Mono mit Stereosystem und Monotaste?

  • Hallo zusammen,


    es gibt ja wieder etliche aktuelle Neupressungen in Mono.

    Ich hatte eine zeitlang einen zweiten Plattenspieler mit einem Mono-SPU, welches sich aber nicht gelohnt hat, weil ich nur ca. 150 Mono LPs habe.


    Nun habe ich festgestellt, dass diese Mono-Neuauflagen, mit einem Stereotonabnehmer abgespielt, wesentlich besser klingen, wenn ich zusätzlich die Monotaste an der Vorstufe aktiviere.


    Wie handhabt ihr das?

    Gruss Andre

  • Ein fairer Vergleich zwischen Mono - und Stereo Abtastern scheitert meist schon daran,

    dass man keine identischen Mono / Stereo Abtaster besitzt.

    Grundsätzlich spielt mein AT Mono System die original Monos am besten ab. Bei den Mono Neuauflagen würde ein hochwertiger Monoabtaster auch knapp die Nase vorn haben. Leider kann mein AT Mono System qualitativ/ klanglich mit meinen Stereo Systemen nicht mithalten. So höre ich Mono Neuauflagen mit meinen Stereo Systemen.

    Meine AR PH 6 hatte eine Mono Taste. Diese Taste habe ich nie benutzt, weil es mir mit Stereo Tonabnehmern nicht gefallen hat.

    LG


    Horst

  • Ich habe es heute nochmal getestet und bleibe dabei: Auch neuere Monopressungen profitieren von der Monotaste.

    Ich hatte auch schon Monoabtaster, konnte aber keine signifikante Verbesserung gegenüber Stereosystemen feststellen, wahrscheinlich, weil ich das Monothema nicht "auf die Spitze" getrieben habe.


    Den Vorteil der Monotaste im Betrieb mit einem Stereosystem erkläre ich mir so, dass ja jeder Stereoabnehmer eine (mehr oder weniger) gewisse Kanalungleichheit aufweist, die durch die Monotaste aufgehoben wird.

    Gruss Andre

  • Wenn Ihr ein Stereosystem für Monoplatten verwenden wollt, würde ich Euch empfehlen, versuchsweise einen Kanal des Systems auf beide Eingänge zu legen, z.B. mit einem soliden Y-Adapter. Bei mir gewannen dadurch Monoplatten mit dem 2M Black enorm.

    Für ältere Monos würde ich eine 18um Nadel, bessere eine 25 um probieren. Einen 25 um Nadeleinschub habe ich mir günstig von Martin Göttmann aus einem 2M Red Einschub umbauen lassen.

    Wie gesagt, einfach nur mal ausprobieren....

  • U.a. sind hier ja Neu-Pressungen in Mono das Thema.


    Da fällt vermutlich ein Argument raus: Ein MONO-System tastet weniger Knistern & Knacken ab, weil die „Vertikalen Fehler“ eben nicht übermittelt werden – aber Neu- Platten sollten solche eher nicht haben…hoffentlich !!


    Da meine Monos vorwiegend aus dem Flohmarkt – oder noch übleren Quellen ;) – stammen, ist für mich ein reiner Mono-Abtaster von grossem Vorteil.


    Gruss


    Urs

    Eine wenig beachtete „Schellack-Weisheit“ besagt:

    Die Wahre Seele der Musik versteckt sich hinter Knistern und Rauschen….

    Edited once, last by Urs ().

  • Jede Mono-Scheibe, ob uralt oder ganz jung, würde von einem echten Monoabtaster stark profitieren, welcher eben nur die Seitenschrift liest. Dadurch werden keine Geräusche aus der lateralen Ebene mit übertragen und das Ganze klingt viel ruhiger, tiefer, schwärzer und hat natürlich einen weitaus besseren Rauschabstand. Leider gibt es solche Abtaster nicht in "neu". Wer einen solchen Abtaster tatsächlich noch besitzt, sollte aber nicht mit der alten (M33/45) Mono-Nadel (= 25mü) da an die neuen Monos drangehen, sondern eine Nadel mit max. 18mü Verrundung verwenden.

    Neue Mono-Scheiben werden mit einer Stereorille geschnitten, nur halt mit einem gegenläufigen Monosignal. Deshalb muß man diese auch mit einem normalen, kleinen Stereodiamanten abtasten.


    Wenn der verwendete Abtaster zweikanalig (= stereo) ist, dann ist das Drücken der Monotaste natürlich obligatorisch.

    Noch besser wäre es, wenn man den Stereoabtaster auf Mono-Seitenschrift verschalten würde (siehe Anhang). Das senkt dann den Rauschabstand nochmals.


    VG

    Marcus


    Monoverschaltung Seiten- und Tiefenschrift.JPG

    Zu viel Zeug ... G301,SME3010,SPU,TD124,SME3009,DL103,LP12,Ekos,Benz Glider,1019,PE7000,1229,V15III,TD150,MC20,ELAC 10H,50HII,770H,PE 33s,STS 222,240,Quad 22,II,ESL57,T-1,T-20,McC22,Mc30,A78,M20gold,AC2-AD1,Fisher 30A,VTL DeLuxe,Klipsch Belle ...

  • Joachim,

    guter Artikel !


    Bei alten Monos 1948+(bis vielleicht ca. 1970) am besten mit 25mü (= 1 mil) und bei ganz modernen Monos am besten eine Stereo-Verrundung (ca. 13-18mü/0,7 mil).


    Eine 25mü (= 1 mil) an ganz modernen Monos halte ich für zu groß. Die Rille ist nämlich tatsächlich mit ihrer 40mü Rillenbreite dafür zu schmal.


    VG

    Marcus


    Verrundungsradien.JPG

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  • Mono macht für mich am meisten Sinn, wenn man es nur über einen einzelnen Lautsprecher hört. Wird dann klarer.


    Hatte auch mal eine längere Phase wo ich 'Mono-Klangforschungen' anstellte. Mit speziellen Mono-TA's und Phono-Pres mit variabler Entzerrung :) .


    Heute höre ich keine Mono Platten mehr, stehen alle im Keller.

    LG, Jo

  • Hi Jo,

    kannst mir gerne schicken, Deine Monos. Ich steh' da d'rauf ;-)


    Ich höre wirklich gerne Monos. Wenn man das richtig macht, mit ordentlichem Monoabnehmer, welcher nur die Seitenschrift liest und mit einer mono-tauglichen Kette, mit verschiedenen Entzerrungskurven, dann geht das ganz prima.

    Ich benutze derzeit eine Quad 22/II/ESL57-Kette dafür mit einem alten Dual 1019 und PE7000-System. Das geht hervorragend.


    VG

    Marcus

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  • Hallo Marcus,


    in dem zitierten Artikel ist dies die relevante Aussage über neue Mono-Reissues:


    ".....

    1.9 and 2.4 mils. This included mono reissues released by United Artists, Toshiba, Original Jazz Classics, Classic Records, Disk Union, and Music Matters."


    Gemessen wurden also Rillenbreiten zwischen 1.9 und 2.4 mil, d.h., zwischen 47.5 und 60.0 mu.


    Ursprünglich hatte ich auch Bedenken meine Mono-Reissues der Sonaten und Partiten von Bach mit Johanna Martzy (erschienen auf dem Label Coup d'Archet und bei der EMI mit einem Stereokopf geschnitten) mit meinen 25 mu Hobeln zu spielen. Der Labeleigentümer sagte mir aber, dass er persönlich diese LPs am liebsten mit einem Pierre Clement E25 (ein 25 mu Mono-System) hört.


    Ich habe aber viel mehr alte Mono-LPs als Reissues.


    Viele Grüße


    Joachim

  • Ja Joachim,

    das Ganze ist ein sehr diffuses Feld. Ich bin mir auch noch nicht 100%ig im Klaren, was nun wie wirklich damals bei den verschiedenen Labeln/Schneid- und Presswerken abgelaufen ist.


    Wenn man sich nicht ganz sicher ist, dann halt mit einem 18mü Elac oder Shure N3 d'rüber und gut isss ... ;-)


    Es bleibt spannend ...


    VG

    Marcus

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  • Hi,

    ich habe nur wenig Erfahrung mit Mono, und zwar aus einer Veranstaltung in Berlin, der School of Sound. Mono DJ war damals Frank Schröder. Denon DL102, Monophonostufe mit mehreren Entzerrungen.


    Wir haben wimre sowohl mit einem als auch mit zwei Lautsprechern gehört.

    Ich fand das mit 2 Lautsprechern besser. Mit einem Stand immer diese Liste im Weg bzw. habe ich immer da drauf gekuckt. Bei 2 Lautsprechern war der Klang besser von den Boxen gelöst.


    Das ist wahrscheinlich recht subjektiv.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Es hängt nicht nur vom Label ab, sondern von dem Schneideingenieur und seiner Risikobereitschaft (und der Aufnahme): mehr Pegel und breitere Rillen lassen die Rillen näher zusammenrücken (laut Artikel soll Van Gelder ziemlich risikobereit gewesen sein, siehe Bilder in dem Artikel ...).


    Mit 18 mu ist man auf der sicheren Seite (das Stereo SPU mit Rundnadel hat ja inzwischen auch 18 mu, früher waren es einmal 17 mu).


    -- Joachim

  • Hihihi ... das erzähl mal der High-End-Fraktion: Rundnadel mit 18mü ! ... das kann doch gar nicht klingen ... da fehlen alle Höhen wenn nicht noch mehr ;-)


    VG

    Marcus

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  • Nicht weiter erzählen, andernfalls beginnt wieder die Diskussion über die Auflösung und Nadelschliffe wie in anderen Threads ... No comment!


    -- Joachim

  • Jaja Joachim,

    neverending Story. Die würden am liebsten alte 78er mit einer Van-den-Müll-Feile ausschaben 8o


    VG

    Marcus

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