Ein Problem mit Denon DP 80

  • Hallo,

    Wenn ich das Massekabel des Denon am Phono Pre anschließe,sprühen kleine blaue Fünkchen.Ist eigentlich kein Problem die Masse gar nicht anzuschließen.Aber jedesmal,wenn ich den Denon berühre,pritzelt es an den Fingern.Nicht schlimm,aber lästig.Der Schuldige ist der Step Down Konverter von Air Link,der den zweipoligen Stecker des Denon aufnimmt.

    Hilft da ein Trenntrafo?

    Wie wird der eingeschleift?Den Step Down Konverter brauche ich ja trotzdem.

    Gibt es einen empfehlenswerten Konverter,der das zweipolige Stromkabel des Denon aufnimmt?


    Viele Grüße,

    Jochen

  • Vorsicht! Da liegt irgendwo Netzphase am Gehäuse! Stecker raus und jemanden kontrollieren lassen, der sich auskennt!

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Das Ganze ist schon seit einem Jahr so-hat mich nicht sonderlich gestört,will es jetzt aber in Ordnung bringen.

    Welches Gehäuse meinst du-das vom Konverter,oder das Chassis vom Denon?

    Gruß,

    Jochen

  • Vielleicht hat da schon mal jemand am Netzanschluß rumgelötet? Lass den Denon von einem Fachmann prüfen, der sich auch mit Elektrik/Netzteilen auskennt. Auf keinen Fall mehr anschließen, nicht das Du Dir noch eine einfeängst. Im unglücklichen Fall kann das den Herzmuskel schädigen...

    Gruß André


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  • Hallo,


    ein kurzer Blick in den Schaltplan des 110v Gerätes und ein Blick auf div. Bilder im Internet bezüglich der Kabel zeigt einen internen Netzfilter im Schaltplan wo 3 + 3 Kondensatoren von L / N nach Erde gehen ... da würde ich mal schnell den Dreher auf 3-Polige Netzleitung mit Schutzerde am Stecker umrüsten lassen weil da genau gehört die einzelne Leitung eigentlich hin und besser nirgends anders !!! Jegliche Netz - Inbetriebnahme ohne die korrekte Schutzerde "Voreilend" gesteckt sollte man hier also besser vermeiden ... :|


    ;) Wellenfront

    Auch Gewerblich tätig

    Edited 8 times, last by Wellenfront ().

  • Den Dreher hat D.Landgraf vor zwei Jahren komplett revidiert.Er schrieb mir heute;ein Umbau auf dreiadrig mit Kaltgerätestecker entspricht nicht der VDE für das Gerät.Das Problem wird der Konverter sein,denn die sind in der Regel sog.Spartrafos,bilden also keine galvanische Trennung zum Netz.Besser wäre einen richtigen Trenntrafozu verwenden um auch eine galvanische Trennung sicherzustellen.

    Falls das stimmt,und davon gehe ich mal aus,da Herr Landgraf Spezialist für Vintage Dreher ist.Wie würde der Trenntrafo eingeschleift?

    @ Wellenfront : der jetzt verwendete Step Down Konverter hat nur eine zweipolige

    Steckdose.Es ist das Modell EU-JA 100.Im aktuellen Katalog von Air Link gibt es dieses Modell nicht mehr,es ist ersetzt durch Modell EU-JAO 100,mit dreipoligem Stecker.Den zu kaufen nutzt nichts,da dreiadrig,wie oben geschrieben,nicht VDE konform ist.


    Gruß,

    Jochen

  • Hi Jochen,


    das waren noch Infos die fehlten. D. Landgraf macht seine Arbeit gewissenhaft. Es muß immer ein Trenntrafo, also "richtiger" Trafo sein. Ein Spartrafo ist nur für den Meßtisch mit Techniker, der sich damit auskennt, aber nicht für den regulären Hausgebrauch.

    Vielleicht noch eine Erklärung zum Verständnis:
    Ein Spartrafo hat nur eine Spule mit Abgriff. Auf der vollen Spulenlänge liegen die 230V~ an, am Abgriff 110V~. Liegt die Phase am unteren gemeinsamen Spulenende, geht das Potential von 230V~ voll durch, Lebensgefahr wenn man gleichzeitig geerdet ist....

    Ein normaler Trafo hat zwei (galvanisch) getrennte Wicklungen. Auf der Primärwicklung kommen die 230V~ rein, auf der Sekundärwicklung gingen hier 100V~ raus. Bei dem Denon reicht ein kleiner Trafo, sonst muß auch die Leistung (in VA) der benötigten Energie des Verbrauchers angepaßt sein.

    Gruß André


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    Edited 2 times, last by Captn Difool ().

  • Danke für die Antworten,ein Trenntrafo ist also notwendig.Herr Landgraf,der meinen Denon komplett revidiert hat,schrieb mir,dass er seit einiger Zeit vergeblich nach einen geeigneten Trenntrafo sucht.

    Da es z.B.bei Conrad Trenntrafos zu Hauf gibt,nehme ich an,dass das alles Spartrafos

    sind.

    Wo kann ich einen "richtigen"finden?Hat da jemand einen Tip?


    Viele Grüße,

    Jochen

  • Die Trenntrafos bei Conrad sind Laborgeräte, meist mit dem Verhältnis 1:1. Ihr Name bedeutet, die Sekundärseite galvanisch vom Netz zu trennen. Sie dienen auf Prüfplätzen als Strom-/Leistungsbegrenzer, um Unfallgefahren bei Kurzschlüssen zu minimieren. Daher haben sie auch ihren Preis.

    Gruß André


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  • EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • so, nach Jahren schreibe ich auch mal wieder, wird aber sicher nicht zur Gewohnheit, wollte mich eigentlich aus Foren grundsätzlich raushalten, Gründe sind bekannt.


    btt

    Die Problematik ist nicht einen 1:1er Transformator mit galv. Trennung aufzutreiben sondern einen "echten" Transformator mit Pri: 230V zu Sec:100V mit galv. Trennung in der Leistungsklasse von 50 bis 100W

    So das man die Spieler betreiben kann und noch ausreichend "Reserve" hat (Siehe Verlustleistung) . Klar kann man einen 1/2KW, 1:1er Transformator nehmen, aber was macht das für einen Sinn ?


    Die....ich habe gar keine Ahnung wie ich den Müll bezeichen soll, der als Trenntrafo im schicken Gehäuse bei div. Händlern und in der Bucht verkauft wird, sind immer sog. Spartrafos, also eine Wicklung mit Abgriff bei entsprechend benötigter Spannung.

    Was anderes kommt auch nicht aus China und die interresiert wenig was unsere Gesetzgebung und vor allen Dingen der Anwender daraus macht, der "Verursacher" sitzt im Schadensfalle ja weit weg ;)


    Wir hatten früher mit einer Firma in Tschechien zusammengearbeitet, die nach Gusto und nach VDE, Transformatoren gewickelt haben. Leider ist so wie es aussieht auch diese Firma, wie viele andere, in den letzten Monaten, pleite gegangen. Nette "Nebenwirkungen" einer dümmlichen "Volksbestrafung" in unserem Lande.

    Leider betrifft das inzwischen nicht nur Firmen in diesem Bereich. Wer in den letzten Monaten die Rohstoffpreise etc beobachtet hat, wird feststellen das alles viel teurer geworden ist oder sogar Mangelware ist.


    Als Beispiel ( wie viele wissen bauen wir auch Prototypen bzw entsprechende mech. und el. Anpassungen und sind auf viel unterschiedliches "Material" angewiesen) ist zB eine Tafel FR4 mit 70µ Auflage in Industriequalität von 3.99 auf 21 Euro gestiegen. Aluminium ist noch übler, man bekommt keine Maschinenqualität mehr.

    D.h. bevor ich etwas auf die CNC Maschinen spanne, muß ich 100000000% sicher sein das alles gleich klappt, denn ein "Annähern" und damit Ausschuß ist nicht mehr bezahlbar.


    Ich denke das es bei Kupfer für den Wickeldraht inzw. auch so ist. Genau weis ich das nicht, denn ich habe noch genug CuL, allerdings nicht für Trafos.


    Aber nach einem "Tief" kommt auch wieder ein "Hoch" und ich denke das passiert in den nächsten 2 Jahren (Siehe Bauteilemangel 2013 bis 2016!)


    Ich habe Geduld, und als Endverbraucher, gerade in unserem Bereich, muß/wird man das auch haben müssen ;)


    Ach ja, Freunde nenne mich Dominik, "Herr Landgraf" höhrt sich nach "alter S.." an :)

  • Hallo Dominik,


    schön wieder mal von Dir lesen zu dürfen....ich glaube das letzte Mal war es vor einigen Jahren im Hifi-Classics-Forum... ;) Ich denke, in vielen Dingen sind wir uns einig.


    Eigentlich müßte ich totaler Pessimist sein, denn wir leben alle in einer hochprekären Lage, viele wollen es nur noch nicht wahrhaben. Aber ich weiß, es wird bald eine Lösung durchbrechen, daher habe ich Geduld und warte optimistisch ab....dann wird sich auch unser Leben wieder normalisieren und einhergehend auch Mangel und Hochpreise wieder verschwinden. Und wird wieder mehr in Europa und Deutschland hergestellt, wird es auch wieder vielmehr unseren Anforderungen entsprechen. :)

    Gruß André


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