Neumann KH-420 - zu gut und unkompliziert für den High-Ender

  • Weil ich ja keine klingenden Geräte haben will, sondern den Klang den Künstlern überlassen möchte.

    Gruß

    Michael

    Dieser Satz gehört in Stein gemeißelt und wird von der Studiofraktion sicher mehrheitlich unterschrieben.


    Aber!!!!! Da ist ja auch der legitime Wunsch vieler Hifi Konsumenten, sich ihre persönliche, subjektive Klangwelt selbst zu gestalten. Das verleit Souveränität in eigener Sache.

    Auch schön:thumbup:


    Gruß

    skeptiker

  • Aber!!!!! Da ist ja auch der legitime Wunsch vieler Hifi Konsumenten, sich ihre persönliche, subjektive Klangwelt selbst zu gestalten.


    Dem gegenüber bin ich ja auch durchaus aufgeschlossen, mache ich mir doch gern auch ab und zu einen eigenen "Sound", wenn mir danach ist.

    Heutzutage gibt es ja eine unüberschaubare Menge an digitalen Effekten, die man ganz einfach per Mausklick in seine Player-Software einbinden kann. Wenn mir zB. nach Röhrensound ist, gibt es auch dafür ein Plugin und ich kann die Stärke des Effektes stufenlos einstellen. Sogar die Wahl zwischen dem Klang von Trioden und Pentoden hat man per Umschalter.


    Aber wenn ich das alles wieder ausschalte, will ich wieder die Musik so hören, wie sie gedacht war. Geräte, die von sich aus immer eine Klangsignatur beimischen, sind für mich unbrauchbar.

    Deshalb verlasse ich mich auch so sehr auf Messwerte, damit kann man schon von vornherein die Spreu vom Weizen trennen, ohne sich all die Geräte mit viel Zeitaufwand anhören zu müssen.


    Wenn ich mal wieder einen größeren Raum beschallen will und mir die KH-310 dafür nicht mehr reichen, bestelle ich mir einfach die KH-420, ohne erst durch die Gegend zu fahren um sie mir irgendwo anzuhören.

    Wozu sollte ich, ich weiß doch ganz genau, was mich erwartet.


    Gruß

    Michael

  • Dieser Satz gehört in Stein gemeißelt und wird von der Studiofraktion sicher mehrheitlich unterschrieben.


    Gruß

    skeptiker


    Die absolute Erdung bezüglich meines Anspruches , DAS Einspielen von Musik der Künstler im Studio , zu adaptieren in den eigenen Hörraum , fand damals bei den Besuchen in der HfM Detmold statt .


    In Regieraum 1 inkl. DIVERSEN Studio Nahfeldmonitoren ,wurde die Session von 3 Künstler/ in aufgenommen .

    https://www.eti.hfm-detmold.de/institut/ausstattung


    zu behaupten das Studioequipment würde der Ausgangssituation keinen Stempel aufdrücken , finde ich seitdem nicht mehr haltbar .



    alle die aktive LS präferieren , sollten sich die LS Bestückung der weiteren Regie Räume durchlesen

    G / Otto

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  • natürlich haben die "Geldverdienen" als wesentlichen Grund. Oder gehst du zur Arbeit ohne Grund?

    natürlich funktioniert das nach üblichen Gesetzmäßígkeiten des Marktes, wie sonst?


    Bezüglich Input ist Image Hifi für mich einfach nur ein Input von vielen. Es ist nicht die Hifi-Bibel. Halt ein Input mit stärken und schwächen.

  • Oder gehst du zur Arbeit ohne Grund?

    Ich weiß nicht was das hier für eine Relevanz hat?


    Und ich frage mich, ob du den Zusammenhang gelesen hast, oder nur die Einzelaussagen?


    Das ist genau mein Punkt, dass idealistische Belange kaum der ausschließliche Grund für kommerzielles Treiben darstellen, so wie es mancher hier sehen mag.

    Die persönliche Identifikation mit Produkten und das daraus resultierende Handeln, besser die Befindlichkeiten, finde ich befremdlich!

  • die Musik so hören, wie sie gedacht war.

    Es bleibt eine Illusion zu glauben, das sei möglich. Es gibt allerdings LS, mit denen man näher an das herankommt, was im Tonstudio künstlich geschaffen wurde, weil sie neutraler spielen als andere.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • zu behaupten das Studioequipment würde der Ausgangssituation keinen Stempel aufdrücken , finde ich seitdem nicht mehr haltbar .

    Wer erzählt denn so einen Quatsch. Keinerlei Stempel hieße 100 % gleich, 1:1 oder wie auch immer.


    Ich denke wir sind uns in soweit einig, dass dies schlicht nicht möglich ist.

    Hier wird, wenn auch sich im Kreise drehend, über das Maß einer möglichen Annäherung debattiert.

    Und das erfrischend erbaulich, verglichen mit manch anderer Diskussion hier im Forum..:)


    Gruß

    skeptiker

  • aha


    und wie liest sich dieses von Michael :


    Weil ich ja keine klingenden Geräte haben will, sondern den Klang den Künstlern überlassen möchte.


    und


    Aber wenn ich das alles wieder ausschalte, will ich wieder die Musik so hören, wie sie gedacht war. Geräte, die von sich aus immer eine Klangsignatur beimischen, sind für mich unbrauchbar.


    Na denn :thumbup:

  • Wer erzählt denn so einen Quatsch. Keinerlei Stempel hieße 100 % gleich, 1:1 oder wie auch immer.


    Ich denke wir sind uns in soweit einig, dass dies schlicht nicht möglich ist.


    Das würde auch kaum jemand wollen, selbst wenn es technisch machbar wäre.


    Wenn der Herr Vander aus meinem Avatar kräftig auf seine Snare-Drum schlägt, dann werden da rund 125dB Schalldruck gemessen. Drumherum hat er noch ein paar mehr Trommeln und Becken und die anderen Jungs und Mädels spielen auch noch mit.


    Das ist so laut, das will niemand in seinem Wohnzimmer 1:1 hören und wenn doch, dann nicht allzu lange.


    Da endet man sonst Ruckzuck genau wie der Herr van Beethoven.


    Deshalb wird jede Aufnahme durch einen Kompressor geschickt, damit die Dynamik der Musik den Verhältnissen in einem Wohnraum angemessen verringert wird.

    Daß die Leute dabei seit einigen Jahren weit über das Ziel hinausschießen, ist ein ganz anderes Thema.


    Gruß

    Michael

  • Am besten wüsste man mit welchem Equipment gemixt und gemastert wurde. Dann könnte man sich wenigstens dichter ans Mischpult "begeben", wenn man wollte.


    Fakt ist aber, dass Equipment, das in wesentlich enger tolerierten Grenzen arbeiten muss, weniger instrumentellen Charakter besitzt. Will sagen, dass ein guter Studiomonitor dichter an der Produktion ist, als eine Rehdeko, oder Toccaro, zum Beispiel ;)

  • dann lieber Michael buche dort eine Führung und lasse dir den VS ...Gesang/ Instrumente im „Raum“ vorführen .


    wenn du dann noch deinen „akademischen“ Anspruch aufrecht erhalten kannst , toll.


    alleine Stimmen Bearbeitung war im Ergebniss , schon anders , als was ins Mikro kam ...Dank „Nach“Bearbeitungs Equipment ...bis hin zum Kunsthall ..

  • deinen „akademischen“ Anspruch aufrecht erhalten kannst

    Liest du auch mal, was ich schreibe?


    Du hattest doch diesen akademischen Anspruch und mußtest ihn nach einem Besuch im Studio ablegen.

    Und das, obwohl du jemanden kennst, der eine Anlage hat, die das könnte.


    Hier im Forum hat sicherlich niemand das Equipment, eine Live-Aufnahme 1:1 wiederzugeben. Vor allem dann nicht, wenn Schlagzeug und Percussion mit dabei ist. Wenn es Tonträger gäbe, auf denen die Musik so gespeichert ist, würde die niemand kaufen.


    Gruß

    Michael

  • Wenn es Tonträger gäbe, auf denen die Musik so gespeichert ist, würde die niemand kaufen.

    Genau, die wäre den allermeisten viel zu leise, wenn man die Dynamikmöglichkeiten einer CD zum Beispiel mal voll ausnutzen würde.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Die dmp-Sachen hab ich natürlich alle. Gibt auch noch viele, wo ohne nachträgliche Bearbeitung alles direkt aufgenommen wurde. Meine Meinung ist, daß es ganz ohne Komprimierung nicht geht, aber leider viel zu oft zuviel komprimiert wird. Ist aber ein anderes Thema.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Es gibt allerdings LS, mit denen man näher an das herankommt, was im Tonstudio künstlich geschaffen wurde, weil sie neutraler spielen als andere.

    Das hätte ich gern mal eindeutig übersetzt.

    1. Soll heissen: Der Lautsprecher ist so neutral, dass er die Masterdatei aus dem Tonstudio so klingen lässt wie die Masterdatei nun mal klingt.


    Oder:

    2. Die Eigenschaften einiger LS ermöglichen eine Wiedergabe der Masterdatei, die sie nochmals "realistischer" darstellt als es Studio Monitore können.


    Gruß

    skeptiker

  • Das heißt, daß es Lautsprecher gibt, die näher an das Klangbild herankommen, was der Tonschaffende beim Anhören seines Mixes in seinem Tonstudio am Ende seines Schaffens auch hört. Wie gesagt, herankommen, nicht erreichen. Denn dazu müßte er zu Hause beim Anhören die gleichen Abhörbedingungen vorfinden. Und das geht nunmal nicht. Was wir zu Hause hören, ist und bleibt also immer nur eine Annäherung an das Ideal. Falls man das überhaupt als Ziel hat. Ich persönlich habe nur das Ziel, daß es zu Hause meinen Vorstellungen für "guten Klang" entspricht.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Das heißt, daß es Lautsprecher gibt, die näher an das Klangbild herankommen, was der Tonschaffende beim Anhören seines Mixes in seinem Tonstudio am Ende seines Schaffens auch hört. Wie gesagt, herankommen, nicht erreichen.

    Ein Beispiel würde mir helfen, welchem Lautsprecher Du das Kriterium "heranreichen" zugestehst.

    Gruß

    skeptiker