The coolest phonostage ever ;-)

  • Hi Wolfgang


    Auf der Basis einer alten ELAC Schaltung aus der Funkschau hatte ich ja mal einen variablen monofonischen Kuhschwanzentzerrer für alle möglichen und unmöglichen Vorverzerrungen (incl. RIAA) gebaut und darüber auf meiner Homepage berichtet. Einige Audiofreunde konnten den bei mir daheim auch mal live erleben.


    Von ELAC kenne ich nichts vergleichbar gut auf den Punkt gebrachtes, wie die M65. Du kennst ja mein Faible für den absoluten Minimalismus.


    Meine variable Mono-Phono von 2007:


    vario-phono-600.jpg

  • Hi,

    Wenn ich richtig verstanden habe, kommen sowohl beim LP33 als auch beim M65 aös Röhren Ecc83 zum Einsatz. Warum nicht mal die Röhren zwischen den Phonos tauschen?


    Grüße Christoph

  • Clevere Idee Christoph :)


    Bin ich selber noch nicht darauf gekommen.


    Ich habe die LP33 auch noch nicht aufgeschraubt. Und ich lasse sie auch in Ruhe. Auch am neuen LM-Hauptverstärker bleibt erstmal alles stecken wie es ist.


    JJ ECC83 Röhren, von denen ich mir einen noch weicheren Sound meiner M65-Phono verspreche, als mit den RCA Röhren werde ich bald geliefert bekommen.


    Bin eigentlich nicht so der manische Tube-Roller. Das aufmerksame Platten-hören braucht ja auch viel viel Zeit wenn man Veränderungen erkennen und benennen will.

    LG, Jo

  • Vom M65 werde ich noch mal eine zweite Version im Hammerschlag-Retrolook bauen, mit möglichst noch optimierten Bauteilen.


    Diesmal mit Buchsen Anschlussfeld auf der Rückseite. Vorne nur eine Kontrolleuchte. Sieht vielleicht doch besser aus. Die räumliche Trennung und Schirmung vom Hochvolt-Teil gegenüber dem empfindlichen NF-Signalkreis muss ich aber beibehalten.


    Von der Qualität der Geräte und Bauteile, die ich bis jetzt aus China bezog, bin ich sehr angetan. Jetzt habe ich mir u.a. mal noch einen Trafo zum Basteln bestellt. Diese 'asiatische' Bauform gefällt mir.


    Ob das magnetische Streufeld dieser Typen ähnlich gering ist wie beim Ringkern?


    m65-trafo.jpg

    LG, Jo

  • schnupperabo


    Auf jeden Fall, wenn ich wieder da bin und nicht hier, wenn das Wetter so bleibt, stricke ich sofort um: Das könnte der KNALLER werden (in Anlehnung zum Dampfhammer).


    Dauert bei mir keine halbe Stunde oder so. Erstmal ein Kanal und eine Monoscheibe zum Testen.


    Bestellen muß ich auch, schöne Kohlemasse von AB für oben und Dale für die Füsse und den 680p habe ich wohl auch nicht.


    Grüße,

    Holger

    Entrepreneur de Demolitions

  • Hi Jürgen: ich brauche 4 St. 680pF und 4 St. 1800 pF. (auf den Wert geprüft) ;)


    Von Holger bekam ich schon dankenswerterweise ein kleines Care-Päckchen - mit Kohle + Glimmer. Ich denke aber, so wie ich die Kiste vorläufig einschätze, dass Styroflext den Klang angenehmer macht und in die korrekte Richtung lenkt. (Nur so ein Bauchgefühl)

    Das könnte der KNALLER werden (in Anlehnung zum Dampfhammer).

    Wat mutt, dat mutt. :)

    LG, Jo

  • schick mir deine Adresse. 1800pF hab ich auch , zum Messen hab ich allerdings nur ein Schätzeisen :)


    Zumindest meine "Eichkondensatoren" misst es aber recht genau .

    Die 1800pF haben auch schon ab Werk 2,5%1800p.jpg


    gruss

    juergen

  • :)Styroflexe sind prima, aber trotz aller Nostalgie würde ich als Kathoden- und Gitterableitwiderstand moderne rauscharme z.B. wie Dale cmf55-143 oder Tkd und keine Kohlemasse oder Kohleschicht nehmen. Wenn Kohle dann gleich Masse, für die Anoden und Gegenkopplung. Meine Meinung!

    Entrepreneur de Demolitions

  • Die Dale sind sehr fein, habe ich früher im Labor gern verwendet wo die entsprechende Präzision gefordert war.


    In der Tüte vom Kit waren 'Taiwan 0.5W 1% metal film resistors'. Habe ich alle einzeln auf korrekte Werte nachgemessen. Der Qualitätseindruck von denen war gut. Da ist keine Änderung angesagt.


    Ich ändere jetzt als nächstes nur mal die Kondensatorwerte von 470 auf 680pF und probiere jeweils WIMA Folien und Styroflexe im Filter aus - und höre mir das dann an. Abwarten...


    Unterschiede bei solchen verschiedenen Kondensatoren im Signalweg habe ich früher bei Tests durchaus wahrgenommen.


    BTW: Meine ehem. Lieblingskoppelkondensatoren die ich in meinen 'roten' Amps verwendet hatte (db-Booster):


    db-booster.jpg

    LG, Jo

  • Hallo Jo,

    Ob das magnetische Streufeld dieser Typen ähnlich gering ist wie beim Ringkern?

    Hat denn der Ringkern ein geringes Streufeld? Gerade die stromstarken außen liegenden Wicklungen sind das Problem.


    Ich würde mir für so einen Anwendungszweck einen Netztrafo anfertigen lassen, der mit einem deutlich größeren Kern als nötig versehen ist und entsprechend niedrig ausgesteuert werden kann. Der Trafo ist dann wie ein totes Stück Metall. Magnetisch als auch mechanisch.


    Richtig Retro wird es natürlich auch nur mit Röhrengleichrichtern.


    Viele Grüße

    Martin

  • Überdimensioniert ist eigentlich auch 'falsch' dimensioniert. Kann man aber natürlich machen, als Bastler schaut man ja nicht auf Produktionskosten und setzt den Rotstift an, wie bei handelsüblichem Gerät.


    In der Schaltungs-Peripherie darf es bei mir ruhig etwas moderner zugehen.

    Aktuell habe ich den kleinen Ringkerntrafo mit einem eisernen Pot geschirmt. Funktioniert alles bestens und sieht m.E. auch sauber aus.


    Das Netzteil der LP33 ist dagegen klassischer bestückt, mit Röhre, Drossel usw.. Ist auch ein bisschen teurer :)

    LG, Jo

  • Hat denn der Ringkern ein geringes Streufeld?

    Ja, zumindest geringer als alle anderen Kerne. Das liegt auch nicht an der außen liegenden Sekundärwicklung, sondern daran, dass der magnetische Fluß im Kern keine Störstellen (Ecken, Kanten u.s.w. ) sieht. Dass die Sekundärwicklung außen liegt, hat den Grund darin, dass die innen liegende Primärwicklung damit einen größeren Abstand nach außen hat und damit auch automatisch eine erhöhte Spannungsfestigkeit gegen die Umgebung beinhaltet.

    Ich würde mir für so einen Anwendungszweck einen Netztrafo anfertigen lassen, der mit einem deutlich größeren Kern als nötig versehen ist und entsprechend niedrig ausgesteuert werden kann. Der Trafo ist dann wie ein totes Stück Metall. Magnetisch als auch mechanisch.

    Der Strom auf der Primärseite ist abhängig vom Strom, der auf der Sekundärseite fließt, unabhängig von der Kerngröße. Wenn ich einen größeren Kern verwende, steigen nur die Kernverluste, was wiederum den Strom auf der Primärseite erhöht. Je höher die Kernverluste des do höher auch das Streufeld - also kontraproduktiv. Netz-Trafos wähle ich so, dass die gewünschte Sekundärleistung übertragen werden kann, und zwar so, dass der Kern gerade nicht in die Sättigung geht.

  • Netz-Trafos wähle ich so, dass die gewünschte Sekundärleistung übertragen werden kann, und zwar so, dass der Kern gerade nicht in die Sättigung geht.

    Netztrafos lasse ich normalerweise von Müller korrekt nach Bedarf auslegen. Nur diesmal hatte ich nicht aufgepasst und unvergossen und ungeschirmt gewählt.


    Jetzt bin ich mal gespannt auf diesen R-Core Trafo. So einer war mir bisher noch nicht untergekommen.

    LG, Jo

  • Hallo,


    bezüglich des Streufeldes bin ich der gleichen Ansicht wie MartinR und Dago64.

    Was die Kernverluste bei grösseren Kernen angeht , bin ich andrer Ansicht. Allein die Tasache das grössere Trafos mit grösseren Kernen bessere Wirkungsgrade erziehlen als kleinere Trafos , und ja auch im Teillastbereich, spricht dafür.

    Ein mir sehr bekannter , leider viel zu früh verstorbener, Trafo und Übertragerbauer war übrigends auch der Ansicht das Trafos bei nur 50-70% der maximalen Induktion die Besten Trafos sind. 100% der Induktion nach Datenblatt ist mal wieder nur Kommerz . Solch ein Trafo ist natürlich viel billiger und somit in der "geiz ist geil" Gesellschaft konkurenzfähiger.


    gruss

    juergen