Galerie mit DIY-Projekten

  • Da hat mal einer gesungen:" Uschie, mach kein Quatsch"

    So was gibt man nicht weg, man vererbt es!!!!!!!!!!!!

    Ohne Kompromisse!

    Da hätte ich eher ein Industrieprodukt durch´s Fenster entsorgt!!

    Schönen Gruß an die Gattin!:):):):)


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Hallo,


    Es ist ein Lenco Umbau nach dem PTP Prinzip von Peter Reinders. Allerdings habe ich keine originalen Teile verwendet, sonder alles selbst gemessen, konstruiert, gesägt, gebohrt, gefeilt, gefräst, geschliffen, gewachst, lackiert usw.

    Tolle Arbeit!! Deine Top-Plate gefällt mir wesentlich besser als die "Originale"...Erzähl mehr dazu :meld:

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Hat zu viele Pläne und zu wenig Zeit zum Basteln 8)

  • Kannst Du der Holden nicht vielleicht ein neues Schuh-Regal oder sowas bauen?? Damit der schöne Dreher bleiben darf??


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hallo,


    Danke für die Beiträge und auch die Fragen. Muss gleich etwas richtig stellen, der VPI stand nie zur Disposition. Und meine liebe Frau mag den Lenco auch sehr. Allerdings sind unsere Wohnräumlichkeiten nicht unendlich, wir hören analoge Musik in unserem Wohnzimmer. Und Platz für einen weiteren Spieler würde bedeuten, dass andere uns lieb gewordene Dinge weichen müssten. Ich habe das Projekt auch wirklich nur zum Vertreiben langer, dunckler Winterabende gebraucht. Davor hatte ich schon 3 weitere Spieler umgebaut. Diese haben unser Sohn und seine Freunde bekommen. Aber mehr Freunde mit Bedarf hat er nicht und unsere Tochter möchte auch nicht. Also bleibt er ganz sicher nicht hier. Und das ist auch ok so. Zum Lenco. Ich habe keine Zeichnungen oder Skizzen. Angefangen hatte ich mit dem Motor, dem Lager und dem Tonarm. Insgesamt hatte ich mir 3 Motoren gekauft um den besten davon zu selektieren. 2 blieben nach Reinigung und Justierung übrig, diese waren sehr leise. Der 3. war nicht sehr leise zu bekommen. Wichtig war dabei auch, die Wicklungen nach einem gleichmäßigen Abstand zum Rotor auszurichten. Das allerdings Wichtigste zum ruhigen Lauf ist die Motoraufhängung. Ich habe dabei alle metallischen Teile, wie Federn, Muttern, Scheiben und Standbolzen durch nichtmetallische Zwischenlagen voneinander getrennt. Also die Stehbolzen mit Schrumpfschlauch, zwischen Federenden und Motor bzw, Plate, 0,5 mm ausgestanzte Kunststoffscheiben, die Federenden plan geschliffen und in Unterbodenschutz (resonanzmindernd) getaucht. Das Planschleifen der Federn wird durch die Kunststoffscheiben wieder längenmäßig ausgeglichen. Der Motor ist absolut still und es wird wirklich nichts mehr übertragen. Eine Paarung Teller und Lage mit sehr gutem Planlauf ist schwierig. Irgendwie haben alle einen kleinen Höhenschlag. Durch messen und richten der Lagerachse habe ich letzendlich einen minimalen Höhenschlag von 0,15 mm erreicht. Besser gings nicht. Dabei sind Teller und Achse zueinander markiert und der Teller muss der Markierung entsprechend aufgesetzt werden. Ist aber auch ok so. Der Tonarm ist ein TP16-Rest gewesen. Da es ein 10,5 Zöller werden sollte und ich das original Headshell garnicht mag, hab ich auch hier gewirkt. Das neuen Carbonrohr (Wandstärke 0,5 mm) hab ich über das alte Aluohr geklebt. Das Headshell besteht aus Carbon und POM, alles "geschnitzt", Azimuth ist einstellbar. Für den Lift (Pro-ject), die Armlagerung (Lenco) und das magnetische Antiskating (original vom Thorens abgetrennt) habe ich eine Halterung aus POM gefertigt, diese wird mit Madenschrauben, wie auch Lift und Halterung, an den Tonarmschaft geklemmt. Der Arm ist absolut leichtgängig. Er wurde vollständig zerlegt, gereinigt und justiert. Die Lage habe ich nach langem Überlegen mit einem Hauch Uhrenöl versehen. Die Tonarmbasis besteht aus einer 6mm Stahlscheibe und einer Messingbuchse, beides verklebt. Höheneinstellung in einem weiten Bereich ist möglich. Mit dem Elyssystem und Testschallplatte habe ich eine Resonanzfrequenz von 10Hz gemesssen. Eigentlich ein Volltreffer, es sollten viele Systeme möglich sein. Für die Zarge hatte ich keine Zeichnung, nur Vorstellungen dazu im Kopf. Also im Baumarkt Leimholz Eiche gekauft und gleich in entsprechende Rechtecke sägen lassen. Die nächste Arbeit war die Topplate. Ich habe dazu die entsprechenden Maße von einem Lencochassis direkt auf eine 4mm Stahlplatte übertragen, ausgehend vom Tellerlager. Dies muss sehr sorgfältig geschehen, ein Fehler und dann passt es irgendwie am Ende nicht. Also viel Zeit daür nehmen und ordentliches Werkzeug, jeder Körnerpunkt muss absolut genau sitzen. Am besten geht dafür ein guter Schlosserzirkel. Jeder Punkt muss für die Genauigkeit mindestens von 2 verschieden Punkten mit dem Zirkel übertragen werden. Danach die äußeren Umrisse gezeichnet und die gesamte Platte in enem Stück ausgesägt (das Meiste mit Pendelhubsäge), geschruppt und geschlichtet. Die gesamte Platte brauchte ich für die Fräsung auf der obersten Holzschicht als Schablone. Die Fräsung habe ich mit einen Proxxonschleifer, Fräskorb und 6mm Fräser gemacht. Dies war sehr anspruchsvoll. Die Rundungen in der Fräsung habe ich dabei als erstes mit eine Forstnerbohrer gemacht, auch nicht einfach. Nach der Fräsung habe ich dann die Topplate geteilt und die Befestigungsbohrungen gemacht. Danach Holzplatte auf Holzplatte nach entsprechenden inneren Ausschnitten mit wasserfesten Holzkaltleim verklebt. Die äußere Form durch sägen und schleifen war dann der letzte Arbeitsgang. Dann noch die hinteren Ausschnitte für RCA Buchsen, Masse und Strom und im unteren inneren Bereich die fast umlaufende Leiste für den Boden. Zwischen Leiste und Boden habe ich Badmitongriffband zur Dämpfung verwendet. Die Zarge liegt also mit dem Griffband auf der Sperrholzplatte (16mm). Die Füße fertige ich traditionell aus Keramikschaum und Kork, der Keramikschaum wird plan und auf gleiche Höhe auf planliegendem Schleifpapier geschliffen und schwarz lackiert. Die Füße sind direkt mit der Bodenplatte verleimt. Die Toplate wurde mit einer dünnen Schicht Plastic Fermit auf die Zarge gelegt und geschraubt. Das Lager hab ich gereinigt, neuer Spiegel von Audio Silente (Reibrad auch von dort) und mit 2 Lagen Walzblei umlötet. Ja, ich weiß - Blei!!! Meine Höchstdosis davon hab ich in jüngeren Jahren schon abgefasst. Aber nach meinen Erfahrungen dämpt Blei hervorragend. Die erweiterten Bohrungen für die Lagerbefestigungen habe ich schon im 1. Beitrag erwähnt. Ansonsten habe ich noch einiges mit dem Unterbodenschutz gedämmt (Motor, Reibradstange u.a.). Als Lageröl und auch sonst verwende ich gern DYNAMIC Kettenöl/ Fahrrad. Gibt es in verschienden Varianten und hat 2 wesentliche hervorragende Eigenschaften - Kriechvermögen und Druckfestigkeit. Übrigens, das ist auch für unsere Fahrradketten erste Wahl. Ich glaube, ich habe nicht allzu viel vergessen. Habe auch hier noch nie so viel geschrieben, lese hier lieber. Und der VPI war mein Traum und meine liebe Frau war damals einverstanden und ist es auch heute noch. Noch ein Foto vom VPI (auch ein wenig verändert). Grüße Jürgen



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  • Wenn man hier so die DIY-Ergebnisse einiger Mitstreiter sieht, wage ich mein kleines Projekt kaum vorzustellen. Aber da es thematisch gerade gut zum Thema Thorens passt, hier nun doch ein Foto der ersten Prototypen meines DIY-Nachbauprojektes eines TP 95 Kontaktblocks, der ja bekanntermaßen aufgrund der Anschlussproblematik öfter mal zu Ausfallerscheinungen führt, wenn man hier nicht sehr sorgsam und feinfühlig hantiert.

    Ich muss ehrlich sagen, ich habe den Zeit- als auch Kostenaufwand für einen qualitativ hochwertigen Nachbau absolut unterschätzt. So winzig und unscheinbar der originale Kontaktblock auch wirkt, so stecken da eine Menge an Stolperfallen drin. Gerade weil das Bauteil auf den ersten Blick so einfach aufgebaut zu sein scheint, könnte man meinen, dass es doch kein Problem sein kann, so ein Ding mal fix nachzubauen. Aber weit gefehlt. Im Nachgang verstehe ich auch, weshalb die Entwickler damals den Anschlussblock genau so gestaltet haben und nicht anders.


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    Klar ist aber auch, wenn ich vorher den Zeitaufwand realistischer eingeschätzt hätte, dann wäre ich das Projekt wohl nicht angegangen. Aber mich hatten schon immer die labbrigen Anschlusskäbelchen gestört, sowie die billig wirkenden Kontakschuhe. Wobei ich im Nachgang sagen muss, dass diese Steckschuhe von Thorens so schlecht nicht waren. Sie haben nämlichen einen unschlagbaren Vorteil. Und das ist ihre kurze Baulänge, verbunden mit einer halbwegs stabilen Kabelcrimpung. Das muss man bei einem Nachbau aus technologischer Sicht erst einmal hinbekommen. Ich habe die Zielsetzung von 7mm Baulänge bei meiner Variante leider nicht erreicht. Dafür konnte ich allerdings in anderen Parametern deutlich punkten. Aber meine Zielsetzung war ja auch eine ganz andere als damals bei Thorens, wo es darum ging, gewinnoptimiert zu fertigen.

    Auf der Seite des Tonabnehmers habe ich spezielle, geschlitzte Rundkontakte verwendet, die wie eine Spannzange wirken und dadurch einen Stiftdurchmesser von ca. 1,15-1,35 mm verkraften können. Als Anschlusskabel habe ich teflonummantelte, pure Silberlitze verwendet.


    Ich bin mit dem vorliegenden Zwischenergebnis eigentlich schon sehr zufrieden.

    Ich bin gespannt, wie sich der Anschlussblock in der Praxis bewährt und ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Aber wahrscheinlich werde ich hier und da wohl noch etwas an meiner Umsetzung nachbessern müssen...so schnell wird Murphy hier nicht klein beigeben...;)

    Kontaktaufnahme nur per E-Mail. Eigene Adresse ist mitzusenden.

  • Jürgen,


    dann hoffe ich, dass du hier im Forum oder zumindest im analogen Liebhaberkreis einen neuen Besitzer findest, der die Professionalität des Projektes zu schätzen weiß bzw. erkennt, und dementsprechend bereit ist, dafür einen adäquaten Preis zu bezahlen.

    Die Teillieferanten mit besten Ruf hast du genannt, ob ein Laie das honoriert!?


    PS. Deinen VPI finde ich sehr schön, die Classics sind für mich eh die schönsten VPI, egal ob in deiner älteren Zargenausführung oder in der neuen.

    Rotwein und Vinyl passt auch bestens, du Gourmet!


    Gruß Thomas

    Kreativer Output und kreativer Ausschuss liegen gefährlich nah beieinander! :wacko:

  • Ganz klar !

    Der Namenskollege sollte anbauen!

    So'n kleines sechzig m² Musikzimmer wäre doch was!!:):):):):)


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Sieht gut aus, saubere Arbeit!

    Ich hab hier auch noch ein Tp95 ohne Kontaktblock liegen, wenn also mal Tester gesucht werden... ;)

    Darf ich fragen was das für geschlitzte Rundkontakte sind? Ich bin da auch auf der Suche nach Anschlüssen die sowohl 1,2 als auch 1,3 mm Pins vertragen.


    Schöne Grüße

    Pascal

  • Ah, der mit den 2 Motoren!

    Gewagte Tonarmverkabelung, Freestyle!


    Was hat der 14“/16“?
    Dient der Alublock als Tonarmablage?


    Thomas

    hallo Thomas


    ja... zwei motoren,


    -die mit dem hauptchassis keine verbindung haben

    -die zudem entkoppelt auf einer trägerplatte über gummi befestigt sind,

    was quasi als subchassis-unüblich bezeichnet werden könnte


    die tonarmverkabelung... jow... ist gewagt... lachend.

    wenn jemand einen tipp hat, womit ich die 4 leitungen

    umgeben und stabilisieren kann, inklusive der cinchstecker,

    so wäre ich dankbar.


    irgendwo um 15 zoll - ja... gut geschätzt...


    und nochmal richtig, der Block dient als provisorische Ablage -

    er ist jedoch aus edelstahl mit blei vergossen und ca. 5 kg schwer.


    viele grüße


    Josef


    ein Tonabnehmerwechsel (mit gerader Ausrichtung) dauert mit neuem Justieren

    des Auflagegewichts etwa 3 Minuten - und kostet keine Nerven...

  • Hallo Josef,

    ich habe im Fall einer Durchverkabelung die Drähte einfach in einen dünnen durchsichtigen PVC-Schlauch gezogen und eine Zugentlastung eingebaut. Man kann den Schlauch z.B. an den Stecker mit Zwirn und ein paar Stichen nähen. Gewebeschlauch ist an der Stelle nicht die ideale Lösung, weil der sich sehr weit dehnen lässt. Lieber einen festen Schlauch nehmen. Man kann natürlich auch Teflon nehmen. Wenn Gewebeschlauch, würde ich noch eine Schnur mit reintun, die etwas kürzer ist als die Drähte, als Zugentlastung.


    Nur so meine Ideen zu dem Thema.


    Tschau, Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Möglich wäre auch ein Sockel, ähnlich deiner Plattengewichtskollektion mit einem vertikalen

    Carbonrohr und oben die Zugentlastung dran.

    Dann setzt sich das Design fort.

    Mal so meine Idee!


    von Blingbling (Tellerbeleuchtung) hattest du ja nichts geschrieben.

    Glaube, der rechte Schalter sucht noch einen Job!


    Thomas

    Kreativer Output und kreativer Ausschuss liegen gefährlich nah beieinander! :wacko:

  • der rechte schalter wird bald den lift bedienen, wie bei der td320ziger serie üblich.


    den teller von hinten innen horizontal zubeleuchten... da dachte ich auch schonmal dran....


    mal sehen....


    viele grüße


    josef