Vielleicht ein DIY Projekt: noch eine Vorstufe

  • Screenshot 2021-11-30 at 10.00.48.png

    Interessant... die Kurve die mit deinen Werten herauskommt sieht jetzt erst mal richtiger aus. Bei unter 1Khz sind sie ja parallel aber die 75µs Zeitkonstante ist bei meinem Ergebnis scheinbar irgendwie kaputt.

    Im Vergleich zu 1kHz sollten wir ja bei 20kHz -20dB sein und das ist mit deinen werten ja der Fall. Mit den werten aus dem Excel-File bin ich da aber bei ca. -13,5 dB - Da ist ja irgendwas schräg.

  • Mit den werten aus dem Excel-File bin ich da aber bei ca. -13,5 dB - Da ist ja irgendwas schräg.

    Es sieht so aus, also ob die Berechnungen in Andrews Excel-Tool ein Problem bekommen, wenn der Gain zu klein angesetzt wird. Wenn ich da mit 34dB @ 1kHz arbeite kommen vernünftige werte heraus.

    Da scheint die Berechnung von der Korrektur (R31 bei Lipschitz) nicht richtig zu klappen, wenn zu wenig Gain angesetzt wird...


    Toni, hast du deine Werte "zu Fuß" berechnet oder mit einem der öffentlich verfügbaren Tools?

  • tja, zwar stimmt jede Zeitkonstante (3180us und 75us), aber durch die falschen Verhältnisse R1/R2 (soll 11,778) und C1/C2 (soll 3,6) gibt es +0,8 dB im Tiefton und -0,2 dB im Hochton.

    Mit 68nF und 1,1 kOhm wird es (anstelle 82,22nf 910 Ohm) hat man maximal 0,1 dB Abweichung.

    1: YBA Gala, YBA 1 vor/end/MC-module , McIntosh MR78, YBA CD2, DIY Phonostage, Oracle Delphi 5/SME5/Benz Micro Ebony TR, Accuphase T103, Isoda HZ20D/HA08/HC05, 2: YBA Intégré, YBA CD Integré, Harbeth LS3/5a, PW: Loricraft PRC-3

  • Der Frequenzgang entspricht mit den in #40 angegebenen Werten der RIAA Entzerrung mit einer Genauigkeit von +/- 0,01 dB. Simulier das mit LT Spice und verwende dazu eine ideale inverse RIAA Quelle.


    Toni

  • Toni, ich bezog mich auf #41,

    also dem Netzwerk mit 2 RC Gliedern in Reihe. Klar, es muss natürlich die richtige Dimensionierung zum richtigen Netzwerk passen.

    Einige Eckwerte noch (ref. 1kHz):

    20kHz -19.62dB

    20Hz +19,27dB

    100Hz +13,09dB

    10kHz -13,73dB

    500Hz +2,65dB

    5kHz -8,21dB

    für eine ideale RIAA. Hilft vielleicht ein wenig weiter.


    Viele Grüße

    Micha

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  • kann es sein, dass die qktiven Entzerrungen generell nicht passen, wenn da nicht genug Gain gemacht wird? Ist ja irgendwo logisch, da die Transferfunktion des ganzen ja erst mal H(ω) = 1 + Z_FB(ω)/R1ist (Wobei Z_FB die Impedanz des Entzerrnezwerks in der Gegenkopplung ist). Das kann ja nicht kleiner als 1 werden. Das Post-Filter kann das korrigieren, aber dasst wahrscheinlich dann nur noch schlecht, wenn die Verstärkung viel zu klein gewählt ist.

    Ist wahrscheinlich ein alter Hut, den ich aufgrund von Unerfahrenheit einfach nicht kenne...

  • Wenn man das mit einem Inverse-RIAA Filter abgleicht kommen dann auch die Werte von Toni bei den hohen frequenzen durcheinander. Das dürfte dann wohl auch einfach daran liegen, dass die ca. 16.5 dB Gain dann eben irgendwo etwas oberhalb von 10kHz schon aufgebraucht sind. Das Post-Filter bei 13,3 kHz hält die Abweichung da etwas im Zaum, reciht aber nicht. Wenn man dem ganzen genug Gain gibt (riaa_3/inv_riaa_3) dann passt es auch:


    Screenshot 2021-11-30 at 21.31.57.png


    Bei riaa_2 mit dem zu geringen Gain müsste man den Post-Filter dann mit einer viel geringeren Grenzfrequenz auslegen damit es wier hinkommt und dann ist man ja wieder bei der Active/Passive Topologie...


    Die könnte hier in Verbindung mit dem In-Amp eh ganz sinnvoll sein. Da wir in der Entzerrstufe nicht den vollen Gain brauchen kann man einen Kondensator im Signalweg sparen. Der 2120 Hz Pol kommt hinter den InAmp und dann kommt der Rest.


    Overload-Margin sollte dann immer noch gegeben sein... und mit E24 werten bekommen wir da auch nicht mehr als 0,05 dB Abweichung...


    Screenshot 2021-11-30 at 22.34.58.png


    Find ich so eigentlich ganz gut...

  • kann es sein, dass die aktiven Entzerrungen generell nicht passen, wenn da nicht genug Gain gemacht wird?

    Bei Verwendung von OPs: Nein, die haben alle genug Verstärkung.


    Anders sieht es bei Röhren aus, hier ist die doch (im Vergleich zu einem OP) geringe Verstärkung der Röhre(n) zu berücksichtigen, da im Tieftonbereich die höchste Verstärkung notwendig ist.


    Toni

  • Hallo,


    sicher macht sich das bemerkbar, der Punkt wo die Gesamtverstärkung =1 ist sollte schon hoch liegen, am besten über 20 kHz. Das ist ein Aspekt der für die invertierende Verstärkung spricht, da geht die Verstärkung auch unter 1.

    Für alle tiefer liegenden Frequenzen sollte dieser Effekt dann aber vernachlässigbar sein.


    Schönen Abend noch

    Micha

    1: YBA Gala, YBA 1 vor/end/MC-module , McIntosh MR78, YBA CD2, DIY Phonostage, Oracle Delphi 5/SME5/Benz Micro Ebony TR, Accuphase T103, Isoda HZ20D/HA08/HC05, 2: YBA Intégré, YBA CD Integré, Harbeth LS3/5a, PW: Loricraft PRC-3

  • ZackPlonk

    was du da simulierst ist leider nicht richtig. Du darfst kein passives Filter hinter R8 C6 setzen. Das belastet doch alles.

    Die Quelle Vin muss als ideale inverse Quelle mit idealem RIAA Frequengang eingerichtet werden.

    Alles andere ergibt nur Unsinn. Sorry.


    Toni

  • Argh! Mea maxima culpa... Wenn man das puffert, dann passt das auch ganz hervorragend.


    Screenshot 2021-11-30 at 23.10.50.png

  • Overload Margin (OLM)

    Nominal Cart Output @ 1kHz: 5 mV

    Nominal Cart Output @ 20kHz: 50 mV (gerundet auf +20 dB. Eigentlich sind es +19.62)


    Stg1 out @ 1kHz (+20dB): 50mV

    Stg1 out @ 20 kHz (+20dB) : 500 mV


    Stg2 in @ 1kHz (0 dB): 50mV

    Stg2 in @ 20 kHz (-20dB) : 50mV


    Stg2 out @ 1kHz (+20 dB): 500 mV

    Stg2 out @ 20 kHz (+20 dB): 500 mV


    Max Output 12000 mV

    OLM @ 1 kHz & 20 kHz = 24 V/V = 27,7 dB


    Durch das Verlagern des passiven 2120 Hz Pols vor die zweite Stufe wird die Übersteuerungsfestigkeit für hohe Frequenzen nicht kompromitiert, so wie es der Fall wäre, wenn die Absenkung der Höhen erst dahinter kommt.

    "Klicks" und "Pops" können viel Energie in den Hohen Frequenzen enthalten und wenn die zu einer Übersteuerungen führen ist das schlecht für den Klang. Man sollte soweit ich weiss midestens 20 dB Headroom einplanen, das ist hier locker gegeben.

  • Hi Lars,


    irgendwann muss man aber auch mal den Lötkolben anwerfen und loslegen. Erkenntnisse aus der Praxis sind immer am wertvollsten, vor allem die gelösten Probleme.


    Hau rein 😉

    Micha

    1: YBA Gala, YBA 1 vor/end/MC-module , McIntosh MR78, YBA CD2, DIY Phonostage, Oracle Delphi 5/SME5/Benz Micro Ebony TR, Accuphase T103, Isoda HZ20D/HA08/HC05, 2: YBA Intégré, YBA CD Integré, Harbeth LS3/5a, PW: Loricraft PRC-3

  • :thumbup:^^ klasse!

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