Karl-Heinz Fink - Der "perfekte Lautsprecher" - Erkenntnisreiche Informationen über Lautsprecher

  • Die Musik spricht mich wenig an, weil ich das Gefühl habe, dass die Seele des Musikers hinter seiner Spielperfektion und dem Klang verborgen bleibt.

    Das können wahrscheinlich viele nicht nachvollziehen.


    Vielleicht mal etwas Aretha Franklin und Curtis Mayfield hören, dann sollten die Symptome besser werden.... :rolleyes::rolleyes:

  • Da würde ich Heintje Maaaaaamaaaa vorschlagen .

    Bestens für Messen geeignet ;)


    Allerbeste Grüsse Andreas

    Die Platte habe ich von einem Bekannten vermacht bekommen (mit einigen richtigen Platten) und als Testobjekt für die Ultraschallreinigung verwendet. Aufgelegt habe ich die Platte aber nicht - dazu bin ich zu feige 8o  :D :D :D

    .

  • Die hohe Stimme von Heintje vor dem Stimmbruch klingelt auch mir noch deutlich im Ohr.

    Nach der Pubertät war es dann vorbei, anders als bei guten klassischen Sangesbuben hat man nie mehr von ihm gehört, ausser in der Boulevardpresse (bis heute). Also so toll war die Stimme wohl nicht. Geht aber durch Mark und Bein, wenn laut genug gespielt.


    Ich fand viele Dinge sehr aufschlussreich. Erstens die Mittensenke, wg. der besseren Gefälligkeit, ansonsten sind Lautsprecher wohl unhörbar.


    Zweitens die Meinung, die Chassis machen nur einen kleinen Unterschied im Klang, am meisten bringt das Gehäuse. Und genau dort setzt er an und möchte am besten alles totdämpfen, damit ja keinerlei Eigenklang übrigbleibt. Die Betonbox als Endziel, die Studiomonitore hätten ja den Weg bereits eingeschlagen, aber heute könne er alles viel besser messen als damals und deshalb wäre sein Weg nun erfolgversprechend, den lautsprecher totzudämpfen.


    Und dann natürlich die vielen neuen Verbesserungen am Chassis, wie den Aluring, damit der Polstab nicht mehr so große Induktivitätsschwankungen verursacht. Vor dieser Erfindung konnte man ja quasi garnicht in hoher Qualität hören. Das ich nicht lache.


    Und ganz am Anfang: mit zwei Mikrofonen könne man ja nicht aufnehmen, klingt alles wie eine Badewanne. Wie hat er das gemeint? Es gibt genügend gute Aufnahmen, die wurden mit einem Mikro gemacht, später dann mit zweien und dreien. Ist das heute alles Schrott, der wie Badewanne klingt?


    Wenn ich es nicht besser wüsste, was von seinem Vortrag alles quatsch ist und was evtl. interessant, dann müsste man weinen, denn erst seit kurzer Zeit konnte man gute Aufnahmen erstellen und auch wiedergeben. Ist natürlich völliger Nonsens.


    Gute oder schlechte Aufnahmen gab es schon immer, das kann man anhand von 70 Jahren Schallplatte in einem Archiv jederzeit hören und gute sowie schlechte Laut- oder Leisesprecher gab es auch schon immer. Da bringt sein merkwürdiges Kippel Messgerät auch nicht die Rettung. Im übrigen gibt es auch sehr gute Lautsprecher, die keine Senke in den Mitten haben und warum ein WE755 so gut klingt, wäre für ihn dann natürlich auch ein Rätsel, geht ja garnicht, die Box ist selbstklingend und in den 1940er Jahren konnte man ja keine Chassis bauen.


    Man kann das meiste vom Vortrag m. E. getrost vergessen, aber es zeigt doch, in welche Richtung solche Leute denken. Und das erklärt für mich dann auch, warum viele Leisesprecher heute so klingen wie sie klingen.

  • Och, der Klippel-Analyzer ist schon ne feine Sache (wenn man denn einen hat - der ist nämlich alles andere als billig - und damit umzugehen weiß). Der hat seit seiner Markteinführung in den 90ern schon ne Menge bewegt, das Preis-Leistungsverhältnis von Lautsprecherboxen ist im Großen und Ganzen schon deutlich besser geworden. Klar gab es früher auch schon sehr gute Boxen aber sie waren teurer als heute. Warum? Weil man bei Neuentwicklungen a) viel Erfahrung brauchte und b) trotzdem noch viel probieren / messen / verwerfen / wieder probieren usw. mußte. Die Erfahrung und das theoretische Fachwissen helfen natürlich, daß man sich nicht völlig verrennt aber trotzdem kann man kaum ein Chassis from scrap entwickeln ohne die eine oder andere Optimierungsschleife. Und je besser man das Verhalten im Detail erfassen kann, umso zielgerichteter kann man analysieren und optimieren.


    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.


    Ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt.

  • Man kann das meiste vom Vortrag m. E. getrost vergessen, aber es zeigt doch, in welche Richtung solche Leute denken. Und das erklärt für mich dann auch, warum viele Leisesprecher heute so klingen wie sie klingen.

    Man kann im ewig Gestrigen verharren. Ist auch eine Haltung. Deswegen Fortschritt zu ignorieren, halte ich für falsch.

    Wenn ich es nicht besser wüsste, was von seinem Vortrag alles quatsch ist und was evtl. interessant, dann müsste man weinen, denn erst seit kurzer Zeit konnte man gute Aufnahmen erstellen und auch wiedergeben. Ist natürlich völliger Nonsens.

    Vielleicht könntest du deine Erfahrungen hier teilen?

    Gute oder schlechte Aufnahmen gab es schon immer, das kann man anhand von 70 Jahren Schallplatte in einem Archiv jederzeit hören und gute sowie schlechte Laut- oder Leisesprecher gab es auch schon immer. Da bringt sein merkwürdiges Kippel Messgerät auch nicht die Rettung. Im übrigen gibt es auch sehr gute Lautsprecher, die keine Senke in den Mitten haben und warum ein WE755 so gut klingt, wäre für ihn dann natürlich auch ein Rätsel, geht ja garnicht, die Box ist selbstklingend und in den 1940er Jahren konnte man ja keine Chassis bauen.

    Hat das eine fundierte Grundlage, oder sind das persönliche Ansichten?

  • Was mich immer und immer wieder aufs Neue verwundert, ist die Tatsache dass im Bereich des HÖRENS überhaupt von fundierten Grundlagen gesprochen wird. Wir werden alle schon mit Komponenten gehört haben, die theoretisch-messtechnisch nahe an Perfektion (vom wem definiert?) konstruiert und gebaut waren und trotzdem enttäuschten. Oder sie klangen superb, hielten aber keiner Überprüfung von Theorie oder Messtechnik stand. Diese Glaubensbekenntnisse, die immer wieder rund um die eigenen Erfahrungen und Vorlieben konstruiert werden sind so überflüssig. Akzeptiert einfach mal die Meinungen UND DIE OHREN des/der anderen. Ist schwer, oder?

  • Ich weiss nicht, warum fast jeder Thread ausartet. Es gibt anscheinend eine zunehmende Technikhörigkeit. Wir können heutzutage Dinge messen, die vor 30 Jahren ausserhalb des Messbereichs waren. Das bringt uns aber nicht unbedingt weiter. Mit einer und der selber Anlage hören zwei Menschen das gleiche, aber trotzdem nicht das selbe. Nicht nur dass wir unterschiedliche Hörgewohnheiten haben, jeder Mensch hat auch unterschiedliche Ohren. Und noch dazu, wir „hören“ nicht nur mit den Ohren. Wenn einer was hört was ich nicht höre oder messtechnisch nicht erklärbar ist heisst es noch lange nicht dass es das nicht gibt. Vielleicht werden wir es in 30 Jahren auch messen können. Oder auch nicht.

    Keiner der Sinnesorgane ist 100%-tig. Die subjektive Wahrnehmung kann auch „Falschnehmung“ sein ;) Ich würde behaupten, ein Klang kann gar nicht objektiv beurteilt werden.

    Man soll nicht so verbissen der Technik trauen. Ein Digitalthermometer kann die Temperatur auch 5 Stellen hinter dem Komma anzeigen, aber in der Regel ist schon die zweite Stelle auf Grund der verwendeten Teilen ein technisch bedingtes Fehlresultat. Und ob es draussen 24 oder 24,55 Grad ist, merke ich persönlich gar nicht. Aber eine für mich persönlich schon merkbar erhöhte Körpertemperatur von 37,2 Grad spüre ich schon. Damit hatte ich schon zu Schulzeiten zu kämpfen, weil es nicht dem „standard“ entspricht. Dabei hätten es eigentlich die Ärzte am besten wissen sollen, das jeder Mensch anders ist  ;)

    Damit möchte ich nur sagen, bitte akzeptiert einfach dass wir alle unterschiedlich sind. Nichts gegen technische Erklärungen und Messeregebnisse, aber die sind nun mal nicht alles. :sorry: für :off:

  • Vielleicht sollten wir alle uns nicht so arg wichtig nehmen. Ich weiß von mir selbst, dass das nicht immer gelingt. Und natürlich weiß ich auch, dass solche "Fachforen" gerne mal die Bühne für Profilneurotiker (böses Wort, aber es ist meine Überzeugung) werden. Denn "das Netz" bietet halt gefahrlos ein Publikum, dass ansonsten für Nischenfachleute nicht zu erreichen ist.

    Habt Spaß an Musik und lasst anderen ihren Spaß. Auf welche Art und Weise sie ihn erreichen ist doch ihre ureigene Entscheidung. Sorry für mein wiederholtes off-topic, aber dieser Thread schreit ja förmlich nach einer solchen Metadiskussion.

    Noch etwas, ist hier eigentlich schon ein Nobelpreisträger in Physik am Start? Manches liest sich so.

  • Hallo,


    soll getzt hier "das Grundrauschen der Ursuppe" der unterst mögliche gemeinsame Nenner im Forum sein was Elektroakustik und allgemeines Verständnis angeht:?::meld:


    Ist doch wohl net Euer Ernst ... ?(


    :pinch: Wellenfront

    Auch Gewerblich tätig.


    Viele tun halt vieles um bestmögliche Klangwiedergabe möglicht wirkungsvoll zu verhindern !

  • Man kann im ewig Gestrigen verharren. Ist auch eine Haltung. Deswegen Fortschritt zu ignorieren, halte ich für falsch.

    Vielleicht könntest du deine Erfahrungen hier teilen?

    Hat das eine fundierte Grundlage, oder sind das persönliche Ansichten?

    Es ist kein verharren im ewig gestrigen, wenn man Konstruktionsprinzipien aufführt, die nachweislich der Physik sehr zuträglich sind und waren. Diese Prinzipien sind leider ein seeehr alter Hut, das ist alles so alt, dass schon neue Generationen von Entwicklern drüber weg gestorben sind. Und m. E. waren solche LAUTsprecher halt in einigen Fällen sehr gut, aber sie waren leider auch oft teuer und groß. Man hat also versucht, das alles billiger und kleiner zu machen für den Konsumermarkt aufbereitet, damit auch eine Regalbox noch 30 Hz tiefe Bässe übertragen kann. Und man konnte vieles billiger gestalten, denn die Technik machte es möglich. Das hat jedoch nicht immer zur Qualität beigetragen, alles nur persönliche Ansichten. Alles knallhart miterlebt, nicht vom hörensagen oder aus Zeitschriften gelesen.