Gedankenfurz Röhrenpre (nicht Phonopre!)

  • Moinsen an die Röhrenjünger und -kenner! :meld:


    Dank Corona habe ich genug Zeit, um mich mit eigentlich obsoleten Gedankengängen zu beschäftigen. Mein aktuelles Setup ist minimalistisch: der Dreher hängt an Chris Feickerts Vero, also einer PhonoPre mit regelbarem Ausgang. Diese bedient via XLR meine aktiven Geithains. Klanglich bin ich voll zufrieden. Nun zum Aber:


    an die Vero könnten vier Plattenspieler angeschlossen werden, die ich sogar habe. Nur stehen diese anderen Dreher etwa vier Meter Kabellänge entfernt von der Vero. Einfachste Lösung: längeres XLR-Kabel.

    Anderer Gedankengang: die Vero wandert zusammen mit dem Hauptspieler zu den anderen Drehern; am aktuellen Stammplatz der Vero wird eine Vorstufe platziert, die die Signale der Vero empfängt.


    Ich bin Röhrenneuling und suche nun nach Input. Das Netz wurde schon nach Röhrenpres durchforstet. Wohlgemerkt, kein PhonoPre, sondern eine „vollwertige“ Vorstufe. Zu meinem Anforderungsprofil im Kopf finde ich allerdings bislang nur eine McIntosh C8 AC.
    Das Anforderungsprofil schaut so aus:


    * symmetrischer Ausgang ist ein MUSS (wegen mind. 10m XLR-Kabel, hierzu bitte keine Grundsatzdiskussion)

    * wenigstens EIN symmetrischer Eingang für die Verbindung zum symmetrischen Ausgang der Vero wäre schön; die Vero hat aber auch einen unsymmetrischen Ausgang.

    * FALLS ich mich zu einem Röhrengerät entscheiden sollte, möchte ich das Röhrenglühen auch sehen. Insofern soll das Gerät frei stehen. Vorstufen wie eine EAR oder eine Octave dürften daher ausscheiden.

    * Stellfläche maximal 70cm in der Breite und 50cm in der Tiefe - wobei bei den 50cm die angeschlossenen Kabel bereits Berücksichtigung finden müssen.

    * Ich bin handwerklich geschickt und scheue mich nicht vor einem Tausch der Röhren. Wenn möglich, bitte keine do-it-yourself-Geräte und bitte etwas mit ein wenig Standzeit.

    * Preislimit: lasse ich mal offen; Spaß kostet Geld - das ist mir bewusst ;)

    * ich werde nichts kaufen, was ich nicht vorher an meinen Geithains hören konnte. Wenn ihr Geräte wisst, die passen könnten - ihr könnt mir gerne Bezugsquellen nennen, die ein Probehören daheim bereit sind zu leisten.


    Das war es erstmal, vielen Dank vorab!

  • Moin David,


    ich glaube, was wirklich schwierig wird bei einer Vorstufe;

    FALLS ich mich zu einem Röhrengerät entscheiden sollte, möchte ich das Röhrenglühen auch sehen. Insofern soll das Gerät frei stehen.

    Die meisten Röhrenvorstufen sind wohl geschlossen, und Vorstufenröhren sind auch in der Regel nicht besonders spektakulär.


    Ansonsten wäre vermutlich die Ultrapath von Hoffmann ein Tipp, ich glaube, die sind auch wirklich symmetrisch und irgendwer hat sie hier im Forum doch auch an MEGs gehört. Oder große Pötte von Audio Research...


    Gruß

    Dirk

  • Hallo Dirk, bin da ganz bei Dir. Vorstufenröhren arbeiten meistens doch im Verborgenen. Was ja auch Vorteile haben soll! Mikrofonie?

    DVC Die Ultrapath passen perfekt in Dein klangliches Beuteschema!;)

    Und was Audio Research angeht:love::love::love::love::love:

    Viel Spass bei Deiner Suche David!!!

    Liebe Grüße Achim


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen 8)

  • schon die "kleine" symm. Innovative Audio weiß an Geithains perfekt zu überzeugen, genau!

    The music was new, black polished chrome. And came over the summer like liquid night.

  • die Auswahl wird schwierig.

    Die Geithains habe eine im Profibereich übliche niedrige Eingangsimpedanz. Röhrenvorstufen mögen eher eine hohe Eingangsimpedanz. Bei sehr kurzen Kabeln spielt das keine so grosse Rolle, bei 10m xlr Kabel wird das Kabel an sich auch schon zu Last. In meiner Kette sind es 8m xlr Kabel bis zu den Endstufen und ich habe schon viele Vorstufen gehabt, die diese Kabellänge an niederohmigen Endstufen nicht gut treiben konnten.


    Ein Kanditat, der dies kann, ist zB die VTL 7.5 Roehrenvorstufe. Diese hat allerdings, wie fast alle Roehrenvorstufen, ein geschlossenes Gehäuse.


    BAT fällt zB aus, diese Vorstufen mögen an den Geithains keine langen Anschlusskabel (und sind auch geschlossen)


    werde den thead mal verfolgen, bin neugierig, was für Vorschläge kommen.


    Gruss

    Juergen

    HEIMSTATT DER MUSIK:

    Veranstalter musikalischer Events,
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Die Ultrapath finde ich durchaus interessant!

    Sollte sich das in Frage kommende Portfolio jedoch um die Geräte ohne sichtbare Röhre(n) erweitern, würde ich mir doch einmal eine 300er Octave anhören. Die soll ja kaum schlechter klingen als eine 700er.


    AchimK : hast du eine Ultrapath mal hören und befummeln können und kannst was dazu schreiben?


    shakti : zur Ultrapath heißt es auf deren HP: „Hohe Dynamik und Musikalität durch hohen Ruhestrom und niedrigen Ausgangswiderstand ohne Gegenkopplung (Real Time)“. Insofern bleibt sie interessant...

  • Hallo David,


    schönes Projekt, was Du da vorhast - bin ebenfalls gespannt, was es am Ende wird.


    Es gibt ja schon Röhrenvorstufen in „offener“ Bauweise, z.B. die „Comet“ von der Röhrenschmiede. Diese hat zwar jetzt nur Cinch, aber mal so als Anregung. Optisch finde ich die sehr gelungen...


    Ich konnte ja bei Stephan nemu schon öfters die Vero an der 901 hören, mir hat die direkte Kombi ein wenig besser gefallen als mit der zusätzlichen Vorstufe von Accuphase.

    Dort war auch mal eine BAT im Einsatz, habe sie aber nicht zusammen mit bzw. gegen die Vero gehört.


    Vielleicht meldet sich Stephan ja auch noch, er kann bestimmt auch ein paar Tipps geben.


    Viel Spaß bei der Suche und gutes Gelingen :thumbup:


    Musikalische Grüße

    Tom

    Is that what you wanted, Alfred?

    AAA-Mitglied

  • Ich konnte ja bei Stephan nemu schon öfters die Vero an der 901 hören, mir hat die direkte Kombi ein wenig besser gefallen als mit der zusätzlichen Vorstufe von Accuphase.

    Genau da könnte das „Problem“ liegen. Chris hört ja auch mit MEG und die Vero harmoniert wirklich perfekt mit den Geithains.

    Darum habe ich ja nonchalant „Gedankenfurz“ in die Überschrift fließen lassen. Da ich aktuell die Zeit habe, mag ich mich mit der Option eines zwischengeschaltenen Vorverstärkers beschäftigen. Objektiv betrachtet müsste ich sagen: never touch a running system. Denn es funktioniert - wie du weißt - ja eben schon hervorragend...

  • der Regel nicht besonders spektakulär.

    aus dem Grunde entschied ich mich im Jahre 2006 zur

    DynaControl. Die arbeitet heute noch zuverlässig.


    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/134366/


    > ich weiß, gefällt kaum einem. NuN, die Zeiten sind vorbei .

    Heute gibt es ChinaFastFood oder auch AcousticPlan, als Ausnahme,

    aber da glühen die Röhren nicht. :)


    DBB0D6F9-8B56-4DA5-A27B-1E1582F086A4.jpeg


    67BE7605-56CB-473E-8E2A-969F7292F901_4_5005_c.jpeg


    6AC9BB7D-171D-4352-A712-F311E7C26E98_4_5005_c.jpeg


    :)


    Ludwig

  • shakti : zur Ultrapath heißt es auf deren HP: „Hohe Dynamik und Musikalität durch hohen Ruhestrom und niedrigen Ausgangswiderstand ohne Gegenkopplung (Real Time)“. Insofern bleibt sie interessant...

    Die Ultrapath hat gemäß techn Daten auf der homepage einen Ausgangswiderstand von 400 ohm. Die Innovative Audio Geraete unterscheiden sich diesbezüglich nicht von BAT, die ebenfalls ca 400 ohm haben (im Stereophile Test zb 414ohm). Beide Marken haben für eine Röhre eine hohe Stromlieferfähigkeit. Dennoch empfinde ich BAT an den Geithain mit 2x10m Kabeln nicht ideal. Du solltest also auch eine Ultrapath bei deinen Kabellängen unbedingt vorher probieren.


    Bei NAT liegen einzelne RöhrenPres bei unter 200 ohm Ausgangswiderstand.

    Octave bei 150ohm, wobei Octave nicht unbedingt wie eine typische Röhre klingt.

    Spannend finde ich noch den Einstein "The Preamp", der mit einer Ausgangsimpedanz von 50 ohm schon eher zu Deinen Geithains passen könnte.


    Die Ausgangsimpedanz der VTL 7.5 liegt im übrigen bei 25ohm.


    Gruss

    Juergen


    HEIMSTATT DER MUSIK:

    Veranstalter musikalischer Events,
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Allnic ist in der Tat schick anzuschauen und klanglich fein,
    habe gerade ne H7000v Phono im Zulauf :-)

    Ausgangsimpedanz typischerweise ca 150ohm.

    Gruss

    Juergen

    HEIMSTATT DER MUSIK:

    Veranstalter musikalischer Events,
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Habe letzte Woche noch ne Kombi aus Silvaweld 650 Phono und Pre verkauft,

    beides in der Black Forrest Audio Version. Ist was feines.
    Die neuen Sachen von Allnic stehen dem aber nichts nach.

    gruss

    Juergen

    HEIMSTATT DER MUSIK:

    Veranstalter musikalischer Events,
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • klanglich fein,

    Sorry, zum einschlafen geeignet . Oder zum aufregen für das viele Geld was man ausgab und keine * Performance * erhält.

    Da waren die Silvaweld vor Allnic eine andere Nummer der * Performance *


    Ludwig

    Einmal editiert, zuletzt von ORACLE ()

  • Da waren die Silvaweld vor Allnic eine andere Nummer der * Performance *

    genauso oft hört man dies genau anders herum :-)

    höre ich "zum einschlafen" geeignet, so vermute ich bei Röhren Geräten zuallererst ein Anpassungsproblem, langweilig und zum einschlafen hören sich die Geräte zumeist immer dann an, wenn diese an unpassenden Abschlussimpedanzen spielen.

    Aber dies soll ja kein Silvaweld / Allnic thread im Sinne von
    "früher war alles besser und billiger"
    werden.

    Gruss

    Juergen

    HEIMSTATT DER MUSIK:

    Veranstalter musikalischer Events,
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied