Thorens TD 1600/1601

  • Mit Beurteilungen wäre ich dennoch vorsichtiger, da über die Meßbedingungen und Methoden nichts bekannt ist. "DIN" kann vieles sein.

    In der Tat ist es wichtig über die Messbedingungen Bescheid zu wissen. Die Messung nach DIN "bewertet" ist aber eindeutig.


    Ich hatte letzten Herbst die Möglichkeit dem Messlabor des Weka-Verlages (Stereoplay und Audio) einen Besuch abzustatten und habe mich dort mit den Laborleuten und dem Leiter des Labors unterhalten können. Insbesondere konnte ich mir dort von der Durchführung der Gleichlaufmessungen an Plattenspielern ein Bild machen. Das war für mich von besonderem Interesse, weil ja auch recht hochpreisige Produkte manchmal eher mäßige Gleichlaufwerte bescheinigt bekommen.


    Für mich gab es beim Messaufbau und der Durchführung nichts zu mäkeln. Auch habe ich eigene Messungen an Geräten mit Ergebnissen vom Labor vergleichen können. Die Ergebnisse lagen sehr nah beinander. Sodass ich wenig Grund sehe, die Messungen aus dem Labor zu grundsätzlich bezweifeln.


    Gruß Alfred

    "Gewerblicher Teilnehmer" -> Großer Bestand an originalen Dual- und Thorens-Ersatzteilen, auch für DIY unter www.dualfred.de

  • These measurements were done with a 3khz ref.test record level ref. 5.42cm/sec .If you take the peak as reference you can count how much the rumble is down .

    The steps are vertical 10db , horizontal in the first picture the measurement span is 400hz so 200hz each side , 40 hz steps the cursor shows the the second motor vibration at 72 hz at -68db.

  • Thanks for the explanation. Rumble in the order of 70 dB I find acceptable but not above average either. Stereoplay measured a wow & flutter (Gleichlauf: 0,11% nach DIN bewertet) that wasn't great.

    LG, Jo

  • In den 70er Jahren wurde doch schon festgestellt, dass die technischen Daten nicht alleine ausschlaggebend für den Klang waren.

    Da gabs Spieler mit sehr guten technischen Daten und gruseligem Klang!

    M.E. müssen die Werte praxisgerecht sein und das Gesamtkunstwerk gut aufeinander abgestimmt.

    LG Hubert



    Gruß
    Hubert

  • Naja, 0,11% sind selbst für einen Riementriebler sicher kein Ruhmesblatt - aber auch nicht wirklich schlecht. Damit kann man schon leben...

    Mehr Bedenken hätte ich da wegen des doch eher leichten Tonarms mit de facto nicht existentem Headshell. Viele MC-Tonabnehmer kommen da wohl eher nicht in Frage bzw. würden deutlich unter Wert betrieben werden.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hallo zusammen,


    das mit dem Pulley auf dem Video ist Geschichte. Das war noch der aller Erste Prototyp von der High End im Mai 2019. Die Serie hat einen Pulley aus POM, der nur gesteckt ist, damit keine unnötige Unwucht entsteht.


    Beste Grüße


    Team Thorens

    gewerblicher Teilnehmer

  • Gleichlauf beim TD1600 / TD1601


    Wir haben heute die finalen Messungen der Geräte aus der Serienproduktion gemacht. Es gab noch kleine Verbesserungen, die wir in die Serie einfließen lassen konnten. Hierbei konnten wir den Gleichlauf der TD1600 Serie auf sehr gute 0,057% senken. Das kann sich doch sehen lassen.


    Gruß vom Team Thorens

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    gewerblicher Teilnehmer

  • Well done! Womit wir wieder ungefähr die Performance eines Thorens TD 160 der frühen 70'er Jahre erreicht hätten. ;)


    Die Preise von Thorens damals und Thorens heute mag ich nicht in Relation setzen - es war eine andere Zeit...

    LG, Jo

  • Ist das die Testplatte von Clearaudio? Die kenne ich leider nicht, aber gute Erfahrungen habe ich mit der Testplatte von Feickert Analouge im Rahmen des Adjust+ Pakets gemacht, die ist sehr genau geschnitten und aussagefähig. Bei der alten DHFI2 oder der Ullstein RCA waren die Messungen deutlich "schlechter", das die Schnitte schon selbst mehr Gleichlaufschwankungen enthalten, die man mit misst. Daher denke ich, da geht noch mehr als die 0,057%...ich nehme an, nach DIN bewertet?

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
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  • Sobald der Spieler ein gewisses Niveau erreicht wird bei Messungen mit Testschallplatten m. E. nur noch die Qualität der Platten, bzw. die Zentrizität des Mittellochs verglichen. Ich habe zwei Feickert, die zeigen reproduzierbar unterschiedliche Werte auf dem LP12 (Klimax) an.

    Gerhard

    LP12; TD124; TD124DD; NAGRA T-Audio, IVS, VI, Seven, Jazz, VPS, Classic DAC, MPS, CDC, 300p; FUNK MTX, Kabel; Open Baffle; REVOX B215; SPL MK-2T;

    AAA Mitglied;

  • Adjust+ rechnet die 1,8 Hz raus, damit hat eine Dezentrierung keinen Einfluß auf die Messung. Ebenso DIN bewertet, welches 4Hz schwerpunktmäßig mißt. Ich habe auch noch eine zweite Feickertplatte, die ich aber erst bügeln muß, dann kann ich auch mal vergleichen. Mit dem bereits gebügelten Exemplar bekomme ich aber in Verbindung mit dem Audiotester unter guten Bedingungen werksmäßige Messergebnisse.

    Gruß André


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  • Adjust+ rechnet die 1,8 Hz raus, damit hat eine Dezentrierung keinen Einfluß auf die Messung.

    Wenn man eine Dezentrierung mit Software herausrechnen möchte, ist die Messung meine Erachtens wertlos. Das würde die Werte für den "Wow"-Ateil deutlich schönen. Gerade Fehlereinflüsse 1x pro Umdrehung sind bei Plattenspielern häufig.


    Es gibt klare Regeln bei der Gleichlaufmessung. Dazu gehört natürlich auch eine sauber zentrierte und korrekt geschnittene Maßschallplatte. Software ist hier "Teufelzeug"8o.


    Gruß Alfred

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  • Messungen nach DIN bewertet haben den Schwerpunkt bei 4Hz, weil hier unser Gehör am empfindlichsten auf Jauler reagiert. Die 1,8 Hz sind auch hier steilflankig unterdrückt. Anders wären solche Messungen gar nicht möglich, ausser mit einem extern aufgesetzten, optisch abgetasteten Meßstroboskop. Die Platten von Feickert sind aber für "Amateurmessungen" schon sehr gut. Die Software ersetzt Meßgeräte, für die man damals Neupreise in Höhe eines Neukleinwagens zahlen durfte...

    Gruß André


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