Technics 1200/1210 Stammtisch

  • Die Audio Technica HS (die übrigens auch eine Azimut- + Überhang-Justage erlauben) stehen auch noch auf meiner Wunschliste. Großer Vorteil bei denen ist mE, dass der Tonabnehmer automatisch (relativ) gerade eingebaut wird. Sofern der Nadelträger gerade ist, ist somit die Justage ein Kinderspiel.


    VG

    Florian

    Die zusätzliche Überhangjustage in der Headshell ist natürlich komfortabler als die mit der Schablone, wobei diese aber auch schon ein Fortschritt ist und nur von sehr wenigen Plattenspielerherstellern mitgeliefert wird. (Ich glaube die Überhangschablone gibt es sonst nur bei den hochpreisigen Thorens-Spielern.) Aber den Ü. stellt man ja nur einmalig ein. Dennoch ist das Hin- und Herschieben und die gleichzeitige Schrauberei bei der Ü-Justage äußerst nervig. Somit halte ich dieses Komfortfeature bei der AT-Headshell für angebracht, auch wenn Puristen über solche Systemhalterungen nicht selten die Nase rümpfen. Ich bin aber garantiert keiner! :)

  • Hallo,

    von mir auch was praktisches ( hoffe ich wenigstens ) : verwendet man Systeme mit der Concorde - Bauform sollte die Tonarmlifthöheneinstellung stimmen. Rutscht das System -warum auch immer- bei laufendem Teller von der Platte hakt sich sonst die Nadel in die Strobomarkierungen ein - nicht gut.

    Und noch was für die Puppenstube :

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  • Hallo,

    von mir auch was praktisches ( hoffe ich wenigstens ) : verwendet man Systeme mit der Concorde - Bauform sollte die Tonarmlifthöheneinstellung stimmen. Rutscht das System -warum auch immer- bei laufendem Teller von der Platte hakt sich sonst die Nadel in die Strobomarkierungen ein - nicht gut.

    Und noch was für die Puppenstube :

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    Bei der 2MSerie berührt die Nadel beim Mark II, GR und G die Strobomarkierungen gottseidank nicht! Der Tonarm ist mir mit dem 2M Black und dem Blue bereits mehrmals aus der Hand gerutscht. Lediglich die Außenkante des jeweiligen Systems berührt die Markierungen und rettet damit die Diamanten.

    Mit dem Quintet ist mir dieses blöde Mißgeschick noch nicht unterlaufen.

  • verwendet man Systeme mit der Concorde - Bauform sollte die Tonarmlifthöheneinstellung stimmen. Rutscht das System -warum auch immer- bei laufendem Teller von der Platte hakt sich sonst die Nadel in die Strobomarkierungen ein - nicht gut.

    Das müsste doch für andere Tonabnehmer genauso gelten. Wenn korrekt justiert, befindet sich die Nadel ja immer an der selben Stelle.



    Den originalen Technics SL-1200 hatte ich übrigens nie.


    Technics SL1200 MK1.jpg

    Bildquelle: VinylEngine


    Der Tonarm schmeichelte nie meinem Auge. Und das Auge hört bekanntlich mit.


    Dafür hatte ich aber den Technics SL-120 ...


    Technics SL-120 (2).JPG

    ... mit Mission 774 und Dynavector DV-20X,


    Der Mission 774 harmonierte trotz seiner vermeintlich zu geringen effektiven Masse (ca. 5 g) hervorragend mit dem originalen DV-20X. Die Kombination klang super, aber irgendwie wirkte dieser sophisticatete britische Tonarm deplatziert auf dem Technics. Und fummelig einzustellen war er zu dem auch noch.


    Technics SL-120 (1).JPG

    ... mit Audiocraft (Ultracraft) AC-300MKII und Audio Technica AT-33PTG.


    Da war dieser High-End-Tonarm von Audiocraft schon ein angemessenerer Spielpartner, der mir allerdings klanglich nicht dauerhaft zusagte. Ich vermeinte immer eine - Achtung! Es folgt Geschwurbel! - "blechernen Ton" bei jedem System, das ich mit ihm verwendete, herauszuhören. Konstruktiv ist er allerdings erste Sahne.


    Technics SL-120 (3).JPG

    ... mit SME Series IIIS und Nagaoka MP-50.


    Der Series III war immer das "hässliche Entlein" aus dem Hause SME und wird heute gemieden, was relativ günstige Preise auf dem Gebrauchtmarkt zur Folge hat. Klanglich und konstruktiv gibt es an ihm nichts auszusetzen. Meiner Meinung nach wird er von vielen - meistens Leute, die sich nie ernsthaft mit ihm auseinandergesetzt haben - unterschätzt. Und trotz anderslautender Behauptungen: Ja, er kann auch MCs. (Ein SPU würde ich trotzdem nicht empfehlen.) Dennoch war er mir auf Dauer zu fummelig.


    Auch das Laufwerk konnte mich auf Dauer nicht begeistern. Zumindest bei meinem Exemplar dauerte es immer zu lange, bis er die Geschwindigkeit konstant hielt (da scheint eine Temperaturabhängigkeit einzelner Bauteile eine Rolle zu spielen) und man durfte immer mit den beiden Drehreglern vorne links nachjustieren. Die verstauben zu dem sehr gerne.


    Was viele nicht wissen: Es gab sogar einen Technics SP-12 als Einbaulaufwerk für Rundfunkstationen. Das war eine preiswerte, heute etrem selten anzutreffende Alternative zu dem immer schon teuren SP-10.


    Technics SP-12-2.jpg

    Bildquelle: VinylEngine

    Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall.

  • Hallo U.H.,


    es gilt für die meisten anderen Systeme nicht da in diesem Fall die Gehäusekante gegen den Teller kommt. Die Concorde Systeme sind aber extrem schmal, habe gerade bei mir mal gemessen : da sind nur 2,5 mm Nadelmitte - Gehäusekante. Die Konizität des Tellers macht dann den Rest.


    Grüße,


    betamax

  • U.H.


    Danke für die schönen Bilder mit Deinen Kombinationen! Was ist an dem SME-Tonarm denn so häßlich? Ich finde er paßt gut zu Deinem Technics Oldtimer.

    Von einem SP-12 habe ich noch nie etwas gehört.

    Was die potentiell nadelverreckende Stroboskopmarkierungen betrifft: Je schmaler der Systemkörper an der Unterkante/Nadel, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß der Diamant zum Teufel geht.

  • Was ist an dem SME-Tonarm denn so häßlich?

    Das ist letztendlich Geschmackssache. Mir gefällt ein Series II optisch halt besser. Klanglich hat dagegen wohl der Series III (leicht) die Nase vorn.


    Ich finde er paßt gut zu Deinem Technics Oldtimer.

    Das müsste auch eine Kombi sein, die gar nicht so selten damals auftrat. Aber die Bilder stammen aus den Nullerjahren. Ich habe den und viele andere Plattenspieler nicht mehr.

    Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall.

  • Hallo!


    Die Audio Technica Headshells sind in der Tat ganz gut für die Technics Plattenspieler. Die Befestigungsebene liegt unter dem SME-Standard (ich glaube, 2mm). Auch von Jelco gab es solche Headshells; die gibt es jetzt noch als Nachbau neu zu kaufen.

    Ich nutze ein Ortofon mit so einem Audio Technica Headshell und ein Techneaudio mit einem Jelco-HS.

    Aber, wie oben schon geschrieben, auch das originale Technics Headshell funktioniert gut. Ich musste allerdings erst mit der Optik meinen Frieden schließen.


    Schönes Wochenende

    Philip

  • Aber, wie oben schon geschrieben, auch das originale Technics Headshell funktioniert gut. Ich musste allerdings erst mit der Optik meinen Frieden schließen.

    Überzeugt hat mich, dass die Technics-Headshell den Klang eines Jelco SA-250 - zumindest für meine doofen Ohren - verbessert hat. Fand ich überraschend!


    Für mein steinaltes Ortofon Jubilee (entspricht technisch einem heutigen Cadenz Black und läuft nach über 20 Jahren (!) immer noch einwandfrei) habe ich mir eine LH-6000 gegönnt.


    Ortofon Jubilee + LH-6000.jpg


    Das weniger aus klanglichen als mehr aus optischen Gründen. Geschadet hat's nicht! (Außer meinem Geldbeutel.)

    Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall.

  • Hallo U.H. !


    Mir fällt es schwer, die Headshells klanglich miteinander zu vergleichen. Die unterscheiden sich vom Gewicht und somit nimmt ja auch die effektive Masse des Tonarmes zu. An dem leichten Technics Headshell spielt ein neues Audio Technica AT-OC9; das hat die höchste Nadelnachgiebigkeit. Das Ortofon hat das schwerste Headshell bekommen und das TechneAudio liegt im Mittelfeld der drei Tonabnehmer bzg. der Nadelnachgiebigkeit. Für mich spielen so alle Kombinationen gut. Einen wirklichen Vergleich kann ich aber so nicht machen. Wobei ich dennoch der Meinung bin, dass gut gemachte Headshells noch ein paar Prozente klanglich rausholen.


    Viele Grüße

    Philip

  • Und noch was für die Puppenstube

    Uii, Mischpult und Kopfhörer gibts da auch! Einen SL hab ich, den Mixer dazu leider nicht 😩

    Musikalische Grüße von Udo L.

    Technics 1200 MkII mit Kabusa TD-1200 an Lite Phono • Diverse TAs • Tascam 122 MkIII • PreSonus Central Station • Neumann KH 120II • Marantz PMD340 • Tascam SS-CDR250N • MOTU 1248 • Funk CAS-2 v.4 ••• und AAA Mitglied

  • Mir fällt es schwer, die Headshells klanglich miteinander zu vergleichen. Die unterscheiden sich vom Gewicht und somit nimmt ja auch die effektive Masse des Tonarmes zu.

    Ein Vergleich von Headshells ist, wenn überhaupt praktikabel, eine heikle Sache. Ich habe das auch nie bewusst gemacht. Man muss das selbe System ummontieren und je nachdem, wie geschickt man an dem Tag drauf ist, geht das in aller Regel nicht in einer Zeit unter fünf Minuten. Da wird's dann schon mit dem akustischen Gedächtnis sehr knifflig.


    Tatsächlich meine ich nur sehr selten signifikannte Unterschiede gehört zu haben. Abgesehn von billigsten Schrott-Headshells waren dies die weichen Yamamoto- und die weit verbreiteten Jelco-Headshells.


    Die Yamamotos scheinen insbesondere japanische Tonabnehmer, die von Haus einen deutlichen Höhenanstieg aufweisen, auf eine angenehme Weise zu soften. (So einen ähnlichen Effekt vermeine ich auch bei den "Holz-Koetsus" und auch bei Verwendung eines Schröder-Tonarms zu vernehmen.)


    Die Jelco scheint hingegen für meine Ohren genau den gegenteiligen Effekt zu haben. Da wird es mit obenrum tendenziell zu kühl bis schrill (übertrieben formuliert).


    Tatsächlich habe ich eher zufällig "herausgefunden", dass eine Technics-Headshell sogar im Jelcoarm eher positiv wirkt. Dieser metallische Unterton war scheinbar weg.


    Ich würde trotzdem nie ausschließen, dass ich mir da einen zurecht gesponnen habe.

    Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall.

  • Guten Morgen, U.H. !


    Genau so sehe ich das auch. Ein wirklicher Vergleich von Headshells ist aufwendig.

    Deine klangliche Beschreibung der Jelco Headshells könnte stimmen. Ich mag den höhenbetonten, analytisch, schlanken Klang. Vielleicht bin ich deswegen mit den Dingern so zufrieden. Hinzu kommt noch, dass ich es mag, wenn die Headshells oben und unten Stifte zu Arretierung im Tonarm haben. Das findet man leider eher selten.

    Jeder hat so seine Vorlieben und glücklicherweise ist das Angebot so groß, dass für jeden das Passende dabei ist.


    Viele Grüße

    Philip

  • hallo Thomas das ist Serienmäßig beim MK 2 dabei


    Man kann das kleine und das große auch einzeln kaufen