kontakt stehe hatte mich gestern der Hafer gestochen und ich habe an Rfb einen Bypass-Schalter gelötet und über Adapter die ECC81 getestet.

    Bis gestern dachte ich ich hätte meine Vorstufenröhre gefunden, zumal ich dank Monarchino eine günstige Quelle gefunden hatte.

    Die ECC81 hatte wieder Erwarten dann aber doch die Nase vorne: Dynamisch aber dennoch rund und angenehmer in der Wiedergabe.

    Schade, die ECC81 ist deutlich teurer.


    Der RH2A3 ist etwas besser in der Auflösung aber der RH Universal ist deutlich musikalischer...

  • Wenn es noch Selbstbauer gibt, Hallo :)


    Bei den Endstufen hab ich inzwischen einen

    Punkt erreicht, an dem ich wohl nicht mehr

    weiterkomme. Von dem Dutzend Endstufen,

    die ich habe, werden noch drei genutzt.

    Die für mich die Beste ist eine SE EL34 Triode,

    mit C3g als Treiber, dann kommt eine 2A3 SE,

    für die ruhigen Stunden hab ich noch eine

    PSE 6L6.

    Es hat lange gedauert bis ich gemerkt habe

    das die Vorstufe mindestens genauso wichtig

    ist wie die Endstufe. Und es hat nochmal

    einige Zeit gedauert bis ich gemerkt habe

    wie wichtig das Netzteil ist !

    Als Vorstufe nutze ich einen AURIEGES Clone

    im Line Teil und bei Phono einen Monbrison

    Clone. Die Verstärkerteile haben kein eigenes

    Netzteil, ich hab inzwischen vier unterschiedliche

    Netzteile gebaut. Angefangen mit einer Kopie

    des Originals, klanglich kaum einen Unterschied.

    Dann eine Regelschaltung von Thel mit sehr

    kräftigem Ringkerntrafo (Thel). Als drittes ein

    Röhren geregeltes Netzteil, ähnlich wie bei der

    Monbrison. Als letztes hab ich ein Netzteil mit

    dem LM317T Regler aufgebaut.

    Da ich ein fauler Hund bin, hab ich Platinen

    vom China Mann genommen.

    Das Thel Teil klingt sehr straff/trocken, das

    Röhrenteil klingt lieblich / weicher.

    Das mit dem LM317 Regler klingt trocken

    präzise, schnell irgendwie richtig.

    Es macht einfach Spaß.

    Ich kann nur Jedem raten der selber baut,

    nehmt getrennte Netzteile und schafft euch

    Alternativen an.


    DSC01786(1).jpgNetzteil neu Aurieges.jpg Grüße

    heinrich




    hab

  • Hallo Heinrich ,

    das mit dem LM317 im Hochvoltnetzteil mache ich schon lange so , Stichwort "Maida Regler" , mal mit Röhre und mal mit FET .


    High Voltage Regulator


    Netzteil.jpg


    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Hallo Heinrich,

    Danke für den Tipp mit dem Netzteil.

    Ähnlich war es auch bei meinen Aikido Vorstufen.

    Nachdem mir die mit der 6SN7 nicht so gut gefallen hat, hatte ich ja die Octal-Platine auf liegende Novalsockel umgetüdelt und ein einfaches Doppelmpno-Netzteil mit CLC-Siebung gestrickt.

    Mit gleicher Röhrenbestückung und sehr ähnlicher Bautelbestückung klingt der Aikido mit dem geregelten Browski-Netzteil aufgeräumter.


    Dann order ich morgen mal bei Ebay die WZ-17 Platine.


    Die favorisierte SE EL34 Endstufe ist der von Dir umgestrickte Trion?

  • Nein die Trion war nicht das Vorbild, da

    hab ich einfach verschiedene Konzepte

    und Erfahrung in einen Topf geworfen,

    zweimal aufgekocht und noch ein wenig

    abgeschmeckt, fertig war er.

    Nach der Methode koch ich auch, was ist

    im Kühlschrank und muss weg.

    Manchmal schmeckt es richtig gut.


    Gruß

    heinrich