Exposure XXV vs Symphonic Line RG9/14

  • Ich überlege mir einen Transistor Verstärker (gebraucht) zuzulegen. Infrage kommen entweder der Exposure XXV oder der Symphonic Line RG 9 bzw 14. Wer kann mir etwas zu diesen Verstärkern sagen,evtl sogar vergleichend.

    Vielen Dank im Voraus

  • Der RG 14 ist eine sehr gute Wahl. Mein Bruder Horst_t hat seit ein paar Jahren den RG14 Edition und ist sehr zufrieden.

    Der RG 14 kann alles sehr gut, aber herausragend ist m.E. der schnelle, saubere Bass.

    Der Edition hat ein größeres NT und ein paar Watt mehr, eine Fernbedienung incl. und einen

    guten Phono Eingang im Vergelich zum normalen RG 14.

    Im Vergleich zu einem Naim klingt er neutraler..

    Evtl. meldet sich Horst ja noch.


    LG Hubert

  • Wobei die älteren Exposure Verstärker aus der Farlowe Ära problematisch sein können. Mein X vertrug sich gar nicht modernen Blu-Ray Playern und hatte ein relativ lautes Grundrauschen. Der RG14 wird deutlich teurer sein.

    LS: Klipsch Heresy III, Vorstufe: Crimson 610B, Endstufe: Crimson 620B, Vollverstärker: AMC XIA, CD: Naim CD3, Blu-Ray: Panasonic DMP-UB900EGK, Plattespieler: Reson RS1 m. Ortofon 2M Blue, Phonostufe: Albs RAM IV

  • Ich hatte beide.

    Der Exposure klingt unheimlich rhythmisch und musikalisch. Das macht richtig Spaß!

    Der RG 9 klingt wesentlich höher auflösend und natürlicher. Aber der RG 9 ist auch sehr musikalisch.

    Es sind beides hervorragende Verstärker. Aber der RG 9 ist der Universelle.

    Auch gebraucht wird der RG 9 das Doppelte vom Exposure Kosten.

    Du kannst mit beiden glücklich werden...

  • Ich habe immer noch als Zweitanlage meine alte Exposure Vor/ End mit den 18er Monos. Das sind absolut superbe, musikalische Verstärker, sehr rhythmisch und sonor. M.E. Überhaupt nicht mit SL vergleichbar. Die Exposure würde ich immer vorziehen, aber sie sind Liebhaber Geräte und auch im Anschluß u.U. problematisch bez. LS Kabel! Sie müssen mit niedriger Kapazität angeschlossen werden. Außerdem sind sie nicht gesichert, Farlowe meinte immer das wäre dem Klang abträglich. Er hat früher die HiWatt Gitarren Amps gebaut. Und das hört man auch in seinen Hifi Kreationen.


    10,000 years from now, when they're diggin' the shit out of our lost civilization and they find a CD, they're going to say: What the fuck is that?
    But if they find a record, they're gonna be able to play it back with a damn pine needle.


  • Danke für die Ausführungen,ich habe mich aber eigentlich schon für einen RG 14 entschieden. Der Grund ist hauptsächlich das verfügbare Alter,die interessanten Exposure sind mindestens schon 20 Jahre alt und ich möchte momentan ein 5-10 Jahre altes Gerät mit dem ich erstmal 10 Jahre hören kann bevor ich an eine Revision denke. Die angebotenen Exposure sind auch alle schon überholt,aber da weiß ich auch nicht wer das wie gemacht hat und ob der ursprüngliche Klangcharakter noch geblieben ist. Aus dem Grunde wird momentan eine „Vernunftslösung“ bevorzugt.

  • Warum sind die alle überholt? Originale Exposures werden sehr oft angeboten. Es wird auch immer ein riesen Geschiss um die Restaurierung von Verstärkern gemacht - wozu eigentlich? Wenn sich ein Kondensator verabschiedet oder Alterungsspuren zeigt, kann man ihn ersetzen. Im Allgemeinen hat Exposure so hochwertige Bauteile verbaut - die Verstärker machen auch nochmal 20 Jahre. Ich hatte schon divese Geräte die deutlich älter waren und immer noch im Originalzustand einwandfrei funktionierten.

    LS: Klipsch Heresy III, Vorstufe: Crimson 610B, Endstufe: Crimson 620B, Vollverstärker: AMC XIA, CD: Naim CD3, Blu-Ray: Panasonic DMP-UB900EGK, Plattespieler: Reson RS1 m. Ortofon 2M Blue, Phonostufe: Albs RAM IV

  • https://www.ebay-kleinanzeigen…tand-/1155754844-172-7499

    https://www.ebay-kleinanzeigen…-aera/1155337591-172-6817

    https://www.ebay-kleinanzeigen…erker/1150803329-172-9284

    Keine Ahnung wieso die alle überholt sind,es steht aber zumindest in den Anzeigen so drin.

    Ich habe auch Verstärker die 20(Lua 4040),30(Creek 4140S2+Creek 4040S3)und 40(NAD 3020)Jahre alt sind und spielen,die Creeks und der Lua sogar sehr gut. Grade diese 3 Geräte waren aber auch schon alle mal zur Reparatur und ob sie noch genauso spielen wie im Neuzustand kann ich nicht mehr sagen. Mir ist aber aufgefallen,dass viele Geräte angeboten werden die laut Verkäufer grade eine Revision hinter sich haben,für mich ein Zeichen,daß das angestrebte Klangziel nicht erreicht wurde. Wieso sonst läßt man ein Gerät überholen und verkauft es dann? Finanziell macht das keinen Sinn. Im Übrigen sieht man aus meiner obrigen Aufstellung,daß ich schon jede Menge alte Verstärker habe und da macht es für mich mehr Sinn einen neueren Verstärker zu kaufen als noch ein 20 Jahre altes Gerät dazuzustellen.

    Ich habe mir übrigens grade eben einen Symphonic Line RG 14 Edition gekauft und werde ihn Samstag abholen. Er ist von 2015 und hat als Besonderheit einen Endstufeneingang an Stelle des Tapeausgangs,macht für mich auch mehr Sinn. Kurzfristig bestand noch die Überlegung einen Creek Destiny 2 zu erwerben(wäre erheblich günstiger gekommen),aber ich hatte keine Lust mehr auf China Geräte und als echter Potti wollte ich auch mal ein Gerät hier aus der Gegend.

    Jetzt warte ich auf Samstag und bin gespannt wie sich die Kiste an meiner Anlage macht.

  • "Aus meiner Sammlung britischer High-End-Geräte biete ich zum Kauf oder Tausch einen Exposure XXV RC an. Das Gerät ist aus der Farlowe Ära. Der Amp wurde vor ca. 6 Jahren komplett vom Fachmann überholt: die Stromversorgung optimiert, neue eingemessene Endstufentransistoren, das Alps-Motorpoti wurde gegen ein wesentlich besseres getauscht, das Netzkabel gegen ein klangoptimiertes mit Phasenkennung usw. Dieser Exposure spielt weit besser als das Originalgerät,"


    Stromversorung optimiert - da maßt sich ein Hinterhofschrauber an, es besser zu können als Farlowe, der seine Geräte über viele

    Jahre ständig weiterentwickelt hat und baut dann ein klangoptimiertes Netzkabel ein :) . Ich bezweifel, dass dieses Gerät besser spielt, als das Original - von der Betreibssicherheit mal abegesehn. So etwas würde ich auch nicht kaufen.


    Den RG14 würde ich auch gerne mal ausprobieren - habe aber den müßigen Vergleichen von HiFi-Geräteten abgeschworen.

    LS: Klipsch Heresy III, Vorstufe: Crimson 610B, Endstufe: Crimson 620B, Vollverstärker: AMC XIA, CD: Naim CD3, Blu-Ray: Panasonic DMP-UB900EGK, Plattespieler: Reson RS1 m. Ortofon 2M Blue, Phonostufe: Albs RAM IV

  • Ich halte auch nichts von den ewigen Vergleichen welches Gerät noch eine Spur besser ist und habe 20 Jahre gut und gerne mit der Lua Röhre gelebt. Ich merke aber,daß den neuen Lautsprechern ein kräftiger Transistor den letzten Pfiff geben wird,daher der neue Verstärker.

    Die TDL Monitor Compact sind eben an straffer Transistor Elektronik entwickelt worden(laut Axel Oberhage an Brinkmann Stereo)und das lassen Sie auch klar erkennen.

  • So,hab das Gerät seit 5h zuhause und bin recht zufrieden.

    Warum bin ich nicht völlig hin und weg wie es doch nach einer derartigen Erwerbung sein sollte?

    Das liegt einfach daran,dass das Gerät alles(ja so wie ich das sehe wirklich alles)richtig macht. Da sind keinerlei Sensationen(wie z.B. bei den Creeks)sondern es spielt die Musik einfach so ab,dass man sich sagt,“jau,genauso muß es sein“. Der kleine Creek war deutlich „fußwippiger“,aber im Vergleich hat er auch viel verschmiert und wurde schnell grell. Der Symphonic Line besticht eher auf den zweiten Blick mit einer phantastischen Räumlichkeit und Klarheit und passt damit wunderbar zu den TDLs. Bei denen werde ich morgen nochmal die Weiche neu aufbauen und dann bin ich fast fertig(obwohl da war doch noch dieses Goldring Elite 2).😜

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  • Meist braucht man auch ein paar Tage - der Mensch ist halt ein Gewöhnungstier.


    Allerdings finde ich eine entsprechende Dynamik schon wichtig. Das hat meiner Meinung nach mit Effekthäscherei wenig zu tun, sondern gehört zu einer anspruchsvollen Anlage dazu. Ich habe schon so manchen „High End Verstärker“ gehabt, der das nicht konnte und trotz Räumlichkeit und sauberes Aufspielen der Musik kein Leben einhauchen konnte.

    LS: Klipsch Heresy III, Vorstufe: Crimson 610B, Endstufe: Crimson 620B, Vollverstärker: AMC XIA, CD: Naim CD3, Blu-Ray: Panasonic DMP-UB900EGK, Plattespieler: Reson RS1 m. Ortofon 2M Blue, Phonostufe: Albs RAM IV

  • Meist braucht man auch ein paar Tage - der Mensch ist halt ein Gewöhnungstier.


    Allerdings finde ich eine entsprechende Dynamik schon wichtig. Das hat meiner Meinung nach mit Effekthäscherei wenig zu tun, sondern gehört zu einer anspruchsvollen Anlage dazu. Ich habe schon so manchen „High End Verstärker“ gehabt, der das nicht konnte und trotz Räumlichkeit und sauberes Aufspielen der Musik kein Leben einhauchen konnte.

    ...ich kenne den RG 14 als sehr dynamischen Verstärker.

    Warten wirs ab wie sich die Sache entwickelt.


    LG Hubert

  • So,nach ein paar Tagen möchte ich euch dann mal meine ersten Eindrücke schildern,wobei ich sagen muß,dass diese mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind da sich meine Anlage in den letzten Wochen mehr verändert hat als in den ganzen 20 Jahren davor.

    Das fing an mit neuen Lautsprechern vor ca.1 Monat,darauf folgte ein Intermezzo mit dem Beseitigen diverser Fehler an der Frequenzweiche welches am Freitagabend in einen Wechsel der Hochtöner überging. Dann Samstag der Verstärkerkauf und Sonntag schloß sich ein kompletter Neuaufbau der Frequenzweiche mit zentralem Massepunkt und dem Einsatz von Supreme Widerständen im Signalweg an.

    Zuerst einmal,ich bin momentan sehr,sehr zufrieden mit dem Verstärker und der Anlage insgesamt. Sie spielt wie aus einem Guß und bietet meinem Ohr keinerlei Angriffsflächen an denen es sich aufhängen könnte. Keinerlei Zischeligkeiten oder Grellheiten sofern sie nicht vom Produzent beabsichtigt sind. Die ganze Anlage wirkt extrem klar und plastisch in der Darstellung,die Musik löst sich perfekt von den Lautsprechern(Originalzitat meiner Frau „Als wenn die gar nicht dazugehören“).

    Dazu kommt eine Weiträumigkeit die wirklich begeistern kann. Feinste Details sind teilweise ganz weit hinten in der Tiefe zu vernehmen und bei hervorragenden Aufnahmen scheint der komplette Raum mit Musik gefüllt.

    Mit diesem Song war es so. Bitte auf Spotify in bester Qualität runterladen und anhören.

    Dazu hat der Verstärker Reserven ohne Ende. Man hat das Gefühl wo Lua und Creek schon in den Begrenzer gingen läuft der RG14 noch im Standgas. In Bezug auf Weiträumigkeit und Hochtonsanftheit ist er auf dem Niveau des Lua(wobei sich bei dem ein Kickbass manchmal anhörte als schlüge man ein nasses Handtuch gegen Pappe). Der Creek kam mir irgendwie „fußwippiger“ vor,aber da wippte dann auch fast immer der Fuß wobei beim RG14 der Fuß auch wippt,allerdings nur wenn das Programm dies auch vorgibt. Die Fehler des Creek(etwas zweidimensional und leicht metallisch im unteren Hochton)vermeidet er komplett. Dazu kommt eine wunderbare Stimmwiedergabe die teilweise Gänsehaut erzeugt. Im direkten Vergleich wirkt der Creek wie ein Spielzeug gegenüber einem Werkzeug.

    So,jetzt reichts auch fürs erste,wenn jemand noch spezielle Fragen hat bitte stellen.