Tipps für eine Plattentellermatte für einen direkt angetriebenen Plattenspieler

  • Hallo, ich kann als Unterlage unter eure Platten, und als Auflage auf eure Teller nur das Material

    EPDM

    empfehlen.

    Es ist, salopp gesagt, synthetisches, elastisches Gummi. Bekommt ihr bei jedem gut sortierten Dachdecker oder Baustoffhändler. Meist ist der Hersteller Goodyear oder Saargummi.

    Gibt es in verschiedenen Stärken, 1,02, 1,4, 1,7 mm.

    Spottbillig.

    Kleines Stück kaufen, 5 € bezahlen, alte Platte auflegen, exakt eine alte 12-er Vinylplatte auflegen, ausschneiden mit einem scharfen Cuttermesser, Loch rein, fertig.

    Und dann lauschen und staunen.

    Mit dem Material werden weltweit viele Quadratkilometer Dach abgedichtet oder Teiche gebaut.

    Ist extrem dehnfähig, aber empfindlich gegen Durchstich.

    Viel Spass damit.

    Herzlichst

    Hermann

    Mein Tipp:

    https://construction.saargummi…tung/novoproof%C2%AE-da-s

    Oder noch besser die:

    https://construction.saargummi…dungen/novoproof%C2%AE-te

  • Hallo Martin!


    Da lag ich mit meiner Vermutung, dass ich nicht die Original-Matte habe, wohl richtig. Bezüglich der Jelco-Headshells: sind die nicht von der Höhe, in der der Tonabnehmer sitzt, identisch zu meinem Ortofon SH-4?


    Hallo Mario!


    Mit Filz habe ich auch keine guten Erfahrungen gemacht. Und Kork ist von der Optik auch nicht so mein Geschmack. Ich schaue mich auch mal nach einer passenden Gummimatte um.


    Hallo Hermann!


    Davon habe ich bis jetzt noch nie was gelesen. Das liest sich aber interessant. Danke für den Tipp.


    Viele Grüße

    Philip

  • Hast du ein Bild deiner Matte vom Yamaha?


    Auf den Maßzeichnungen sieht es so aus, als sei das Ortofon flacher, miß mal den Abstand von der Mitte des SME Konnektors zur Oberkante Headshell. Beim Jelco HS20/25 sind es 7,5mm, das HS50 hat 9mm.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Moin Philip!

    Der Eigentliche Grund der "dicken" Gummimatte ist den Entwicklungen in den siebzigern geschuldet.

    "Die Einführung des Quarzgeregelten Laufwerks!..."

    Du wirst dich jetzt fragen, was das mit einer dicken Gummimatte zu tun hat!

    Nun, der Teller wurde recht schwer an den Außenrändern konstruiert, und dick gehalten!

    Der Teller (aus Aluminium) klingelt, wenn du mal mit irgendetwas hartem "anklopfst", wie die Glocke im Ulmer Münster zur Mittagszeit....

    Dagegen hat man Gummimatten zur Bedämpfung eingesetzt.


    Nun kam der Quarzgeregelte Antrieb ins Spiel!

    Die Teller konnten dünner konstruiert werden, und wurden abgespeckt, weil ja nun der Motor einen guten Gleichlauf sicherstellte....

    Nun kommt mal wieder die ""Kirche in's Spiel"

    Dünneres Blech klingelt noch mehr!!!!-----Oder man nimmt dickere Gummimatten.

    Das ist dann für den Konstrukteur das Diktat der Bilanzbuchhalter-- ist günstiger in den Kosten.

    Somit würde ich mal sehen, ob du einen Klingeling-Teller mit einer dünneren Matte beruhigen kannst! ich denke mal, in gewissen Grenzen ja, aber nicht komplett wegrationalisieren....

    Somit heißt es "Try and Error"


    Einen direkten Tipp kann ich somit nicht abgeben!

    Nur die Sache mit der Dachbahn (EPDM) greife ich mal auf, und frage mich, ob auf der Unterseite des Tellers noch ein wenig Platz in der Höhe (nach unten zum Chassis) vorhanden ist!

    Es gibt Butyl-Band, mit dem ich gute Erfahrungen im Bereich von Dämpfung gesammmelt habe--gibt es beim Ausrüster des Handwerks aus "Künzelsau"

    und wird zur fugenlosen Konstruktionen bei Wintergarten-Verglasungen Eingesetzt.


    Viel Spaß beim testen


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Hallo Jürgen!


    Danke für deine ausführliche und informative Antwort. Du bestätigst ein bisschen das, was ich schon vermutet bzw. befürchtet hatte: eine Gummimatte mit nicht unerheblicher Dicke und Gewicht macht schon Sinn.

    Der Plattenteller des Yamahas ist aber recht wuchtig und schwer. Schwerer als zum Beispiel die Thorens 320er. Die etwas dünnere Kenwood-Matte passt und ich kann keinen klanglichen Nachteil feststellen. Aber die wird natürlich auf dem anderen Plattenspieler gebraucht.


    Meine Idee, mal eine von den High-Tech-Matten (Millennium, Dereneville) auszuprobieren, ist wohl nicht so gut, nehme ich an?


    Ich denke auch, ich muss ein bisschen ausprobieren. Aber das gehört bei dem Hobby ja auch dazu.


    Schönes Wochenende

    Philip

  • Dünnere Matten kann man auch flächig verkleben, dann dämpfen sie auch stärker.

    Wenn man sich nicht so recht traut mit Sprühkleber am Teller zu hantieren, wäre Tapetenkleister eine Alternative. Der bleibt ja wasserlöslich. Dafür hat er den Nachteil, dass er in dem Bereich ewig braucht, um zu trocknen

  • Ich habe hier so einige DD Laufwerke hier stehen, mit Ausnahme vom TTS 8000 haben die Laufwerke alle einen schweren Plattenteller von ca. 3kg und sind in der Regel von Hause aus an der Innenseite bedämpft, da klingelt nichts.


    Bei den kleinen DD Laufwerken kann deine Angabe zum leichten Teller aber hinkommen.


    Die Matte mit den Löchern hatte ich auf dem YP-D8 auch, verkleben würde ich die Matte auf dem Plattenteller aber nicht. Mit einem anderen Headshell wie dem Jelco HS50, das mit 9mm Abstand höher baut, hast du 2mm mehr als beim Ortofon und solltest dein Problem auch so lösen können.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
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  • Ja, aber für solche die Ihren Spieltreib ausleben und sich darüber unterhalten. Insofern bist Du hier schon richtig. 8o

    Ja nä ne, ganz ehrlich, wo soll denn ein Unterschied der Tellermatte zwischen DD, Riemen oder Reibrad sein?


    Das eine Tellermatte einen großen Unterschied machen kann, bestreite ich in keinster Weise. Die Erfahrung habe ich selber schon gemacht, also bitte nicht falsch verstehen.


    Das hat aber mit dem Antrieb mbMn absolut nix zu tun. Einen 'klingelnden' Teller, kann man da schon in Zaum halten, da bin ich voll dabei, aber...nix für ungut :pinch: Spieltrieb :thumbup: veräppeln :thumbdown:


    Hier springen ja immer wieder 'Kollegen' auf die größten Troll-Fragen an. Sorry, just my 2 Cents...;)

    Servus Christoph

  • Ja nä ne,.......

    Hallo Chris.

    Klar, bezogen auf den Antrieb ist das natürlich Mist. Da hast du schon recht.

    Als Trollfrage hab ich das ganze nicht wahrgenommen.



    Ebenso nix für ungut und schönen Sonntag noch, Harry.

    Die Tanzenden werden für verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören können.

  • Hallo Martin!


    Ich habe deinen Tipp beherzigt. Das Jelco Headshell ist heute angekommen. Morgen werde ich es ausprobieren. Vielen Dank dir und den anderen hier für die freundliche Unterstützung.


    Viele Grüße

    Philip

  • Da bin ich gespannt, wie es mit diesem Headshell funktioniert.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
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  • Hallo Martin!


    Ich habe momentan eine Tellermatte von Spectra aufgelegt, die ein bisschen dünner ist als die originale. Hier habe ich jetzt mit dem Jelco-Headshell noch ein bisschen Spiel nach oben.


    Viele Grüße

    Philip

  • Hallo, ich kann als Unterlage unter eure Platten, und als Auflage auf eure Teller nur das Material

    EPDM

    empfehlen.

    Auf meinen beiden Plattenspielern habe ich die jeweilige Gummimatte durch Filzmatte von Phonosophie ersetzt. Einer davon ist Technics DD 33. Ich bin mit der Filzmatte sehr zufrieden, aber vielleicht wäre eine EPDM noch besser? Mal sehen, ober besser - hören. Ich probiere es mal aus, tut ja nicht weh ;-)