Lautsprecher für ca. 14 m² Hörraum

  • Wenn ich mich vom Hörplatz ca. 40-50 cm nach vorne bewege, habe ich starke Auslöschungen. Müsste ich ich theoretisch einen Platz zwischen dem Dröhnen und den Auslöschungen wählen?

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  • Hallo David,

    ich habe die nach der 1/5-Methode aufgestellt. Rummst immer noch sehr.


    Liebe Grüße

    Dirk

    Dann spielt der LS zu tief für den Raum.

    Es ist bei Raummoden normal, dass manche Lieder gut klingen und manche nicht.

    Wenn du die LS an der kurzen Seite nach der 1/5 Methode aufstellst und den Hörplatz ebenfalls, hast du die Bereich oberhalb von 40Hz relativ ausgewogen, da nur die 40Hz Mode maximal angeregt wird.

    Daher wie schon beschrieben, entweder mit einem DSP/EQ absenken oder andere LS nehmen. Wenn du die Position änderst, verschiebst du die Raummodenanregung nur in den Oberbassbereich und/oder bekommst an anderen Stellen noch tiefere Täler.


    Die 1/5 Methode ist bei rechteckigen Räumen die beste Lösung meiner Erfahrung nach. Die Messungen sowohl von verschiedenen LS wie auch anderen Positionen belegten das die Position am besten ist.


    Das ist schlicht Physik.

  • Moin Plattenpapst,

    du wohnst doch irgendwo im Braunschweiger Land, oder?
    Da würde ich mal den Thorsten anfunken, der aktuell im Bietebereich einen feinen Lautsprecher für deine Raumgröße anbietet und der sicherlich an der Sumo gut klingt.


    Beste Grüße und gutes Gelingen

    Alex

    technology won't save us

  • Wenn ich mich vom Hörplatz ca. 40-50 cm nach vorne bewege, habe ich starke Auslöschungen. Müsste ich ich theoretisch einen Platz zwischen dem Dröhnen und den Auslöschungen wählen?

    Jein, du wirst immer Überhöhungen und Auslöschungen haben, egal wo die LS stehen.


    Schreib bitte mal noch die Raumhöhe.

  • Da der TE ja einen reinen Hörraum hat, würde ich die Lautsprecher behalten, die Positionierung optimieren, dann mal akustisch vermessen. Dann kann man eine Aussage darüber treffen, ob es sich „nur“ um eine tieffrequente Mode handelt oder (auch) der gesamte Tieftonbereich bedämpft werden sollte.
    Ich hatte bei mir auch mal mittels RME den Frequenzgang verbogen, aber das Ergebnis ohne RME, mit angepasstem Raum gefällt mir viel besser. Entsprechend würde ich bei einer Mode auf einen oder mehrere Helmholtzabsorber setzen und bei einem breitfrequentem Problem entweder die Selbstbaulösung ins Auge fassen oder ein oder mehrere Plattenabsorber einsetzen.

    Bei Wohneigentum und der Sicherheit, dass es keinen anderen Hörraum geben wird, lohnt sich mMn die Investition. Bei noch anstehenden Umzügen mit der Anlage...eher nicht.

  • Es wird besser, wenn ich den Hörplatz an die Zone mit den Auslöschungen annähere. Ich denke Davids Route könnte funktionieren. Ich habe auch noch im Gedächtnis, dass die Symasyms an der Competition unpräzisen Bass liefern.

    Die Raumhöhe ist übrigens 2,49m.

    Ich habe mit der oben beschriebenen Annäherung schon einige Tracks sehr gut gehört.

    Bei Duran Durans "Paper Gods" wird es schon schwieriger. Aber das konnten die Symasyms auch vorher schon nicht gut.

    Aber was soll ich sagen: Nach Ono und Sumo macht jetzt auch mein DQX100ß schlapp...

    Ich kauf mir bald ne Boombox für mein Handy....


    LG

    Dirk

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  • So blöd sich das anhören mag, du wirst mMn mit Hören verschiedener Titel den Bass nicht sauber abgestimmt bekommen in der Position.


    Das eine Lied regt die Raummode in der einen Position an, das andere nicht, an einer anderen Position wird wieder durch andere Lieder andere Raummoden angeregt, durch andere Liede wieder nicht.


    Hier kannst du anhand der Maße deines Raums die Verläufe der Raummoden erkennen.



    Hier ist die Messung mit der Aufstellung nach 1/5 Methode vor der kurzen Wand.



    Eine sehr starke Erhöhung bei 38Hz (in deinem Fall 40Hz), dafür ist der restliche Bass halbwegs ausgewogen. Ich könnte die Megamode bei 38Hz absenken, dafür würden an anderer Stelle wieder stärkere Erhöhungen und Senken entstehen.

    Ich werde mir jetzt den passenden LS zulegen, der bei 38Hz deutlich im Pegel gefallen ist um auch den Bereich halbwegs linear zu bekommen.

    Nicht falsch verstehen, dass ist nicht das alleinige Entscheidungskriterium, nur die passende LS Gehäusegröße/Abstimmung/Treiberfläche kann das Problem beheben.

    Gruß Horst

    The post was edited 4 times, last by LP-Freund ().

  • In meinem neuen Musik- Arbeitszimmer sieht die Situation sehr ähnlich aus wie bei Dirk.


    Der Raum hat eine Größe von 4,85x2,90x2,45m (ca. 14m²), die Anlage steht an einer der kurzen Seiten, links neben der Anlage befindet sich ein Fenster, auf der gegenüberliegenden Seite ist der Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Kallax Regal 4x4 für die Schallplatten. Der Gesamte Raum ist mit dickem Teppichboden ausgelegt.


    Der Raum befindet sich im Souterrain, drei der vier Zimmerwände inkl. Decke sind aus Beton mit Gipsputz, die vierte Wand aus Gitterziegel mit Gipsputz, folglich überall harte Reflektionen.


    Der Erste Höreindruck nach Aufbau der Anlage war einfach nur grauenhaft, Raummoden, Reflektionen und Auslöschungen abhängig von der Position im Raum. Da mir schon in der vorherigen Wohnung der Klang mit DSP nicht gefiel, scheidet diese Option aus. Auch der Wechsel auf diverse andere Lautsprecher brachte keine wirkliche Verbesserung, um einen Vergleich zu haben, wurden meine B&W CM10 S2 habe ich dabei unter anderem durch Wharfedale Linton, KEF R3, Klipsch RP 600 und B&W CM6 S2 ausgetauscht.


    Da die Linton wie meine B&W sehr kraftvoll spielen gab es keine Änderung, bei den kleinen Lautsprechern fehlte mir der Punsch der Großen, also musste eine andere Lösung her.


    Von einem Freund der im Veranstaltungsbereich tätig ist, bekam ich den Tipp, den Raum mit REW zu messen um zu sehen wo genau die Probleme liegen, ein passendes Mikrofon konnte ich mir ausleihen. Die erste Messung bestätigte das, was


    Zur Optimierung konnte er mir diverse Komponenten zur Verfügung stellen, um zu Testen was wo etwas verändert, mit den folgenden Komponenten wurde an den angegebenen Punkten experimentiert:

    - Akustikvorhang - vor dem Fenster

    - schwere Basstrap Säulen - hinter den Lautsprechern

    - Breitbandabsorber Akustikmodule Rockwool/Thermohanf - Decke und Wände

    - Basotect Platten 100x50x10 - Decke und Wände

    - Basotect Eckabsorber 100x25x25 - hinter den Lautsprechern

    - 2D Skyline Diffusoren - Wand


    - Angebracht wurden die Eckabsorber Elemente hinter den Lautsprechern, die Elemente hinter den Lautsprechern brachten gar nichts.


    - Von den Basotect Platten kamen erst einmal vier zum Einsatz, rechts und links oberhalb der Lautsprecher, lange Seitenwand und gegenüber den Lautsprechern über dem Schreibtisch, als Elemente an der Wand war das Ergebnis nur mäßig zufriedenstellend.


    - Die Basstrap Säulen hingegen reduzieren die auftretenden Bassmoden sehr gut, sie stehen mit einem gewissen Abstand in den Ecken hinter den Lautsprechern.


    - Die Breitbandabsorber (100x65x100) bestehen aus einem Holzrahmen mit einer Einlage aus Rockwool bzw. Thermo Hanf und einer Frontbespannung aus Stoff. Wie bei den Basotect Elementen kommen sie rechts und links oberhalb der Lautsprecher, lange Seitenwand und gegenüber den Lautsprechern über dem Schreibtisch zum Einsatz. Die Elemente wurden mit einem Wandabstand von ca. 1,5cm auf gehangen, Die Wirkung dieser Elemente ist in meinen Ohren besser als die der Basotect Elemente.


    - Zwei 2D Diffusoren hängen rechts und links neben dem Breitbandabsorbern über dem Schreibtisch.


    Leider habe ich es versäumt während der Experimentierphase Messungen und Bilder zu machen, wenn ich die Elemente baue und montiere, werde ich das in einem eigenen Thread nachholen.

    Abgesehen von den Basotect Absorbern sind alle mir zur Verfügung gestellten Akustikelemente in DIY Arbeit entstanden, die Elemente werde ich nachbauen und euch darüber berichten. Die Materialkosten für den Bau der Absorber halten sich wirklich in Grenzen, Holz, Dämmung und Stoff liegen bei unter 200,-€ für 2x Bastrap Säulen 40x105, 6x Breitbandabsorber 100x65x10 und 2x Diffusoren 40x50.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Hallo Martin.

    So werde ich auch vorgehen: Erst messen (lassen), dann handeln.

    Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass ich das in den Griff kriege. Auch Herberts Hinweis

    mit den Dämpfern könnte was bringen, es ist ja jetzt kein harter Untergrund mehr.

    Vielen Dank schon jetzt an alle!


    Liebe Grüße

    Dirk

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  • Hallo Martin.

    So werde ich auch vorgehen: Erst messen (lassen), dann handeln.

    Nochmal kurz: das von dir genannte Behringer Messmikrofon habe ich auch; dazu einen Focusrite Scarlet Solo für die Phantomspeisung. Ich messe mit CARMA, das ist das kostenlose Tool von Audionet.

    Ein Mikrofonständer empfiehlt sich noch. Dann in das Programm (welches auch immer) einarbeiten und dann kannst du so oft wie du magst messen.

  • Und wie ist das Ergebnis? Also klanglich?

  • Ich habe das Thema genauso auch schon durch. Kleiner Raum mit ca. 11qm.

    Ich habe gemessen und danach einen DSP eingestellt, war ein super Frequenzverlauf am Hörplatz.

    Bilderbuchmässig. Hat sich aber gar nicht gut angehört.

    Dann habe ich mir Lautsprecher gebaut die an den Raum angepasst waren. Als extra für den Raum.

    Lautsprecher für schwierige Räume baut ja auch kein Hersteller. Die letzten Anpassungen habe ich mit einem guten alten Equalizer gemacht. Macht das Gleiche wie ein DSP nur eben Analog.

    Jetzt bin ich wieder auf andere Lautsprecher umgestiegen und habe ein recht enges Setup, ein Monitorhörplatz. Distanz zu den LS ist ca. 1.60m. Den Bass korrigiere ich mit Sesselverschieben vor und zurück. Funktioniert doch Prima. Einen Vorteil hat diese Aufstellung noch. Dadurch dass die LS mitten im Raum stehen bilden sie eine umwerfend grosse Bühne ab.

    Akustikelemente habe ich natürlich auch schon gebastelt.

    Es führen als mal wieder viele Wege nach Rom. Wichtig ist es den Weg zu nehmen der zu einem passt. Die einen machen das Hörend und die anderen Messend.

    lg

    Olaf

  • So. Messequipment ist geordert.

    Nochmal der Klarheit halber: LS-Aufstellung an der kurzen Wand geht gar nicht! Egal, wie sehr man auch hin und her schiebt, es klingt, als kämpfe der LS gegen den Raum. Ich hätte es lieber so gestellt, da es so einfacher zu stellen wäre.


    LG

    Dirk

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  • Hi,

    Ich habe gerade nur ganz wenig Zeit und kann nicht umfangreich schreiben.

    Ich hatte die gleichen Probleme und konnte sie nach Empfehlungen hier aus dem Forum rein analog mit einem Parametrischen Equalizef (PEQ) lösen. Es war ein Technics 9010, den ich als Notch-Filter verwendet habe. Das in die SuFu eingegeben, sollte ordentlich Lesestoff und Anregungen zur Problemlösung bringen.

    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • Klanglich bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, ich habe zwar noch eine kleine Absenkung im Bass, die liegt aber hinter dem Hörplatz und stört mich von daher nicht.


    Wie schon erwähnt ist ein DSP für mich keine Option, es klingt nicht und verändert den Charakter eines Lautsprechers. Die Lautsprecher stehen 30° eingewinkelt bei einem Abstand von 2,00m, dadurch bildet sich ein sauberes Stereo Dreieck Abbildung am Hörplatz ist sehr gut. MMn. sind angepasste Lautsprecher an einen schlechten Raum ein Kompromiss, irgendwie fehlt da etwas.


    Wenn ich meine Elemente fertig habe, werde ich auch entsprechende Messungen vorher/nachher machen und berichten.

    So. Messequipment ist geordert.

    Nochmal der Klarheit halber: LS-Aufstellung an der kurzen Wand geht gar nicht! Egal, wie sehr man auch hin und her schiebt, es klingt, als kämpfe der LS gegen den Raum. Ich hätte es lieber so gestellt, da es so einfacher zu stellen wäre.


    LG

    Dirk

    Was für ein Messequipment hast du denn geordert?


    Klar lassen sich die Lautsprecher auch an der kurzen Wand stellen, du musst nur entsprechende Anpassungen der Raumakustik vornehmen, aufstellen, anschließen und alles gut funktioniert leider nicht immer. Über Maßnahmen zur Verbesserung deiner Raumakustik solltest du aber einmal nachdenken.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
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