Ist über SE Verstärker mit der Röhre 300B nicht schon alles gesagt? Eigentlich ja, aber...

  • Dann verstehe ich Deine Einwände nicht. Und dann sollte Dir auch aufgefallen sein, dass ich nach VDE0751 gemessen habe, das ist die Norm für medizinische Geräte.

    Gruß

    Reiner

    naja meine Prüfungen sind schon 40 Jahre her , kann sein das da die Protokolle anders aussahen und wenn ich VDE schon lese , kommt gleich hinte GEZ oder noch davor ?


    Aber ok , andere Diskussion . Passt nicht hierher.


    gruss

    juergen

  • nicht ganz...

    Ich habe die Gleichrichter-Röhre (auch)drin behalten, weil sie zur (Selbst)Stabilisiererung der Verstärkerschaltung beiträgt. Sollte aus irgend einem Grund z.B. der Anodenstrom steigen, fällt an dieser Röhre mehr Spannung ab ...usw... usw...

    Nicht umsonst läuft der Amp trotz (scheinbar) fester Gittervorspannung seit der Umbau-Aktion super stabil mehrere Stunden am Tag/7 Tage die Woche und der Anodenstrom hat sich bei beiden Mono´s nicht um einen mA geändert. :)


    Gruß Björn

    Gut, das macht Sinn, mir bleibt dennoch die Frage, warum ich als Hersteller so ein Feature dann nicht genau so wie die Gleichrichtung mit moderneren Bauteilen realisiere... Aber das ist Geschmackssache, ich will damit nicht generell die China-Tower kritisieren...


    Freundlich


    Michael

    „Doubt everything...“

  • Holger,

    wo sollen denn da groß störende Ausgleichströme fließen, jetzt mal ganz konkret bei diesem Amp, so wie er konstruiert ist?


    Sorry, wie gesagt. Ich sehe es als Quatsch mit Soße.

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Mir fehlt bei den China-Towern die Konsequenz...

    Michael,


    ich verstehe Deinen Blickwinkel, komme aber dann gleich ins Grübeln, wie ein 300B Amp von heute - das Wissen nach heutigem Stand nutzend - mit normalen Industriebauteilen bestückt, als marktgängiges Gerät am besten aussehen sollte. Gibt es dafür gute Beispiele? (Preis spielt natürlich auch eine Rolle).


    :?::?::?:

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Die tollen Kisten,


    klug unter 1000E platziert, ansprechende Formgebung und kommt Musik ala 300b raus, ideal für den Käufer, der mit Technik nichts am Hut hat.


    Da werden doch bei viel teureren Geräten leichte Brummer akzeptiert.


    Ein kluges Produkt.

  • Da werden doch bei viel teureren Geräten leichte Brummer akzeptiert.

    Ich hatte mal erwähnt, dass ein 211er der sauteuren Edelmake AirTight gebrummt hatte, den ich mal ausprobierte. Genauer gesagt waren es zwei Monos. Haben beide jeweils einzeln ohne Signal, Erdschleife oder sonstige Störeinflüsse deutlich gebrummt.


    Für diese Beobachtung wurde ich gleich von einem Fanboy übelst beschimpft hier im Forum und für blöd verkauft. (Choleriker!)


    Achso nochwas: Meine 300B Minitower brummen NICHT. Noch nicht mal leicht!

    Wer's nicht glaubt, darf vorbeikommen. Manche begreifen es wohl nicht anders...

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

    Edited once, last by schnupperabo ().

  • Mal eine Frage zur neuen Platine


    Hat schon Jemand die neue bestückt

    und Bilder gemacht ?

    Ich hab etwas Probleme mit der UX4

    Fassung. Die schwarze aus Kunststoff

    geht nicht tief genug in die Lötaugen.

    (Die aus PTFE auch nicht)

    Bei der einfachen aus Keramik, kann

    man die Kontakte berühren.

    Welche ist die man nehmen sollte ?


    Gruß

    heinrich

  • Michael,


    ich verstehe Deinen Blickwinkel, komme aber dann gleich ins Grübeln, wie ein 300B Amp von heute - das Wissen nach heutigem Stand nutzend - mit normalen Industriebauteilen bestückt, als marktgängiges Gerät am besten aussehen sollte. Gibt es dafür gute Beispiele? (Preis spielt natürlich auch eine Rolle).


    :?::?::?:

    Moin Jo,


    Es gibt Dinge, die will ich gar nicht wissen...

    Guggsdu hia ...


    Sinusakrobaten mit dem festen Willen, 0,00000000x% Klirr und 195dB SNR zu erreichen kommen da bestimmt auf ihre Kosten. Musik?

  • Kinners, Kinners


    Die Schaltung an sich ist so etwas von ausgelutscht... Auch der Uchida-Verschnitt, mit dem man es auch hier zu tun hat. Da gibbet nix mit "Geheim". Wer die Schalte nicht kennt, der hätte nur den eingebauten Links folgen sollen.


    Röhrengleichrichter. Wer so etwas, wider besseren Wissen, als Deko weiterverwendet, dem könnte man mangelde Kreativität vorwerfen. Wahrscheinlich auch deswegen, weil das Prinzip Ladungspumpe (BIAS-Spannung) nicht richtig verstanden wurde und nicht so recht weiter weiss.


    Das wurde vor über 15 Jahren von einem selbsternannten Röhren-Trafowicklerübertragerfachmann mal ganz stark angezweifelt. Blöd nur, dass Dieser die Fender- und Marshall-Verstärker nicht kannte. Da war das Usus.


    Und genau diese beiden Punkte sind etwas ausführlicher im Artikel aufgezeigt worden. Ignoranterweise ist genau das irgendwie untergegangen.


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    Natürlich hätte man "vorne" auf eine andere Pentode ausweichen können. Da gibt es jede Menge Stahlröhren, die nur darauf warten. Da sind die Uchida- (vulgo Trioden-Fanatiker) Liebhaber mit ihren 6SN7-Tick natürlich derbe im Nachteil. Die wollen ja den Hamilton'schen Weichzeichner.


    Die 300B will vorne eine Pentode sehen, erst dann kommt es zum richtigen Mischungsverhältnis von gradzahligen / ungradzahligen Oberwellen. Ist schon mehrfach durchdiskutiert und -gehört worden. 310A, 6C6 oder 6SJ7 - egal. Passt schon.


    In einem absoluten Blindtest würde das sofort - heisst nach fünf Sekunden - als das Non plus ultra bezeichnet werden. Man muss es nur erst einmal gehört haben. Das verweigern die Fanatiker aber...


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    Was Sicherheit betrifft: Vom Schutzleiteranschluss bis zur anderen Messstelle sind gaaanz streng genommen lediglich 0,3 Ohm zu messen. Ein 08/15-Durchgangsprüfer pfeift selbst 10 Ohm durch. Wer kam übrigens auf die Schnapsidee, als Anti-Schleifentrick 100 Ohm einzusetzen?


    10 Ohm maximal. Mindestens 5W Belastbarkeit. Die berühmten Zementbunker. Wer's mit antiparallele Dioden versuchen will: Die Dinger müssen mindestens 10A verknusen können.


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    Wer Optik vor Funktion und Ergebnis stellt... Egal. Wirklich, lassen wir das. Die Dinger tun's. Bin ja mal gespannt, was hier los sein wird, wenn das nächste Projekt mit zwei Pentoden bei mir online steht.


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    Ja, man kann die 300B durch einen FET ersetzen. Hiess damals "Le Monstre". Verbrochen von "L'Audiophile". Scheisse bloss, dass das Ding mehr Haken und Ösen hatte, als Funktion. Jeder Techniker, lässt die Pfoten von diesem Schwachsinn.


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    Auf Ironie-Tags habe ich verzichtet, genauso wie auf so etwas ;-)

    Ja, die Arroganz ist gewollt. Ich kann's mir erlauben, weil ich reichlich Verstärker kenne.


    In diesem Sinne, Feuer frei.


    Halt.

    Gerade mit dem Eigner telefoniert. An seinen Lautsprechern (>100db) ist das Ding still. Was er beschrieben hat... Er ist angekommen. Wie sagte ich? So muss das.


    LG an die angeschlossenen Rundfunkanstalten ;-)

  • Matthias,


    Nagra hat früher mal legendäre Tonbandgeräte gehabt, deren markantes Merkmal diese typischen VU-Meter waren. Von diesem Erscheinungsbild leben die heute noch und versuchen das gnadenlos als USP (Unique Selling Proposition) zu vermarkten.


    Sehe ich tatsächlich auch als aseptisches überteuertes Edelspielzeug - nicht mein Ding.

    Mit freundlichen Grüßen aus Görlitz, Jo

  • Die 300B will vorne eine Pentode sehen, erst dann kommt es zum richtigen Mischungsverhältnis von gradzahligen / ungradzahligen Oberwellen. Ist schon mehrfach durchdiskutiert und -gehört worden. 310A, 6C6 oder 6SJ7 - egal. Passt schon.


    In einem absoluten Blindtest würde das sofort - heisst nach fünf Sekunden - als das Non plus ultra bezeichnet werden. Man muss es nur erst einmal gehört haben. Das verweigern die Fanatiker aber...

    Nur ICH höre mit meinen Ohren! ;)

    Habe beide Varianten in verschiedenen Versionen (also Pentode und Triode "vorn") aufgebaut... NUR Pentode macht glücklich ist dabei nicht rausgekommen. :)

    Aber, bitte, immer nur ein einstufiger Treiber... Da bekommt man dann auch mit Trioden ein brauchbares Mischungsverhältnis von K2 zu K3 zu K4 hin...