Die Röhre 211 noch einmal hochleben lassen!

  • Danke für die Berechnung Cay-Uwe!


    Sieht jetzt so aus, als seien die Unterschiede betr. DF in der Praxis dann doch nicht so dramatisch.


    Manchmal drehe ich mich im Kreis. :);)

    Moin Jo,


    Hast Dich ja wieder prima durcheinander bringen lassen :D

    Der Cay-Uwe hat Äpfel mit Birnen und das dann auch noch mit einem stumpfen Messer (Simulationsirgendwas) verglichen.

    Ich hatte ja das Übersetzungsverhältnis (Impedanz) mit erwähnt. Und da ist nun mal leider die Realität nicht, daß hinter 211 15k-Übertrager anzutreffen sind, sondern eher mehr in Richtung 7-9k.

    Mit Deinen China-Dingensen kommen wir mit Trikserei (6Ohm nominal an 4Ohm Anzapfung) gerade mal auf 10,5kOhm. Weit ab, von einer brauchbaren Impedanz für eine 211. Bei der 300B hat es sich mittlerweile herumgesprochen, daß man da eher 4 oder 5k einsetzt und nicht auf maximale Leistungsausbeute mit 1,8 oder 2,5k optimiert.


    Und wenn man sich mit der Dämpfung beschäftigt, muß man auch die Gleichstromwiderstände der Primär und Sekundärwickelung mit einbeziehen. Und dann, trotz allgemeinem Microsoft-Bashing, ein sinnvolles Simulationsprogramm einsetzen. Sei es auch unter Linux und Wine.


    So sieht es aus, wenn man ALLE Parameter des AÜ beachtet und in die Simulation mit einem brauchbaren Röhrenmodell einfließen läßt:

    RA 211.jpg

    Da haben wir die Ausgangsimpedanz eines 7 / 14k Übertragers. Sprich Deines Übertragers! an der 8- und 4-Ohm Antzapfung... 4,9Ohm für die 8er und 2,6Ohm für die 4er Anzapfung. Das macht an 6Ohm Lautsprechern dann DF=1,63 bzw. DF=3,07.


    Ja, wenn man im kleinen einstelligen Ohm-Bereich rumfummelt, sind 0,3Ohm Rdc der Sekundärwickelung und 300Ohm der Primärwickelung schon mit nennenswerten Einfluß unterwegs... Und mit den Angaben 300 bzw 0,3Ohm habe ich diesen China-Trafos sicher schon richtig geschmeichelt.


    Aber es hat ja in der Praxis keinen Einfluß...also egal.


    Gruß, Matthias

  • ich hab sie selbst geschrieben.

    Moin,


    erklär mal näher...


    Ich beschäftige mich seit ~8 Jahren sehr intensiv mit der Simulation von Röhrenschaltungen. Die Meisten halten das für Unfug, ich jedoch nicht. Eine Simulation ist immer so gut, wie die verwendeten Modelle und die Fähigkeiten dessen, der vor der Konsole sitzt.

    Egal wie, ohne Unterstützung durch eine brauchbare Simu, hätte ich Monate für mein letztes Projekt gebraucht. So lief das fast auf Anhieb und bedurfete nur einer geringen Optimierung...


    SAM_4527.JPG


    Gruß, Matthias

  • Alle vier Schrauben haben keinen keinen elektrischen Kontakt untereinander und auch nicht zum Blechpaket. Die primären Anschlußleitungen sind für 1kV ausgelegt.

    Gut gemacht von Hammond.

    Gruss Reiner

    hast Du jeder einzelne Blech danach geprüft?

    mfg, Arkadi

  • Mit dem Taschenrechner geht es schneller.

    DF = Rl / (( Ri + rp) / ܲ + rs)

    rp, rs - DC Wicklungswiderstand

    Ü -- Übertragungsverhältnis

    Ri - Innenwiderstand der Röhre im Arbeitspunkt

    Rl - Lastimpedanz

    Alles in Ohm.

    mfg, Arkadi

  • moin matthias,


    monate gespart, bei einer endstufe, durch sim, ist nicht wahr.


    denke, sim unterstützt meistens den spieltrieb und wer keine kenntnis der mathematik und erfahrung in diesem fall mit röhren hat, simuliert z.b. jenseits von schmutzeffekten und fehlerrechnung.


    passend zu antiquierten röhren, nehme ich für numerisches den hp29c von 1978 mit umgekehrter polnischen notation, schon wg. der schnelligkeit.😉


    grüsse

    holger

  • Wenn man meinen Post genau liest, wird man festsstellen, dass ich die Simulation für meine und mir bekannten AÜs durchgeführt habe. Meine AÜs lasse ich auf 6 Ohm Sekundär wickeln, gerade aus den Gründen die hier erwähnt werden, weil 8 Ohm Lautsprecher eher 6 Ohm Impedanzen besitzen.


    Da ich nur Sekundärabgriffe für 6 Ohm einsetze würde der von mir eingesetzte AÜ Ra = 3,5k mit 8 Ohm angeschlossen auf Ra = 4,7k kommen, also ziemlich genau das was "ideal" für eine 300er Röhre wäre.


    Unter den Vorraussetzungen habe ich meine Berechnungen durchgeführt.


    Wie Arkadi vorschlug, kann man das auch mit Taschenrechner machen, aber das von mir eingesetzte Simulationsprogramm zeigt mir auch Diagramme mit den Kennlinien, Arbeitspunkte, Lastverlauf, und einiges mehr. Es erlaubt auch früher bekannte AÜ mit zu übernehmen, wie z.B. von Audio Note, Tamura oder Tango.


    Da habe ich doch gleich den Tango FW20-14s in meinen 211 Setup eingesetzt, der bei 8 Ohm Abschluß auf der Sekundärseite einen Ra=14k besitzt. Damit komme ich auf DF=3,58


    Setze ich den Tango XE-10SNF-S mit Ra=10k ein und schliesse ihn sekundärseitig mit 8 Ohm wie vorgesehen ab, ergibt das einen DF=2,94

    Lasse ich in den oberen Beispiel die Versorgungsspannung um 10% nach unten fallen, dann ergibt sich mit den zuletzt benutzten AÜ ein DF = 2,87, steigt sie um 10%, dann ist DF = 3,03


    Die Realität ist nicht, dass ich Äpfeln mit Birnen verglichen habe, sondern, dass der BIAS, AÜ Ra, Versorgungsspannungen und die Rahmenbedingungen Einfuß auf alle Parameter haben. Dazu gehört auch das "Tricksen" mit anders vorgesehen Sekundärabschlüssen ...

  • Neeee, nicht bei einer Endstufe! Es bezog sich auf das Bild unten in #947... Kassettendeck mit Röhren incl. Dolby-B. Wenn Du das in umgekehrter polnischer Notation hinbekommst, bitteschön. Ich kann nicht mal ne RIAA korrekt entzerren, wenn ich nur mit Rechenschieber und Datenblättern unterwegs bin.


    cay-uwe

    Ich weiß doch was Du gemacht hast... Nur beachtet deine Software die Gleichstromnwiderstände der AÜ nicht... Die kommen aber sogar in der Zufußformel beim Arkadi vor, weil sie eben mehr Einfluß als die Arbeitspunkteinstellung haben. Deshalb sind Deine Simulationsergebnisse anders als meine...


    Gruß, Matthias

  • Woher weißt Du das ?


    Ehrlich gesagt, kann ich mir das nicht vorstellen, denn bei der Parametisierung der AÜs müssen oder sind die Gleichstromwiderstände angegeben.


    211 Simulation.jpg


    Jetzt wäre ich am Punkt angelangt, dass händisch zu berechnen, wenn dem so wäre ;)=O

  • hast Du jeder einzelne Blech danach geprüft?

    war nicht nötig. Die Kunststoffteile unter den Schraubköpfen und den Muttern sind keine Plastik-Unterlegscheiben, sondern Zentrierhülsen, die in das Blechpaket reinragen. Eine einfache aber sichere Lösung.

    Die Schrauben sind magnetisch, die werde ich noch gegen Messingschrauben tauschen.

    Gruss Reiner

  • Die Schrauben sind magnetisch, die werde ich noch gegen Messingschrauben tauschen.

    Gruss Reiner

    Habe manchmal an der Stelle Edelstahlschrauben genommen - sind ja ebenfalls nicht magnetisch.


    Wie ich auf Deinem Foto sehe, sind die Hammond Trafohauben leider nicht mehr so schön lackiert wie früher. Da hatten sie ein wunderbar feines und gleichmäßiges Schrumpflack Finish. Das sah richtig edel aus.

    LG, Jo

  • Habe manchmal an der Stelle Edelstahlschrauben genommen - sind ja ebenfalls nicht magnetisch.


    Wie ich auf Deinem Foto sehe, sind die Hammond Trafohauben leider nicht mehr so schön lackiert wie früher. Da hatten sie ein wunderbar feines und gleichmäßiges Schrumpflack Finish. Das sah richtig edel aus.

    Edelstahlschrauben nehme ich auch aus den Gründen und ja, die Hammond sind leider nicht so gut verabeitet, weshalb sie für mich aus optischen Gründen nicht in Frage kommen...