Tonarm waagerecht oder leicht 'fallend' einstellen?

  • Hi,
    ich komme am besten mit der Methode hier zu Rande:
    http://www.tnt-audio.com/sorgenti/vta_method_e.html


    Hartmut und ich haben das bei mir zusammen eingestellt.
    Ich war mehrmals dabei, als David es eingestellt hat. Obschon damals habe ich nicht so genau hingehört.


    Bei Klausi habe ich das auch mal ausprobiert. Klaus hat aber nachher eine andere Einstellung bevorzugt.


    Bei Sauerkraut and solar energy hört man, wenn aus den scnurrenden Saiten und dem Korpus des Basses von Dave Holland ein Instrument wird und es nicht mehr anch zwei Schallquellen klingt.
    Dazu muss man kein Voodoopriester oder mit besonderen Ohren gesegnet sein. Ich höre auch bei manchen Tests keine Unterschiede. Hier aber schon.
    Ein Problem dabei ist, dass man erst mal den Bereich finden muss, wo das mit dem "ein Instrument werden" stattfindet.


    Falls jemand die Originalbeschreibung von David Shreeve haben möchte, schreibe er mir eine Mail.
    Dort empfielt er außer der Sauerkrautplatte noch folgende zum Einstellen:


    Peter, Paul, and Mary, Album 1700, The House Song, Warner Bros. WS 1700
    Little Feat, Waiting for Columbus, Spanish Moon, Warner Bros. 2BS 3140


    Tschau,
    Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

    The post was edited 1 time, last by FrankG ().

  • Frank, ich mache da keine Wissenschaft daraus und stelle den Diamant wie gesagt ungefähr so ein, wie die Platte geschnitten wurde.
    Dein Vorschlag macht aber sicher Sinn. Das soll mal jeder machen wie er denkt.
    Jedenfalls habe ich mir völlig unabhängig davon die Peter Paul and Mary 1700 von Ac.Sounds bestellt.
    Schon komisch wie man auf manche Platten kommt 8o

  • Hallo Tom,
    wenn ich natürlich deine Möglichkeiten des optischen Messens hätte, wäre ich sehr gespannt, welchem SRA die klanglich subjektiv beste Einstellung entspricht.
    Wenn das dann auch noch zu Freund Wally passen würde, wäre meine Welt um eine Erkenntnis reicher.


    Tschau,
    Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Mir ist gerade von einem meiner besonderen Forenfreunde ein Benz Ruby H mit FG Schliff zugeflogen. Und der, der es mir zufliegen ließ, und sich damit auch gut auskennt meinte, ich zitiere: "TONARM = HINTERN HOCH... nicht exact parallel." Ich werde - wie immer - probierend hören und eine gute Lösung finden. Interessante Diskussion hier.

    Gruß Reinhard
    "Den hier mus ein jeder nach seiner Fasson Selich werden." (Friedrich der II am 22. Juni 1740)

    "Ich kann allem widerstehen - nur nicht der Versuchung." (Oscar Wilde)
    Gerätschaften

  • "TONARM = HINTERN HOCH... nicht exact parallel."

    ...das bedeutet, das der Nadelträger im unbelasteten Zustand optimal ausgerichtet ist, beim Aufsetzen mit Nennauflagekraft aber etwas einsackt. Klar, das dann weder VTF noch SRA stimmen und das mit "Hintern hoch" ausgleichen muß. Hier sind wohl die Konstrukteure des Tonabnehmers gefragt...

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer



  • Ich habe auch nur eine Kombination laufen, wo der Arm eher tiefer als hoch steht. Das ist das EPC 270 SAS am PUA-1500S. Es mag zwar sein, dass dabei Vorzüge des des Schliffes verloren gehen, aber das Gesamtergebnis (Stör-/Nebengeräusche wie Kratzer und Staub, Ausgewogenheit des Klangbildes) ist besser. Der Arm steht hier waagerecht zum Plattenspieler, jedoch ist der Teller höher (ist an einem Kenwood KD 500 verbaut).


    Dem MC Vivo Blue kann man erst durch die entgegengesetzte Einstellung (Arm hinten 4mm(!) hinauf), richtige Spielfreude nachsagen. Auch wenn der Arm nicht dazu passen mag am Papier, klingt das System am SL-150 mit ProJect 9CC so dann richtig gut. dynamisch, fetzig, spritzig mit guter Auflösung, waagerecht, fehlt es sowohl an Auflösung, als auch an Dynamik.


    Bei allen anderen Drehern hat es sich als sehr gute Praxis erwiesen, alles erstmal in die Waage zu bringen und dann ggf. minimal nach Gehör zu justieren (wo es leicht geht mit Tellermatten oder VTA-Einstellung).

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Moin zusammen,


    Quote

    alles erstmal in die Waage zu bringen und dann ggf. minimal nach Gehör zu justieren


    so halte ich das ebenfalls und je nach Tonabnehmer klingt es bei mir mit horizontalem oder hinten leicht angehobenem Tonarm am besten.
    Ein Freund hat seinen Tonarm hinten sehr deutlich abgesenkt. Das sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus, aber es klingt ganz hervorragend. Ich weiß allerdings nicht, ob sein Headshell dabei horizontal ausgerichtet ist oder nicht. Jedenfalls ist es integraler Bestandteil des Armes und nicht justierbar.


    Gruß
    Rainer

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

    The post was edited 1 time, last by Rainer Bergmann ().

  • Moin Frank,


    Hi,
    ich komme am besten mit der Methode hier zu Rande:
    http://www.tnt-audio.com/sorgenti/vta_method_e.html


    Bei Sauerkraut and solar energy hört man, wenn aus den scnurrenden Saiten und dem Korpus des Basses von Dave Holland ein Instrument wird und es nicht mehr anch zwei Schallquellen klingt.



    Den großen Haken, den ich bei Methoden wie dieser sehe ist, daß diese, oder auch jede andere dazu verwendete Platte, mit einem bestimmten Schneidkopf geschnitten ist, der einen bestimmten geometrischen vertikalen Schneidwinkel hat, welcher in Folge einen bestimmten vertikalen Modulationswinkel der Rille erzeugt, desse Größe von diversen Faktoren abhängt, der weiterhin nicht überall auf der Platte gleichgroß ist. Dieser Modulationswinkel kann irgendwo zwischen 0 und 25 Grad liegen!


    Die Methode an sich ist realitätsbezogen und daher nicht verkehrt, was sie jedoch völlig außer Acht läßt, ist genau diese gleiche Realität. Man wird also nicht vermeiden können, für jede Platte den dazugehörigen optimalen Winkel zu bestimmen.


    Woodard, „Vertical modulation angles of commercial stereo phonograph records“, J. of the Audio Engineering Society 1984, S.138
    Bauer, “Vertical tracking improvements in stereo recording”, Audio Magazine, Feb. 1963, S.19
    Woodward, “A study of tracking angle errors in stereodisk recording”, IEEE Transactions on Audio 1963, März/April, S. 56
    Bauer, “15-deg. vertical angle – a key to better stereo sound”, Audio Magazine, Nov. 1963, S.21


    Siehe auch Yosh’s Seite zu diesem Thema
    http://www7a.biglobe.ne.jp/~yosh/vta.htm


    Klaus


    PS: Falls Dir in meinem Schrieb zum Thema Tonarmgeometrie irgendwelche Fehler oder Unklarheiten aufgefallen sind, laß es mich wissen.

  • Moin,


    die Stellung der SME-Bajonett-Headshells hängt unter anderem von der Länge des Arretierungstiftes ab. Lugt er nur nach oben heraus, besteht die Gefahr, dass die Headshell vorne angehoben wird, durchgehende Stifte sind eindeutig die bessere Lösung. Leider findet man die "Einfachlösung" relativ oft.


    Gruß Kalle

  • Hallo Kalle,


    das liegt weniger an den Stiften als dem Durchmesser des Bajonettschaftes an der Headshell. Hat der in der Aufnahme zu viel Spiel, beseht in der Tat die Gefahr, das die Headshell nach oben angekippt wird. Akut mußte ich das bei einer Audio-Technica-Headshell am 3012R feststellen, während eine original Technics-Headshell mit auch nur einem Pin völlig gerade und bündig drin saß.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer



  • Mir ist gerade von einem meiner besonderen Forenfreunde ein Benz Ruby H mit FG Schliff zugeflogen. Und der, der es mir zufliegen ließ, und sich damit auch gut auskennt meinte, ich zitiere: "TONARM = HINTERN HOCH... nicht exact parallel." Ich werde - wie immer - probierend hören und eine gute Lösung finden. Interessante Diskussion hier.



    Gibt es vom Ruby H-FG einen Frequenzschrieb !?

  • Hallo,


    die falsche Neigung des Tonarms kann schon fatale Folgen haben.
    Vor kurzer Zeit habe ich "mal schnell" den TA am KD990 für einen Hör-Besuch von Marc (Hoerer34) gewechselt.
    Das AT-OC9 runter (mit dem ich so im Alltag höre) und das Koetsu Black drauf - Auflagekraft und AS eingestellt - fertig. Geht auch schnell, weil beide an Yamamoto Headshells befestigt sind.
    Beim Hören dann - Schock schwere Not - totale Verzerrungen.
    Jetzt spiele ich mit meinen TA kein Fußball, trotzdem nochmal mit Schön Schablone kontrolliert, - es war alles richtig eingestellt. Der folgende Abtasttest ergab schon bei 50 µ unerträgliches Krächzen.
    Tja - auf die Schnelle ist uns nichts eingefallen. Erst die richtige Tonarmhöhe brachte wieder den ungetrübten Hörgenuss und eine Abtastrate von immerhin 70µ.
    Der Tonarm war nur 2-3mm zu hoch eingestellt.


    Grüße aus Kreuzau
    Marco

    If music be the food of love, play on.

    The post was edited 1 time, last by emilio ().

  • Wofür resp. weshalb brauchst Du den ?


    Es gibt die Original Fritz Gyger Datenblätter.


    GvfN
    F J S



    @FSJ


    wenn dieses Ruby im HT einen Anstieg von 3dB hat , was bei den BENZ Ruby's nicht ungewöhnlich ist , dann noch den Hintern des Tonarmes anheben .... :thumbdown:

  • Moin moin Prinz carlo... <img src=" height="23" srcset="http://www.analog-forum.de/wbboard/cms/images/smilies/emojione/1f44d@2x.png 2x">




    Die Empfehlung basiert unabhängig vom Frequenzschrieb auf der Geometrie !
    Entsprechende Hörproben mit dem 'RUBY H' haben diese Einstellung bestätigt.




    Der aktuelle Ortofon 'REPLICANT 100' ist eine Variante des leider weggestorbenen "höllenscharfen" Fritz Gyger S und es gibt dazu auf der Ortofon Webseite zur Einstellung von VTA/SRA eine interessante Erklärung : MC A95 set-up and maintenance







    In der Fritz Gyger Patentschrift wird die Entstehungsgeschichte dieser besonderen Schliff-Form in allen Einzelheiten erklärt : Eine Abtastnadel zur Abtastung von stereo- und quadrophonischen Tonrillen...




    Ansonsten sagt Dir/Euch meine eigene Bilddokumentation dazu hoffentlich mehr als 1000 Worte... <img src=" height="23" srcset="http://www.analog-forum.de/wbboard/cms/images/smilies/emojione/1f644@2x.png 2x">













    Für einen 9" Tonarm ergeben sich (erstmal theoretisch) am Tonarmsockel ~ 8 mm Höhenverstellung, um so über den (eigentlichen) Standard-VTA des Cantilevers von 20° auf 24° und den resultierenden SRA von 92° zu kommen. NATÜRLICH... muss das im Einzelfall per Testplatte bzw. Hörprobe verifiziert werden.




    Gruß vom flachen Niederrhein
    Dualese "alias" F J S

    [align=center]"Rillen" ist keine Wurzel der Demokratie... :thumbdown:

  • Moin moin Prinz carlo... <img src=" height="23" srcset="http://www.analog-forum.de/wbboard/cms/images/smilies/emojione/1f44d@2x.png 2x">




    Die Empfehlung basiert unabhängig vom Frequenzschrieb auf der Geometrie !
    Entsprechende Hörproben mit dem 'RUBY H' haben diese Einstellung bestätigt.





    Sodale FJS






    was sagst du hier zu




    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/96305/




    Zwei unterschiedliche Frequenzschriebe von einem Custom Scheu RUBY/LP ag FG




    Wobei der untere aus der Zeit des Neukaufes entspricht , der obere nach einem Retipping aus 21.01.2015




    Nun FJS du kannst mir 100 mal die Bilder und Daten zeigen , nach dem Retipping klingt das System völlig anders .




    So wie der Frequenzschrieb es aufweist , eine vollkommen veränderte Tonalität .....die allgemeinen Frequenzschriebe vom Benz Ruby stellen sich nunmal so dar wie der obere und im Klang ist es völlig daneben zum unteren Frequenzschrieb.




    Den Ärmel nach oben aus der Parallelität heben potenziert den Fr-Schrieb ins negative .....




    So what FJS , zur Beruhigung schaue ich deine Bilder an und suggeriere mir das ich nur spinne und das neue System nicht Scheiße klingt ...leider habe ich ein grosses Problem ..




    Es will mir unter allen Umständen , egal was ich tue ....(Arsch hinten hoch oder runter) nicht gelingen .




    Edit 3 sagt , der Ärmel ist ein Tacco Titan 12" und ein 8" Air Titan Arm , wobei der Air es noch viel deutlicher verifziert, wie der 12"

    The post was edited 3 times, last by prinz carlo ().

  • Ich sage : Frequenzschriebe sind Schall & Rauch... ^^:thumbup:
    (Zumal man noch nicht mal sieht um welches System es sich genau handelt.)


    Und ansonsten : Bei korrekt eingestelltem VTF/VTA/SRA (auch Azimuth natürlich) und nach Findung des optimalen Abschlußwiderstandes, was bei mir eher 1 od. 2 KOhm und mit Sicherheit keine 47 KOhm waren, spielt das 'RUBY H' absolut farbig-üppige "Mucke" und von irgendeiner BENZ-typischen Schwindsucht gibts keine Spur.


    Falsches 'RUBY' gehört ?
    Andere Fehlanpassung ?


    Es geht ja nicht darum ob & wer von uns Beiden vielleicht Recht hat, wir reden nur einfach von 2 völlig unterschiedlichen Sachen, mein Erfahrungsbericht bezog sich halt auf die Eingangsfrage "...Hintern hoch oder nicht..." :P:D


    Gruß vom flachen Niederrhein
    Dualese "alias" F J S

    [align=center]"Rillen" ist keine Wurzel der Demokratie... :thumbdown:

  • Beide über Kreuz geschrieben... :sorry:


    Was Du schilderst wäre für mich Anlass einer Rückfrage resp. Reklamation bei BENZ MICRO !


    Ich weiß leider nicht konkret was Du mit "...völlig anders klingen... vollkommen veränderte Tonalität... und Scheiße klingen..." meinst, aber die angesprochene Höhenlastigkeit kenne ICH nur bei bösester Auslegung von der ACE-Serie, beim 'RUBY H' davon wie gesagt keine Spur.


    WATT NU... :wacko:?(


    GvfN
    F J S


    PS : gutgemeinte :off: Warnung
    Vielleicht solltest Du besser einen eigenen Fehler-Such-Thread eröffnen !?

    [align=center]"Rillen" ist keine Wurzel der Demokratie... :thumbdown:

    The post was edited 2 times, last by Dualese ().