Wharfedale Linton Heritage 85 Anniversary

  • Eine Frage an die Gemeinde. Hatte zufällig jemand auf der High End dieses Jahr Gelegenheit diese Lautsprecher zu hören und kann dazu vielleicht etwas sagen. Grüße Andreas

  • Auf der highend nicht aber bei einer hausveranstaltung meines lieblingshändlers, hifi Studio Gärtner in Lage/ Lippe.

    Der hat die dort vorgeführt weil selber schwer begeistert. Sehr cooler, im besten Sinne oldschool Lautsprecher in bester britischer Monitor Manier. Klingt nach BBC mit ordentlich Tiefgang. Und für den aufgerufenen preis außergewöhnlich gut!

    VG aus Bochum

    Oliver

    Fail with Consequence and Smile!

  • Das hört sich ja schon mal gut an. Zumal der aufgerufene Preis wirklich auch begeistern kann. Ich werde sie mal anhören müssen. Danke für diese erste Info.

    LG Andreas

  • Hallo an alle im Thread hier!


    Bitte erwartet noch nicht soviel. Da ich die LS 1 Stunde gehört hatte. Das war im Raum von Klangtreu. Der Raum hat ber die gleiche Größe wie mien Wohnzimmer. Nur das bei Klangtreu mehr Zeug herumstand. LS. Plattenspieler usw.

    Nun kurz zu meinem Abenteuer Wharfedale Linton Heritage.

    Die sind vor 30 min. vom Chef von Klangtreu Audiotechnik geliefert worden. (19:30 Uhr)

    Ich bin in der Bullenhitze mit der S-Bahn nach Essen. (25min.) Dann weiter mit der S-Bahn von Essen HBF nach Essen Süd. Dann den Laden gesucht und herumgelascht. Gefunden!!

    Dann habe ich 1 Stunde Probe gehört. Quer Beet. (Jazz, Blues, Rock, Vocal Musik)

    Ihr werdet von mir jetzt nicht die Sprüche hören: " Überragend", "Traumhaft", unbedingt kaufen usw.

    Ich habe gerne zugehört, war ein sehr wohliger warmer Klang. Nichts verfälscht.

    Super Verarbeitung für das Geld! Wirklich!! Der Chef hatte 3 Paar von den Wharfedale. Er hatte gestern schon welche verkauft. Nun hat er noch 1 Paar mit Ständer!

    Ich habe die in Mahagoni plus Ständer. Die ich gehört habe, habe ich auch gekauft. Die müssen sich natürlich noch einspielen. Die sind gerade evtl. 15 Std. bespielt worden. Bezahlt habe ich 1200€.

    Morgen werde ich die aufbauen und testen. Soweit ich kann. Freitag bin ich schon sehr sehr früh unterwegs nach Georgien.

    Die sind Rustikal/Erdig, Ehrlich, Natural Sound, Warm und wohlig !

    Meine Suche von LS ist auf jedenfall beendet!

    Kurz noch einmal zur Verarbeitung. Der hat gen null Resonanz. Sehr, sehr solide gebaut. Vollholz! Nicht foliert oder (Press)Spanplattenbau. Ich habe noch nie eine Harbeth LS gehört. Aber ich bin ziemlich fest davon überzeugt, das dieser LS einschlagen wird. Kann jedem interessierten nur anraten, diese Linton Heritage Probe zu hören um sich selbst ein Bild zu machen.


    Edit:
    Also ich habe die ja bei mir stehen und bin vollends begeistert!

    Habe die jetzt vom Boden entkoppelt. Mit Granitplatten und "speziellen" Matten.

    Vorher standen die Boxen einfach auf den Ständern und diese dann auf dem Laminat Wohnzimmer boden.

    Jetzt finde ich persönlich den Klang wirklich Urban! (Erdig, Natural und warm!)

    Ich bereue den Kauf keine Sekunde!

  • Es gibt einen euphorischen Test in der aktuellen Audio. Ich denke das Preis Leistungsverhältnis ist sicherlich als hervorragend zu bezeichnen. Wer sich allerdings das Audio Bewertungssystem anschaut wird zum Beispiel eine B&W 706 S2 finden welche noch höher angesiedelt ist.Was immer man von solchen Bewertungen zu halten hat. Ich glaube das da Wharfedale ein großer Wurf gelungen ist.

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas!


    Ich warte noch auf meine Audio. Hoffe, die kommt morgen an, damit ich mir auch einmal den Test durchlesen kann. Wobei, so oder so, die werden bleiben bis zum Exitus! (Meiner und der LS;))


    B&W's waren ganz oben auf meinem Zettel. Die sind mir aber dann doch zu teuer. Also jenachdem welche.

    Als ich die WLH gehört hatte, war alles klar. Ich denke, irgendwo sollte man auch finanziell realistisch bleiben. Ich habe nun diese LS. Im Oktober kommt der TD 1601 (immerhin auch satte 2700 Euronen) Dann irgendwann gibts noch einen netten Verstärker. Weiß auch schon welchen aber....=O Muss sparen!


    Gruß

    Alexander

  • Hallo Alexander

    Hallo Andreas!


    Ich warte noch auf meine Audio. Hoffe, die kommt morgen an, damit ich mir auch einmal den Test durchlesen kann. Wobei, so oder so, die werden bleiben bis zum Exitus! (Meiner und der LS;))

    keine Sorge, der Test in der Audio ist überragend. Ich habe mir die Linton daraufhin blind bestellt. Möchte mir unbedingt mal den britischen Sound ins Hörzimmer holen (als Alternative zu meinen deutschen Studiomonitoren).


    Die Ständer habe ich mir allerdings noch nicht bestellt (man weiß ja nie). Apropos Ständer, kann man die Holzeinlagen auch abnehmen? "Ohne" würden mir die Ständer - glaube ich - besser gefallen.


    Viele Grüße

    Rudolf

  • Guten Abend Rudolf,


    da hast Du mich aber kalt erwischt. Ich hatte bis dato garnicht geschaut, da die mir wiederum gut gefallen. Man könnte da einen Sand befüllten Sack zum beschweren draufstellen. Ich stelle da wohl ab und zu LP's rein;)


    Zu Deiner Frage!: Ja, die Holzeinlagen kannst Du abnehmen. Die sind von unten verschraubt. 4-6 Schrauben.


    Gruß

    Alexander

  • Die Boxen sind aus Pappmache und werden mit Heftklammern zusammen gehalten

    Nö, aber die Briten haben traditionell leichte Gehäuse. Spendor (heute Classic), Rogers, Harbeth und früher auch Mission und Kef benutzen sehr dünne Sperrholzgehäuse, die mit Bitumen beklebt sind. Es geht dabei darum, durch mitschwingende Gehäuse Resonanzen in den Bereich zu verschieben, wo sie nicht mehr stören. Warfedale macht das Gleiche mit anderen Mitteln. Und tatsächlich ist das Prinzip sehr effektiv und eben auch unschlagbar billig. Mit Massivholz würden die Dinger nicht funktionieren.

  • Nachdem das mit dem Vollholz und Echtholz offensichtlich geklärt ist, melde ich mich mit einem kurzen Erfahrungsbericht:


    Die Lintons sind gestern eingetroffen und mussten - da ich mir die zugehörigen Ständer (noch) nicht mitbestellt hatte - auf denselben Betonsockeln Platz nehmen wie sonst meine Klein + Hummel O 410. Als Vor-/Endstufen-Kombination dienen ein Abacus AroioSU + Ampino. Bilder werde ich noch nachreichen, aber wen's schon jetzt interessiert, kann sich meinen Hörraum über das Profil-Album anschauen.


    Um es kurz zu machen: Die Wharfedale Linton halten klanglich vieles von dem, was ihnen von der Audio attestiert wird. Sie spielen auch nach meinem gehörmäßigen Eindruck sehr neutral mit einer dezenten Zurückhaltung am oberen Frequenzband. Ich werde die Linton heute oder morgen mit Acourate einmessen. Das wird sie erfahrungsgemäß noch ein wenig vom raummodenbedingten "Muff" befreien, so dass damit der Hochtonbereich evtl. noch etwas freigelegt wird. Leider weiß ich auch nicht, wie ich die Frontbespannungen ohne Beschädigung runterbekomme (Alexander, hast du da vielleicht einen Tipp für mich?).


    Nun habe ich ehrlich gesagt nicht viel Erfahrungen mit Passivlautsprechern im Preissegment von 1000 Euro. Mein Maßstab ist eine aktive O 410, deren klanglich identisches Nachfolgemodell KH 420 bei einem Straßenpreis von rund 7000 Euro liegt. Dass sie einer Linton in jeglicher Hinsicht überlegen ist, dürfte daher nicht verwundern. Aber darum geht es mir auch nicht. Ich bin auf der Suche nach einem Statthalter für den sagenumwobenen "britischen" Sound. Mir scheint, dass ich hier fündig geworden bin.


    Viele Grüße

    Rudolf


    PS: Am Rande sei erwähnt, dass Verarbeitung und Verpackung der Lautsprecher in der Tat vorbildlich sind.

  • Der Test in der Stereophile ist auch recht ordentlich.

    Der Entwickler der Lautsprecher hatte noch einen Tipp.

    Man soll die Gummistopfen auf dem Ständer entfernen und an deren Stelle 4 erbsengroße Kügelchen BLU-TAC verwenden.

    Soll gut gefunzt haben.

    Viele Grüße

    Andreas


    "Jeder darf sagen was er denkt. Hauptsache, er hat vorher gedacht." (frei nach Harry Rowohlt, ihm zum Gedenken)

  • Genau so stehen meine Geithains auch auf den Liedtke Ständern und genau so befestigt Living Voice seine Lautsprecher auf den zugehörigen Holzsockeln. Es scheint also etwas dran zu sein am BluTak.

    Sebastian

  • Ich bin auf der Suche nach einem Statthalter für den sagenumwobenen "britischen" Sound.

    Das mit dem typischen „britischen“ Sound ist so eine Sache. Ich denke, die Klangabstimmung mit ausgeprägtem Bass und dann bis zu den Höhen fallendem Verlauf ist ursprünglich den üblichen britischen Wohnverhältnissen mit der Akustik eines Wintergartens geschuldet. Da waren sich eigentlich alle einig ob es nun Kef, Mission, B&W, Celestion, Warfedale oder wer auch immer war. Anfangs übrigens fast ausschließlich mit geschlossenen Gehäusen, wohl auch, um nicht zu viele Raumresonanzen aufkommen zu lassen.


    Nimmt man die Vertreter, die auch immer mit dem Begriff BBC (teils berechtigt) in Verbindung gebracht werden (Rogers, Spendor, Harbeth) kommt man zu recht einheitlichen Konstruktionsprinzipien. Das bereits angesprochene Gehäuse aus Sperrholz mit Bitumendämmung, ein einzelner Kunsstofftöner (Bextren von Spendor und Rogers, Polypropylen von Harwood für Rogers und viele mehr) für Bass und Grundtonbereich hoch bis ca. 3 kHz. Die Wiedergabe diese Bereichs mit einem Chassis ist regelrecht ein Mantra und wird begründet mit der Homogenität und Natürlichkeit der Wiedergabe, denen sich alle anderen Dinge unterzuordnen haben. Den Produkten dieser Hersteller wird besonders eine ausgezeichnete Stimmwiedergabe, Plastizität und Räumlichkeit attestiert, was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt. Eine schöne Seite mit einigen Einblicken zu dem Thema – besonders Rogers - gibt es hier.


    Ob die Warfedale jetzt wirklich diesen klassischen Ansatz verfolgen weiß ich nicht.


    Typische Vertreter sind in meinen Augen Rogers LS3/5a (Kef, Spendor, Chartwell), Rogers LS5/9, Rogers LS 3/6 bzw. Studio1 – (IMHO der Lautsprecher mit dem schönsten Mitteltonbereich ever) Spendor BC1, Spendor 2/3, Harbeth HL7, Harbeth Monitor 30 um einige zu nennen. Aufgegriffen haben das Prinzip in der Neuzeit Graham oder Sterling ( Lautsprecher beider Marken übrigens designet von Derek Hughes, Ex-Spendor).