Welche Klassik-LP habt Ihr das letzte Mal aufgelegt?

  • Hallo Reinhard,


    es ist gut zu erfahren, dass bei Frank alles OK ist -- verständlicherweise hat man auf Forenbeiträge manchmal keine Lust oder Zeit.


    Auch diese LP kenne ich nicht -- Orchestermusik von Grieg arrangiert für Klavier? Obwohl, Grieg war ja selbst auch Pianist, vielleicht hat er zunächst selbst alles für das Klavier geschrieben und erst dann orchestriert ...


    Viele Grüße


    Joachim

  • Bei mir liegt auch gerade Volkseigenbetriebliches auf. Auch hier hatte Claus Strüben seine Finger zwar nicht im Spiel aber an den Reglern. Bis auf die Tatsache, dass man es für eine gute Idee hielt vor die 9., die auf der 2. Seite in der Mitte beginnt, noch die 2. zu knören, ist die Einspielung und Produktion durchaus hörenswert. Vor allem sind keinerlei unnatürlichen Härten zu vernehmen.


    Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 9 D-moll Op. 125 (Mit Schlußchor Über Schillers Ode »An Die Freude«) / Sinfonie Nr. 2 D-dur Op. 36 — Anna Tomowa-Sintow, Annelies Burmeister, Peter Schreier, Theo Adam, Rundfunkchor Leipzig, Rundfunkchor Berlin, Kinderchor Des Philharmonischen Chores Dresden, Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur

    Label: ETERNA ‎– 8 26 421-422
    Series: Ludwig van Beethoven Gesamtausgabe
    Format: 2 × Vinyl, LP, Stereo

    Country: German Democratic Republic (GDR)
    Released: 1975

    Engineer [Tonregie]Claus Strüben

    Producer [Musikregie]Reimar Bluth


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    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Vor allem sind keinerlei unnatürlichen Härten zu vernehmen.

    Hallo Thomas,


    liegt bei mir ebenfalls vor.


    Nun lege ich mir die 7. Symphonie von Anton Bruckner auf, es spielen die Berliner Philharmoniker unter dem Dirigat von Herbert von Karajan. Anfang dieser Woche konnte ich bei uns im Staatstheater diese Symphonie ebenfalls erleben, außerdem kann man heute Abend bei 3 sat, diese Symphonie unter anderem ebenfalls hören und natürlich sehen.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Von Eterna gibt es noch weitere Aufnahmen der 9. Sinfonie von Beethoven, die gut sind:


    * Otmar Suitner mit der Staatskapelle Berlin, 1982 mit Eberhard Richter als Tonmeister, Eterna 827 788-9


    * Franz Konwitschny mit dem Gewandhaus Orchester (1959 aufgenommen und schon häufig hier erwähnt, Tonmeister mir unbekannt, Eterna 825 106-7)


    * Herbert Kegel mit der Dresdner Philharmonie, 1983 digital aufgenommen, Tonmeister Eberhard Geiger, Eterna 725 025


    -- Joachim

  • Die Konwitschny habe ich gestern wieder mal versucht. Nach wie vor sind mir die Tempi (viel) zu schnell. Ich habe grundsätzlich nichts gegen schnelle Tempi, aber das ist Beethven a la Transrapid...😕

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Telefunken 6.4223 AS

    das schöne an diesem Thread ist, das man veranlasst wird in seinem Fundus nach vergessenen Schätzen zu suchen. So hatte Reinhard den Kontrabassisten Ludwig Streicher vorgestellt von dem ich diese Bottesini-Aufnahme der Telefunken aus 1978 mal erworben hatte, vermutlich aufgrund einer Empfehlung in einem der damaligen Audio-Journale. Klingt aber wirklich sehr gut und macht Spaß beim Wiederhören!

    Gruß Jens-Peter


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  • Telefunken 6.4223 AS

    das schöne an diesem Thread ist, das man veranlasst wird in seinem Fundus nach vergessenen Schätzen zu suchen. So hatte Reinhard den Kontrabassisten Ludwig Streicher vorgestellt von dem ich diese Bottesini-Aufnahme der Telefunken aus 1978 mal erworben hatte, vermutlich aufgrund einer Empfehlung in einem der damaligen Audio-Journale. Klingt aber wirklich sehr gut und macht Spaß beim Wiederhören!

    Gruß Jens-Peter


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    Eine in jeder Hinsicht geile Aufnahme !

  • Die Konwitschny habe ich gestern wieder mal versucht. Nach wie vor sind mir die Tempi (viel) zu schnell. Ich habe grundsätzlich nichts gegen schnelle Tempi, aber das ist Beethven a la Transrapid...😕

    Ach wirklich?


    Konwitschny: 17:45 / 12:10 / 15:55 / 24:54


    Masur: 16:15 / 13:55 / 14:55 / 23:35


    Nur im 2. Satz der Neunten ist Konwitschny schneller, dieser ist aber auch "molto vivace".

  • Kann ich auch nicht nachvollziehen. Die Konwitschny-Aufnahme ist eine der besten, die ich kenne. Und: Für späte 1950er Jahre auch noch verdammt gut klingend. (Die Fontana-Box habe ich auch. Sehr gute Eroica, auch die A-Dur-Sinfonie ist schön. Und sie enthält meine favorisierte Pastorale.)


    Was Tempi angeht: Vielen Dirigenten gelingt es nicht, bei langsamen Tempi die Spannung zu halten. (Das ist übrigens etwas was Celibidache phänomenal gut konnte: extrem langsame Tempi, aber die Spannung hielt.) Daher probieren sie es mit schnellen Tempi - geht allerdings auch manchmal in die Hose, weil sie damit ihre Musiker überfordern. Das mußte ich einmal live erleben, mit Bremer Kammerphilharmonie und Paavo Järvi - Brahms' Zweite. Die Sinfonie war ziemlich schnell fertig, aber es war eines der schlechtesten Konzerte, die ich je erlebt habe.


    Ludwig Streicher kenne ich leider nicht, aber ich höre mir heute abend mal wieder (nach Jahren) die Bottesini-Konzerte an.

    Gruss,


    Hendrik
    ---
    Die Schallplatte ist das Tollste, auf das sich je eine Nadel gesenkt hat, seit Marilyn Monroe gegen Pocken geimpft wurde.
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    Mitleid ist die subtilste Form der Verachtung, und Neid die plumpeste Form der Bewunderung.

  • Beim Musikhören soll jeder selbst entscheiden was ihm/ihr gefällt. Mir persönlich gefällt die Wahl der Tempi von Franz Konwitschny bei der überwiegenden Mehrheit seiner sinfonischen Aufnahmen. Und die Tempi, die Konwitschny wählt, sind eher getragen und "altmodisch" -- extrem flott sind dagegen die meisten historisch informierten Interpretationen.


    Es gibt eine 10 CD Box der Streichquartette von Beethoven mit dem Gewandhaus-Quartett -- 1998 bis 2003 aufgenommen -- bei dem Label NCA (die ist häufig sehr günstig, ich habe die Box für 10 Euro gekauft). Die Mitglieder des Gewandhaus-Quartetts sind immer auch Mitglieder des Gewandhaus Orchesters. Die CD Nr. 10 enthält Interviews und Hörbeispiele von früheren Mitgliedern des Gewandhaus-Quartetts, die im Orchester die Dirigenten Konwitschny und Masur miterlebt hatten (der Interviewer war Martin Hoffmeister). In diesen Interviews haben diese Mitglieder darauf hingewiesen, dass v.a. die Tempi unter Konwitschny (im Gegensatz zu Masur der sehr hektisch gewesen sein soll) für die eigene musikalische Entwicklung sehr prägend gewesen sein soll.


    Unter den Aufnahmen aller Beethoven Sinfonien, die Konwitschny ca. 1959-60 mit dem Gewandhausorchester gemacht hat, gefallen mir v.a. die 3. und die 5. Sinfonie.


    Viele Grüße


    Joachim


    PS: es handelt sich um diese 10 CD Box NCA 60139


    http://www.discogs.com/Gewandh…ors-Corde/release/9209725

    The post was edited 1 time, last by jhr ().

  • Wenn's nicht unbedingt nötig ist, sollten wir - wenigstens hier - bei direkten Antworten auf Vollzitate aufgrund der besseren Lesbarkeit verzichten ... imho.

    Falls ich gemeint war -- ich habe §3 in dem von mir zitierten Beitrag entfernt, der für meine Antwort nicht relevant war.


    Viele Grüße


    Joachim

  • Hallo, ich beginne heute einmal mit regionaler Musik hier aus Halle (komponiert durch einen Komponisten aus der Stadt und aufgenommen vor Ort).


    Die Concerti grossi op. 6 von Georg Friedrich Händel mit dem Händel-Festspielorchester Halle unter dem Dirigenten Horst-Tanu Margraf (an der 1. Violine spielte der damalige Primarius des Gewandhaus Quartettes, Gerhard Bosse). Die Aufnahmen wurden ab 1960 zunächst als 10-Zoll Mono-LPs veröffentlicht und ab 1966 als 12-Zoll Stereo-LPs (Eterna 825 640 -- 825 643).


    Die Musikregie dieser sehr gut klingenden Aufnahmen hat Dieter-Gerhardt Worm besorgt.


    Viele Grüße


    Joachim


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