Compliance berechnen

  • Hallo zusammen,


    eine wohl simple Frage, die bei mir aber auf Fragezeichen stößt.

    Wie ich gelesen habe sollte die Compliance stimmen, damit es nicht zu Resonanzen bei der Abtastung kommt.

    Gibt es hier für die Rechnung eine Formel oder einen guten online Rechner?

    Beinhaltet die Angabe der effektiven Masse das Original Headshell von SME oder muss ich dies noch addieren?


    Kann es mir wer an meinen Komponenten vorrechnen?

    Kombi besteht aus:


    Ortofon MC 25 FL / Compliance dynamisch = 16 µm/mN

    Sme 3009R / Effektive Masse = 12,7g


    Mich würde vor allem interessieren wie leicht bzw. wie schwer das Headshell maximal sein darf, da ich das originale von SME gerne austauschen würde.

    Hoffe man kann mir hier weiterhelfen.


    Beste Grüße,


    Florian

    learning by doing

    The post was edited 1 time, last by HornJunkie ().

  • in die eff. Masse des 3009R (12,7g) ist das Gewicht des original Headshell (ca. 7,5g) mit eingerechnet, die eff. Masse des Arms ohne Headshell liegt bei 5,2g. Du musst nur noch das Gewicht deines neuen Headshell aufschlagen und hast die neue eff. Masse des Arms und kannst so die Resonanzfrequenz berechnen.


    Du musst nur darauf achten, das dein Gesamtgewicht nicht über den Spezifikationen des Arms liegt, sonnst bekommst du ihn nicht mehr ausbalanciert.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    Pioneer MU-70 - Schick 12"/Ortofon SPU Royal N - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14
    Kenwood KD-750 - Ortofon 2M Black - Trigon Vanguard II & Volcano III

  • Soweit ich weiß, ist eff. Masse nicht gleich Gewicht. Soll heißen, man kann nicht einfach das Gewicht des Headshells abziehen. Oder irre ich hier???

    Richtig, die eff. Masse ist nicht gleich dem Gewicht, sie bezeichnet die zu bewegende Masse des Tonarms. Das Gewicht des Headshells fließt aber nahezu 1:1 in die Berechnung zur eff. Masse ein, so wird es z.B. auch bei Jelco angegeben.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    Pioneer MU-70 - Schick 12"/Ortofon SPU Royal N - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14
    Kenwood KD-750 - Ortofon 2M Black - Trigon Vanguard II & Volcano III

  • Danke für die vielen Antworten.

    Somit könnte ich also den 3009R mit Orsonic 101 Headshell (wiegt 14 Gramm) nutzen wenn ich es richtig verstanden habe?



    Beste Grüße,


    Florian

  • Wenn Du die 7g mehr vorne noch ausbalancieren kannst, dann ja. Am S2 Imp. mit Wechselheadshell (das originale habe ich nicht), sind schwerere Kombinationen (z.B. Elac STS355 auf AT LH18) unmöglich, auch wenn sie noch so hübsch wären und rechnerisch passen würden. Man bekommt einfach keine Auflagekraft unter 3,7g hin, weil kein Gegenwewicht da ist. Am R kann ich mir das aber gut vorstellen.


    edit: Zu bedenken gebe ich, dass die Masse vorne drauf dann etwa ein 5-faches der des Armes selber ist. Die Resonanzfrequenz rutscht dann auch schon recht weit runter. Gedacht war der Arm so wahrscheinlich nicht. Es kann gut funktionieren, sicher ist das aber nicht.

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

    The post was edited 1 time, last by blademage: Nachsicht in der Tabelle ().

  • Danke Jörg, das war eben das, was ich nicht wusste. Dass der R für mehr Gewicht ausgelegt ist als der S2I, ist mir klar, wo aber die Grenzen genau sind, weiss ich nicht. Beim S2I stößt man sehr schnell daran.

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Laut der Tabelle nicht.:P Aber wenn du das raushörst bist du echt gut. Ich lag mit meinen MC25 FL auch genau da. Ich fand das knallte im Bass richtig gut. Nichts wummernd oder unkontrolliert.

    Grüße

    Knut



    "In der CD isch ka Lebe drin."

  • Optimalbereich nein. Toleranzbereich ja, wohl grade noch.

    Bei +3 bist du im Optimum, mit -3 unterhalb der Toleranz.


    Ich hatte Jahre lang zwei unpassende Kombinationen am Start (ein 540MkII am Jelco SA750L und ein OS300 am 3009 S2i) Beide gingen sehr gut, bis auf jeweils zwei drei Platten, die nicht so recht wollten. Das OS300 konnte die Tubular Bells (1/2speed) an einer Stelle nicht abtasten (eine andere Pressung war kein Problem), das 540MkII schoß bei zwei DMMs mit Orgelwerken aus der Rille.

    Inzwischen haben beide Systeme besser passende Arme bekommen (nein, nicht vice-versa, was augenscheinlich besser passen würde - das klang nicht).

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Tag,

    nun, erwähnt sei dann noch zum MC 25 FL, dass das Datum der BDA gilt für die "Nadelnachgiebigkeit, dynamisch lateral, 16 µm/mN". Der Wert für dynamisch vertikal fehlt. Bei Welligkeit kommt es aber auf die vertikale Nadelnachgiebigkeit und den Dämpfungsfaktor des Nadellagers an. An meinem Exemplar bestimmte ich die vertikale Nachgiebigkeit anhand zweier Testplatten als 10 µm/mN (Ortofon No. 0002, Shure TTR117), die horizontale als 14 µm/mN. Die 14 lateral passen noch gut zur Spezifikation 16 lateral. Der Dämpfungsfaktor des Nadellagers ist in beiden Abtastrichtungen gut, die Ausprägung der Resonanzvibrationen nur schwach.

    Mittlerweile - ist der Diamant aus der Kleberbefestigung herausgefallen. Nieder mit Ortofon.

    Freundlich

    Albus